Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen steigt immer weiter

Eltern fordern Social-Media-Verbot bis 16 Jahren

Berlin, 13. Oktober 2026

Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weiter gestiegen. Aktuell sind 20,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler davon betroffen.
In absoluten Zahlen sind das mehr als 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche. Das zeigt die aktuelle Studie „Cyberlife VI – Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“, die das Bündnis gegen Cybermobbing heute in Berlin vorgestellt hat.

Stimmungsbarometer:unverb. KI-Analyse*

Demnach ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler zwischen 7 und 20 Jahren, die nach eigenen Aussagen schon einmal von Cybermobbing betroffen gewesen sind, im Vergleich zur Vorgängerstudie von 2024 (18,5 Prozent) um 2,2 Prozentpunkte gestiegen. Zur Einschätzung der Entwicklung: Im Jahr 2017 waren es noch 12,7 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler.

Cybermobbing bleibt ein Dauerproblem und wächst weiter, Schulen fühlen sich weiterhin überfordert

Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses gegen Cybermobbing: „Die Ergebnisse zeigen leider, dass Cybermobbing ein weiterwachsendes Problem an Schulen und im privaten Umfeld von Kindern und Jugendlichen ist und sich mittlerweile auch Pädagogen und Pädagoginnen an den Schulen bei diesem Thema überfordert fühlen“.
Die Folgen von Cybermobbing an Schulen, an denen das Mobbing sehr häufig passiert (90%) werden, immer noch unterschätzt, denn der Einfluss auf Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler sind enorm, so Leest.

Handyverbot an Schulen und Soziale Medien erst ab 16 Jahre

Im Hinblick auf die aktuelle Debatte um die Einführung einer Altersgrenze zur Nutzung sozialer Medien, sind sich Eltern und Lehrende sehr einig. 76% der befragten Eltern und 81% der Lehrenden wollen eine solche Altersbegrenzung. Diese sollte mehrheitlich bei 16 Jahren liegen.
Und fast drei Viertel der Lehrenden sind für ein Smartphone-Verbot an ihrer Schule für Kinder und Jugendliche.

Cybermobbing greift die Psyche an

Für die Betroffenen kann Cybermobbing gravierende gesundheitliche Folgen haben. Neben körperlichen Beschwerden wie Kopf- oder Magenschmerzen sind es vor allem psychische Auswirkungen, die Kinder und Jugendliche schwer belasten können. Das sind z.B. Angst- und Schlafstörungen sowie Niedergeschlagenheit oder Depressionen.
Die Studie zeigt weiterhin: Viele Opfer fühlen sich vor allem verletzt (56 Prozent), 42 Prozent reagierten mit Wut und 38 Prozent gaben an, verängstigt zu sein.
Besonders alarmierend: 17 Prozent (2024: 13 Prozent) der Kinder und Jugendlichen haben aus Verzweiflung schon einmal zu Alkohol, Tabletten oder Drogen gegriffen (das entspricht ca. 400.000 Schüler und Schülerinnen) und jede bzw. jeder vierte Betroffene äußerte Suizidgedanken (25 Prozent). „In absoluten Zahlen entspricht das fast 600.000 Schülerinnen und Schülern, eine sehr erschreckende Zahl, die in den letzten Jahren leider weiter gestiegen ist“, so Uwe Leest vom Bündnis. Was muss noch passieren, damit die Verantwortlichen in der Politik und Gesellschaft endlich handeln, fragt Leest.

Immer noch zu wenig Prävention an Schulen

Wichtige Maßnahmen, um Mobbing und Cybermobbing entgegenzutreten, sind Prävention und Aufklärung und das vor allem an den Schulen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Schulen, die präventiv tätig sind, weniger Cybermobbingfälle haben.

