Eitorf, 16. April 2026 – Die Retzer Industry Eitorf GmbH & Co. KG treibt die Neuausrichtung des ehemaligen Schoeller-Geländes mit konkreten Maßnahmen, erheblichen Investitionen und klaren Entscheidungen voran. Im Rahmen eines Termins vor Ort stellt das Unternehmen, hinter dem die Familie Retzer persönlich steht, seine Strategie für die zukünftige Entwicklung des Standorts vor und erläutert Hintergründe zu aktuellen Veränderungen.
„Der Standort in Eitorf hat Substanz, aber er braucht klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen. Wenn wir ihn erhalten und ausbauen wollen, müssen wir jetzt handeln“, erklärt Prof. Dr. Oleg Retzer gleich zu Beginn.
Im Zentrum steht die grundlegende Neuordnung des Geländes. Nach Angaben des Unternehmens waren bestehende Nutzungsstrukturen über Jahre hinweg wirtschaftlich nicht tragfähig. Teilweise seien Flächen ohne klare vertragliche Grundlage genutzt worden, in einzelnen Fällen zu Konditionen, die nicht kostendeckend waren, weil nur Nebenkosten und keine Kaltmiete entrichtet wurde. Notwendige Anpassungen hätten zur Beendigung von Mietverhältnissen geführt. Ziel sei es nun, für alle Unternehmen am Standort transparente und belastbare Bedingungen zu schaffen.
Auch bislang unentgeltlich genutzte Außenflächen wurden neu geregelt. „Ein Industriestandort kann nur funktionieren, wenn Regeln für alle gleichermaßen gelten. Das ist keine Frage der Haltung, sondern der wirtschaftlichen Realität“, so Retzer.
Ein besonders sensibler Punkt ist die Verkehrs- und Nutzungssituation rund um das Gelände, insbesondere im Bereich des Spinnerwegs. Mit der zunehmenden gewerblichen Nutzung habe sich der Lkw-Verkehr deutlich erhöht. Nach Darstellung von Retzer sei es in der Vergangenheit wiederholt zu kritischen Situationen auf dem Spinnerweg gekommen, insbesondere im Zusammenspiel von Lieferverkehr, Radfahrern und Fußgängern.
„Wir haben Situationen erlebt, in denen es zwischen rangierenden Lkw und anderen Verkehrsteilnehmern sehr eng wurde. Solche Risiken können und dürfen wir nicht akzeptieren“, erklärt Retzer. Vor diesem Hintergrund wurde das Gelände eingefriedet und der Spinnerweg geschlossen. Verkehrsströme werden neu organisiert und die Nutzung für alle klar und sicherer geregelt. Ziel ist es, logistische Abläufe zu bündeln, Gefahren zu reduzieren und Verantwortung als Eigentümer wahrzunehmen.
Retzer Industry betont, dass diese Maßnahmen Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Standorts sind. „Ein leistungsfähiger Industriestandort braucht sichere und funktionierende Logistikprozesse. Ohne diese Grundlage gibt es keine Perspektive.“
Parallel dazu investiert das Unternehmen umfassend in die Revitalisierung bestehender Flächen. Rund 6.400 Quadratmeter Hallenflächen sowie etwa 250 Quadratmeter Büroflächen wurden nach aufwendiger Sanierung wieder nutzbar gemacht und neu vermietet. Weitere rund 8.000 Quadratmeter konnten bereits neu vergeben werden. Ergänzt wird dies durch ein Hochregallager mit etwa 9.500 Palettenstellplätzen, das kurzfristig errichtet und bewirtschaftet wird.
Ein zentrales Zukunftsthema ist die Energieversorgung. Retzer Industry wird Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 8 Megawatt sowie umfangreiche Batteriespeicherlösungen mit einer Kapazität von 480 Megawattstunden errichten. Ziel ist eine weitgehend unabhängige, kalkulierbare Energieversorgung für den Standort. „Wir schaffen hier eine Struktur, die unseren Mietern langfristige Planungssicherheit bietet“, so Retzer. Perspektivisch ist vorgesehen, den Standort bis Ende 2027 weitgehend CO-frei zu betreiben. Der Bauantrag wurde bereits gestellt.
Das Investitionsvolumen allein für die Energieinfrastruktur liegt nach Unternehmensangaben bei über 250 Millionen Euro. Unterstützt wird das Projekt durch einen internationalen Partner, den Retzer Industry bereits aus anderen Projekten kennt.
Auch infrastrukturell wird der Standort weiterentwickelt. Die Reaktivierung des Gleisanschlusses wird vorbereitet, Gespräche mit der Deutschen Bahn laufen. Ziel ist es, insbesondere produzierende Unternehmen anzusiedeln, die auf stabile logistische Rahmenbedingungen angewiesen sind.
