ARAG Experten über Vor- und Nachteile der Eheschließung
Die Liebe ist frisch, der Alltag klopft noch höflich an und irgendwo zwischen Zahnpastatuben-Deckel und nächtlichem Schnarchkonzert taucht plötzlich ein neues Beziehungsmodell auf: Sleep Divorce. Dabei gilt die Ehe rechtlich weiterhin als intakt, solange man nicht dauerhaft „von Tisch und Bett“ getrennt lebt. Der erste Mythos wäre also schon mal widerlegt. Und damit sind die ARAG Experten mitten im Thema: Was ist die Ehe eigentlich? Ein romantisches Versprechen oder juristisch hochkomplexes Gemeinschaftsprojekt? Spoiler: Sie ist beides.
Die Liebe und die Steuern
Natürlich heiratet man aus Liebe. Aber das Gesetz heiratet immer mit. Denn mit dem Ja-Wort kommen automatisch Regelungen zu Steuern, Vermögen, Unterhalt oder Absicherung ins Spiel. Steuerlich kann die Ehe ein echter Beziehungsturbo sein: Ehegattensplitting heißt das Zauberwort. Dabei rechnet das Finanzamt das Jahreseinkommen beider Partner zusammen, halbiert den Betrag und berechnet nur für eine Hälfte die Einkommensteuer. Dieses Ergebnis wird verdoppelt und ist dann die gemeinsame Einkommensteuer. Vor allem Paare mit unterschiedlich hohem Einkommen profitieren laut der ARAG Experten.
Liebe gut, Ehevertrag besser?
Finanziell gilt laut ARAG Experten: Was meins ist, bleibt meins. Zumindest ohne Ehevertrag. Ohne den lebt man in einer Zugewinngemeinschaft. Dabei bleibt das Vermögen getrennt, aber der Zugewinn während der Ehe wird im Fall der Scheidung ausgeglichen. Klingt fair, kann aber kompliziert werden, wenn Immobilien, Firmenanteile oder Erbschaften im Spiel sind. Die Kosten eines notariell geschlossenen Ehevertrags sind laut ARAG Experten abhängig vom Vermögen: Je mehr vorhanden ist, desto teurer wird der Vertrag.
Das Kleingedruckte in der Liebe
Was passiert eigentlich, wenn Schwiegereltern großzügig das Geld für eine Immobilie bereitstellen und die Ehe dann scheitert? Der Bundesgerichtshof hatte genau dazu etwas zu sagen. Ergebnis: Schwiegereltern können größere Geldgeschenke nach dem Ehe-Aus ganz unromantisch zurückfordern. Allerdings nicht ewig. Maximal zwei bis drei Jahre nach der Zuwendung ist laut ARAG Experten Schluss mit den Ansprüchen (Bundesgerichtshof, Az.: X ZR 107/16).
Kurz verheiratet und trotzdem Witwenrente
„Bis dass der Tod euch scheidet“ kann leider schneller eintreten, als man denkt. Und dann stellt sich die Frage: Gibt es eine Witwen- oder Witwerrente auch bei kurzer Ehe? Die Antwort der ARAG Experten: Es kommt darauf an. So haben Gerichte entschieden, dass selbst zwei oder vier Monate Ehe ausreichen können, beispielsweise wenn klar ist, dass keine sogenannte „Versorgungsehe“ geplant war (Sozialgericht (SG) Berlin, Az.: S 11 1839/16 und SG Osnabrück, Az.: S 8 U 90/16). Andererseits entschieden Richter des Hessischen Landessozialgerichts, dass nach einer siebenmonatigen Ehe kein Anspruch auf Witwenrente besteht (Az.: L 2 R 140/13).
