Studie zum BEV-Gebrauchtwagenmarkt / Chancen und Herausforderungen / Vertrauen, Transparenz und professionelles Remarketing notwendig / Bestandssteuerung entscheidet
Bad Homburg, im Juli 2026. Der Gebrauchtwagenmarkt für batterieelektrische Fahrzeuge tritt in eine neue Phase ein. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität in den vergangenen Jahren wächst nun die Zahl junger Rückläufer aus Leasing- und Flottenverträgen deutlich. Damit wird das Remarketing gebrauchter BEV vom operativen Nebenthema zum strategischen Steuerungsfeld. Das zeigt die aktuell fertig gestellte Studie „Vermarktung von gebrauchten BEV-Fahrzeugen – Chancen und Herausforderungen“, die Deloitte im Auftrag des VMF – Verband markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. erstellt hat.
Der europäische Gebrauchtwagenmarkt für batterieelektrische Fahrzeuge steht an einem Wendepunkt. Laut der aktuellen Branchenstudie wird ab 2026 eine Welle junger gebrauchter E-Autos den Markt überschwemmen. Die meisten Fahrzeuge sind zwischen 0 und 5 Jahren alt. Während das Angebot rasant wächst, bleibt die Nachfrage jedoch eher gering, da sich viele Käufer unsicher sind, wie sich der Wert der Fahrzeuge entwickelt und wie zuverlässig die Batterien sind. Eine von der DAT im Jahr 2026 durchgeführte Befragung von 2.500 Autokäufern zeigt, dass 72 Prozent der Interessenten am Wiederverkaufswert zweifeln, 70 Prozent teure Reparaturen befürchten, 67 Prozent die Ladeinfrastruktur bemängeln, während 65 Prozent Batterierisiken fürchten.
Wie die Untersuchung zeigt, kommt dem Thema Vertrauen eine besondere Bedeutung zu. Demnach beeinflusst Unsicherheit über verschiedene Faktoren, wie beispielsweise der Batteriezustand oder technologischer Fortschritt, die Zahlungsbereitschaft der Käufer unmittelbar. Transparenz müsse deshalb Teil des Produkts werden – nicht nur Teil der Vermarktungskommunikation. „Die zentrale Herausforderung ist nicht das Fahrzeug selbst, sondern das Vertrauen der Käufer in Werthaltigkeit, Batteriequalität und langfristige Betriebskosten“, so Ingo Schmuckall, Partner Automotive & Mobility bei Deloitte, einer der Autoren der Studie.
Die Vermarktung gebrauchter Elektrofahrzeuge muss aktiv gesteuert werden
Gebrauchte BEVs verlieren bislang deutlich stärker an Wert als Verbrenner – zwischen 2022 und 2024 lag der Wertverlust bei rund 44 Prozent. Die Studie macht deutlich: Remarketing gebrauchter BEV ist kein nachgelagerter Verkaufsprozess mehr, sondern ein strategisches Steuerungsfeld. Wer Restwerte sichern will, muss früh ansetzen – bei Vertragslaufzeiten, Fahrzeugdaten, Batteriezustand, Pricing, Aufbereitung und Kanalwahl. Denn volatile Preise und technische Entwicklungssprünge können Leasingraten, Margen und Bilanzrisiken unmittelbar beeinflussen. Und: Der richtige Kanal entscheidet über Liquidität und Geschwindigkeit.
Zertifikate zum Batteriezustand (State of Health – SoH), die diesen dokumentieren, werden zum neuen Vertrauensstandard. Der EU-Batteriepass, der ab 2027 verpflichtend wird, sorgt für lebenszyklusweite Batteriedaten und schafft die Grundlage für belastbare Preisfindung und Rücknahmeprozesse. Digitale Services wie Over-the-Air-Updates und Garantiepakete stärken zusätzlich das Vertrauen der Käufer. „Wer Restwerte stabilisieren, Leasingraten wettbewerbsfähig halten und Vertrauen im Markt schaffen will, muss gebrauchte BEV aktiv steuern – datenbasiert, transparent und mit klaren Prozessen“, unterstreicht Frank Hägele, Vorsitzender des VMF.
