Sicherheit: My home is my (plastic) castle
Ob Einbruch, Feuer oder Unfälle im Kinderzimmer: Wer sein Zuhause absichern will, denkt meist an Beton oder Stahl. Kaum bekannt ist, dass Plastik ein wichtiger Faktor in der Haussicherheit ist. Ohne innovative Kunststoffe wären zeitgemäße Sicherheitskonzepte im Eigenheim gar nicht realisierbar.
Gebäude in Deutschland müssen höchste Schutzstandards erfüllen. Dabei spielen moderne Polymere mit ihren vielseitigen Eigenschaften und Funktionen eine zentrale Rolle.
Folien stoppen Einbruchsversuche
Laut der aktuellsten polizeilichen Kriminalstatistik stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland zuletzt um 5,7 Prozent auf insgesamt 82.920 Fälle im Jahr 2025. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft beziffert den versicherten Gesamtschaden auf rund 380 Millionen Euro. Ein Blick auf die Vorgehensweise der Täter verdeutlicht die Relevanz leistungsfähiger Werkstoffe: Rund 70 Prozent aller Einbrecher nutzen einen einfachen Schraubendreher, um Fenster oder Türen aufzuhebeln. Gegen mechanische Einwirkung bieten hochfeste Kunststoff-Fensterprofile den entscheidenden Widerstand. Scheitert dieser Versuch, versuchen Täter oft, die Scheibe einzuschlagen – und genau hier greift die Kunststofftechnologie. Die von der Polizei empfohlenen Sicherheitsfenster setzen im Kern auf Verbundsicherheitsglas (VSG). Den eigentlichen Schutz gegen das Durchdringen bietet dabei eine innenliegende, extrem reißfeste Kunststofffolie.
Bei speziellen Verglasungen werden vier Lagen dieser PVB-Folie mit einer Gesamtdicke von 1,52 mm zwischen die Scheiben gepresst. Wird das Glas attackiert, splittert es zwar, aber die elastische Folie hält die Segmente stabil zusammen. Da fast die Hälfte aller Einbruchsversuche scheitert, wenn die Täter nicht innerhalb von fünf Minuten ins Gebäude gelangen, schützen diese High-Tech-Polymere den Ort an dem wir uns am sichersten fühlen: unser Zuhause. Ergänzt wird dieser mechanische Schutz heute durch smarte Technologie: Weder wetterfeste Sicherheitskameras noch Infrarot-Bewegungsmelder wären ohne ihre spezialisierten Gehäuse und Linsen aus Kunststoff überhaupt funktionsfähig.
Kabelisolierungen verhindern Brandherde
Auch abseits der Kriminalität schützt der Werkstoff Leben. Nach der Langzeitstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) ist Elektrizität mit knapp 30 Prozent die Brandursache Nummer eins in Deutschland. Technische Defekte an Haushaltsgeräten oder Kabeln lösen laut dem Deutschen Feuerwehrverband einen Großteil der rund 200.000 jährlichen Brände aus. Hier zeigt sich die materialspezifische Alleinstellung von Polymeren: Kein anderer Werkstoff vereint elektrische Isolation, Formfreiheit und selbstverlöschende Eigenschaften derart kompakt.
Moderne Kunststoffe bieten hier eine lebenswichtige Barriere: Hochentwickelte Kabelisolierungen bestehen aus speziell modifizierten, flammgeschützten Polymeren. Kommt es zu einem Kurzschluss, verhindern diese Kunststoffe die Ausbreitung von Flammen. Zudem minimieren sie im Ernstfall die Entstehung toxischer Gase – ein entscheidender Faktor, da bei Wohnungsbränden der Rauch die größte Gefahr darstellt.
Spezialpolymere sichern Fluchtzeit
Im Ernstfall zählt jede Sekunde: Durch die schnelle Brandausbreitung bei heutigen Synthetik-Einrichtungen bleibt Bewohnern oft weniger als drei Minuten zur Flucht. In den 1970er-Jahren waren es aufgrund der langsamer entflammbaren Naturmaterialien noch 15 Minuten. Ob aus einem Funken überhaupt ein gefährlicher Brand entsteht, entscheidet sich direkt an der Quelle: Während ungeschützte Alltagselemente im Raum das Feuer beschleunigen, bilden hochentwickelte, flammgeschützte Kunststoffe in Schaltern, Steckdosen und Gerätegehäusen die direkte Gegenmaßnahme. Sie erlöschen in Sekunden und tropfen nicht brennend ab, um das Zeitfenster für die Rettung maximal offenzuhalten.