Eheliche Nebenwirkungen
Die Ehe bringt auch Rechte mit sich, die viele gar nicht kennen. In der Regel dürfen Ehepartner Alltagsgeschäfte mit Wirkung auch für den anderen Partner erledigen. Darunter fallen sogar Versicherungsgeschäfte: So hat der BGH entschieden, dass ein Ehepartner die Vollkaskoversicherung für das gemeinsame Familienauto auch ohne Vollmacht des anderen kündigen darf. In diesem konkreten Fall hatte der Ehemann die teure Vollkaskoversicherung eigenmächtig gekündigt, um Geld zu sparen, dann aber einen Unfall verursacht, der ihn mehr als 12.000 Euro kosten sollte. Der Versuch der Ehefrau, die Vertragskündigung rückgängig zu machen, weil sie ohne ihre Einwilligung war, scheiterte (Az.: XII ZR 94/17).
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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.100 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,8 Milliarden Euro.
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- ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Divorce (Wikipedia)
Divorce (englisch für Scheidung) ist der Titel folgender Werke: Divorce (1923), US-amerikanischer Stummfilm von Chester Bennett (1923) Divorce (1945), US-amerikanischer Spielfilm von William Nigh (1945) Divorce (Fernsehserie), US-amerikanische Fernsehserie (2016–2019) - Ehe (Wikipedia)
Die Ehe (von althochdeutsch ēwa ‚Gesetz‘) oder der Ehestand, auch die Eheschließung oder Heirat (von althochdeutsch hīrāt ‚Hausversorgung‘, ‚Vermählung‘, von rāt ‚Vorrat‘, ‚Rat‘, ‚Heirat‘, mit der germanischen Wurzel hīwa-, ‚zur Hausgenossenschaft gehörig‘, ‚Lager‘) ist eine förmliche, gefestigte Verbindung zwischen zwei Personen (in manchen Kulturen auch mehreren), die durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht oder Religionslehren begründet und anerkannt ist, meist rituell oder gesetzlich geregelt wird und ihren Ausdruck in Zeremonien findet (Hochzeit, Trauung). Die rechtsgültige Auflösung der Ehe ist ihre Scheidung oder Aufhebung. Die Bedeutung einer Ehe hängt von jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen ab und hat sich im Laufe der Geschichte oft verändert. Einige Religionen und Staaten erlauben die Mehrehe von einer Person mit anderen (Polygamie in verschiedenen Ausführungen), auf Hawaii gab es die Gruppenehe von mehreren Personen miteinander (Punalua-Ehe). Im europäischen Kulturraum wird die Ehe traditionell als dauerhafte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verstanden, in der beide Verantwortung füreinander übernehmen. Seit dem 21. Jahrhundert ist in manchen Ländern die Zivilehe als vom Staat geregelte und vermittelte Ehe auch für Partner gleichen Geschlechts geöffnet (gleichgeschlechtliche Ehe); in anderen Ländern besteht ein eheähnliches Rechtsinstitut mit teils eingeschränkten Rechten unter Titeln wie „eingetragene Partnerschaft“. Der in Deutschland vorgesehene gesetzliche Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft; darüber hinausgehende oder abweichende Regelungen werden vertraglich vereinbart (Ehevertrag). Die Beteiligten sind Ehepartner, Eheleute, Ehepaar oder Ehegatten (vergleiche „Begattung“). Weibliche Ehepartner werden Ehefrau oder umgangssprachlich kurz Frau genannt, in gehobener Sprache Gattin oder Gemahlin, historisch auch Weib, ohne beabsichtigte Abfälligkeit. In der Zeit vor der Eheschließung und während der Hochzeit ist die Frau eine Braut. Männliche Ehepartner werden vor und bei der Hochzeit Bräutigam und danach Ehemann oder umgangssprachlich kurz Mann genannt sowie Gatte oder Gemahl. Historisch war vom Gespons … - Ehegattensplitting (Wikipedia)
