ARAG Experten erläutern Fakten zur gewaltfreien Erziehung
Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung ist in Deutschland seit dem Jahr 2000 gesetzlich verankert. Trotzdem zeigen aktuelle Zahlen, dass Kindeswohlgefährdungen in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht haben. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sogar 1,2 Milliarden Kinder von körperlicher Bestrafung betroffen. Zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April ordnen die ARAG Experten ein, warum eine respektvolle Erziehungspraxis nicht nur ein Recht, sondern vor allem ein zentraler Baustein gesunder kindlicher Entwicklung ist.
Gewaltfreie Erziehung ist ein Kinderrecht
Gewaltfreie Erziehung ist in Deutschland nicht nur ein pädagogisches Leitbild, sondern ein klar definierter Rechtsanspruch. Mit Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1992 erhielten Kinder in Deutschland das Recht auf einen umfassenden Schutz vor Gewalt nach Art. Im Jahr 2000 nahm der Gesetzgeber das Recht auf gewaltfreie Erziehung, Paragraf 1631 Absatz 2, in das Bürgerliche Gesetzbuch auf. Seitdem sind Eltern dazu verpflichtet, Kinder ohne körperliche Bestrafung, seelische Verletzungen oder entwürdigende Maßnahmen zu erziehen. Das Gesetz zieht damit eine eindeutige Linie: Gewalt, ob als Schlag, Einschüchterung oder verbale Abwertung, ist ausdrücklich unzulässig und in Deutschland strafbar. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Verstöße nicht folgenlos bleiben. Liegen Hinweise auf Misshandlung oder entwürdigende Behandlung vor, muss das Jugendamt von Amts wegen eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen einleiten. Das reicht von Hilfen zur Erziehung über engmaschige Begleitung bis hin zu Hausbesuchen. Besteht eine unmittelbare Gefahr für das Kindeswohl, kann das Familiengericht eingreifen und im Extremfall auch eine Inobhutnahme der betroffenen Kinder durch das Jugendamt anordnen.
Einstellungen in Deutschland: Wie weit ist die Gesellschaft wirklich?
Trotz eines grundsätzlich vorhandenen gesetzlichen Schutzrahmens wurden laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts 2024 rund 72.800 Fälle von Kindeswohlgefährdung registriert. Das ist nicht nur ein Anstieg von 31 Prozent innerhalb von fünf Jahren, sondern auch ein neuer Höchststand. Besonders häufig ging es um Vernachlässigung (58 Prozent der Fälle) und psychische Misshandlung (37 Prozent); Indizien für körperliche Misshandlungen gab es in 28 Prozent der Fälle. Zwar ist Gewalt in der Erziehung in Deutschland gesetzlich untersagt, doch wird Vernachlässigung im Recht auf gewaltfreie Erziehung nicht ausdrücklich benannt – anders als in den internationalen Kinderrechtsstandards der Vereinten Nationen.
Diese Entwicklung deckt sich mit einer von UNICEF unterstützten repräsentativen Studie. Sie belegt, dass die Akzeptanz von körperlichen Strafen in Deutschland zwar sinkt, die Problemlage aber ernst und vor allem komplex bleibt. Während in früheren Erhebungen noch mehr als jeder Zweite einen Klaps für unbedenklich hielt, ist es heute etwas mehr als jeder Dritte. Die gesellschaftliche Akzeptanz körperlicher Bestrafung ist damit so gering wie nie zuvor. Im Gegensatz zur körperlichen Gewalt wird psychischer Gewalt und emotionalen Strafen in der Erziehung von Kindern jedoch nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Hier bleibt einiges zu tun.
Was ist gewaltfreie Erziehung?
Gewaltfreie Erziehung bedeutet, Kinder so zu begleiten, dass sie sich sicher und ernst genommen fühlen – ohne körperliche oder seelische Verletzungen. Im Mittelpunkt steht eine Haltung, die Respekt gegenüber Kindern und Verlässlichkeit der Beziehung vermittelt. Dazu zählt, Situationen nicht durch Druck, Drohungen oder entwürdigende Reaktionen zu verschärfen, sondern Konflikte so zu gestalten, dass Kinder Orientierung erhalten.
Warum kommt es dennoch zu Gewalt?