Im Vergleich zur Studie 2024 haben sich die schulischen Angebote zwar bei folgenden Aussagen verbessert: „Meine Schule bietet Workshops zum Thema Cybermobbing an“ um 9 Prozentpunkte (von 25 Prozent auf 34 Prozent) und „Unsere Schule bildet Schülerscouts aus, die zu den Gefahren im Internet aufklären“ von 21 Prozent auf 28 Prozent. Insgesamt ist aber das Angebot immer noch viel zu gering, um Wirkung zu zeigen.
Aber am besten ist es, Mobbing bzw. Cybermobbing erst gar nicht entstehen zu lassen und da ist Prävention ein sehr wichtiger Baustein, ergänzt Leest.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Problem Cybermobbing in unserer Gesellschaft weiterwächst. In vielen Fällen ist auch die Anonymität im Netz das Problem, so Leest weiter.
Hier fordert das Bündnis die Einführung eines „verdeckten Klarnamens“.

Eltern sehen ihre Verantwortung, fühlen sich aber auch überfordert

Viele Eltern haben in Bezug auf den Umgang mit den Neuen Medien einen hohen Informations- und Unterstützungsbedarf. Sie fühlen sich überfordert und dürfen mit dieser Thematik nicht allein gelassen werden, so Leest.
In der Elternwahrnehmung fördert die Anonymität des Internets die allgemeine Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen – online wie auch offline, sprachlich wie körperlich, bei Jungen wie Mädchen.

Elternratgeber „Cybermobbing“

Um Eltern zu unterstützen, hat das Bündnis, mit 8 Experten und Expertinnen einen Ratgeber herausgegeben. Dort lernen Eltern, was ihre Kinder im Netz machen und wie man sich auf den Weg ins Internet vorbereiten kann, so Leest.

Prävention, Beratungsstellen, Mobbing/Cybermobbinggesetz

Das Bündnis gegen Cybermobbing gibt folgende Handlungsempfehlungen:

Die bisherige Präventionsarbeit muss weiter verstärkt werden und bereits an den Grundschulen beginnen. Kinder müssen verstärkt in der Schule den „sozialen Umgang im Internet“ lernen. Eine verbesserte Lehrkräftefortbildung ist ein sehr wichtiger Baustein. Unterstützt werden sollten die Lehrkräfte von Expertinnen und Experten, die von außen in die Schulen kommen.

Eltern sollten sich intensiver und frühzeitig mit ihren Kindern auf den Weg machen, um sich gemeinsam mit den Inhalten und Funktionsweisen des Internets und den Sozialen Medien auseinanderzusetzen. Hier könnte ein Internetführerschein nützlich sein, wie z.B. der Führerschein. Auch sind Kommunen, soziale Träger und Schulen gefragt, Eltern mit konkreten Angeboten zu unterstützen.

Wünschenswert wären für alle Betroffenen flächendeckende Mobbingberatungsstellen sowie anonyme Hotlines, an die sich Hilfesuchende wenden können.

Neben den Schulen und der Gesellschaft, muss auch die Politik ihrer Verantwortung nachkommen. Zum Schutz der Opfer fordert das Bündnis gegen Cybermobbing ein Cyber-Mobbinggesetz, das es in Österreich schon seit 2016 gibt. Dazu muss die Politik auch die personellen Voraussetzungen schaffen.

Die Einführung eines „verdeckten Klarnames“ ist wichtig, um Täter schnell identifizieren zu können und von Cybermobbing oder anderen Straftaten abzuhalten.

Kann ein Social-Media-Verbot für Jugendliche bis 16 Jahren helfen das Problem zu begrenzen? Hier sind wir als Gesellschaft gefordert, schnell Antworten zu finden, besser heute als morgen, denn die KI -Herausforderung wartet schon auf uns!

Hinweis für die Redaktionen

Für die Befragung wurden von April bis Juli 2026 716 Lehrerinnen und Lehrer, 1.113 Eltern und 4.525 Schülerinnen und Schüler bundesweit durch eine Onlinebefragung zum Thema Mobbing und Cybermobbing befragt. Die Studienergebnisse zum Download sowie weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bündnis gegen Cybermobbing.

Das Bündnis gegen Cybermobbing e.V.