Das gilt auch für Rauchwarnmelder: Ihre Funktion verdanken sie hitzebeständigen Kunststoffgehäusen. Im Inneren werden optische Sensorbauteile und Messkammern im präzisen Spritzguss gefertigt. Nur so registriert der Sensor Rauchpartikel sekundenschnell, ohne Fehlalarme durch Luftfeuchtigkeit auszulösen.
Intelligente Werkstoffe reagieren autonom
Die Zukunft des passiven Brandschutzes gehört programmierbaren Polymeren mit Formgedächtnis und biobasierten, halogenfreien Flammschutzmitteln. Aktuelle Forschungen zeigen, dass Kunststoffe Schutzfunktionen autonom aktivieren können. Diese Werkstoffe reagieren ohne Sensorik oder Stromzufuhr allein auf kritische Temperaturen. Bei Hitze verändern sie selbstständig ihre Form, um im Ernstfall Kabelkanäle zu verschließen oder Spalten abzudichten. Gleichzeitig erforscht das Fraunhofer ICT im Projekt „CircularInFoam“ neue halogenfreie Wege, um nachhaltige Hochleistungsdämmstoffe brandsicher und kreislauffähig zu machen.
Stoßfeste Werkstoffe schützen Kleinkinder
Außerdem unterstützen Kunststoffe die Sicherheit von Kindern. Von zertifizierten Steckdosensicherungen bis zu elastischen Kantenschützern: Die Stoßabsorption und Splittersicherheit von Kunststoffen minimiert das alltägliche Verletzungsrisiko im Haushalt drastisch. Kunststoff beweist im modernen „Plastic Castle“, dass er weit mehr ist als nur Verpackungsmaterial – er ist ein elementarer Hochleistungs-Baustein für den Schutz von Leib und Leben.
Über die „Plastic is Fantastic“ Initiative
Bei „Plastic is Fantastic“ geht es um die Beziehung zwischen dem Menschen und einem der elementarsten Bausteine der Zivilisation: Kunststoff. Mehr Informationen zur Plastic is Fantastic Initiative finden Sie hier: https://www.plasticisfantastic.info/de
Über die „Plastic is Fantastic Association”
Die Association will mit sachlichen Beiträgen die Wertschätzung erreichen, die dem vielseitigen Material angemessen ist. Mehr Informationen zu Plastic is Fantastic Association finden Sie hier: http://www.pif-association.com/
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- Brandschutz (Wikipedia)
Unter Brandschutz oder Feuerschutzwesen versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes (Feuer und Rauch) vorbeugen (Brandverhütung durch vorbeugenden und baulichen Brandschutz) und die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten bei einem Brand ermöglichen (abwehrender Brandschutz). Brandschutz ist vielschichtig und findet sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Daher finden sich zum Beispiel in Deutschland Anforderungen an den Brandschutz in einer Vielzahl von Rechtsvorschriften wie zum Beispiel den Feuerwehrgesetzen und Bauordnungen der sechzehn Bundesländer sowie zahlreichen weiteren Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien. Man unterscheidet den vorbeugenden und den abwehrenden Brandschutz. - Einbruch (Wikipedia)
Als Einbruch bezeichnet man das unerlaubte Eindringen in einen abgegrenzten Bereich bei Überwindung eines Hindernisses oder einer besonderen Sicherung gegen Wegnahme; Näheres wird im nationalen Recht definiert. Ein Einbruch geschieht in der Regel mit dem Ziel, in den Besitz von Gegenständen und/oder Informationen zu gelangen. - Fenster (Wikipedia)