Transparenz wird zum Produktbestandteil
Die größten Unsicherheiten liegen in der Förder- und Steuerpolitik, der Entwicklung der Batterietechnologie, der Ladeinfrastruktur und der Standardisierung von Batteriedaten. Wer jetzt in Transparenz, digitale Services und Kreislaufwirtschaft investiert, kann vom dynamischen, aber volatilen BEV-Gebrauchtmarkt profitieren. Professionelles Remarketing, innovative Leasing- und Abo-Modelle sowie ein starker Fokus auf Batteriedaten und Vertrauen sind die Erfolgsfaktoren der kommenden Jahre. „Der Markt steht trotz aller Unsicherheiten vor einer großen Chance. Wer früh Standards für Vertrauen und Transparenz etabliert, kann sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile sichern“, fasst Hägele zusammen.
Die im Auftrag des VMF von Deloitte erstellte Studie „Vermarktung von gebrauchten BEV-Fahrzeugen – Chancen und Herausforderungen“ zeigt, wie Mobilitätsdienstleister diese Aufgabe systematisch angehen können. Die vollständige Studie liefert Verantwortlichen konkrete Orientierung und Handlungsempfehlungen für die nächsten Entscheidungen. Fazit des VMF: Der Markt für gebrauchte BEV wird wachsen – aber er wird nicht automatisch funktionieren. Erfolgreich sind diejenigen, die Rückläufer datenbasiert steuern, Transparenz standardisieren und Absatzpfade professionell orchestrieren.
VMF – Verband markenunabhängiger Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. – ist Rat- und Impulsgeber im Mobilitätsmarkt heute und in Zukunft. Seit 1998 vereinen wir durch unsere Mitgliedsfirmen eine langjährige neutrale Erfahrung im Full-Service-Leasing und Fuhrparkmanagement und haben immer wieder neue Qualitätsstandards gesetzt. Unsere Mitglieder sind herstellerunabhängige Anbieter von Autoleasing sowie Mobilitäts- und Fuhrparkmanagement-Dienstleistungen wie z. B. Autovermietungen. Unsere Premiumpartner profitieren als Geschäftspartner branchennaher Service-Unternehmen vor allem durch unser starkes Business-Netzwerk.
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- Elektromobilität (Wikipedia)
Elektromobilität beschreibt die Beförderung von Personen und Gütern durch ein Elektrofahrzeug, also mithilfe elektrischer Antriebe. Die zum Antrieb benötigte elektrischer Energie wird von außen zugeführt (z. B. per Stromschiene) oder in einer Antriebsbatterie im Fahrzeug mitgeführt. Die Stromversorgung über Kabel, insbesondere über Oberleitungen bei Zügen, ist seit ca. 100 Jahren etabliert. Fahrzeuge, die das „Kraftwerk“ an Bord haben, wie dieselelektrische Lokomotiven oder Hybridelektrokraftfahrzeuge, werden aufgrund der lokalen Emissionen nicht als vollwertig elektromobil betrachtet. Als möglichst lautlose und abgasfreie Energiespeicher wurden Bleibatterien auf Bleibasis, Druckluftspeicher, Schwungradspeicher u. ä. ausprobiert, aber erst der Lithium-Ionen-Akkumulator konnte zunächst Unterhaltungselektronik (1990er Jahre) und dann auch PKW kommerziell erfolgreich rein elektrisch antreiben. Die Elektromobilität gilt als zentraler Baustein eines nachhaltigen und klimaschonenden Verkehrssystems auf Basis erneuerbarer Energien, wie es mit der Verkehrswende angestrebt wird. Gemäß Weltklimarat IPCC besitzen Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, die mit Strom aus emissionsarmen Quellen angetrieben werden, über ihren gesamten Lebenszyklus das größte Klimaschutzpotential aller landgebundenen Transporttechnologien. - Fuhrpark (Wikipedia)
Fuhrpark (oder Wagenpark; umgangssprachlich auch Flotte; englisch fleet) ist die Sachgesamtheit der Fahrzeuge und Wagen von Organisationen wie Unternehmen, Behörden, Zirkussen oder militärischen Einheiten. - leasing (Wikipedia)
