Warum Durchhalten zur gefährlichsten Tugend unserer Zeit geworden ist
Vita L. fordert einen neuen Blick auf Erschöpfung, Leistung und die Frage, warum viele Menschen erst dann auf sich hören, wenn es längst zu viel geworden ist
Der Wecker klingelt und noch bevor der Tag richtig begonnen hat, kreisen die ersten Gedanken schon um Termine, Nachrichten und Aufgaben. Mittags wird schnell etwas gegessen, am Abend wartet die nächste Liste und für Müdigkeit gibt es meist dieselbe Erklärung: Gerade ist eben viel los. Am Wochenende wird es bestimmt ruhiger.
Doch häufig wird es nicht ruhiger.
Für Vita L. zeigt sich darin ein Problem unserer Zeit. Wir haben uns daran gewöhnt, Belastung möglichst lange auszuhalten und Durchhalten mit Stärke zu verwechseln. Wer viel schafft, gilt als belastbar. Wer eine Grenze zieht, hat dagegen schnell das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen.
„Viele Menschen spüren sehr genau, wann etwas nicht mehr gut für sie ist. Trotzdem machen sie weiter, weil sie gelernt haben, dass Aufhören Schwäche bedeutet. „Dabei wäre es oft viel gesünder, früher auf sich selbst zu hören“, sagt Vita L.
Wenn aus einer anstrengenden Phase ein Dauerzustand wird
Erschöpfung beginnt selten mit einem großen Zusammenbruch. Viel häufiger schleicht sie sich langsam in einen Alltag, der nach außen noch völlig normal wirkt. Man schläft schlechter, ist schneller gereizt, zieht sich zurück und redet sich gleichzeitig ein, dass diese Phase bald vorbei sein wird.
Noch diese Woche. Noch dieses Projekt. Danach wird es bestimmt besser.
Genau dieses Denken kann dazu führen, dass sich die eigene Belastungsgrenze immer weiter verschiebt. Was früher zu viel gewesen wäre, wird irgendwann als normal empfunden. Für Vita L. liegt darin eine besondere Gefahr, denn Menschen können sich sogar daran gewöhnen, dauerhaft erschöpft zu sein.
„Das Problem ist nicht, dass wir schwierige Zeiten aushalten können. „Problematisch wird es dann, wenn wir glauben, alles aushalten zu müssen.“
Wenn selbst Erholung unter Leistungsdruck gerät
Der Wunsch nach Optimierung endet längst nicht mehr mit Feierabend. Wir messen Schlaf, zählen Schritte, planen Pausen und versuchen sogar, möglichst effizient zu entspannen. Selbst Erholung bekommt damit plötzlich wieder ein Ziel.
Für Vita L. widerspricht sich das. Wenn eine Pause nur dazu dient, anschließend wieder besser funktionieren zu können, bleibt sie Teil desselben Leistungsdenkens.
Ähnlich sieht sie die ständige Forderung nach mehr Resilienz. Innere Stärke kann Menschen durch schwierige Zeiten tragen. Doch nicht jede Belastung muss besser ausgehalten werden. Manchmal müssen vielmehr die Bedingungen verändert werden, die Menschen dauerhaft überfordern.
Stärke kann auch bedeuten, rechtzeitig aufzuhören
Für Vita L. braucht es deshalb ein anderes Verständnis von Stärke. Nicht nur das Weitermachen verdient Anerkennung, sondern auch die Fähigkeit, eine Grenze wahrzunehmen und ernst zu nehmen.
Das kann bedeuten, einen Termin abzusagen, das Telefon auszuschalten, Nein zu sagen oder sich Unterstützung zu holen, bevor die Überforderung zur völligen Erschöpfung wird.
„Wir sollten Menschen nicht erst dann ernst nehmen, wenn sie zusammenbrechen. „Niemand muss völlig am Ende sein, bevor er etwas verändern darf“, sagt Vita L.