Das Bündnis wurde im Juli 2011 gegründet. Es setzt sich aus Menschen zusammen, die persönlich von der Thematik betroffen sind, sei es beruflich oder privat und die gegen Cybermobbing und Gewalt im Netz angehen. Das Bündnis ist ein Netzwerk von engagierten Eltern, Pädagogen, Juristen, Medizinern, Forschern und vielen mehr. Es wird von Prominenten aus Politik, Sport und Medien aus dem In- und Ausland unterstützt und durch einen internationalen wissenschaftlichen Beirat begleitet. Das Bündnis klärt nicht nur über Cybermobbing auf, sondern fördert die Medienkompetenz in Schulen mittels Präventionskonzepten wie „Wir alle gegen Cybermobbing“ oder „Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz“ sowie Infoveranstaltungen und bietet Hilfe im Internet an. Des Weiteren unterstützt das Bündnis aktiv Vereine und Unternehmen bei der Prävention und Intervention von Cybermobbing.

Das Bündnis wurde im Juli 2011 gegründet. Es setzt sich aus Menschen zusammen, die persönlich von der Thematik betroffen sind, sei es beruflich oder privat und die gegen Cybermobbing und Gewalt im Netz angehen. Das Bündnis ist ein Netzwerk von engagierten Eltern, Pädagogen, Juristen, Medizinern, Forschern und vielen mehr. Es wird von Prominenten aus Politik, Sport und Medien aus dem In- und Ausland unterstützt und durch einen internationalen wissenschaftlichen Beirat begleitet.

Das Bündnis klärt nicht nur über Cybermobbing auf, sondern fördert die Medienkompetenz in Schulen mittels Präventionskonzepten wie „Wir alle gegen Cybermobbing“ oder „Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz“ sowie Infoveranstaltungen und bietet Hilfe im Internet an. Des Weiteren unterstützt das Bündnis aktiv Vereine und Unternehmen bei der Prävention und Intervention von Cybermobbing.