Ergänzend plant Retzer Industry auf den angrenzenden Flächen „Gauhes Wiesen“, Wohnraum zu schaffen. Im Zuge der weiteren Abstimmungen wird geprüft, in welchem Umfang neben Wohnungen für Beschäftigte und den lokalen Markt auch Angebote für Intensivpflege, Senioren und demenzkranke Menschen, für die Bedarf besteht, realisiert werden können. Die Umsetzung soll im KfW-40+-Standard erfolgen. Ergänzend sind nachhaltige Elemente wie das Schwammstadt-Prinzip sowie vertikale Begrünungen vorgesehen.
Mit Blick auf die öffentliche Diskussion um den Standort betont das Unternehmen die Notwendigkeit klarer Entscheidungen: „Wir nehmen die Fragen und Erwartungen aus Eitorf ernst. Gleichzeitig müssen wir Verantwortung übernehmen und handlungsfähig bleiben. Wenn wir notwendige Maßnahmen nicht umsetzen, verspielen wir die Zukunft dieses Standorts.“ Last but not least nahm Retzer die Verwaltung in die Pflicht, die er zur aktiven Unterstützung aufrief.
Retzer Industry kündigt an, den weiteren Prozess transparent zu gestalten und den Austausch mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fortzuführen.
Retzer Industry ist ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Revitalisierung von Industrie- und Gewerbestandorten spezialisiert hat. Geschäftsführende Gesellschafter sind Elke Retzer und Prof. Dr. Oleg Retzer. Gemeinsam mit ihren Söhnen Christian und Martin Retzer, die als Prokuristen eingebunden sind, wird das Unternehmen in zweiter Generation geführt.
Die Grundlage bildet ein über mehr als 35 Jahre aufgebautes Immobilienportfolio. Prof. Dr. Oleg Retzer bringt seine langjährige Erfahrung als Immobiliengutachter und Sachverständiger ein. Christian und Martin Retzer sind Master of Science im Bereich Immobilienbewertung, Ingenieure und als Senior-Immobiliengutachter (MRICS) tätig.
Im Fokus steht die langfristige Weiterentwicklung bestehender Standorte, darunter das ehemalige Schoeller-Gelände in Eitorf, mit dem Ziel einer nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Nutzung.
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- Eitorf (Wikipedia)
Eitorf ist eine Gemeinde und ein Mittelzentrum des östlichen (rechtsrheinischen) Rhein-Sieg-Kreises im Süden Nordrhein-Westfalens. - Energieversorgung (Wikipedia)
Energieversorgung bezeichnet die Versorgung von Endkunden mit Strom, Gas und Fernwärme. Traditionell handelt es sich um einen Aufgabenbereich kommunaler Unternehmen. - Industriestandort (Wikipedia)
Ein Industriegebiet, auch Industriezone, Industriezentrum, Industriestandort, ist – ähnlich dem Gewerbegebiet – ein vorzugsweise für Produktionsbetriebe vorgesehenes Baugebiet oder allgemeiner eine intensiv industrialisierte Gegend (Industrieregion, Industrieraum). - Infrastruktur (Wikipedia)
Als Infrastruktur (von lateinisch inf(e)ra ‚unterhalb‘ und lateinisch structura ‚Zusammenfügung‘) bezeichnet man alle Anlagen, Institutionen, Strukturen, Systeme und nicht-materiellen Gegebenheiten, die der Daseinsvorsorge und der Wirtschaftsstruktur eines Staates oder seiner Regionen dienen. - Investitionen (Wikipedia)
Unter einer Investition (lateinisch investire ‚einkleiden‘) versteht man in der Wirtschaft allgemein den Einsatz von Kapital oder Sachgütern für einen bestimmten Verwendungszweck durch Wirtschaftssubjekte bei sich selbst oder bei anderen Wirtschaftssubjekten. Gegensatz ist die Desinvestition. - Logistik (Wikipedia)
Die Logistik ist sowohl eine interdisziplinäre Wissenschaft als auch ein Wirtschaftszweig oder eine betriebliche Funktion in Wirtschaftssubjekten, die sich mit der Planung, Steuerung, Optimierung und Durchführung von Güter-, Informations- und Personenströmen befasst. - nachhaltigkeit (Wikipedia)
