Immunglobuline, Lactoferrin und natürliche Milchproteine – was Kolostrum auszeichnet und warum ein hoher IgG-Gehalt ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist
Kolostrum, auch Colostrum oder Erstmilch genannt, ist die erste Milch, die eine Kuh unmittelbar nach der Geburt ihres Kalbes bildet. Sie unterscheidet sich durch ihre natürliche Zusammensetzung deutlich von gewöhnlicher Kuhmilch und enthält charakteristische Milchproteine wie Immunglobuline und Lactoferrin.
Während Kolostrum in der Landwirtschaft seit Langem bekannt ist, gewinnt es auch als Rohstoff für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel an Aufmerksamkeit. Besonders die Herkunft, die Verarbeitung zu Kolostrumpulver und der Gehalt an Immunglobulin G (IgG) spielen bei der Bewertung eine wichtige Rolle.
Was macht Kolostrum so besonders?
Kolostrum entsteht rund um die Geburt eines Kalbes und wird während der ersten Tage nach dem Kalben abgegeben. In dieser Zeit verändert sich die Zusammensetzung der Milch schrittweise, bis sie zunehmend die Eigenschaften gewöhnlicher Kuhmilch annimmt.
Charakteristisch für die Erstmilch sind ihre besonderen Konzentrationen verschiedener Milchbestandteile. Dazu gehören:
– Immunglobuline, insbesondere Immunglobulin G (IgG)
– Lactoferrin, ein natürlich vorkommendes eisenbindendes Milchprotein
– weitere Milchproteine, Milchfett und Mineralstoffe
Frisches Kolostrum besitzt häufig eine gelbliche Farbe und eine dickflüssigere Konsistenz als gewöhnliche Kuhmilch. Die genaue Zusammensetzung hängt unter anderem vom Gewinnungszeitpunkt und den individuellen Eigenschaften der Kuh ab.
Warum der IgG-Gehalt ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist
Ein charakteristischer Bestandteil von Rinderkolostrum ist Immunglobulin G, kurz IgG. Dabei handelt es sich um ein natürlich vorkommendes Antikörperprotein.
Der IgG-Gehalt kann sich zwischen verschiedenen Kolostrumrohstoffen erheblich unterscheiden. Während manche Kolostrumpulver beispielsweise 10 Prozent IgG enthalten, erreichen höher konzentrierte Varianten 30 Prozent.
Der Unterschied ist deutlich: Ein Gramm Kolostrumpulver mit 10 Prozent IgG enthält 100 Milligramm dieses Proteins. Bei 30 Prozent sind es bereits 300 Milligramm – also die dreifache Menge.
Je höher der IgG-Gehalt, desto konzentrierter ist das Kolostrumpulver hinsichtlich dieses charakteristischen Bestandteils. Ein hoher, analytisch nachgewiesener IgG-Anteil ist deshalb ein wichtiges Qualitäts- und Vergleichsmerkmal. Eine bessere gesundheitliche Wirkung beim Menschen lässt sich daraus allerdings nicht automatisch ableiten.
Vom Kolostrum zum hochwertigen Kolostrumpulver
Für die Verwendung als Lebensmittelrohstoff kann frisches Kolostrum unter kontrollierten Bedingungen getrocknet und zu Pulver verarbeitet werden.
Je nach Herstellungsverfahren kommen unterschiedliche Trocknungstechnologien zum Einsatz. Die Prozessbedingungen können dabei Einfluss auf die Eigenschaften des fertigen Rohstoffs haben.
Kolostrumpulver lässt sich einfach portionieren, lagern und beispielsweise in Kapseln abfüllen. Entscheidend sind neben dem IgG-Gehalt auch die hygienische Qualität und eine transparente Zusammensetzung.
Herkunft und Weidehaltung als weitere Qualitätskriterien
Neben der Zusammensetzung spielt die Herkunft des Rinderkolostrums eine wichtige Rolle. Besonders Neuseeland ist für seine grasbasierte Milchwirtschaft und weitläufigen Weideflächen bekannt.