Kontakt
Bündnis gegen Cybermobbing e.V.
Uwe Leest
Leopoldstraße 1
76133 Karlsruhe
0721-16009-15
825da39bdcd3bea369ee519ed3da86cc3879695a
https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Bündnis (Wikipedia)
    Ein Bündnis, auch Allianz oder Pakt, ist ein in der Regel vertraglich geregelter Zusammenschluss von nicht zwingend formell gleichberechtigten Partnern zur Erreichung eines bestimmten gemeinsamen Ziels. Bündnisse können von natürlichen, juristischen Personen oder Staaten untereinander eingegangen werden. Bündnisse zwischen Staaten sind durch ihr gemeinsames außenpolitisches Ziel, durch ihre Organisation, durch ihre Gültigkeitsdauer und durch ihre geographische Bestimmung gekennzeichnet. Das Verhältnis der Mitgliedstaaten zum Bündnis ist ein zwischenstaatliches Verhältnis und hat deswegen einen völkerrechtlichen Charakter. Für den Aufbau eines Bündnisses gibt es keine allgemeinen Regelungen im Völkervertragsrecht. Jedes Staatenbündnis ist frei darin, wie es seinen eigenen Vertrag oder seine eigene Bündnissatzung formuliert. Eine Bündnissatzung stellt die wichtigste Rechtsquelle für das Bündnis dar. In ihr wird der Zusammenschluss der Staaten und die Art ihrer Verbindung rechtlich kodifiziert. Durch die Unterschrift und die in der Regel erforderliche Ratifikation verpflichten sich die Mitglieder des Bündnisses mit rechtsgültiger Wirkung. Im Unterschied zum Staatenbund hat die Organisation eines Bündnisses keine selbständige Handlungsvollmacht. Soweit Bündnisverpflichtungen die Aufgaben von Staatsorganen, die Grundrechte von Staatsbürgern oder grundlegende Aspekte des staatlichen Lebens berühren, müssen sie dem jeweiligen Staatsrecht der Mitgliedsstaaten entsprechen. Sie dürfen den verfassungsrechtlichen und den gesetzlichen Regelungen nicht widersprechen. Um eine Übereinstimmung zu erreichen, können Verfassung und Gesetze auch an Bündnisverpflichtungen angepasst werden. Militärbündnisse werden vor allem mit dem Ziel geschlossen, ihren Mitgliedern Unabhängigkeit und Sicherheit vor kriegerischen Angriffen mit militärischen Mitteln zu gewährleisten. Aufgrund des allgemeinen Gewaltverbots sind militärische Bündnisse völkerrechtlich nur als Defensivbündnisse zulässig. Die Artikel 51 bis 54 der UN-Charta bilden den völkerrechtlichen Rahmen für die Gründung bi- und multilateraler (regionaler) Militärbündnisse. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen kann sie als …
  • Cybermobbing (Wikipedia)
    Mit den aus dem Englischen kommenden Begriffen Cyber-Mobbing oder Cybermobbing, auch Internet-Mobbing, Cyber-Bullying sowie Cyber-Stalking werden verschiedene Formen der Verleumdung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Unternehmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet, in Chatrooms, beim Instant Messaging und/oder auch mittels Mobiltelefonen bezeichnet. Dazu gehört auch der Diebstahl von (virtuellen) Identitäten, um in fremden Namen Beleidigungen auszustoßen oder Geschäfte zu tätigen usw. Cyber-Mobbing ist eine der zentralen Gefahren im Umgang mit Internet und neuen Medien. Der Ausdruck „Cyber-Bullying“ lässt sich nicht eindeutig definieren, aufgrund der unterschiedlichen Übersetzungen des Begriffes in verschiedenen Ländern. Die Studie von Nocentini u. a. (2010) beschäftigte sich mit den verschiedenen Auffassungen des Begriffes. Die Ergebnisse zeigten, dass in Deutschland die Bezeichnung „Cyber-Mobbing“, in Italien „Virtual-“ oder „Cyber-Bullying“ und in Spanien „harrassment via Internet or mobile phone“ verwendet wird. Eine repräsentative Studie der Universität Münster zusammen mit der Techniker Krankenkasse kam 2011 zu dem Ergebnis, dass mittlerweile 32 % (in NRW sogar 36 %) der Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Opfer von Cyber-Mobbing betroffen sind. 21 % der Befragten konnten sich vorstellen, auch als Täter im Internet aufzutreten.
  • Cyberstalking (Wikipedia)
