Volkspetition Elbwald retten erfolgreich abgeschlossen

Volkspetition Elbwald retten erfolgreich abgeschlossen

Angelika Kessenhagen-Koch (l.) und Franz Hermann vom Verein Elbwald retten bei der Übergabe

Am 30. September 2026 hat der Verein Elbwald retten sage und schreibe 15.520 Unterschriften für die Volkspetition Elbwald retten an Carola Veit, der Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, übergeben. Dabei wurden die Waldschützer offiziell und freundlich empfangen und hatten auch Zeit für ein ausführliches Gespräch. Darin haben sie daran appelliert, dass keine Rodungsmaßnahmen vor der Verhandlung der Volkspetition durchgeführt werden dürfen. Dies schien auf offene Ohren zu stoßen.

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In dem Begründungsschreiben für die Volkspetition heißt es u.a.: „Neben dem ökologischen Aspekt, dass der Elbwald als grüne Lunge im Industriegebiet Waltershof eine wichtige Funktion für die Sauerstoffproduktion und CO2-Filterung wahrnimmt, sprechen auch ökonomische Gründe gegen die Hafenwesterweiterung.

Die Prognosen, die den Planungen für die neuen Containerterminals zu Grunde lagen, haben sich als absolut unrealistisch erwiesen: Statt der im Hafenentwicklungsplan von 2012 prognostizierten 25,3 Millionen Standardcontainer (TEU) wurde laut einer Auswertung der Hamburg Port Authority (HPA) im Jahr 2025 mit 8,3 Millionen Einheiten gerade einmal knapp ein Drittel dieses Wertes erreicht. Angesichts der bereits bestehenden Kapazitäten von fast 14 Millionen TEU, besteht also kein Bedarf an weiteren Liegeplätzen. Insbesondere nachdem der Bund klargestellt hat, dass Hamburg keine Zuwendungen aus dem Sondervermögen Rüstung und Infrastruktur erhalten wird, erscheint es uns unangemessen, die faktisch nicht benötigten neuen Containerterminals mit 1,1 Milliarden Euro aus dem Hamburger Haushalt zu finanzieren.

Während wir die neuen Liegeplätze aus den genannten Gründen für unsinnig halten, erscheint uns die geplante Drehkreiserweiterung durchaus sinnvoll. Die Bäume, die dafür weichen müssten, sollten durch eine Aufforstung des Brachlandes hinter dem Elbwald mehr als kompensiert werden: Denn auf diesen 25 Hektar ist je nach Pflanzmethode Platz für mehrere zehntausend Bäume oder sogar hunderttausende Setzlinge. Dies wie auch der Verzicht auf die unnötige Flächenversiegelung durch Beton wären wichtige Beiträge zur Erreichung der Hamburger Klimaziele. Ohne die Zustimmung der EU dürfen ohnehin keine irreversiblen Maßnahmen durchgeführt werden. Deshalb und weil auch keine gesicherte Finanzierung vorliegt, halten wir jegliche Rodung im Elbwald für rechtswidrig.“

In den nächsten Tagen werden die Unterschriften überprüft, bevor dann ein Ausschuss der Bürgerschaft über das Anliegen, den Elbwald zu retten und keine neuen Containerterminals zu bauen, mit dem Verein verhandelt.

Angelika Kessenhagen-Koch (l.) und Franz Hermann (r.) vom Verein Elbwald retten bei der Übergabe der Unterschriftenlisten an Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit

Initiative zum Schutz und zur Aufforstung des Elbwaldes

Kontakt
Verein Elbwald retten
Franz Hermann
Elbchaussee 13
22765 Hamburg
+49 40 30742065
973859c2858b395f3969b7b9ced35aca1192cb7d
https://www.elbwaldretten.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Elbe (Wikipedia)
    Die Elbe (niederdeutsch Elv, tschechisch Labe, lateinisch Albis) ist ein mitteleuropäischer Strom, der in Tschechien entspringt, durch Deutschland fließt und in die Nordsee mündet. Sie entwässert unter anderem einen großen Teil Ostdeutschlands sowie nahezu das ganze von Mittelgebirgen umschlossene Böhmen. Zu den bekanntesten Gewässern ihres Einzugsgebietes gehören Moldau, Mulde, Saale, Havel mit Spree und Elde mit Müritz. Im Oberlauf durch die Mittelgebirge geprägt, folgt sie im weiteren Verlauf zwei Urstromtälern des Norddeutschen Tieflandes. Gemessen an der Größe ihres Einzugsgebietes von 148.300 km² liegt die Elbe für Mitteleuropa gemäß Liste der Flüsse in Europa an vierter Stelle, hinter Donau, Weichsel und Rhein und gefolgt von Oder und Memel.
  • Hafen (Wikipedia)
    Ein Hafen ist ein Bereich an einer Meeresküste oder am Ufer eines Flusses, Sees oder Kanals, an dem Schiffe anlegen können. Meist ist der Hafen ausgestattet mit Anlagen zum Beladen oder Löschen der Schiffe sowie weiterer Infrastruktur. Er besteht insbesondere aus dem oder den Hafenbecken sowie aus Kais und Molen. Werden natürliche Gegebenheiten genutzt, spricht man in diesem Abschnitt von einem Naturhafen. Häfen bildeten häufig die Keimzelle für die Gründung und Expansion der zugehörigen Hafenstadt.
  • Hamburg (Wikipedia)
    Hamburg ([ˈhambʊʁk] ; regiolektal auch [ˈhambʊɪ̯ç] ; niederdeutsch Hamborg [ˈhambɔʁχ]), amtlich Freie und Hansestadt Hamburg (niederdeutsch Friee un Hansestadt Hamborg), ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Der amtliche Name verweist auf die Geschichte Hamburgs als Freie Reichsstadt und als Mitglied des Handelsbundes der Hanse. Hamburg ist mit rund 1,87 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum. Mit rund 755 Quadratkilometern ist Hamburg die zweitgrößte Gemeinde Deutschlands. Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe. Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit und macht Hamburg zusammen mit dem internationalen Flughafen zu einem bedeutenden Logistikstandort. Wirtschaftlich und wissenschaftlich ist die Metropole vor allem im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik, der Biowissenschaften und der Informationstechnik sowie für die Konsumgüterbranche und als Medienstandort bedeutend. Seit 1996 ist Hamburg zudem Sitz des Internationalen Seegerichtshofs (ISGH). Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Weitere bekannte Kulturdenkmäler und Wahrzeichen sind das Hamburger Rathaus und die fünf Hauptkirchen. Typisch für das Stadtbild sind weiterhin viele Klinkerfassaden sowie die Wassernähe mit zahlreichen Flüssen, Fleeten und Kanälen. International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.
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