Als Fenster (lateinisch fenestra) wird im Bauwesen eine Lichtöffnung in einer Wand oder im Dach eines Bauwerkes sowie deren wind- und wetterdichter Verschluss bezeichnet. Fenster dienen der Belichtung, Belüftung und der Ein- und Aussicht. Sie gehören zu den ästhetischen Hauptelementen der Fassadengliederung und prägen das Erscheinungsbild ebenso wie die Innenraumgestaltung des Bauwerks. Historisch geht der Begriff „Fenster“ auf „kleine Tür“, „Türchen“ zurück: (altgriechisch θυρίς, diminutiv von θύρα ‚Tür‘). Die Möglichkeit, diese auch transparent zu schließen, wurde erst beginnend mit dem zweiten Jahrhundert nach Christus entwickelt. Fenster bestehen heute meist aus einem Rahmen und der gläsernen Fensterfüllung. Der Rahmen wird in eine Öffnung in einer Wand oder dem Dach eingesetzt. Die Wandöffnung bildet oben ein Fenstersturz oder Bogen, seitlich die Laibungen (manchmal außen durch Faschen gerahmt) und unten die Brüstung. Bewegliche Fensterflügel ermöglichen das Lüften der Innenräume. Fenster werden traditionell durch Glaser, Bautischler und spezialisierte Fensterbauer gefertigt und eingebaut. Zu technischen Details siehe auch: Fensterbau - Haus (Wikipedia)
Ein Haus ist ein „dauerhaftes, aus Hüll- und Tragkonstruktion bestehendes Gebäude; entwickelte sich aus der Zufluchtsstätte der Vorzeit zu den gegenwärtigen vielfältigen Arten von Hochbauten. Geographische und klimatische Bedingungen, Baustoffe, Technik, Lebensbedürfnisse sowie herrschende Gesellschaftsordnung bestimmen Funktion, Form und Bauart.“ Daher existieren viele unterschiedliche Haustypen. - Kunststoff (Wikipedia)
Als Kunststoff, auch Plastik beziehungsweise regional Plaste oder Plast, werden Werkstoffe bezeichnet, die hauptsächlich aus Makromolekülen bestehen. Wichtige Merkmale von Kunststoffen sind ihre technischen Eigenschaften, wie Formbarkeit, Härte, Elastizität, Bruchfestigkeit, Temperatur-, Wärmeformbeständigkeit und chemische Beständigkeit, die sich durch die Wahl der Makromoleküle, Herstellungsverfahren und in der Regel durch Beimischung von Additiven in weiten Grenzen variieren lassen. Kunststoffe werden bezüglich ihrer physikalischen Eigenschaften in drei großen Gruppen unterteilt: Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. Die ISO 1043 legt für eine große Anzahl von Kunststoffen Kurzzeichen fest. Kunststoffe werden zu Formteilen, Halbzeugen, Fasern oder Folien weiterverarbeitet. Sie dienen als Verpackungsmaterialien, Textilfasern, Wärmedämmung, Rohre, Bodenbeläge, Bestandteile von Lacken und Klebstoffen, Waschmitteln und Kosmetika, als Material für Sportgeräte und Spielzeug, in der Elektrotechnik für Isolierungen, Leiterplatten, Gehäuse, im Fahrzeugbau für Reifen, Polsterungen, Armaturenbretter, Benzintanks und vieles mehr. Die jeweiligen Makromoleküle eines Kunststoffes sind Polymere und daher aus wiederholenden Grundeinheiten aufgebaut. Die Größe der Makromoleküle eines Polymers variiert zwischen einigen tausend bis über eine Million Grundeinheiten. Beispielsweise besteht das Polymer Polypropylen (Kurzzeichen PP) aus sich vielfach wiederholenden Propyleneinheiten. Die Polymere können unverzweigte, verzweigte oder vernetzte Moleküle sein. Die Polymere können aus Naturstoffen gewonnen oder rein synthetisch sein. Synthetische Polymere werden durch Kettenpolymerisation, Polyaddition oder Polykondensation aus Monomeren oder Prepolymeren erzeugt. Halbsynthetische Kunststoffe entstehen durch die Modifikation natürlicher Polymere (vorwiegend Zellulose zu Zelluloid), während andere bio-basierte Kunststoffe wie Polymilchsäure oder Polyhydroxybuttersäure durch die Fermentation von Zucker oder Stärke hergestellt werden. Zwischen 1950 und 2015 wurden weltweit rund 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoff hergestellt – das ergibt etwa eine Tonne pro Kopf der Weltbevölkerung. Die Hälfte … - Schutz (Wikipedia)