Die Bezeichnungen Grass-Fed und Pasture-Raised beschreiben dabei die grasbasierte Fütterung beziehungsweise die Haltung auf Weideflächen.
Allerdings lässt sich aus der Herkunft oder Fütterung allein kein bestimmter IgG-Gehalt ableiten. Dieser sollte durch geeignete Analysen nachgewiesen werden.
Fazit: Auf die Zusammensetzung kommt es an
Kolostrum ist ein besonderer natürlicher Rohstoff, dessen Zusammensetzung sich deutlich von gewöhnlicher Kuhmilch unterscheidet. Vor allem Immunglobuline und Lactoferrin zählen zu seinen charakteristischen Bestandteilen.
Wer Kolostrumpulver vergleichen möchte, sollte auf Herkunft, Verarbeitung und einen transparent ausgewiesenen IgG-Gehalt achten. Denn zwischen 10 und 30 Prozent IgG liegt bei gleicher Pulvermenge ein dreifacher Unterschied in der Konzentration dieses Milchproteins.
Ein hoher IgG-Anteil ist damit ein aussagekräftiges Merkmal der Rohstoffzusammensetzung – neben einer sorgfältigen Gewinnung und kontrollierten Verarbeitung.
Carnivoro® ist ein deutsches Unternehmen mit Fokus auf hochwertige tierbasierte Produkte. Der Schwerpunkt liegt auf natürlichen Inhaltsstoffen, transparenter Herkunft und einer sorgfältigen Verarbeitung ohne unnötige Zusatzstoffe.
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- colostrum (Wikipedia)
Kolostrum (lat. colostrum), auch Erstmilch, Vormilch oder Kolostralmilch, ist bei Säugetieren die erste Substanz, die nach einer Schwangerschaft von den weiblichen Milchdrüsen produziert und über die Brustwarzen ausgeschieden wird. Bei Rindern wird das meist dickflüssige und gelbliche Kolostrum auch als Biestmilch, Biest (m.) oder Beestmilch, in der Schweiz auch als Brieschmilch bezeichnet. Es enthält wie die später gebildete Milch Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralien, Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und von der Mutter gebildete Antikörper, jedoch teilweise in höheren Anteilen. Damit wird das Kind oder Jungtier gestärkt und seine Immunabwehr wird unterstützt. Auch der Zellgehalt ist höher als in normaler Milch. Die Kolostralzellen sind vor allem Leukozyten. Der Fettanteil in Kolostrum ist geringer als in Milch. - Erstmilch (Wikipedia)
Kolostrum (lat. colostrum), auch Erstmilch, Vormilch oder Kolostralmilch, ist bei Säugetieren die erste Substanz, die nach einer Schwangerschaft von den weiblichen Milchdrüsen produziert und über die Brustwarzen ausgeschieden wird. Bei Rindern wird das meist dickflüssige und gelbliche Kolostrum auch als Biestmilch, Biest (m.) oder Beestmilch, in der Schweiz auch als Brieschmilch bezeichnet. Es enthält wie die später gebildete Milch Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralien, Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und von der Mutter gebildete Antikörper, jedoch teilweise in höheren Anteilen. Damit wird das Kind oder Jungtier gestärkt und seine Immunabwehr wird unterstützt. Auch der Zellgehalt ist höher als in normaler Milch. Die Kolostralzellen sind vor allem Leukozyten. Der Fettanteil in Kolostrum ist geringer als in Milch. - IgG (Wikipedia)
Immunglobulin G (IgG) – der Hauptbestandteil der Gammaglobulin-Fraktion der Serumelektrophorese – sind die Antikörper (Immunglobuline) der Klasse G, die vor allem gegen Viren und Bakterien wirken. Die Bildung von Immunglobulinen, genannt auch Gammaglobuline, ist Teil der humoralen Immunabwehr, also der nicht-zellgebundenen Immunabwehr durch im Blut lösliche Stoffe. Biochemisch handelt es sich um spezielle Proteine, die Glykoproteine. Sie werden von B-Lymphozyten oder Plasmazellen nach Kontakt mit einem Antigen produziert. Neugeborene können zunächst keine eigenen IgG bilden und sind vorübergehend auf die Antikörper der Mutter angewiesen. Schon im fötalen Blut lässt sich teilweise IgG nachweisen. Es passiert die Plazenta mit Hilfe von bestimmten Transportrezeptoren. - Immunglobuline (Wikipedia)