Das Ehegattensplitting (von englisch to split ‚aufteilen‘) ist das in der Bundesrepublik Deutschland zur Berechnung der Einkommensteuer von zusammenveranlagten Ehegatten und Lebenspartnern angewendete Splittingverfahren. - Eheschließung (Wikipedia)
Die Ehe (von althochdeutsch ēwa ‚Gesetz‘) oder der Ehestand, auch die Eheschließung oder Heirat (von althochdeutsch hīrāt ‚Hausversorgung‘, ‚Vermählung‘, von rāt ‚Vorrat‘, ‚Rat‘, ‚Heirat‘, mit der germanischen Wurzel hīwa-, ‚zur Hausgenossenschaft gehörig‘, ‚Lager‘) ist eine förmliche, gefestigte Verbindung zwischen zwei Personen (in manchen Kulturen auch mehreren), die durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht oder Religionslehren begründet und anerkannt ist, meist rituell oder gesetzlich geregelt wird und ihren Ausdruck in Zeremonien findet (Hochzeit, Trauung). Die rechtsgültige Auflösung der Ehe ist ihre Scheidung oder Aufhebung. Die Bedeutung einer Ehe hängt von jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen ab und hat sich im Laufe der Geschichte oft verändert. Einige Religionen und Staaten erlauben die Mehrehe von einer Person mit anderen (Polygamie in verschiedenen Ausführungen), auf Hawaii gab es die Gruppenehe von mehreren Personen miteinander (Punalua-Ehe). Im europäischen Kulturraum wird die Ehe traditionell als dauerhafte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verstanden, in der beide Verantwortung füreinander übernehmen. Seit dem 21. Jahrhundert ist in manchen Ländern die Zivilehe als vom Staat geregelte und vermittelte Ehe auch für Partner gleichen Geschlechts geöffnet (gleichgeschlechtliche Ehe); in anderen Ländern besteht ein eheähnliches Rechtsinstitut mit teils eingeschränkten Rechten unter Titeln wie „eingetragene Partnerschaft“. Der in Deutschland vorgesehene gesetzliche Güterstand ist die Zugewinngemeinschaft; darüber hinausgehende oder abweichende Regelungen werden vertraglich vereinbart (Ehevertrag). Die Beteiligten sind Ehepartner, Eheleute, Ehepaar oder Ehegatten (vergleiche „Begattung“). Weibliche Ehepartner werden Ehefrau oder umgangssprachlich kurz Frau genannt, in gehobener Sprache Gattin oder Gemahlin, historisch auch Weib, ohne beabsichtigte Abfälligkeit. In der Zeit vor der Eheschließung und während der Hochzeit ist die Frau eine Braut. Männliche Ehepartner werden vor und bei der Hochzeit Bräutigam und danach Ehemann oder umgangssprachlich kurz Mann genannt sowie Gatte oder Gemahl. Historisch war vom Gespons … - Ehevertrag (Wikipedia)
Unter einem Ehevertrag versteht man einen privatrechtlichen Vertrag zwischen zwei Eheleuten, in dem sie für die Ehe, vor allem aber für den Fall einer eventuellen Scheidung, individuelle Regeln festlegen, die von der gesetzlichen Regelung abweichen. In Eheverträgen werden häufig der Güterstand und somit die Aufteilung des Vermögens nach Auflösung der Ehe, der Ausgleich von Rentenansprüchen sowie Regelungen zum nachehelichen Unterhalt festgelegt. - Erbschaft (Wikipedia)
Der Ausdruck Erbschaft oder Nachlass bezeichnet im deutschen Erbrecht die Gesamtheit der Rechtsverhältnisse, die im Erbfall als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) übergehen. - Liebe (Wikipedia)