Viele Eltern wünschen sich einen liebevollen Umgang. Warum es dennoch zu Grenzüberschreitungen kommt, hat oft weniger mit fehlender Zuneigung als mit Überlastung zu tun. Viele Eltern geraten im Alltag unter erheblichen Druck, etwa durch Zeitmangel, Schlafmangel, finanzielle Sorgen, gesellschaftliche Krisensituationen oder fehlende Unterstützung. Dies war besonders während der Pandemie zu beobachten. Eine Untersuchung der Northern Illinois University zeigt zudem, dass Erwachsene in angespannten Situationen verstärkt auf Verhaltensmuster zurückgreifen, die sie selbst in der Kindheit erlebt haben. Die oben erwähnte UNICEF-Studie zeigt, dass Personen, die selbst emotionale Strafen erlebt haben, deutlich häufiger solchen Erziehungsmethoden zustimmen. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Stress ein zentraler Risikofaktor für impulsive oder verletzende Reaktionen ist. Gewaltfreie Erziehung erfordert daher nicht nur Wissen, sondern auch Entlastung und Verständnis für die Elternrolle – sie ist ein gesamtgesellschaftliches Thema.
Was macht Gewalt mit Kindern?
Gewalt wirkt oft stärker, als viele vermuten. Weitere Studien zeigen, dass Kinder, die körperliche Strafen oder abwertende Behandlung erfahren, deutlich häufiger unter Unsicherheiten, Stresssymptomen oder sozialem Rückzug leiden. Besonders psychische Gewalt entfaltet eine unterschätzte Wirkung: Beschämung, Anschreien oder konstante Abwertung hinterlassen Spuren, die bis ins Erwachsenenalter reichen können. Gewalt hinterlässt Narben – manchmal sichtbar, oft aber unsichtbar. Kinder, die seelisch verletzt oder beschämt werden, tragen diese Erfahrungen häufig lange mit sich und können die Folgen oft nur mit professioneller Hilfe bearbeiten. Psychische Gewalt wird in vielen Familien unterschätzt, ist aber nachweislich ebenso schädlich wie körperliche Strafen.
Wie können Familien unterstützt werden?
Positive Erziehung setzt auf Bindung statt Macht, auf Verständnis statt Strafen. Prävention spielt dabei eine wesentliche Rolle. Eine vom Bundesministerium für Forschung geförderte Langzeitstudie weist nach, dass Eltern deutlich seltener zu harten oder verletzenden Reaktionen greifen, wenn sie frühzeitig Zugang zu Informationen, Austauschformaten oder niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten haben. Konfliktstrategien, kurze Auszeiten in Stressmomenten oder kindgerechte Gesprächsführung können entscheidend helfen.
Wie können Kinder mehr über ihre Rechte lernen?
Das Kinderrechteschulen-Programm von UNICEF Deutschland, das die ARAG im Zuge einer gemeinsamen Partnerschaft unterstützt, verfolgt den Ansatz, Kinder schon früh über ihre Rechte aufzuklären und sie in der Umsetzung zu stärken. „Kinderrechteschulen schaffen Lernorte, an denen Kinder erleben, dass ihre Stimme zählt und ihre Würde geschützt wird“, erklärt Jan Schröder, Programmleiter von UNICEF Deutschland. Und: „Wenn Kinderrechte im Schulalltag sichtbar und erlebbar werden, verändert das nicht nur die Atmosphäre in der Klasse, sondern stärkt Kinder nachhaltig – auch weit über die Schule hinaus.“ Denn Kinder, die früh lernen, dass sie Rechte haben, werden sich später auch dafür einsetzen. Das stärkt die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
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- ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Bestrafung (Wikipedia)
Die Strafe ist eine Sanktion gegenüber einem bestimmten Verhalten, das im Regelfall vom Erzieher, Staat oder Vorgesetzten als Unrecht bzw. als (in der konkreten Situation) unangemessen qualifiziert wird. Der Begriff der Strafe wird insbesondere in der Rechtswissenschaft, jedoch auch in Theologie, Philosophie, Psychologie und vor allem in den Erziehungswissenschaften behandelt. In der Lerntheorie wird Strafe oder Bestrafung in zweierlei Form benutzt, als positive und als negative Strafe, und bezeichnet einfach das Gegenteil von Verstärkung. Hier bedeutet positive Bestrafung, dass auf ein bestimmtes Verhalten als Kontingenz ein unangenehmer Reiz (z. B. sozialer Druck) folgt. Negative Bestrafung bedeutet, dass auf ein bestimmtes Verhalten als Kontingenz ein angenehmer Reiz (z. B. Nahrung, Belohnung) verhindert oder versagt bzw. weggenommen wird. - Einschüchterung (Wikipedia)