Schutz steht für: Herstellung oder Aufrechterhaltung von Sicherheit, siehe Sicherheit #Begriff Sicherheit – versus Schutz, Sicherung, Betriebssicherheit Schutz (Eifel), Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel, Rheinland-Pfalz Mount Schutz, Berg in der Antarktik Schutz ist der Familienname folgender Personen: Alexander Herman Schutz (1894–1964), US-amerikanischer Romanist, Provenzalist und Mediävist Anton Schutz (1894–1977), deutsch-US-amerikanischer Künstler, Autor und Verleger, siehe Anton Schütz (Künstler) Bernard Schutz (* 1946), US-amerikanischer Physiker Buddy Schutz (1914–2007), US-amerikanischer Jazzmusiker Dana Schutz (* 1976), US-amerikanische Künstlerin Jakob Schutz (1918–2013), Schweizer Politiker (FDP) J. W. Schutz (eigentlich Joseph Willard Schutz) (1912–1984), US-amerikanischer Diplomat und SF-Autor Maurice Schutz (1866–1955), französischer Schauspieler und Veteran des heimischen Kinos Peter Werner Schutz (1930–2017), deutsch-amerikanischer Manager, Vorstandsvorsitzender Roger Schutz (1915–2005), Schweizer Geistlicher, siehe Frère Roger William Schutz (1925–2002), US-amerikanischer Psychologe Siehe auch: Prävention Schütz (Begriffsklärung) Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Schutz enthält - Sicherheit (Wikipedia)
Sicherheit bezeichnet allgemein den Zustand, der für Individuen, Gemeinschaften sowie andere Lebewesen, Objekte und Systeme frei von unvertretbaren Risiken ist oder als gefahrenfrei angesehen wird. Für Individuen und Gemeinschaften bezeichnet Sicherheit den Zustand des Nicht-bedroht-Seins der Freiheit ihrer ungestörten Eigenentwicklung in zweierlei Hinsicht: im Sinne des tatsächlichen (objektiven) Nichtvorhandenseins von Gefährdung – als Sicherheit im objektiven Sinne, sowie im Sinne der Abwesenheit von (subjektiver) Furcht vor Gefährdung – als Sicherheit im subjektiven Sinne. Der Begriff „Sicherheit“ umfasst innere wie äußere Sicherheit von Gemeinschaften und schließt – insbesondere im Fall von Staaten – die politische, militärische, ökonomische, soziale, rechtliche, kulturelle, ökologische, technische u. a. Sicherheiten in sich ein. - Unfall (Wikipedia)
Ein Unfall ist ein plötzliches, zeitlich und örtlich bestimmbares und von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet (Personenschaden) oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird (Sachschaden). Die häufigsten Unfallereignisse für Körperschäden sind Stürze, Verkehrsunfälle, Haushaltsunfälle, Sportunfälle und Verbrennungen sowie penetrierende Verletzungen (in erster Linie Stich- und Schnittverletzungen) und Stromunfälle. Unfallursache ist in den meisten Fällen menschliches Versagen. Weitere Unfallereignisse mit der Folge von Körperschäden sind unter anderem Maschinenunfälle, Bauunfälle (unterschieden in Hochbau-Unfälle und Tiefbau-Unfälle), Bergbauunfälle, Gebirgsunfälle, Hochseeunfälle, Wasserunfälle, Stromunfälle (Elektrounfälle), Brandunfälle, Druckluftunfälle (etwa beim Tauchgang) und Strahlenunfälle. Während das deutsche Versicherungsvertragsgesetz (VVG) bei der Sachversicherung auf eine Definition verzichtet, wird der Unfall im Rahmen einer (Personen-)Unfallversicherung in § 178 Abs. 2 Satz 2 VVG wie folgt definiert: „Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“ Im Rahmen der Sachversicherung wird der Unfallbegriff von den Versicherern in ihren Allgemeinen Versicherungsbedingungen definiert. Dabei kommt es auch zu Abweichungen in den Formulierungen, die eine unterschiedliche Reichweite des Versicherungsschutzes zur Folge haben können. - Zuhause (Wikipedia)
Zuhause ist der Titel von: Zuhause (Lied), Lied von Adel Tawil Zuhause (Christmas Time), Weihnachtslied von Vanessa Mai (2020) Zuhause (Album), Album von Truck Stop Zuhause (Band), Indie-Band aus Hamburg Zu Hause ist der Titel von: Zu Hause (Tschechow), Kurzgeschichte von Anton Tschechow (1887) Zu Hause (Heftromanserie), Heftromanserie des Zauberkreis Verlags Siehe auch: