Pharmadienstleister bezieht Biomethan von regionalem Versorgungspartner

Vetter startet Leuchtturmprojekt für die Energiewende

Vetter bezieht per Direktleitung Biomethan aus der Region. (Bildquelle: (c) Naturenergie Rotachtal GmbH & Co. KG)

Ravensburg, 21. Januar 2026: Vetter konkretisiert als Partner globaler Pharma- und Biotechunternehmen für die Herstellung lebensverbessernder Medikamente seine Klimastrategie: Bis 2034 will das Unternehmen seine absoluten Treibhausgasemissionen um 58,8 Prozent (Basisjahr 2021) senken. Ein zentraler Hebel dafür ist die kontinuierliche Umstellung auf erneuerbare Energien.

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Biomethan aus der Region stärkt die nachhaltige Versorgungssicherheit
Ab 2027 bezieht Vetter am Produktionsstandort Ravensburg Süd in Mariatal Biomethan direkt von Naturenergie Rotachtal GmbH & Co. KG in Horgenzell. „Der große Vorteil von Biomethan ist die Kompatibilität mit der bestehenden technischen und Erdgasinfrastruktur. Wir können direkt starten, ohne neue Leitungen zu legen“, erklärt Gabriel Fischer, Teamleiter Environment Health & Safety/EHS Management Systeme bei Vetter. „Die Partnerschaft mit Naturenergie Rotachtal GmbH & Co. KG stärkt unseren Ansatz Aus der Region für die Region und erhöht unsere Versorgungssicherheit. Wir übernehmen mit diesem Leuchtturmprojekt regional eine Pionierrolle!“ 2025 deckte der Pharmadienstleister bereits 11 Prozent seines Erdgasbedarfs mit Biomethan und senkte so seine Emissionen um über 1.000 Tonnen CO2. Bis 2029 soll der Anteil von Biomethan im Energieportfolio auf rund 22 Millionen kWh steigen.

Grüner Strom von naturnahen Wiesen
Neben Biomethan setzt das Familienunternehmen bei der Energiegewinnung auch auf Photovoltaik: Rund 22 Prozent des Strombedarfs am Standort Ravensburg West werden bereits durch Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen gedeckt. Durch den Rückbau einer Parkfläche konnte Vetter kürzlich nicht nur Raum für neue PV-Anlagen schaffen, der Bereich wurde außerdem zu einer naturnahen Wiesenfläche umgestaltet. Er bietet einen attraktiven Lebensraum für Insekten und verbessert das Mikroklima. Zudem entlasten die Wiesenflächen bei Starkregen die Kanalisation, weil das Regenwasser direkt versickern kann. Aktuell plant das Unternehmen den weiteren Ausbau von Photovoltaik-Kapazitäten und prüft perspektivisch auch den Einsatz von Wasserstofftechnologien.

Ambitionierte Ziele nach internationalen Standards
Neben konkreten Maßnahmen wie Photovoltaik und Biomethan verpflichtet sich Vetter zu messbaren Emissionsreduktionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mitte 2025 hat die Science Based Targets Initiative (SBTi) die umfangreichen Klimaziele des Familienunternehmens offiziell validiert. Zudem erreicht das Unternehmen im aktuellen EcoVadis-Ranking erneut den Platin-Status und gehört zu den besten 1 Prozent weltweit. „Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis und die Maßnahmen, die wir zur Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks ergreifen“, betont Geschäftsführer Henryk Badack. „Die Validierung durch die SBTi und die Platin-Bewertung von EcoVadis belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele konsequent und zügig verfolgen.“

Vetter ist ein führender Pharmadienstleister für die Herstellung von injizierbaren Medikamenten und verbessert damit die Lebensqualität für Patientinnen und Patienten weltweit. Die Kompetenz und Expertise des Unternehmens ermöglichen Betroffenen unter anderem die Behandlung von Krebs, Multipler Sklerose und rheumatischer Arthritis bis hin zu seltenen Erkrankungen. Große und kleine Arzneimittelhersteller schätzen die langjährige Erfahrung, die hohe Qualität und Innovationsfähigkeit, moderne Technologien, sowie die Zuverlässigkeit und das tägliche Engagement der über 7.300 Mitarbeitenden. Das unabhängige weltweit agierende Familienunternehmen mit Hauptsitz und langer Tradition in Ravensburg betreibt Produktions- und Entwicklungsstandorte in Deutschland, Österreich und den USA sowie Vertriebsstandorte in den asiatisch-pazifischen Märkten Japan, China, Südkorea und Singapur. Als größter Arbeitgeber Ravensburgs stellt Vetter seine Mitarbeitenden in den Mittelpunkt: Dazu gehören faire Entlohnung, hochwertige Aus- und Weiterbildungsangebote, ein umfassendes Gesundheitsmanagement und die Unterstützung bei einer nachhaltigen Work-Life-Balance. Der Pharmadienstleister versteht sich als aktiver Teil der Gesellschaft und handelt nach den Prinzipien der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Vetter wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Social Impact Award der WirtschaftsWoche, dem Umweltmanagementpreis, sowie mit dem Prädikat „Familienbewusstes Unternehmen“ und der Auszeichnung als Best Managed Company. Das bereits 1950 in Ravensburg gegründete Unternehmen ist noch heute in Familienbesitz. Weitere Informationen unter www.vetter-pharma.com

Kontakt
Vetter Pharma International GmbH
Markus Kirchner
Eywiesenstrasse 5
88212 Ravensburg
0751-3700-3729
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http://www.vetter-pharma.com

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Biomethan (Wikipedia)
    Als Biomethan (synonym Bioerdgas) wird Methan bezeichnet, das nicht fossilen Ursprungs ist, sondern aus biogenen Stoffen erzeugt wurde und Bestandteil von Biogas ist. Zur Erzeugung kommen sowohl natürliche als auch technische Verfahren infrage. Anwendung findet Biomethan für die Produktion von Elektrizität und Wärme in Blockheizkraftwerken (BHKW), Gaswärmepumpen, Brennstoffzellen sowie als Treibstoff für Fahrzeuge. Vor Anwendung und Verteilung muss produziertes Biogas zu Biomethan aufbereitet und von anderen Gasbestandteilen separiert werden.
  • Biotech (Wikipedia)
    Die Biotechnologie (altgriechisch βίος bíos, deutsch ‚Leben‘; auch als Synonym zu Biotechnik und kurz als Biotech) ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der Nutzung von Enzymen, Zellen und ganzen Organismen in technischen Anwendungen beschäftigt. Ziele sind u. a. die Entwicklung neuer oder effizienter Verfahren zur Herstellung chemischer Verbindungen und von Diagnosemethoden. In der Biotechnologie werden Erkenntnisse aus vielen Bereichen, wie vor allem Mikrobiologie, Biochemie (Chemie), Molekularbiologie, Genetik, Bioinformatik und den Ingenieurwissenschaften mit der Verfahrenstechnik (Bioverfahrenstechnik) genutzt. Die Grundlage bilden chemische Reaktionen, die von freien oder in Zellen vorliegenden Enzymen katalysiert werden (Biokatalyse oder Biokonversion). Die Biotechnologie leistet wichtige Beiträge für den Prozess der Biologisierung. Klassische biotechnologische Anwendungen wurden bereits vor Jahrtausenden entwickelt, wie z. B. die Herstellung von Wein und Bier mit Hefen und die Verarbeitung von Milch zu verschiedenen Lebensmitteln mithilfe bestimmter Mikroorganismen oder Enzyme. Die moderne Biotechnologie greift seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auf mikrobiologische und seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch auf molekularbiologische, genetische bzw. gentechnische Erkenntnisse und Methoden zurück. Dadurch ist es möglich, Herstellungsverfahren für chemische Verbindungen, z. B. als Wirkstoff für die Pharmazeutik oder als Grundchemikalie für die chemische Industrie, Diagnosemethoden, Biosensoren, neue Pflanzensorten und anderes zu entwickeln. Biotechnische Verfahren können vielfältig in unterschiedlichsten Bereichen angewendet werden. Teilweise wird versucht, diese Verfahren nach Anwendungsbereichen zu sortieren, wie z. B. Medizin (rote Biotechnologie), Pflanzen bzw. Landwirtschaft (grüne Biotechnologie) und Industrie (weiße Biotechnologie). Teilweise wird auch danach unterschieden, auf welche Lebewesen die Methoden angewendet werden, wie etwa in der Blauen Biotechnologie oder Gelben Biotechnologie, die sich auf Anwendungen bei Meereslebewesen bzw. Insekten bezieht.
  • Corporate Social Responsibility (Wikipedia)
    Corporate Social Responsibility (CSR) oder gesellschaftliche Unternehmensverantwortung, auch Unternehmerische Sozialverantwortung, bezeichnet die Integration von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren in die Unternehmenstätigkeit auf freiwilliger und manchmal auch rechtlicher Basis. Die Aktivitäten der Unternehmen werden hier im weitesten Sinne verstanden: wirtschaftliche Aktivitäten, interne Interaktionen (Arbeitnehmer, Manager, Aktionäre) und externe Interaktionen (Lieferanten, Kunden). Die CSR entwickelte sich ursprünglich aus Forderungen der Zivilgesellschaft (religiöse, ökologische, humanitäre Gruppen und Verbände) nach einer besseren Berücksichtigung der ökologischen und sozialen Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit, die sich insbesondere aus den seit den 1970er Jahren auftretenden globalen Umweltproblemen ergaben. Die CSR wird in Europa häufig als die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung im Unternehmen verstanden, die die drei Säulen Umwelt, Soziales und Wirtschaft umfasst. Diese Verknüpfung wurde durch die Teilnahme multinationaler Unternehmen am Erdgipfel von Rio 1992 und am Weltgipfel von Johannesburg 2002 verdeutlicht. CSR und nachhaltige Entwicklung sind Gegenstand zahlreicher Debatten.
  • Erneuerbare Energien (Wikipedia)
    Als erneuerbare Energien (EE) oder regenerative Energien, auch alternative Energien, werden Energiequellen bezeichnet, die im menschlichen Zeithorizont für nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Erneuerbare Energiequellen gelten, neben der effizienten Nutzung von Energie, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik (englisch sustainable energy policy) und der Energiewende. Zu ihnen zählen Bioenergie (Biomassepotenzial), Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Ihre Energie beziehen sie von der Kernfusion der Sonne, die bei weitem die wichtigste Energiequelle ist, aus der kinetischen Energie der Erddrehung und der Planetenbewegung sowie aus der erdinneren Wärme. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in vielen Staaten weltweit vorangetrieben. 2018 deckten erneuerbare Energien 17,9 % des weltweiten Endenergieverbrauchs. Daran hatte traditionelle Biomasse, in Entwicklungsländern zum Kochen und Heizen genutzt, mit 6,9 % den größten Anteil, gefolgt von moderner Biomasse und Solar- und Geothermie (4,3 %), Wasserkraft (3,6 %), anderen modernen erneuerbaren Energien wie vor allem Windkraft und Photovoltaik (zusammen 2,1 %) und Biokraftstoffe (1 %). Der Anteil am weltweiten Endenergieverbrauch stieg nur langsam um durchschnittlich 0,8 % pro Jahr zwischen 2006 und 2016. Höher ist der Anteil der erneuerbaren Energien am globalen Stromverbrauch. 2024 wurden etwa 32 % des Stroms mittels Wasser-, Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugt, wobei Wasserkraftwerke 14 %, Windkraftwerke 8 %, Photovoltaik 7 % und Bioenergie und Abfall 3 % lieferten. 2024 erzeugte Kernenergie 9 % des weltweit erhaltenen elektrischen Stroms, so dass rund 40 % aus nuklearen und erneuerbaren Quellen erhalten wurden. Im ersten Halbjahr 2025 lieferten erneuerbarer Energien weltweit mit 5027 TWh bzw. 34,3 % am globalen Strommix erstmals mehr Strom als Kohle (4896 TWh bzw. 33,1 %).
  • Familienunternehmen (Wikipedia)
    Der Begriff Familienunternehmen ist nicht einheitlich definiert. Zumeist werden darunter Unternehmen verstanden, deren Eigentümerstrukturen einen Mindestanteil von miteinander verwandten und verschwägerten Personen aufweisen.
  • Injektabilia (Wikipedia)
    Als Injektion (von lateinisch inicere „hineinwerfen“) bezeichnet man in der Medizin das parenterale (unter Umgehung des Darmtraktes erfolgende) Einbringen von gelösten oder suspendierten Arzneimitteln in den Körper. Die Injektion wird im Allgemeinen mittels einer Spritze mit aufgesetzter Kanüle durchgeführt. Im Gegensatz zur Instillation, wird bei der Injektion mindestens eine physische Barriere, wie zum Beispiel die Haut oder Schleimhaut durchstochen. Wenn jedoch eine Körperhöhle mittels Punktion erreicht ist, kann hier eine Instillation folgen. In Abgrenzung zur Infusion handelt es sich bei der Injektion um eine oft manuell getätigte, relativ schnelle Verabreichung des Arzneimittels. Allerdings gibt es Überschneidungen, vor allem beim Einsatz von Infusions- beziehungsweise Spritzenpumpen. Die Umkehrung der Injektion, also die Gewinnung von Flüssigkeit oder Gewebe aus dem Organismus wird als Aspiration (bei Flüssigkeiten) oder als Biopsie (bei Gewebe) bezeichnet. Der Aspiration oder Biopsie, genau genommen auch der Injektion, geht die Punktion voraus.
  • nachhaltigkeit (Wikipedia)
    Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen. Das Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit ist ein Zielkonflikt, ein veränderlicher bestmöglicher Zustand, in dem es nicht möglich ist, die Ziel-Eigenschaft Ressourcennutzung zu verbessern, ohne zugleich die andere Eigenschaft des Ressourcen-Erhalts verschlechtern zu müssen. Im Allgemeinen wird Nachhaltigkeit heute als Form der Ressourcennutzung verstanden, die nach dem Drei-Säulen-Modell auf dem gleichzeitigen und gleichberechtigten Umsetzen von Umweltschutz, langfristigem Wirtschaften und einem fairen Miteinander beruht, damit auch zukünftige Generationen gut leben können. Im entsprechenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain im Sinne von „aufrechterhalten“ bzw. „erhalten“. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung „dauerhaft aufrechterhalten“, ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst. Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt wurde, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf der Welt auszugehen drohen, ging sein Gebrauch auf den Umgang mit allen Ressourcen über. In seiner ersten und älteren Bedeutung weist „nachhaltig“ als Adjektiv oder bei adverbialem Gebrauch darauf hin, dass eine Handlung längere Zeit anhaltend wirkt. Beispiel: Die (ungeregelte) Ressourcennutzung führt über längere Zeit zum Verlust der Ressourcen. Da das oben genannte Handlungsprinzip das Gegenteil, nämlich die Ressourcenerhaltung trotz Nutzung zum Ziel hat, ist darauf zu achten, dass die erste und die hinzugekommene Bedeutung zueinander nicht widerspruchsfrei sind.
