Fraunhofer IGD – Wenn Forschung und Praxis gemeinsam aufs Feld gehen

Fraunhofer IGD - Wenn Forschung und Praxis gemeinsam aufs Feld gehen

Fraunhofer IGD Smart Farming – Zukunftsfähige Landwirtschaft live erleben

Zukunftsfähige Landwirtschaft live erleben

Stimmungsbarometer:unverb. KI-Analyse*

Am 2. September findet der erste Smart-Farming-Feldtag auf dem Innovations-Gut von Thünen in Tellow statt. Die Fraunhofer-Institute für Graphische Datenverarbeitung IGD und für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP zeigen gemeinsam mit Partnern aus Forschung, Industrie und Start-ups, wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft beitragen können. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Anwendungen und Live-Demonstrationen unter realen Einsatzbedingungen.

Um die Landwirtschaft von morgen nachhaltig und wirtschaftlich zu gestalten, braucht es die Weiterentwicklung bekannter Technologien und die Implementation neuer Ansätze – und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Landtechnikindustrie, Start-ups und den Anwendern der Technik. Der Smart-Farming-Feldtag auf dem Innovations-Gut von Thünen bringt diese Akteure zusammen und gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen der digitalen Landwirtschaft.

Die Veranstaltung findet am 2. September 2026 von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr statt. Das Programm umfasst unter anderem Live-Demonstrationen auf dem Acker und den Austausch mit Fachleuten aus Forschung, Wirtschaft und Praxis. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Dr. Till Backhaus wird den Feldtag besuchen und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Reallabor für die Landwirtschaft der Zukunft

Das Innovations-Gut von Thünen bietet die Möglichkeit, digitale und automatisierte Technologien für die Landwirtschaft unter realen Bedingungen zu entwickeln und zu erproben. Das vom Fraunhofer IGD koordinierte Reallabor verbindet dafür wissenschaftliche Expertise mit landwirtschaftlicher Praxis und schafft Raum für die gemeinsame Entwicklung neuer Smart-Farming-Lösungen.

Die beiden vor Ort ansässigen Fraunhofer Institute IGD und IGP bringen dabei unterschiedliche, sich ergänzende Kompetenzen ein: Während das Fraunhofer IGD insbesondere auf die Erfassung, Analyse und Nutzung von Daten mit Technologien wie Sensorik, Fernerkundung, Künstlicher Intelligenz und digitalen Zwillingen spezialisiert ist, entwickelt das Fraunhofer IGP unter anderem automatisierte und robotische Systeme für den praktischen Einsatz.

Mit 3D, KI und Fernerkundung Pflanzen und Umwelt erfassen

Wie sich Datenerhebung im Feld künftig stärker automatisieren lässt, zeigt das Fraunhofer IGD am Beispiel der Getreidezüchtung. Ein Kamerasystem erfasst Pflanzen dreidimensional und ermöglicht es, einzelne Ähren und weitere Pflanzenmerkmale automatisiert zu erkennen und auszuwerten. Damit können bislang aufwendige manuelle Erhebungen effizienter durchgeführt und größere Flächen untersucht werden. Beim Feldtag wird das bisher manuell über das Feld bewegte System erstmals autonom eingesetzt.

Darüber hinaus zeigt das Fraunhofer IGD, wie Luft- und Fernerkundungsdaten gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz genutzt werden können, um invasive Pflanzenarten automatisch zu erkennen und ihre Ausbreitung zu dokumentieren. Bilddaten von Satelliten, Flugzeugen, Drohnen oder bodennahen Kameras können so ausgewertet werden, dass betroffene Flächen gezielter erfasst und Maßnahmen besser geplant werden können.

Wie aus unterschiedlichen Umwelt- und Sensordaten eine verständliche Entscheidungsgrundlage entsteht, demonstriert das Institut außerdem anhand eines interaktiven Moor-Dashboards. Es führt unter anderem KI-gestützte Auswertungen von Drohnenbildern, Vegetationsinformationen und hydrologische Daten zusammen und macht Zustand und Veränderungen von Moorflächen anschaulich sichtbar.

Automatisierte Technik für Feld und Fläche

Das Fraunhofer IGP zeigt auf dem Feldtag praxisnahe Lösungen aus Agrarrobotik und Sensorik. Im Mittelpunkt stehen autonome und sensorbasierte Systeme, die Arbeitsprozesse unterstützen, Betriebsdaten erfassen und wiederkehrende Aufgaben automatisieren können.

Ein autonom fahrendes Fahrzeug soll beispielsweise Pflege- und Kontrollaufgaben in Solarparks miteinander verbinden. Während es mäht oder mulcht, erfassen Sensoren und Wärmebildtechnik gleichzeitig den Zustand der Solarmodule. So können mögliche Schäden oder Leistungseinbußen frühzeitig erkannt werden.