Eine Drohung ist die glaubhafte Ankündigung einer unangenehmen Maßnahme gegen jemanden, um ihn in seiner zukünftigen Handlungsweise zu beeinflussen. Wird mit der Herbeiführung des Todes eines Menschen gedroht, spricht man auch von einer Todesdrohung. - Erziehung (Wikipedia)
Erziehung ist die pädagogische Einflussnahme auf die Entwicklung und das Verhalten Heranwachsender. Dabei beinhaltet der Begriff sowohl den Prozess als auch das Ergebnis dieser Einflussnahme. Der Ausdruck „Erziehung“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch sowohl die Gesamtheit allen erzieherischen Handelns, das die Personalisation, Sozialisation und Enkulturation eines Menschen steuert, als auch einzelne Teile dieses Gesamtprozesses, wie z. B. die Sexualerziehung, Gesundheitserziehung oder Verkehrserziehung. Die Wissenschaft, die sich mit dem Erziehen, der Erziehung als Tun und als Nachdenken über dieses Tun beschäftigt, ist die Pädagogik. Erziehung wird von Erziehungsnormen geleitet. Sie erfolgt im Rahmen von Erziehungskonzepten, die auf Erziehungsziele ausgerichtet sind, und greift auf Erziehungsmittel und Erziehungsmethoden zu. - Gefährdung (Wikipedia)
Eine Gefährdung als technischer Begriff bedeutet die Möglichkeit, dass ein Schutzgut (Person, Tier, Sache oder natürliche Lebensgrundlage) räumlich und/oder zeitlich mit einer Gefahrenquelle zusammentreffen kann. Das Wirksamwerden der Gefahr führt zu einem Schaden, etwa zu einer Verletzung, Erkrankung, Tod, Funktionseinbußen oder Funktionsverlust. Gemäß Definition im ISO/IEC Guide 51 ist Gefährdung eine potentielle Schadensquelle. Die Kennzeichnung der Gefährdung dient dem Schutz und der Gefahrenabwehr. - Gesetzbuch (Wikipedia)
Ein Gesetzbuch (kurz GB, auch Kodex oder Gesetzessammlung) bezeichnet eine Kodifikation eines größeren Teilgebietes des Rechts. Es gibt Strafgesetzbücher, Zivilgesetzbücher (z. B. Bürgerliches Gesetzbuch), Familiengesetzbücher, Arbeitsgesetzbücher, Prozessgesetzbücher etc. Gesetzbücher gibt es seit der Entstehung des Alten Testaments. Unter Napoléon Bonaparte entstanden in Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Code civil und der Code pénal als Gesetzbücher. - Gewalt (Wikipedia)
Gewalt bezeichnet im Deutschen zweierlei: Rechtsphilosophisch bezeichnet es „ordnende Staatsgewalt“ (lateinisch potestas), soziologisch und gemeinsprachlich dagegen bezeichnet es „zerstörende Gewalttätigkeit“ (lateinisch violentia): Vorgänge und soziale Zusammenhänge, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft. Der Begriff der Gewalt und die Bewertung von Gewalt im Allgemeinen sowie im Privaten (in Form von häuslicher Gewalt) ändert sich im historischen und sozialen Kontext. Auch wird er je nach Zusammenhang (etwa Soziologie, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft) in unterschiedlicher Weise definiert und ist Änderungen unterworfen, so wurde z. B. das Recht auf gewaltfreie Erziehung in Deutschland im Jahr 2000 eingeführt (siehe Körperstrafe). Im soziologischen Sinn ist Gewalt eine Quelle der Macht. Im engeren Sinn wird darunter häufig eine illegitime Ausübung von Zwang verstanden. Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gewalt in dem Bericht „Gewalt und Gesundheit“ (2002) wie folgt: Im Sinne der Rechtsphilosophie ist Gewalt gleichbedeutend mit Macht (englisch power, lateinisch potentia) oder Herrschaft (potestas). Zivilrecht und Strafrecht basieren auf dem allgemeinen Gewaltverbot (siehe hierzu auch das Gewaltmonopol des Staates, in dem wiederum Macht die Quelle von Gewalt darstellt). Feminismus und Poststrukturalismus wenden den Gewaltbegriff darüber hinaus auch auf die Sprache an. - Kinder (Wikipedia)