  • pharma (Wikipedia)
    Pharmazie (von altgriechisch φάρμακον pharmakon, deutsch ‚Heilmittel‘, ‚Medikament‘, ‚Gift‘, ‚Zaubermittel‘, zurückgehend auf die Wurzel *φάρμα- phárma, deutsch ‚Zauber‘, ‚Blendwerk‘) oder Pharmazeutik (von altgriechisch φαρμακευτική ‚Pharmakotherapie‘), deutsch auch Arzneikunde, ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit der Beschaffenheit, Wirkung, Entwicklung, Prüfung, Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln befasst. Die Pharmazie vereint dabei Aspekte aus verschiedenen Naturwissenschaften, vor allem aus der Chemie, Biologie und Physik, mit medizinischen Themen. Als Pharmazeut/Pharmazeutin werden in Deutschland Personen bezeichnet, die nach einer qualifizierenden Ausbildung im Gebiet der Pharmazie tätig sind. Es handelt sich nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung, sondern um einen Oberbegriff für verschiedene Berufe. Pharmaforschung findet sowohl in Pharmaunternehmen als auch an Universitäten statt. Bevor neue Arzneimittel ihren Weg in die Apotheken und Krankenhausapotheken finden, müssen sie von Arzneimittelbehörden zugelassen werden (Arzneimittelzulassung).
  • photovoltaik (Wikipedia)
    Unter Photovoltaik bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, mittels Solarzellen in elektrische Energie. Seit 1958 wird sie in der Raumfahrt genutzt, später diente sie auch zur Energieversorgung einzelner elektrischer Geräte wie Taschenrechnern oder Parkscheinautomaten. Heute ist mit großem Abstand die netzgebundene Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen auf Dachflächen und mit Freiflächenanlagen das wichtigste Anwendungsgebiet. Ende 2024 waren weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 2,2 Terawatt (TW, 1 TW = 1000 GW) installiert. Zwischen 1998 und 2015 stieg die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 38 % pro Jahr. Nach einer 2019 erschienenen Arbeit in Science wird erwartet, dass die installierte Leistung bis 2030 ca. 10 TW erreicht haben und 2050 bei 30 bis 70 TW liegen könnte. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag 2024 bei 2.131 TWh; das waren 6,9 % der weltweiten Stromerzeugung. Damit stieg die PV-Stromerzeugung binnen eines Jahres um 474 TWh bzw. 29 % an. Mit Stand April 2025 verdoppelt sich die Solarstromerzeugung alle drei Jahre. In 42 Staaten lieferte die Photovoltaik mindestens 10 % der Stromerzeugung; den größten Anteil hatte sie in Ungarn mit 25 %. Die Internationale Energieagentur hielt 2020 fest, dass Photovoltaikanlagen, die auf guten Standorten und mit günstigen institutionellen Bedingungen errichtet werden, inzwischen die günstigste Form der Stromerzeugung der Geschichte seien. Dank der durch Massenproduktion stark gefallenen Preise der Anlagenkomponenten war damit die lange Zeit akzeptierte Einschätzung überholt, dass die Photovoltaik die teuerste Form der Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien sei. Bereits 2014 lagen die Stromgestehungskosten der Photovoltaik in bestimmten Regionen der Erde auf gleichem Niveau oder sogar niedriger als bei fossilen Konkurrenten. Unter Berücksichtigung externer Kosten der fossilen Stromerzeugung (d. h. Umwelt-, Klima- und Gesundheits­schäden) war Solarstrom schon davor bereits konkurrenzfähig; tatsächlich waren diese Kosten jedoch nur zum Teil internalisiert. Von 2011 bis 2017 fielen …
  • Umwelt (Wikipedia)
    Umwelt bezeichnet etwas, mit dem ein Lebewesen (oder etwas, das in Analogie zu einem Lebewesen behandelt wird) in kausalen Beziehungen steht. Der Umweltbegriff ist zu unterscheiden vom Begriff der Umgebung, der räumlich (und nicht kausal) definiert ist.
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