Ergänzend werden Mess- und Sensorsysteme vorgestellt, mit denen Belastungs- und Betriebsdaten landwirtschaftlicher Geräte unter realen Einsatzbedingungen erfasst werden können. Ein mobiles Feldbüro ermöglicht zudem, Daten direkt am Einsatzort zu bearbeiten und auszuwerten – beispielsweise Drohnenaufnahmen oder Informationen für die Spurplanung autonomer Fahrzeuge.

Der Smart-Farming-Feldtag macht damit sichtbar, wie digitale Technologien, Künstliche Intelligenz, Sensorik und automatisierte Systeme zusammenspielen können, um neue Lösungen gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Praxis zu entwickeln.

Vorbeikommen und Smart Farming live erleben:
Interessierte aus Landwirtschaft, Industrie und Forschung sind eingeladen, die Technologien am 2. September direkt auf dem Innovations-Gut von Thünen kennenzulernen, sich mit den Fachleuten vor Ort auszutauschen und die Anwendungen im Praxiseinsatz zu erleben.

Weiterführende Informationen:

https://www.igd.fraunhofer.de/de/veranstaltungen/smart-farming-feldtag-von-fraunhofer.html

3D-Punktewolke in der Getreidezüchtung: Effiziente Datenerhebung im Feld – Fraunhofer IGD: https://www.igd.fraunhofer.de/de/forschung/oeffentliche-projekte/biooekonomie/3d-punktwolken-fuer-die-getreidezuechtung.html#faq_faqitem_copy-answer

AutoFERIA – Fernerkundung invasiver Pflanzenarten entlang der Autobahn – Fraunhofer IGD: https://www.igd.fraunhofer.de/de/forschung/oeffentliche-projekte/biooekonomie/autoferia—fernerkundung-invasiver-pflanzenarten-entlang-der-autobahn.html

Smart-Farming-Feldtag
2. September 2026, 9:00 bis 13:00 Uhr 

Veranstaltungsort:
Innovations-Gut von Thünen

Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützen Unternehmen und Institutionen der Branchen Manufacturing and Mobility, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Infrastruktur und Public Services sowie Maritime Wirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen.