Antikörper (Immunglobuline, im internationalen Sprachgebrauch auch Immunoglobulin, veraltet Gammaglobulin) sind Proteine aus der Klasse der Globuline, die in Wirbeltieren als Reaktionsprodukt von besonderen Körperzellen (Plasmazellen) auf bestimmte Stoffe (als Antigene bezeichnete Substanzen) gebildet (synthetisiert) werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Antikörper werden von einer Klasse weißer Blutzellen, den Plasmazellen, auf eine Reaktion der B-Lymphozyten hin, produziert. Als Antigene wirken fast ausschließlich Makromoleküle oder an Partikel gebundene Moleküle, zum Beispiel Lipopolysaccharide an der Oberfläche von Bakterien. Ein bestimmtes Antigen induziert in der Regel die Bildung nur weniger, ganz bestimmter, dazu passender Antikörper, die über spezifische, nicht-kovalente Bindung zumeist nur diesen Fremdstoff erkennen (dass auch verwandte Ziele erkannt werden können, hat man sich z. B. bei der Pockenschutzimpfung zunutze gemacht: Die vom Körper gegen die harmlosen Kuhpocken gebildeten Antikörper erkennen auch für Menschen pathogene Pockenviren). Die spezifische Bindung von Antikörpern an die Antigene bildet einen wesentlichen Teil der Abwehr gegen die eingedrungenen Fremdstoffe. Bei Krankheitserregern (Pathogenen) als Fremdstoffen kann die Bildung und Bindung von Antikörpern zur Immunität führen. Antikörper sind zentrale Bestandteile des Immunsystems höherer Wirbeltiere. Antikörper werden, wie 1948 von der schwedischen Immunologin Astrid Fagraeus erstmals beschrieben wurde, von einer Klasse weißer Blutzellen (Leukozyten) sezerniert, die als Effektorzellen beziehungsweise Plasmazellen bezeichnet werden und differenzierte B-Lymphozyten darstellen. Sie kommen im Blut und in der extrazellulären Flüssigkeit der Gewebe vor und „erkennen“ meist nicht die gesamte Struktur des Antigens, sondern nur einen Teil desselben, die sogenannte antigene Determinante (das Epitop). Die spezifische Antigenbindungsstelle des Antikörpers bezeichnet man als Paratop. Die Antikörper erzeugen beim Kontakt mit dem Antigen die sogenannte humorale Immunantwort (humorale Abwehr). - Kolostrum (Wikipedia)
Kolostrum (lat. colostrum), auch Erstmilch, Vormilch oder Kolostralmilch, ist bei Säugetieren die erste Substanz, die nach einer Schwangerschaft von den weiblichen Milchdrüsen produziert und über die Brustwarzen ausgeschieden wird. Bei Rindern wird das meist dickflüssige und gelbliche Kolostrum auch als Biestmilch, Biest (m.) oder Beestmilch, in der Schweiz auch als Brieschmilch bezeichnet. Es enthält wie die später gebildete Milch Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralien, Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und von der Mutter gebildete Antikörper, jedoch teilweise in höheren Anteilen. Damit wird das Kind oder Jungtier gestärkt und seine Immunabwehr wird unterstützt. Auch der Zellgehalt ist höher als in normaler Milch. Die Kolostralzellen sind vor allem Leukozyten. Der Fettanteil in Kolostrum ist geringer als in Milch. - Lactoferrin (Wikipedia)
Lactoferrin (genauer: Lactotransferrin, aus lateinisch lacteus ‚Milch‘ und lat. ferrum ‚Eisen‘ und lat. transferre ‚hinübertragen‘) ist ein in Säugetieren vorkommendes Protein mit multifunktionalen Enzymaktivitäten.