    Stalking (englisch; [ˈstɔːkɪŋ]) ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten Thema kriminologischer und psychologischer Untersuchungen. Der Begriff ist in den 1990er-Jahren im US-amerikanischen und britischen Raum aufgekommen und hat sich im deutschsprachigen Raum vor allem in der Umgangssprache verbreitet. Stalking wird im deutschen Strafgesetzbuch (seit 2007, § 238) und im schweizerischen Strafgesetzbuch (seit 2026, Art. 181b) als Straftatbestand der Nachstellung bezeichnet; das österreichische Strafgesetzbuch (seit 2006) spricht von beharrlicher Verfolgung. Cyberstalking ist eine immer häufiger auftretende Variante von Stalking, die digital erfolgt, und vom Verein Weisser Ring als „das penetrante Nachstellen, Bedrohen und Belästigen im digitalen Raum“ beschrieben wird, wobei die Opfer überdurchschnittlich oft weiblich sind.
  • Eltern (Wikipedia)
    Eltern steht für: Eltern (Verwandtschaft), die menschlichen Elternteile Mutter und Vater, siehe Verwandtschaftsbeziehung #Eltern Eltern (Genetik), Erzeuger oder Erzeugerin eines Kindes, siehe Elter (Einzahl) sowie Parentalgeneration Eltern (Film), deutscher Kinofilm von Robert Thalheim (2013) Eltern (Haselünne), Ortsteil der Stadt Haselünne im Landkreis Emsland, Niedersachsen Eltern (Zeitschrift), monatliches deutsches Magazin (ab 1966) Elternpartei, ehemalige deutsche Kleinpartei Elternschaft, verschiedene soziale Definitionen Siehe auch: Die Ältern, Film von Sönke Wortmann (2026)
  • Hate Speech (Wikipedia)
    Hassrede, Lehnübersetzung von englisch hate speech, bezeichnet sprachliche Ausdrucksweisen von Hass mit dem Ziel der Herabsetzung von Personengruppen oder Personen mit bestimmten realen oder wahrgenommenen Identitätsmerkmalen wie Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Behinderung. Vor allem in den Vereinigten Staaten wird die Bezeichnung hate speech in juristischen, politischen und soziologischen Diskursen verwendet. Davon abzugrenzen sind politische Äußerungen, die anstößig oder beleidigend sind, aber keinen Bezug zu solchen vermeintlich „naturgegebenen“ Diskriminierungsmerkmalen aufweisen. Die Anwendung des Begriffes der Hassrede auf diese Art von Äußerungen stellt eine unzulässige Instrumentalisierung dar. Insbesondere können Berufsgruppen, wie Politiker und Journalisten, oder politisch Andersdenkende keine Gruppen sein, auf die sich hate speech beziehen kann, da diese Gruppen nicht von struktureller Unterwerfung betroffen sind oder waren. Im deutschsprachigen Raum fallen Ausdrucksweisen, die zum Hass gegen Menschen mit Diskriminierungsmerkmalen aufstacheln, unter die Gesetzgebung zur Volksverhetzung (Deutschland) oder Verhetzung (Österreich) oder die Rassismus-Strafnorm (Schweiz: Artikel 261bis StGB). Zu Hassrede zählt auch die Benutzung von Ethnophaulismen.
  • lehrer (Wikipedia)
    Ein Lehrer ist eine Person, die andere auf einem Gebiet weiterbildet, auf dem sie selber einen Vorsprung an Können, Wissen oder Erfahrung hat. Da es sich um keine geschützte Bezeichnung handelt, kann sich grundsätzlich jede Person so nennen, die sich in einer Phase der Vermittlung von Wissen, Können, Lebensweisheit, Ausbildung oder Bildung befindet. „Lehrer“ kann in der Umgangssprache als Berufsbezeichnung oder als Ehrentitel sehr unterschiedliche Bedeutung annehmen und ist eine Sammelbezeichnung für alle Arten von Lehrenden; diese lassen sich durch eine entsprechende Wortverbindung jeweils näher kennzeichnen, etwa Schullehrer, Hauslehrer, Tanzlehrer oder Segellehrer. Vor allem in der modernen Amtssprache findet sich die geschlechtsneutrale Bezeichnung Lehrkraft.
  • Mobbing (Wikipedia)
    Im sozialwissenschaftlichen und psychologischen Sinne beschreibt Mobbing oder Mobben psychische Gewalt, die durch das wiederholte, regelmäßige, vorwiegend kommunikative Schikanieren, Quälen und Verletzen eines einzelnen Menschen durch eine Gruppe von Personen oder durch eine einzelne Person in überlegener Position definiert ist. Zu den typischen Mobbinghandlungen gehören u. a. Demütigungen, Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, Zuweisung sinnloser Aufgaben und anderweitiger Machtmissbrauch, Gewaltandrohung, soziale Exklusion oder eine fortgesetzte, unangemessene Kritik an einer natürlichen Person oder ihrem Tun. Mobbing kann z. B. erfolgen in der Familie, in einer Peergroup, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen, in Wohneinrichtungen (Heimen) oder Gefängnissen, in Wohnumfeldern (Nachbarschaften) oder im Internet (Cyber-Mobbing). Die gesundheitlichen und ökonomischen Schäden durch Mobbing gelten als enorm und sorgen alleine in der deutschen Wirtschaft für jährliche Ausfälle in Milliardenhöhe. Im Gegensatz zur physischen Gewalt wird verbale Gewalt und Mobbing weniger ernst genommen und nimmt im öffentlichen Diskurs nur eine kleinere Rolle ein.
