Impfungen in der Apotheke sparen Zeit und Wege
Stuttgart – Mit Beginn der kühleren Jahreszeit steigt das Risiko für Atemwegsinfektionen. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) empfiehlt deshalb insbesondere älteren Menschen, chronisch Kranken, Schwangeren sowie allen Personen mit erhöhtem beruflichem Infektionsrisiko, rechtzeitig an die Grippeschutzimpfung zu denken. Ein großer Vorteil für viele Patientinnen und Patienten: Die Grippeschutzimpfung kann auch in zahlreichen Apotheken durchgeführt werden – schnell, unkompliziert und ohne lange Wartezeiten.
„Die Grippeschutzimpfung gehört gerade jetzt zu den wirksamsten Maßnahmen, um sich selbst und auch sein Umfeld vor einer schweren Erkrankung und möglichen Komplikationen zu schützen“, sagt Friederike Habighorst-Klemm, Mitglied des Vorstandes und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. „Gerade für Menschen, die im Alltag wenig Zeit haben oder keinen kurzfristigen Arzttermin erhalten, sind Apotheken eine wohnortnahe und niedrigschwellige Anlaufstelle. Viele Patientinnen und Patienten verbinden den Einkauf ihrer Medikamente einfach mit der Impfung gegen die Grippe und sparen dadurch Zeit.“ Die Durchführung der Grippeschutzimpfung in Apotheken hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Speziell geschulte Apothekerinnen und Apotheker führen die Impfung nach klar definierten Qualitäts- und Sicherheitsstandards durch. Vor jeder Impfung erfolgt ein persönliches Beratungsgespräch, in dem geprüft wird, ob die Impfung durchgeführt werden kann und offene Fragen beantwortet werden.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung besonders für alle Personen ab 60 Jahren, für die besonders wirksame Grippeimpfstoffe – entweder einen Hochdosis-Impfstoff oder einen Impfstoff mit Wirkverstärker – eingesetzt werden sollen. Darüber hinaus gilt die Empfehlung für chronisch kranke Menschen jeden Alters, für Schwangere ab dem 4. Schwangerschaftsmonat (ab 2. Trimenon) sowie für medizinisches und pflegerisches Personal und andere Berufsgruppen mit viel Publikums- oder Patientenkontakten. Was viele nicht wissen: Bereits seit dem letzten Jahr gilt die Empfehlung auch für Menschen mit erhöhtem beruflichem oder privatem Risiko durch Tierkontakte – etwa zu Schweinen, Geflügel oder Wildvögeln. Hintergrund ist die Ausbreitung der Vogelgrippe: Die saisonale Impfung schützt zwar nicht direkt vor diesen Viren, soll aber Doppelinfektionen mit menschlichen und tierischen Influenzaviren verhindern und damit das Risiko verringern, dass neue Virusvarianten entstehen.
„Impfen ist Prävention – und Prävention muss möglichst einfach erreichbar sein“, betont Habighorst-Klemm. „Je leichter Menschen Zugang zu einer Schutzimpfung haben, desto höher ist die Bereitschaft, dieses wichtige Vorsorgeangebot auch tatsächlich wahrzunehmen. Davon profitieren nicht nur die einzelnen Patientinnen und Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem insgesamt.“ Mit der jüngst verabschiedeten Apothekenreform wurde das Impfangebot in den Apotheken deutlich erweitert. Sehr bald werden neben der Corona- und Grippeschutzimpfung noch weitere Impfungen mit Nicht-Lebendimpfstoffen in den Apotheken abrufbar sein. Dazu gehören beispielsweise Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Pneumokokken oder Gürtelrose. Lediglich Impfstoffe mit vermehrungsfähigen Lebendviren bleiben weiterhin den Arztpraxen vorbehalten. „Das ist ein wichtiger Schritt für eine moderne und wohnortnahe Gesundheitsversorgung“, so Habighorst-Klemm. „Viele Menschen kennen ihre Apotheke seit Jahren und genießen dort großes Vertrauen. Wenn künftig weitere Schutzimpfungen direkt vor Ort möglich sind, stärkt das die Impfbereitschaft.“
Auch Apotheken, die nicht selbst impfen, können hilfreiche Tipps geben, wenn das Impfbuch vorgelegt wird, so die Apothekerin weiter: „Ein Check des Impfbuches kann zeigen, wo Impflücken vorliegen, die der Patienten dann auch mit seinen Ärzten besprechen kann.“ Der Landesapothekerverband empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern darum, ihren persönlichen Impfstatus regelmäßig überprüfen zu lassen und sich frühzeitig über empfohlene Schutzimpfungen zu informieren. Die Apothekenteams beraten hierzu kompetent und unterstützen dabei, bestehende Impflücken rechtzeitig zu schließen.
Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es gut 2.000 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.