Kinder steht für: die Mehrzahl von Kind, siehe Kindheit eine Verwandtschaft, siehe Verwandtschaftsbeziehung #Kinder Kinder (Lied), Lied von Bettina Wegner (1976, Sind so kleine Hände) Kinder (Zeitschrift), deutsches Elternmagazin Straßenverkehrszeichen gemäß österreichischer StVO §50 Z.12 Kinder (Louisiana), Ort im Allen Parish, Louisiana, Vereinigte Staaten eine Süßwarenmarke der Firma Ferrero Kinder ist der Familienname folgender Personen: Arvid Kinder (* 1980), deutscher Volleyball- und Beachvolleyballspieler Christian Kinder (1897–1972), deutscher Jurist Claude William Kinder (1852–1936), britischer Ingenieur Ernst Kinder (1910–1970), deutscher Theologe und Hochschullehrer Hannes Kinder (* 1985), deutscher Musiker und Komponist Hans Kinder (1900–1986), deutscher Maler und Grafiker Hermann Kinder (1944–2021), deutscher Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Horst Kinder (1919–2011), deutscher Brigadegeneral Johannes Kinder (Heimatforscher) (1843–1914), deutscher Jurist, Heimatforscher und Politiker Johannes Kinder (Kriegsverbrecher) (1912–1976), deutscher Kriegsverbrecher und Stasi-Spitzel Manfred Kinder (* 1938), deutscher Leichtathlet Nino Kinder (* 2001), deutscher Eishockeyspieler Peter Kinder (* 1954), US-amerikanischer Politiker Ralf Kinder (* 1966), deutscher Drehbuchautor Rudolf Kinder (1881–1944), deutsch-litauischer Politiker Sebastian Kinder (* 1974), deutscher Wirtschaftsgeograph Vladimír Kinder (* 1969), slowakischer Fußballspieler Siehe auch: Die Kinder Kinder, Kinder, Comedyserie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Kinder Scout, Berg in Derbyshire, Großbritannien - Kinderrechtskonvention (Wikipedia)
Die Konvention über die Rechte des Kindes, auch UN-Kinderrechtskonvention (kurz: KRK) wurde am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung angenommen und trat am 2. September 1990, dreißig Tage nach der 20. Ratifizierung durch ein Mitgliedsland, in Kraft. Beim Weltkindergipfel vom 29. bis 30. September 1990 in New York verpflichteten sich Regierungsvertreter aus der ganzen Welt zur Anerkennung der Konvention. Der Kinderrechtskonvention sind 196 Staaten beigetreten, das sind mehr als allen anderen UN-Konventionen. Zu den Unterzeichnerstaaten zählen die Nicht-UN-Mitgliedstaaten Cookinseln, Niue, Palästina und der Vatikanstaat sowie alle Mitgliedstaaten mit Ausnahme der USA. Zuletzt haben Somalia und Südsudan im Oktober 2015 die Kinderrechtskonvention ratifiziert. Einige der 196 Staaten haben die Konvention ratifiziert, erklärten allerdings Vorbehalte (darunter zunächst auch Deutschland, Österreich und Schweiz). - Recht (Wikipedia)
Recht bezeichnet die Gesamtheit genereller Verhaltensregeln, die von der Gemeinschaft gewährleistet werden. Solche Verhaltensnormen entstehen entweder als Gewohnheitsrecht, indem Regeln, die von der Gemeinschaft als verbindlich akzeptiert werden, fortdauernd befolgt werden, oder als gesetztes („positives“) Recht, das von staatlichen oder überstaatlichen Gesetzgebungsorganen oder von satzungsgebenden Körperschaften geschaffen wird. Das Recht umfasst damit alle Regeln zur Konfliktverhütung und -lösung, damit ein geordnetes und friedliches Miteinander möglich ist, weil sie von allen Mitgliedern einer Gesellschaft eingehalten werden sollen. - Schlag (Wikipedia)
Schlag (von mittelhochdeutsch slac ‚Schlag, Hieb‘) steht für: Schlag (Militär), eine Form der offensiven Kampfhandlungen Schlag mit der Hand oder einem Gegenstand, siehe Körperverletzungsdelikt Schläge, eine Form der Körperstrafe in der Mechanik eine schnelle Impulsänderung (Kraftstoß), siehe Stoß (Physik) elektrischer Schlag, die Verletzung durch elektrische Spannung, siehe Stromunfall Grundschlag oder eine andere Zählzeit in der Musik, siehe Zählzeit in der Uhrentechnik ein hörbarer Antriebsimpuls der Hemmung, siehe Schlagzahl (Uhr) die Systematik der Töne, die das Schlagwerk einer Uhr erzeugt, siehe Uhrschlag Peitschenschlag, Schnur oder Riemen einer Peitsche Schlaglänge, Maß bei der Verseilung von elektrischen Kabeln, siehe Verseilung #Kommunikationstechnik die vom Reepschläger gewählte Drehrichtung von geschlagenem Tauwerk, siehe Schlagrichtung eine einfache Knotenform, siehe halber Schlag Schlagbaum, durch eine Absperrung gesicherter Grenzübergang, siehe Schranke Münzschlag, siehe Münzprägung der trichterförmige Schnitt einer Hose, siehe Schlaghose