  • Prävention (Wikipedia)
    Prävention (lateinisch praevenire „zuvorkommen“, „verhüten“) bezeichnet Maßnahmen, die darauf abzielen, Risiken zu verringern oder die schädlichen Folgen von Krankheiten, Katastrophen oder anderen unerwünschten Situationen abzuschwächen. Der Begriff der Vorbeugung wird synonym verwendet und kommt in Christoph Wilhelm Hufelands berühmten Ausspruch „Vorbeugen ist besser als Heilen“ zum Ausdruck. Vorsorge bezeichnet das Maß an Bereitschaft und an Fähigkeit personeller und materieller Mittel sowie von Strukturen, Gemeinschaften und Organisationen zu einer wirksamen und raschen Katastrophenbewältigung, erzielt durch vorab durchgeführte Maßnahmen. Vorsicht hingegen „ist die Mutter der Porzellankiste“. Vorbeugende Maßnahmen trifft man z. B. in folgenden Bereichen: bei der Drogenprävention (z. B. Nichtraucherschutz), Radikalisierungsprävention, Gewaltprävention und Kriminalprävention, als Unfallverhütung unter anderem in den Bereichen der Arbeits- und der Verkehrssicherheit, im Kinderschutz (z. B. Prävention von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch an Kindern in Familien), im Bereich der Pädagogik (siehe Prävention in der Pädagogik), als vorbeugender Brandschutz und als Krisenprävention in der Politik und Wissenschaft (z. B. Pandemieprävention). Die Prävention ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Mittelpunkt von Gesundheits- und Sozialpolitik gerückt und in verschiedenen Bereichen der Medizin (siehe Krankheitsprävention) und der Zahnmedizin (siehe Prophylaxe in der Zahnmedizin) zu einem zentralen Handlungsfeld geworden.
  • Ratgeber (Wikipedia)
    Ratgeber steht für: Ratgeber, Person, die einen Ratschlag gibt ARD-Ratgeber, Verbrauchermagazin im Fernsehen Die Ratgeber, Ratgebermagazin im Fernsehen Siehe auch: Ratgeberjournalismus, journalistisches Format Ratgeberliteratur, siehe Selbsthilfeliteratur Rathgeber
  • Schule (Wikipedia)
    Die Schule (lateinisch schola von altgriechisch σχολή [skʰoˈlɛː]) ist eine Institution. Sie wird auch Bildungsanstalt oder Lehranstalt genannt. Ihr Bildungsauftrag besteht im Lehren und Lernen, also in der Vermittlung von Wissen und Können durch Lehrer und Pädagogen an Schüler, aber auch in der Wertevermittlung und in der Erziehung und Bildung zu mündigen, sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden Persönlichkeiten. Die Ursprungsbedeutungen sind „Müßiggang“, „Muße“, später „Studium“ und „Vorlesung“.
  • Schüler (Wikipedia)
    Als Schüler wird eine Person bezeichnet, die im organisatorischen Rahmen einer Schule lernt oder zur Anhängerschaft bzw. zu den Unterrichteten eines Lehrers gehört. Dabei erhält sie von entsprechenden Lehrern Unterricht, um in einem Lernprozess Fertigkeiten, Wissen, Einsichten, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen zu erwerben, zu erweitern, einzuüben und zu vertiefen. Die Gesamtheit aller Schüler einer Schule bildet die Schülerschaft.
  • Studie (Wikipedia)
    Studie steht für: Entwurf für eine künstlerische Arbeit, siehe Skizze Studie (Schach), Form der Schachkomposition Studie (Oskar Fischinger), Animationsfilmreihe von Oskar Fischinger (1929–1934) wissenschaftlich, als Kurzform: Studie, Erforschung eines Untersuchungsgegenstandes, siehe Wissenschaftliche Publikation Fallstudie, Unterrichtsmethode oder sozialwissenschaftliche Forschungsmethode Feldstudie, systematische Beobachtung unter natürlichen Bedingungen Laborstudie, Testen einer Arbeitshypothese mithilfe Laborexperimenten klinische Studie, Erhebungsform in der evidenzbasierten Medizin und klinischen Forschung Siehe auch: Studie I (Stockhausen), Studie II (Stockhausen) (Musikkompositionen) Designstudie (Konzeptstudie) Metastudie (Begriffsklärung) Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Studie enthält
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