Weitere Informationen unter www.apotheker.de
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Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
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- Apotheke (Wikipedia)
Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über unerwünschte Wirkungen aufzuklären und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Waren mit gesundheitsförderndem Bezug. - Arzneimittel (Wikipedia)
Ein Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“, mittelhochdeutsch arzenīe, auch erzenīe, arzātīe und ertzney: „Heilkunde, Heilkunst, Medizin, Heilmittel, Arzneimittel, Pharmazie“; verwandt mit „Arzt“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch, abgeleitet wie medicina von derselben Wurzel med-, medicamentum und medicamen sowie remedium: „Heilmittel“), genannt auch Pharmakon und Therapeutikum, ist ein Stoff (Arzneistoff) oder eine Zubereitung aus Stoffen, der bzw. die „zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten“ bestimmt ist oder sich zur Beeinflussung physiologischer Funktionen eignet oder eine medizinische Diagnose ermöglicht. Diese Definition beruht auf der ausführlicheren Formulierung im grundlegenden gesetzlichen Regelwerk der Europäischen Union (EU), der Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel). Die Definition aus den EU-Richtlinien ist mittlerweile in etliche nationale Arzneimittelgesetze eingeflossen, darunter auch in das deutsche Arzneimittelgesetz. Der gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Heilmittel wurde bereits im 19. Jahrhundert auch als Überbegriff angesehen und wurde in der deutschen Gesetzgebung um 1981 bewusst (zur Aussonderung aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen) vom „Arzneimittel“ unterschieden. Arzneimittel für Tiere (Tierarzneimittel) wurden in der EU mit Wirkung zum 28. Januar 2022 in ein eigenes Recht ausgegliedert. Die Bezeichnung Arznei aus der gehobenen Allgemeinsprache und frühere Bezeichnung von „zur Abgabe an den Verbraucher hergerichtete Arzneimittel“ um 1980 gebräuchlich gewesen, wird in der Fachsprache nicht mehr verwendet. Die Wortform Arzenei ist veraltet. Die Behandlung mit Arzneimitteln wird als Medikation, Arzneimitteltherapie, Arzneitherapie, Pharmakotherapie oder medikamentöse Therapie/Behandlung bezeichnet. - Grippe (Wikipedia)
Als Grippe werden bezeichnet – virale Infektionskrankheiten: Influenza, echte Grippe Asiatische Grippe (1957–1958) Hongkong-Grippe (1968–1970) Russische Grippe 1977/1978 Russische Grippe (1889–1895) Spanische Grippe (1918–1920) Schweinegrippe: eine beim Menschen 1976 in den USA epidemisch aufgetretene, durch einen Subtyp des Influenza-A-Virus H1N1 verursachte Infektionskrankheit, siehe Influenza-A-Virus H1N1 #Die „Schweinegrippe“ von 1976 eine beim Menschen 2009/10 pandemisch aufgetretene, durch einen neuen Subtyp des Influenza-A-Virus H1N1 verursachte Infektionskrankheit, siehe Pandemie H1N1 2009/10 eine Infektionskrankheit beim Schwein; siehe Schweineinfluenza Vogelgrippe: hochpathogene Influenza-Virus-Infektion (HPAI), siehe Geflügelpest Influenza-A-Virus H5N1, gehäufter Übergang auf den Menschen seit 1997, siehe Vogelgrippe H5N1 Influenza-A-Virus H5N8, wiederholte Ausbrüche in europäischen Geflügelhaltungen seit 1983, siehe Vogelgrippe H5N8 Influenza-A-Virus H7N9, gehäufter Übergang auf den Menschen seit 2013, siehe Vogelgrippe H7N9 Grippaler Infekt, siehe Erkältung – Familiennamen: Peter Grippe (1912–2002), amerikanischer Künstler Ragnar Grippe (* 1951), schwedischer Musiker und Komponist – Sonstiges: Grippe, Musikalbum der US-amerikanischen Post-Hardcoreband Jawbox (1991) Siehe auch: - Herbst (Wikipedia)
Der Herbst ist eine der vier meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten – die zwischen Sommer und Winter: In den gemäßigten Zonen ist der Herbst die Zeit der Ernte und des Blätterfalls – auf der Nordhalbkugel bewegt sich die Sonne hier scheinbar vom Himmelsäquator zum südlichen Wendekreis. Astronomisch beginnt der Herbst auf der Nordhalbkugel mit der Tag-und-Nacht-Gleiche am 22. oder 23. September, meteorologisch und biologisch wird er meist Anfang September angesetzt. Auf der Südhalbkugel ist der astronomische Beginn am 20./21. März; das astronomische Herbst-Ende, die Wintersonnenwende ist auf der Nordhalbkugel am 21./22. Dezember, auf der Südhalbkugel am 21. Juni. - Impfung (Wikipedia)
Eine Impfung, auch Schutzimpfung, Vakzination (älter Vaccination) oder Vakzinierung (ursprünglich die Infektion mit Kuhpocken; von lateinisch vacca ‚Kuh‘) genannt, ist die Gabe eines Impfstoffes mit dem Ziel, vor einer (übertragbaren) Krankheit zu schützen. Sie dient der Aktivierung des Immunsystems gegen spezifische Stoffe. Impfungen wurden als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten entwickelt. Später wurden für Krebsimmuntherapien auch Krebsimpfstoffe entwickelt. Eine vorbeugende Impfung gegen eine Infektionskrankheit beruht auf einer spezifischen, aktiven Immunisierung gegen den Krankheitserreger und wird daher auch als aktive Impfung oder aktive Schutzimpfung bezeichnet. Ziel der aktiven Impfung ist es, das körpereigene Immunsystem zu befähigen, auf eine Infektion mit dem Erreger so rasch und wirksam zu reagieren, dass daraus keine oder nur eine abgeschwächte Infektionskrankheit resultiert. Es wird zwischen Lebendimpfstoffen und Totimpfstoffen unterschieden; zu letzteren gehören auch Toxoidimpfstoffe. Dagegen handelt es sich bei der passiven Impfung (auch Heilimpfung) um eine lediglich passive Immunisierung durch Gabe von Antikörpern. Es stehen bereits Impfungen gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten zur Verfügung. Weitere Impfstoffe gegen einige bedeutsame Infektionskrankheiten und gegen chronische Infektionen, die Krebs begünstigen, sind derzeit (Stand 2012) in Entwicklung.