seitliche Abweichung der Spur eines Rades, siehe Seitenschlag Verformung eines Rades zu einem Oval, siehe Höhenschlag Zusammenprall von Vögeln mit Hindernissen, siehe Vogelschlag Medizin: Herzschlag, die Kontraktion des Herzens, siehe Puls Hirnschlag (Schlaganfall), als Kurzform akuter Gefäßverschluss, siehe Embolie Blitzschlag, siehe Blitz#Blitzschlag Stromschlag (elektrischer Schlag), siehe Stromunfall Landwirtschaft: Schlag (Forstwirtschaft), für die Holzernte gelichtetes Flurstück Kahlschlag, als Kurzform in der Forstwirtschaft Schlag (Einheit), ein altes Maß in der Torfwirtschaft ein bewirtschaftetes Flurstück, siehe Feldblock -schlag, häufiger Rodungsname Tiere: Schlag (Tierzucht), Teilmenge einer Tierrasse, z. B. bei Hunden andere Bezeichnung für Vogelgesang, v. a. beim Gesang der Nachtigall Sport: Ruderschlag Paddelschlag beim Segeln die Strecke zwischen zwei Wenden, siehe Kreuzen (Segeln) Sonstiges: Schlag & Söhne, Orgelbauunternehmen in Schweidnitz, Schlesien „Schlag haben“, siehe Kühnheit kurz für Schlagsahne, in Österreich Schlagobers, in der Schweiz Schlagrahm „ein Schlag Suppe“, … - seelisch (Wikipedia)
Der Begriff Seele hat vielfältige Bedeutungen, je nach den unterschiedlichen mythischen, religiösen, philosophischen oder psychologischen Traditionen und Lehren, in welchen er vorkommt. Im heutigen Sprachgebrauch ist hierbei oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinne ist „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit „Psyche“, dem griechischen Wort für Seele. „Seele“ kann aber auch ein Prinzip bezeichnen, von dem angenommen wird, dass es diesen Regungen und Vorgängen zugrunde liegt, sie ordnet und auch körperliche Vorgänge herbeiführt oder beeinflusst. Darüber hinaus gibt es religiöse und philosophische Konzepte, in denen sich „Seele“ auf ein immaterielles Prinzip bezieht, das als Träger des Lebens eines Individuums und seiner durch die Zeit hindurch beständigen Identität aufgefasst wird. Oft ist damit die Annahme verbunden, die Seele sei hinsichtlich ihrer Existenz vom Körper und damit auch dem physischen Tod unabhängig und mithin unsterblich. Der Tod wird dann als Vorgang der Trennung von Seele und Körper gedeutet. In manchen Traditionen wird gelehrt, die Seele existiere bereits vor der Zeugung, sie bewohne und lenke den Körper nur vorübergehend und benutze ihn als Werkzeug oder sei in ihm wie in einem Gefängnis eingesperrt. In vielen derartigen Lehren macht die unsterbliche Seele allein die Person aus; der vergängliche Körper wird als unwesentlich oder als Belastung und Hindernis für die Seele betrachtet. Zahlreiche Mythen und religiöse Dogmen machen Aussagen über das Schicksal, das der Seele nach dem Tod des Körpers bevorstehe. In einer Vielzahl von Lehren wird angenommen, dass eine Seelenwanderung (Reinkarnation) stattfinde, das heißt, dass die Seele nacheinander in verschiedenen Körpern eine Heimstatt habe. In der Frühen Neuzeit wurde ab dem 17. Jahrhundert das traditionelle, aus der antiken Philosophie stammende Konzept der Seele als Lebensprinzip aller Lebewesen, das die körperlichen Funktionen steuert, zunehmend abgelehnt, da es zur Erklärung der Affekte und Körpervorgänge nicht benötigt werde. Einflussreich war das Modell von René Descartes, der nur dem Menschen eine Seele zuschrieb und deren … - Verletzung (Wikipedia)
Verletzung steht für: medizinisch eine Wunde oder andere Schädigung durch Gewalteinwirkungen, siehe Trauma (Medizin) medizinisch ein konkretes Symptom einer Gewalteinwirkung, Läsion rechtlich Handlungen gegen die körperliche Integrität einer Person, siehe Körperverletzungsdelikt eine Verwundung der seelisch-psychischen Integrität, siehe Kränkung die Beschädigung eines Gegenstandes, siehe Sachschaden der mehr oder weniger schwerwiegende Bruch eines Übereinkommens oder Vertrags, siehe Vertragsverletzung die Verletzung des Strafrechts durch den Delinquenten Siehe auch: Verletzter Verletzbarkeit Körperverletzung Trauma Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Verletzung beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Verletzung enthält