Der Tag der Entspannung macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, einen stressigen Arbeitstag durch Erholungs- und Entspannungsphasen auszugleichen
Genau wie Ein- und Ausatmen gehören auch Anspannung und Entspannung zu unserem Leben. Beide sind auch zwingend notwendig: Während es bei der Anspannung zur Ausschüttung von z.B. Cortison kommt (dem Stresshormon Nummer 1), das uns hilft, die herausfordernde und somit stressige Situation zu meistern, werden bei der Entspannung die Gegenspieler, wie beispielsweise Endorphine (die Glückshormone) und GABA (das Beruhigungshormon) ausgeschüttet.
Entspannung kann sogar mit physiologischen Parametern gemessen werden: Muskeltonus und Hautfeuchtigkeit nehmen ab, Herz- und Atemfrequenz verlangsamen sich, die Anzahl der natürlichen Killerzellen erhöht sich, Blutzucker- und Cholesterinwerte werden niedriger, die Aktivität des Sympathikus nimmt ab, während die Aktivität des Parasympathikus zunimmt. Und sogar im Gehirn ist eine Veränderung der Aktivität zu messen!
Normalerweise passiert Entspannung automatisch – sie ist die 4. Phase der Stressreaktion. Allerdings gibt es in unserer heutigen Zeit viele Menschen, die sich nicht mehr entspannen können. Das kommt daher, dass die Handlungsphase – die 3. Phase der Stressreaktion – verkürzt ist und somit die aus der 1. und 2. Phase der Stressreaktion bereitgestellte Energie (die zur Überwindung der stressigen Situation nötig ist und eigentlich in der Handlungsphase verbraucht werden sollte) als Spannung im Körper verbleibt. Das passiert auch nicht nur bei einer stressigen Situation, sondern fortlaufend. Dadurch sammelt sich immer weiter Energie als Spannung im Körper an und der betreffende Mensch bleibt in einer Art Dauer-Alarmbereitschaft. Dass das nicht gesund sein kann, ist klar. Und die Folgen sind durchaus dramatisch: Angefangen bei Verdauungsproblemen, Verspannungen und chronischen Kopfschmerzen kommt es irgendwann zu Schlafstörungen und Bluthochdruck. Und dann sind auch Stresserkrankungen, wie Burnout, nicht mehr weit.
Die Ursache, warum die Handlungsphase heutzutage meist nur verkürzt ist, liegt in unseren modernen Lebensumständen begründet. Wer von uns kennt beispielsweise keine ellenlangen ToDo-Listen, wo nach Erledigung einer Aufgabe bereits übergangslos die nächste folgt? Auch das Erhalten einer neuen Aufgabe, während man noch mit einer anderen beschäftigt ist, ist im modernen Berufsleben keine Seltenheit. Außerdem kommt noch eine Überstimulation dank zum Beispiel digitaler Medien dazu. Wer darüber hinaus ein Meister oder eine Meisterin im Aufschieben ist und sich zum Beispiel vor klärenden Gesprächen oder dem Lösen von Konflikten immerzu drücken möchte, sorgt ebenfalls dafür, dass eine Rest-Spannung im Körper verbleibt. Auch ein starker innerer Antreiber, der einem nie wirklich Ruhe gönnen möchte und unter Umständen zudem mit einem starken Perfektionismus daherkommt, sorgen dafür, dass ein Mensch aus der Handlungsphase der Stressreaktion gar nicht mehr herauskommt.
Da hatten es unsere Vorfahren leichter: Nachdem der Säbelzahntiger oder der feindliche Stamm vertrieben war, herrschte wieder Ruhe und man konnte sich erholen. Mehr zur Stresssituation früher und heute erfahren Sie in unserer Präsentation auf SlideShare: Früher Säbelzahntiger heute Chef.
Allerdings muss es nicht zu Stresserkrankungen kommen. Denn jeder Mensch ist im Prinzip in der Lage, einen Zustand von Entspannung selbst zu erzeugen. Darauf macht der Tag der Entspannung am 15. August aufmerksam, der uns dazu einlädt, einen stressigen (Arbeits-)Tag durch Erholungs- und Entspannungsphasen wieder auszugleichen. Was man dazu machen kann, ist höchst individuell und kommt ganz auf die Vorlieben der jeweiligen Person an. Während sich ein Mensch beispielsweise beim Sport auspowert, geht ein anderer lieber in den Garten und gräbt ein Beet um. Auch andere Hobbies, wie Malen, Fotografieren oder Wandern, sind bestens geeignet, um Stress abzubauen und in die Entspannung zu kommen.
Alternativ gibt es natürlich auch selbstaktive Entspannungsverfahren, wie das autogene Training und die progressive Muskelentspannung (PMR). Diese beiden Methoden können von jedem Menschen schnell erlernt werden und sind in den unterschiedlichsten Situationen einsetzbar. Was bei Hobbies oder dem Beet umgraben nicht unbedingt der Fall ist – vor allem, wenn man sich auf der Arbeit befindet!
Beim autogenen Training handelt es sich um eine Entspannungstechnik, die auf Autosuggestion basiert mit dem Ziel, Körper und Geist in einen Zustand tiefer Ruhe zu versetzen. Die Progressive Muskelentspannung ergänzt diese Methode. Hierbei werden nacheinander verschiedene Muskelgruppen an- und anschließend wieder entspannt. Dadurch kann sowohl Spannung losgelassen werden als auch ein verbessertes Körperbewusstsein entstehen, was einem die Möglichkeit bietet, sich auch in arbeitsbedingten Stresssituationen innerhalb kurzer Zeit wieder zu erholen und zu regenerieren.