Vielleicht braucht unsere Gesellschaft deshalb nicht immer noch belastbare Menschen. Vielleicht müssen wir viel mehr wieder lernen, früher hinzuhören, auf den Körper, auf die Gedanken und auf dieses leise Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt.
Denn ein gutes Leben lässt sich nicht daran messen, wie viel ein Mensch aushalten kann.
Manchmal liegt die größere Stärke nicht darin, noch länger durchzuhalten, sondern rechtzeitig sagen zu können:
Bis hierhin. Jetzt höre ich auf mich.
Expertenvita – Vita L. (bürgerlich Verena Petermann)
Vita L. steht für Lebensfreude, Bewusstsein und die transformative Kraft des positiven Denkens. Nach mehreren Hirnblutungen in ihrer Kindheit hat sie erfahren, wie stark innere Haltung und Glaube an das Gute das Leben verändern können. Heute begleitet sie als Coach und Speakerin Menschen dabei, Mut, Freude und Sinn neu zu entdecken.
Mit ihrer authentischen Energie ermutigt sie dazu, über Grenzen hinauszuwachsen und eigene Ressourcen zu erkennen – unabhängig von Herkunft, Einschränkung oder Umständen. Ihre Botschaft ist klar: Es gibt immer eine Lösung, und Lebensfreude beginnt dort, wo Angst endet.
Web: https://vita-l-lebensfreude.de/
Kontakt
Vita L. – im Sinne der Lebensfreude
Verena Petermann
Cremon 11
20457 Hamburg
01783379188

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- Erschöpfung (Wikipedia)
Erschöpfung steht für: Ermüdung (Physiologie), Folge körperlicher Anstrengung Rechtswegerschöpfung, Zustand, nachdem rechtliche Mittel ausgeschöpft wurden Zur Erschöpfung von Immaterialgüterrechten siehe Erschöpfungsgrundsatz Siehe auch: Burn-out, Zustand der totalen Erschöpfung Fatigue, krankhafte Erschöpfung und Entkräftung, die oft im Rahmen einer chronischen Erkrankung auftritt Exhaustion Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS), eine chronische Krankheit Seafarer Fatigue für (arbeitsbedingte) Ermüdung, Übermüdung und Erschöpfung bei Seeleuten - Führung (Wikipedia)
Führung steht für: Führung (Sozialwissenschaften), leiten oder bestimmen der Richtung in Gruppen und Organisationen Menschenführung, als Kurzform, koordinierende Maßnahmen Vorgesetzter in Organisationen Fremdenführung, als Kurzform, moderierte Besichtigung durch einen Fremdenführer Führung (Tanz), Einleitung von Figuren beim Tanzen Führung, Verschieben eines Körpers auf vorgegebener Bahn, siehe Führungselement Führung, Fangschiene innerhalb eines Gleises einer Bahn Siehe auch: Führung auf Probe Führungsschiene Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Führung beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Führung enthält führen (Begriffsklärung) - Leistungsdruck (Wikipedia)
Leistungsdruck bezeichnet in der Psychologie sowie der Soziologie einen emotionalen Zustand und ein Gefühl des Druckes beziehungsweise der psychischen Belastung, der sowohl durch soziale Leistungserwartungen als auch den Zwang zu hohen Leistungen vom sozialen Umfeld ausgelöst werden kann. Die Empfindung von Leistungsdruck kann durch äußere Erwartungen sowie Aussagen anderer Personen, aber auch aufgrund von Erwartungen sowie (Grund)-annahmen der eigenen Person entstehen. Leistungsdruck entsteht mittlerweile in fast allen Bereichen des menschlichen und sozialen Lebens und ist eine Folge der sozialen Interaktion sowie der Leistungs- und Konsumgesellschaft. Er tritt hauptsächlich in der Arbeitsumgebung, während des familiären Zusammenlebens, der schulischen, sportlichen und musikalischen Laufbahn sowie in weiteren sozialen Umfeldern auf. - Menschlichkeit (Wikipedia)