Liebe (über mittelhochdeutsch liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von indogermanisch *leubh- gern, lieb haben, begehren) ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Liebe kann unabhängig davon empfunden werden, ob sie erwidert wird oder nicht. Insbesondere in der Entwicklung eines heranwachsenden Menschen ist die Erfahrung liebender Zuwendung unabdingbar. Absoluter Mangel an Liebe führt beim Kind zu Hospitalismus. Fehlentwicklungen der Liebesfähigkeit sind im Sinne des „reinen“ Liebesbegriffes das Besitzdenken (Eifersucht) oder verschiedene Formen der freiwilligen Abhängigkeit bzw. Aufgabe der Autonomie bis hin zur Hörigkeit. - Paare (Wikipedia)
Paare bezeichnet: die fünf Paare, siehe Zugot Skulptur in Bremen, siehe Paare (Skulptur) einen Film von Johannes Buchholz, siehe Paare (Film) eine Comedysendung von Sat.1, siehe Paare (Fernsehserie) eine Kurzfilmreihe auf Arte, siehe Paare (Kurzfilmreihe) Paare ist der Familienname folgender Personen: Yvonne Stöckemann-Paare (* 1973), deutsche Schriftstellerin - Sleep (Wikipedia)
Sleep steht für: Sleep (Band), US-amerikanische Stoner-Doom-Band Sleep (Film), ein Film von Andy Warhol Sleep (Programmiersprache), eine prozedurale Skriptsprache Sleep (Kommandozeilenbefehl), ein Kommandozeilenbefehl in mehreren Betriebssystemen Sleep (Earl-Lebieg-Lied), Popsong von Earl Burtnett und Adam Geibel (1924) Sleep ist der Familienname folgender Personen: Norman Sleep, US-amerikanischer Geophysiker - steuern (Wikipedia)
Steuern steht für: Steuer, die Geldleistung an den Staat ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung Steuern (Systemtheorie), die gerichtete Beeinflussung des Verhaltens eines Systems von außen Steuerungstechnik, die Beeinflussung technologischer Prozesse nach einem vorgegebenen Plan Lenkung, die Beeinflussung der Fahrtrichtung von Fahrzeugen aller Art Manipulation, in der Technik eine „Handhabung“, generell eine verdeckte gezielte Einflussnahme Steuerkurs in der Flugnavigation Siehe auch: Steuer (Begriffsklärung) - Unterhalt (Wikipedia)
Der Rechtsbegriff Unterhalt (historisch Sustentation) bezeichnet die gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung eines Rechtssubjekts, die Existenz eines anderen Menschen ganz oder teilweise zu sichern. Der Begriff Alimente (von lateinisch alimentum „Nahrungsmittel, Unterhaltszahlung“) steht in diesem Zusammenhang für finanzielle Unterhaltsleistungen; zumeist für eigene Kinder, die nicht direkt versorgt werden können oder dürfen. Unterhalt ist einer der Grundpfeiler der Sozialfürsorge und sozialen Sicherheit. - Versorgungsehe (Wikipedia)
Als Versorgungsehe wird im Schrifttum zum deutschen Sozialversicherungsrecht eine Ehe bezeichnet, von der aufgrund ihrer Kürze vermutet wird, sie sei nur geschlossen worden, eine Witwenrente für den überlebenden Partner zu sichern. - Witwenrente (Wikipedia)
Die Witwenrente ist eine Hinterbliebenenleistung an den überlebenden Ehegatten einer versicherten Person. Sie wird in Deutschland gewährt in der gesetzlichen Rentenversicherung, siehe Rente wegen Todes nach dem Beamtenversorgungsgesetz in der berufsständischen Versorgung in der gesetzlichen Unfallversicherung im Recht der sozialen Entschädigung, siehe Bundesversorgungsgesetz Für Österreich siehe Witwenpension nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz Für die Schweiz siehe Hinterlassenenrente aus der Alters- und Hinterlassenenversicherung - zugewinn (Wikipedia)
Zugewinn ist ein Begriff aus dem deutschen Eherecht, der beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft/Lebenspartnerschaft den während der Ehe eingetretenen Vermögenszuwachs beschreibt und bei Beendigung der Ehe für den gegenseitigen Zugewinnausgleich zu berechnen ist.