Kontakt
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Daniela Welling
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+49 6151 155-146
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https://www.igd.fraunhofer.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • 3D (Wikipedia)
    3D oder 3-D ist eine verbreitete Abkürzung für die Eigenschaft, tatsächlich oder nur scheinbar räumlich oder dreidimensional zu sein oder drei Dimensionen zu haben. Ursprünglich ein Begriff aus der englischen Sprache wurde die Abkürzung bei der Übernahme technischer Begriffe aus dem Englischen in die deutsche Sprache übernommen, z. B. in 3D-Film, 3D-Druck, 3D-Integration oder 3D-Effekt. Inzwischen verwenden viele Anwendungsgebiete die Vorsilbe 3D in ihren Fachausdrücken. Dadurch unterscheiden sie zwischen der Verwendung eines Ausdrucks in Bezug auf dreidimensionale oder zweidimensionale Objekte. Die Punkte von 3D-Objekten liegen in verschiedenen Ebenen oder Flächen, während die Punkte von 2D-Objekten in derselben Ebene oder Fläche liegen. Im Alltag wird ein dreidimensionaler Raum durch die drei Dimensionen Länge, Breite und Höhe beschrieben. Die Geometrie nennt diesen Raum den dreidimensionalen euklidischen Raum. Oft wird die Lage eines Punktes im Raum mit einem kartesischen Koordinatensystem beschrieben. Daneben verwendet man auch andere Koordinatensysteme, z. B. Kugelkoordinaten oder Zylinderkoordinaten. Die moderne Mathematik definiert einen dreidimensionalen mathematischen Raum als einen Raum, in dem drei Koordinaten erforderlich sind, um die Lage eines Punktes zu bestimmen. Diese allgemeingültige Definition enthält den Raum, den wir aus dem Alltag kennen, als Spezialfall.
  • Agrar (Wikipedia)
    Der Agrarsektor umfasst die Gesamtwirtschaft der Agrarproduktion aus Tier- und Pflanzenwelt. Die Wirtschaftswissenschaft des Agrarsektors ist die Agrarökonomie, die umfassendere Natur- und Humanwissenschaft die Agrarwissenschaft. Die Politik des Feldes ist die Agrarpolitik.
  • forschung (Wikipedia)
    Unter Forschung versteht man, im Gegensatz zum zufälligen Entdecken, die systematische Suche nach neuen Erkenntnissen sowie deren Dokumentation und Veröffentlichung. Publiziert wird überwiegend als wissenschaftliche Arbeit in relevanten Fachzeitschriften und/oder über die Präsentation bei Fachtagungen. Forschung und Forschungsprojekte werden im wissenschaftlichen und industriellen, aber auch im künstlerischen Rahmen betrieben. Zur Bewertung der Bedeutung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen kann die Bibliometrie genutzt werden.
  • KI (Wikipedia)
    KI steht für: sumerische Gottheit, siehe Uraš (Göttin) Adam Air, ehemalige indonesische Fluggesellschaft nach dem IATA-Code Canadian Regional Airlines (IATA-Code), kanadische Fluggesellschaft Kaliumiodid, chemische Verhältnisformel Kanzerogenitätsindex, Gefahreneinstufung von Mineralfasern Karolinska-Institut, medizinische Hochschule bei Stockholm Kategorischer Imperativ, grundlegendes ethisches Prinzip des Philosophen Immanuel Kant Kiribati, Ländercode nach ISO 3166 Knabeninstitut Wilhelmsdorf, heute Gymnasium Wilhelmsdorf in Wilhelmsdorf (Württemberg) Kombiinstrument, Instrumentenblock in Kraftfahrzeugen Kommunistische Internationale, auch Komintern Konfidenzintervall, statistischer Vertrauensbereich Konfigurationsidentifizierung, Teil des Konfigurationsmanagements Konstanzer Inventar, Sammlung kriminologischer und kriminalstatistischer Informationen Kontraindikation, in der Medizin ein Umstand, der gegen eine Maßnahme spricht Kreditinstitut Künstliche Insemination, künstliche Befruchtung bei Rindern und anderen Tieren Künstliche Intelligenz, Teilgebiet der Informatik Trabajos Aéreos del Sahara (ICAO-Code), ehemalige spanische Fluggesellschaft Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau, Kleinfahrzeugkennzeichen der Binnenschifffahrt KI als Unterscheidungszeichen auf Kfz-Kennzeichen: Deutschland: kreisfreie Stadt Kiel Griechenland: Kilkis Nordmazedonien: Kičevo Österreich: Bezirk Kirchdorf, Oberösterreich Serbien: Kikinda Slowakei: Košice (noch nicht vergeben) Tschechien: Karviná (auslaufend) KÍ steht für: KÍ Klaksvík, färöischer Fußballverein aus Klaksvík K.I steht für: AEG K.I (AEG G.I), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Doppeldecker-Bombenflugzeug Fokker K.I (Fokker M.9), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Zweirumpf-Experimentalflugzeug Ki steht für: Ki, Papuasprache, siehe Amto Ki (Papua), Distrikt (Distrik) in der indonesischen Provinz Papua Selatan Einheitenvorsilbe mit dem Zahlenwert 1024, siehe Binärpräfix Ki (Album) des kanadischen Musikers Devin Townsend Ki (Klan), alte Familie in Japan Begriff für Kraft bzw. Lebensenergie in der japanischen Philosophie, siehe Qi Kikuyu (Sprache) nach ISO 639-1 Ki ist …
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  • Smart Farming (Wikipedia)
    Smart Farming, Digital Farming oder e-Farming (im deutschsprachigen Raum auch als Landwirtschaft 4.0 oder Bauernhof 4.0 bekannt) bezeichnet den modernen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft. Der Begriff umfasst aber nur eine Teilmenge von digitalen Verfahrenstechniken im Rahmen der Digitalisierung in der Landwirtschaft.
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    Umwelt bezeichnet etwas, mit dem ein Lebewesen (oder etwas, das in Analogie zu einem Lebewesen behandelt wird) in kausalen Beziehungen steht. Der Umweltbegriff ist zu unterscheiden vom Begriff der Umgebung, der räumlich (und nicht kausal) definiert ist.
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    Das Wort Wissenschaft (mittelhochdeutsch wizzen[t]schaft beinhaltet Wissen, Vorwissen, Genehmigung; lateinisch scientia) bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Wissens, der Erkenntnisse und der Erfahrungen einer Zeitepoche, die systematisch erweitert, gesammelt, aufbewahrt, gelehrt und tradiert wird. Wissenschaft ist die Methodik des überprüfbaren Erkenntnisgewinns. Sie nutzt dazu die Arbeitsmittel Beobachtung, Experiment, Analyse, Theorie, Veröffentlichung, Kritik, Überprüfung, Überarbeitung und Weiterentwicklung. Alte obsolete Wissensstände können ihrerseits Untersuchungsgegenstand im Rahmen der Wissenschaftsgeschichte werden.
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