Der Begriff Menschlichkeit oder Humanität (lateinisch Humanitas) hat eine weitere und eine engere Bedeutung. Der Begriff bezieht sich in seiner weiteren Bedeutung auf „alles, was Menschen zugehörig oder eigen ist“ (insbesondere auf das, was den Menschen von Tieren unterscheidet). In diesem Sinne bedeutet „menschliches Verhalten“ „jedes empirisch beobachtbare oder mögliche Verhalten von Menschen“. Dieses Verhalten zu beschreiben und zu erklären ist vor allem Aufgabe der Humanethologie. Der Begriff „menschliches Verhalten“ (mit Betonung des Attributs „menschlich“) hingegen hat einen normativen Gehalt, geht also von Vorstellungen darüber aus, wie der Mensch sein solle oder angeblich seiner wahren Natur oder idealen Bestimmung nach sei. Unter dieser Voraussetzung bezeichnet das Wort „Menschlichkeit“ in einer engeren Wortbedeutung Züge des Menschen, die objektiv als richtig oder gut gelten, zum Beispiel Mitleid, Nächstenliebe, Güte, Milde, Toleranz, Wohlwollen, Hilfsbereitschaft. Als subjektives Ziel der Selbstveredelung wird demgegenüber auch das Streben nach harmonischem Ausgleich von Sinnlichkeit und Sittlichkeit genannt. Die Idee, dass es die Aufgabe jedes Staates sei, die Würde und die Rechte jedes Menschen zu garantieren, der sich auf seinem Gebiet aufhält, ist für Rechtsstaaten gemäß der Naturrechtslehre konstitutiv. - mentale Gesundheit (Wikipedia)
Psychische Gesundheit (auch seelische, geistige, oder mentale Gesundheit; englisch Mental Health) ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann. Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Lebensbewältigung und soziale Teilhabe. In angelsächsischen Ländern wird mental health auch damit assoziiert, dass sich ein Mensch produktiv in seine Gemeinschaft einbringen, also erfolgreich für sich und sein Gemeinwesen oder seine Gemeinschaft agieren kann. Umgekehrt wird dort auch betont (und ist empirisch belegt), wie wichtig die Gemeinschaft und das Gefühl von Dazugehörigkeit für die psychische Gesundheit sind. Dadurch wird die Bedeutung sozialer gemeindebasierter Interventionen zum Erhalt der psychischen Gesundheit im Vergleich zu rein psychiatrischen Interventionen deutlich. - psychische Belastung (Wikipedia)
Psychische Belastung ist nach der Norm EN ISO 10075 „die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken.“ Auch gemäß Arbeitsschutzgesetz (siehe auch Norm EN ISO 9241) ergibt sich für Arbeitsplätze die Pflicht des Arbeitgebers, psychomentale Belastungen zu ermitteln und zu beurteilen. Im Unterschied zur psychischen Belastung ist psychische Beanspruchung „die unmittelbare (nicht die langfristige) Auswirkung der psychischen Belastung im Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen, einschließlich der individuellen Bewältigungsstrategien“. Es existieren viele (psycho-)physiologische Messverfahren, welche mehr oder weniger gut mit der psychischen Belastung (mental oder emotional) korrelieren und somit als möglicher Indikator genutzt werden. Alleine im physiologischen Bereich der Okulomotorik stehen mehrere adäquate Reaktionen im Verdacht, unterschiedliche Beanspruchungssituationen personenbezogen und objektiv – also nicht mittels einer subjektiven Erhebung (u. a. einer Befragung) – zu detektieren. Zum Beispiel über die Augenbewegung und dem Blickverhalten, über das Pupillenverhalten sowie über den Lidschlag. Gemäß EN ISO 10075 kann auch von mentaler Belastung gesprochen werden. Gegenstand der Norm ist also nicht irgendeine Art von individuellem psychischem Defizit einer Person, sondern die Belastung von Geist und Seele. Psychomentale Belastung ist dafür der treffende