Leasing ([ˈliːzɪŋ]; von englisch to lease ‚mieten‘, ‚pachten‘) ist in der Wirtschaft der Anglizismus für ein Dauerschuldverhältnis, das die Vermietung oder Verpachtung von Wirtschaftsobjekten zum Inhalt hat. - mobilität (Wikipedia)
Die räumliche Mobilität oder territoriale Mobilität beschreibt die Beweglichkeit von Personen und Gütern im geographischen Raum. Räumliche Mobilität ist somit Mobilität im engeren Wortsinne. Um die Bezeichnung von metaphorischen Bezeichnungen wie z. B. soziale Mobilität abzugrenzen, haben sich die Bezeichnungen räumliche oder territoriale Mobilität durchgesetzt. Zur Mobilität gehört die Möglichkeit und Bereitschaft zur Bewegung. Im engeren Sinne ist sie als Anzahl aller außerhäuslichen Aktivitäten im Personenverkehr oder Beförderungen von Gütern zwischen Marktteilnehmern zu verstehen. Im Verkehr zeigt sich die realisierte Mobilität. Beide Begriffe lassen sich nicht gleichsetzen, da Mobilität die individuellen Motive und Hintergründe stärker betont. Verkehrserziehung und Mobilitätserziehung behandeln entsprechend unterschiedliche Aspekte des Verkehrslebens. Den Zusammenhang zwischen der Möglichkeit zur Ortsveränderung (Mobilität) einerseits und der Verteilung von Gelegenheiten und Zielen im Raum andererseits beschreibt der Begriff der Erreichbarkeit (Verkehr). Bei gleicher individueller Mobilität sind z. B. in städtischem Kontext mehr Ziele in gegebener Zeit erreichbar als im ländlichen Raum. Räumliche Mobilität kann in eine residenzielle Mobilität und eine zirkuläre Mobilität unterteilt werden. Zirkuläre Mobilität beinhaltet die Rückkehr an den Ausgangspunkt, üblicherweise den Wohnstandort. Residenzielle Mobilität beschreibt hingegen die dauerhafte Veränderung des Wohnstandorts. Umzüge innerhalb eines Gebietes zählen ebenso zur residenziellen Mobilität wie multilokale Lebensweisen und die Migration zwischen Nationen. Zur zirkulären Mobilität gehören der Tourismus und die Alltagswege. - Studie (Wikipedia)
Studie steht für: Entwurf für eine künstlerische Arbeit, siehe Skizze Studie (Schach), Form der Schachkomposition Studie (Oskar Fischinger), Animationsfilmreihe von Oskar Fischinger (1929–1934) wissenschaftlich, als Kurzform: Studie, Erforschung eines Untersuchungsgegenstandes, siehe Wissenschaftliche Publikation Fallstudie, Unterrichtsmethode oder sozialwissenschaftliche Forschungsmethode Feldstudie, systematische Beobachtung unter natürlichen Bedingungen Laborstudie, Testen einer Arbeitshypothese mithilfe Laborexperimenten klinische Studie, Erhebungsform in der evidenzbasierten Medizin und klinischen Forschung Siehe auch: Studie I (Stockhausen), Studie II (Stockhausen) (Musikkompositionen) Designstudie (Konzeptstudie) Metastudie (Begriffsklärung) Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Studie enthält - VMF (Wikipedia)
VMF steht für: Valve Map File, Dateiformat, siehe Hammer Editor Verband medizinischer Fachberufe, Gewerkschaft im medizinischen Bereich Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementunternehmen Verenigde Machinefabrieken Stork-Werkspoor, ehemaliges niederländisches Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen, siehe Werkspoor Veterinärmedizinische Fakultät, siehe Veterinärmedizin#Studium Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig Vienna Mapping Function, in der Satellitennavigation verwendetes mathematisches Modell zur troposphärischen Modellierung, siehe Mappingfunktion Virðisbrævamarknaður Føroya, die Färöische Wertpapierbörse VMF-Mehrwegpaletten zum Transport hauptsächlich von Glaswaren die Transliteration von russisch ВМФ (Военно-Морской Флот, „Voenno-Morskoj Flot“, zu deutsch „Kriegs-See-Flotte“), welche die Sowjetische Marine, wie auch die Russische Marine bezeichnet. Marine Fighter Squadron, Teil der Nummerierung von Flugzeugstaffeln des US Marine Corps vmf steht für: Ostfränkische Dialekte (ISO-639-3-Code)