Lernen können Sie diese beiden Methoden beispielsweise in unserem Seminar Stressbewältigung durch autogenes Training und PMR. Da es sich hierbei um eine berufliche Weiterbildung handelt, ist dieses Seminar auch als Bildungsurlaub anerkannt. Nutzen Sie also diese Gelegenheit und sichern Sie sich zusätzliche fünf Urlaubstage!
Wir sind ein zertifiziertes Weiterbildungsinstitut, das Bildungsurlaub (Seminare und Ausbildungen) zu den Themen Stressbewältigung, mental health, Resilienz, Coaching und persönlicher Entwicklung an den schönsten Orten Deutschlands und Europas anbietet. In unseren Kursen erwarten Sie neben theoretischem und methodischem Input zum jeweiligen Thema auch Bewegungseinheiten, die zum Teil oder ganz in der Natur stattfinden. Und damit es für Sie so einfach wie möglich ist, haben wir die erforderlichen Unterlagen für die Beantragung des Bildungsurlaubs bereits vorbereitet: Sie brauchen diese nur noch runterzuladen, auszudrucken, zu unterschreiben und bei ihrem Arbeitgeber abzugeben.
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- B.I.E.K. (Wikipedia)
BIEK steht für: Bundesverband Paket und Expresslogistik Biek ist der Familienname folgender Personen: Samuel Biek (* 1997), deutscher Fußballspieler - Bildungsurlaub (Wikipedia)
Bildungsurlaub ist eine besondere Form des Urlaubs, die der beruflichen oder politischen Weiterbildung dient. Er wird oft auch Bildungsfreistellung genannt, um den Eindruck eines Erholungsurlaubs zu vermeiden. - Entspannung (Wikipedia)
Entspannung steht für: eine Entlastung der Muskulatur, siehe Tonus eine Methode zur Verminderung der körperlichen und seelischen Anspannung und Abbau von Stress, siehe Entspannungsverfahren die Verbesserung zwischenstaatlicher Beziehungen, siehe Entspannungspolitik Herabsetzung der Oberflächenspannung von Wasser durch Tenside, siehe Oberflächenspannung Minderung des Drucks eines unter Überdruck stehenden Fluids, siehe Druckminderer Siehe auch: Chillen Spannung - Stress (Wikipedia)
Stress bezeichnet in der Medizin und Psychologie zum einen durch innere und äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. - Stressbewältigung (Wikipedia)
Stressmanagement oder Stressbewältigung ist ein Sammelbegriff für Methoden und Bewältigungsstrategien, um psychisch und physisch belastenden Stress zu verringern oder ganz abzubauen. Stressmanagementmethoden können hilfreich sein, wenn Widerstandsfähigkeit und Selbstheilungskräfte des Menschen wegen innerer und äußerer Belastungen zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit oder der Gesundheit nicht ausreichen. - Stressreaktion (Wikipedia)
Stressreaktion ist die körperliche und seelische Reaktion auf die Einwirkung von Stressoren, welche das innere Gleichgewicht (Homöostase) verletzen. Zu unterscheiden sind die Reaktionen auf akute und auf andauernde Belastungen. Zugehörige Begriffe sind „Hyperarousal“ und „akute Stressreaktion“. Die Stressreaktion ist eine durch die Evolution geformte, sehr schnelle Anpassungsmöglichkeit des Körpers an auftretende Gefahrensituationen, mit dem Ziel, das Überleben zu sichern. Es wird Energie bereitgestellt, um eine Reaktion zu ermöglichen, die der Situation angemessen ist: Angriff, Flucht oder Erstarrung, welche sich im Rahmen der Evolution als überlebenssichernd bewährt haben. Als weitere Wirkung wird die Aufmerksamkeit auf die Gefahrensituation fokussiert und andere energieverbrauchende Körperprozesse unterdrückt, da sie in der akuten Situation unnötig oder behindernd sind. Die erste wissenschaftliche Erforschung der Stressreaktion ist die 1915 von Walter Cannon beschriebene „Fight-or-flight“-Antwort. Der Mediziner Hans Selye konzipierte als Modell der menschlichen Reaktion auf chronische Belastungen das „Allgemeine Anpassungssyndrom“ (1936). Fliehen oder kämpfen ist für Schwangere und Mütter von Kleinkindern evolutionär wenig sinnvoll, und Cannon hatte für seine Forschung auch hauptsächlich männliche Ratten verwendet. Als weitere Reaktionsmöglichkeit auf chronischen Stress fanden Shelley Taylor und Kolleginnen (2000) die „Tend and befriend-Reaktion“, die aus der Sorge um den Nachwuchs (tend= sich kümmern) und der Schaffung eines sozialen Netzwerkes (befriend= sich anfreunden) besteht. Sie ist bei Frauen etwas häufiger anzutreffen als bei Männern. Neueren Forschungsergebnissen zufolge kann man nicht von einer einheitlichen Stressreaktion sprechen, da Art und Mechanismen der Reaktion auf psychischen Stress sich je nach Art des Stressors und der dadurch ausgelösten Emotion unterscheiden. Insbesondere zeigte sich in einer Studie, dass Überraschung und Schock mit einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und zugleich eines verringerten Prolaktinspiegels einhergingen, Wut und Demütigung hingegen mit einer erhöhten Ausschüttung von Prolaktin und …