Begriff. Psychosoziale Belastung ist ein weiterer Begriff, der in der Diskussion zum Thema der psychischen Belastung verwendet wird. Psychische Belastungen wirken ausgehend von einer Situation auf den Menschen. Sie beanspruchen seine Ressourcen. Der Begriff der Belastung beschreibt also eine Eigenschaft von Situationen und nicht Eigenschaften von Personen. Im Unterschied zum Begriff der Belastung bezeichnet der Begriff Stress „die unspezifische Reaktion des Organismus auf jede Form von Belastung“. Eine psychische Belastung, die Stress auslöst, wird Stressor genannt. In Abhängigkeit von der Art der Belastung und den individuellen psychischen Voraussetzungen kann eine Belastung – und … - Resilienz (Wikipedia)
Resilienz (von lateinisch resilire „zurückspringen, abprallen“) steht für: Resilienz (Systemtheorie), Fähigkeit eines Systems zum Selbsterhalt Resilienz (Psychologie), psychische Widerstandsfähigkeit Resilienz (Soziologie), Fähigkeit von Gesellschaften, externe Störungen zu verkraften Resilienz (Ingenieurwissenschaften), Fähigkeit technischer Systeme, bei einem Teilausfall nicht vollständig zu versagen Resilienz (Ökosystem), Fähigkeit eines Ökosystems, nach einer Störung zum Ausgangszustand zurückzukehren Resilienz, systemische Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber Störungen, siehe Resilienz-Management Resilienz (Zahnmedizin), Nachgiebigkeit der Mundschleimhaut bei Belastung Resilienz (Energiewirtschaft), Ausfallsicherheit in der Energieversorgung Resilienz (Mathematik), ein Begriff aus der Theorie der Blätterungen Resilienz (Betriebswirtschaftslehre), ein Konzept aus dem strategischen Management und Risikomanagement Siehe auch: organisatorische Resilienz (BSI-Standard) Robustheit gegen Benutzungsfehler (Resilienz technischer Systeme) Klimaresilienz (sozial-ökologische Resilienz bei Klimawandelfolgen) - Stress (Wikipedia)
Stress bezeichnet in der Medizin und Psychologie zum einen durch innere und äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. - Überforderung (Wikipedia)
Als Überforderung bezeichnet man eine Gesamtheit von Anforderungen, zu deren erfolgreicher Bewältigung bzw. zu deren Erfüllung die Ressourcen bzw. Fähigkeiten, insbesondere die Leistungsfähigkeit, einer Person, einer Organisation oder eines Systems nicht ausreichen. Eine Überforderungssituation ist eine Situation, in der eine Person objektiv überfordert ist oder ein subjektives Gefühl der Überforderung empfindet. Bei der subjektiven Bewertung von Überforderungssituationen sind Erwartungen, insbesondere Rollenerwartungen, ein wesentlicher Faktor. Bei Überforderung können, allgemein gesprochen, erhöhte Belastungen nicht mehr kompensiert werden. Unter Umständen sinkt im Gegenteil die Belastbarkeit stärker ab. - Unternehmenskultur (Wikipedia)
Organisationskultur (englisch organizational culture, corporate culture) ist ein Begriff der Organisationstheorie und beschreibt die Entstehung und Entwicklung kultureller Wertmuster innerhalb von Organisationen. Teilweise werden auch die Begriffe Unternehmenskultur, Betriebskultur oder eben Verwaltungskultur verwendet. Die Organisationskultur wirkt auf alle Bereiche des Managements (Entscheidungsfindung, Führung, Beziehungen zu Kollegen, Kunden und Lieferanten, Kommunikation usw.). Jede Aktivität in einer Organisation ist auf Basis ihrer Kultur entstanden und dadurch kulturell beeinflusst. Das Selbstverständnis der Organisationskultur erlaubt es Organisationsmitgliedern, Ziele besser verwirklichen zu können. Außenstehende können durch diese Kenntnis die Organisation besser verstehen.