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen. Das Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit ist ein Zielkonflikt, ein veränderlicher bestmöglicher Zustand, in dem es nicht möglich ist, die Ziel-Eigenschaft Ressourcennutzung zu verbessern, ohne zugleich die andere Eigenschaft des Ressourcen-Erhalts verschlechtern zu müssen. Im Allgemeinen wird Nachhaltigkeit heute als Form der Ressourcennutzung verstanden, die nach dem Drei-Säulen-Modell auf dem gleichzeitigen und gleichberechtigten Umsetzen von Umweltschutz, langfristigem Wirtschaften und einem fairen Miteinander beruht, damit auch zukünftige Generationen gut leben können. Im entsprechenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain im Sinne von „aufrechterhalten“ bzw. „erhalten“. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung „dauerhaft aufrechterhalten“, ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst. Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt wurde, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf der Welt auszugehen drohen, ging sein Gebrauch auf den Umgang mit allen Ressourcen über. In seiner ersten und älteren Bedeutung weist „nachhaltig“ als Adjektiv oder bei adverbialem Gebrauch darauf hin, dass eine Handlung längere Zeit anhaltend wirkt. Beispiel: Die (ungeregelte) Ressourcennutzung führt über längere Zeit zum Verlust der Ressourcen. Da das oben genannte Handlungsprinzip das Gegenteil, nämlich die Ressourcenerhaltung trotz Nutzung zum Ziel hat, ist darauf zu achten, dass die erste und die hinzugekommene Bedeutung zueinander nicht widerspruchsfrei sind. - photovoltaik (Wikipedia)
Unter Photovoltaik bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, mittels Solarzellen in elektrische Energie. Seit 1958 wird sie in der Raumfahrt genutzt, später diente sie auch zur Energieversorgung einzelner elektrischer Geräte wie Taschenrechnern oder Parkscheinautomaten. Heute ist mit großem Abstand die netzgebundene Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen auf Dachflächen und mit Freiflächenanlagen das wichtigste Anwendungsgebiet. Ende 2024 waren weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 2,2 Terawatt (TW, 1 TW = 1000 GW) installiert. Zwischen 1998 und 2015 stieg die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 38 % pro Jahr. Nach einer 2019 erschienenen Arbeit in Science wird erwartet, dass die installierte Leistung bis 2030 ca. 10 TW erreicht haben und 2050 bei 30 bis 70 TW liegen könnte. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag 2024 bei 2.131 TWh; das waren 6,9 % der weltweiten Stromerzeugung. Damit stieg die PV-Stromerzeugung binnen eines Jahres um 474 TWh bzw. 29 % an. Mit Stand April 2025 verdoppelt sich die Solarstromerzeugung alle drei Jahre. In 42 Staaten lieferte die Photovoltaik mindestens 10 % der Stromerzeugung; den größten Anteil hatte sie in Ungarn mit 25 %. Die Internationale Energieagentur hielt 2020 fest, dass Photovoltaikanlagen, die auf guten Standorten und mit günstigen institutionellen Bedingungen errichtet werden, inzwischen die günstigste Form der Stromerzeugung der Geschichte seien. Dank der durch Massenproduktion stark gefallenen Preise der Anlagenkomponenten war damit die lange Zeit akzeptierte Einschätzung überholt, dass die Photovoltaik die teuerste Form der Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien sei. Bereits 2014 lagen die Stromgestehungskosten der Photovoltaik in bestimmten Regionen der Erde auf gleichem Niveau oder sogar niedriger als bei fossilen Konkurrenten. Unter Berücksichtigung externer Kosten der fossilen Stromerzeugung (d. h. Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden) war Solarstrom schon davor bereits konkurrenzfähig; tatsächlich waren diese Kosten jedoch nur zum Teil internalisiert. Von 2011 bis 2017 fielen … - Revitalisierung (Wikipedia)
Revitalisierung bezeichnet: Revitalisierung (Ethnologie), Begriff aus der Ethnologie für die Wiederbelebung bestimmter Traditionen und/oder Wertvorstellungen Revitalisierung (Städtebau), Sanierungsmaßnahme im Städtebau In der Schweiz wird die Renaturierung von Flüssen und Bächen auch Revitalisierung genannt. - Verkehrssicherheit (Wikipedia)
Verkehrssicherheit bezeichnet in der Verkehrswissenschaft die Abwesenheit von unvertretbaren Risiken und Gefahren bei der Ortsveränderung von Personen oder Sachgütern (sogenannte Verkehrsobjekte), die beispielsweise in Verkehrsmitteln unter Einbezug der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsorganisation transportiert werden. Es handelt sich dabei (im Gegensatz zum maßnahmenbezogenen Verkehrssicherungswesen) um einen Oberbegriff, der grundsätzlich für alle Verkehrszweige Gültigkeit hat, häufig jedoch auf die Sicherheit im Straßenverkehr reduziert wird. In Deutschland besteht für jeden, der einen Verkehr duldet bzw. eine Gefahrenquelle schafft oder unterhält, die aus § 823 BGB hergeleitete Verkehrssicherungspflicht.