Führen in Zeiten von Corona

Was Arbeitgeber jetzt für ihre Mitarbeitenden im Homeoffice tun können

Führen in Zeiten von Corona

Sebastian Purps-Pardigol ist Experte für Hirnforschung und gelungene Arbeitskultur.

„Homeoffice kann nachweislich zu erhöhter psychischer Belastung führen“, sagt Sebastian Purps-Pardigol. Der Bestseller-Autor und Organisationsberater gibt Arbeitgebern Tipps, wie sie gerade jetzt den Druck auf ihre Mitarbeitenden verringern und deren Leistungsfähigkeit verbessern können. Basis seiner Strategien sind die Analyse gelungener Unternehmenskulturen und von jedem anwendbare Erkenntnisse der modernen Hirnforschung.

Vielen Menschen fehlt im Homeoffice die Verbundenheit mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Laut einer Studie an der Universität Standford erhöhe jedoch das Gefühl, zu einem Team zu gehören, Begeisterung, Leistungsfähigkeit, Energie, Konzentrationsvermögen, mentale Stärke um bis zu 50 Prozent, so Purps-Pardigol. „Das geschah, obwohl die Probanden faktisch alleine arbeiteten – der Eindruck von Zugehörigkeit reichte völlig aus.“

Führungskräfte sollten daher zum Beispiel Zeitfenster planen, in denen die Mitarbeitenden regelmäßig informell zusammenkommen. „Viele Arbeitgeber mit einer gelungenen Unternehmenskultur haben genau das seit Beginn der Pandemie getan“, so Purps-Pardigol, der seit zehn Jahren in über 500 Interviews Firmen und deren Führungskräfte analysiert.

Die Mitarbeiter gestalten lassen
Neben der Verbundenheit sei auch das Mitgestalten ein neurobiologisches Grundbedürfnis, erläutert der Experte. „Chefs sollten deshalb dafür sorgen, dass ihre Mitarbeitenden auch in einem möglichen Lockdown nicht Betroffene, sondern Beteiligte sind.“ Das reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen, wie Purps-Pardigol in seinem neuen Buch „Leben mit Hirn“ darlegt.

Wissenschaftler haben das bewiesen: In einem Experiment bekamen Probanden über Kopfhörer störende Geräusche zugespielt, während sie Mathematik-Aufgaben lösen mussten. Hatten sie die Möglichkeit, den Lärm vorübergehend zu beeinflussen, sank der Gehalt des Stresshormons Cortisol in ihrem Speichel deutlich. Für Arbeitgeber heißt das laut Purps-Pardigol: Mitarbeiter müssen sich einbringen können – etwa mit Ideen für ein Wir-Gefühl auch in einem Lockdown.

Zudem gelte es, Mitarbeiter vor Überlastung im Homeoffice zu bewahren, meint Purps-Pardigol. „Das funktioniert mit einem guten Zeitmanagement – und dem Einhalten regelmäßiger kurzer Pausen, denn diese führten in Studien zu 25 Prozent besseren Ergebnissen.“ Und es brauche eine klare und ebenfalls regelmäßige Kommunikation – etwa dazu, was das Unternehmen entscheidet und warum. „Wenn Mitarbeitende verstehen, was geschieht, entsteht kein „Kopfkino“, sie bleiben neuronal ruhiger und können ihre höheren kognitiven Fähigkeiten bestmöglich nutzen.“

Sebastian Purps-Pardigol ist Organisationsberater, Bestsellerautor sowie Trainer für Führungskräfte und Persönlichkeitsentwicklung. Gemeinsam mit seinem Wegbegleiter Dr. Gerald Hüther erforscht er seit über zehn Jahren die Muster gelungener Unternehmenskulturen. In vielen Firmen wird zunehmend die Frage bedeutsam, wie Mitarbeitende in herausfordernden Rahmenbedingungen innerlich stabil bleiben und weiterhin Zugriff auf die in ihnen liegenden Potenziale behalten. Dieses Wissen, das sonst nur einem kleinen Kreis hochbezahlter Manager zugänglich ist, macht Purps-Pardigol mit seinem neuen Buch „Leben mit Hirn“ nun auch für eine breite Masse von Menschen verfügbar.

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