Nackt und hilflos: Lebt Wotan Wilke Möhring in der Badewanne?

Beliebter Schauspieler engagiert sich mit PETA gegen Meereszoos

Nackt und hilflos: Lebt Wotan Wilke Möhring in der Badewanne?

(Bildquelle: Marc Rehbeck für PETA)

Stuttgart, 29. Oktober 2026 – Freches Foto, klare Message: Wotan Wilke Möhring – unter anderem bekannt durch seine Rolle als Tatortkommissar „Falke“ im Norden – engagiert sich in einem aktuellen Motiv gemeinsam mit PETA gegen Meereszoos: Der Schauspieler zwängt sich in eine enge Badewanne, um so auf das Leid von Orcas und Großen Tümmlern aufmerksam zu machen, die in Gefangenschaft in beengte Betonbecken eingesperrt sind. Der Schauspieler ruft dazu auf, keine Eintrittskarten für Meeresparks und Delfinarien zu kaufen.

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„Orcas und Delfine im Ozean können mit ihren Familien und Freunden zusammen sein, in die Tiefe tauchen, mit der Strömung treiben und in den Wellen surfen. All das wird den Tieren in Meeresparks genommen, wenn sie in winzige Becken gesperrt sind. Das Gefühl, in einer engen Badewanne leben zu müssten, ist beklemmend“, so Wotan Wilke Möhring.

Wotan Wilke Möhring, geboren 1967 in Detmold und aufgewachsen in Herne, zählt zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehschauspielern. Bekannt wurde er unter anderem durch Kinoerfolge wie „Soul Kitchen“, „Männerherzen“ und „Das perfekte Geheimnis“ sowie durch seine Rolle als Kommissar Thorsten Falke im ARD-„Tatort“. Seit dem 22. Oktober 2026 ist er in der Kinokomödie „Der perfekte Urlaub“, der Fortsetzung von „Das perfekte Geheimnis“, erneut im Kino zu sehen. Seit Oktober 2025 gehört er zudem an der Seite von Bernhard Hoëcker zum festen Team der beliebten ARD-Quizshow „Wer weiß denn sowas?“, moderiert von Kai Pflaume.

Orcas leiden in Gefangenschaft

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Meeressäuger sowohl psychisch als auch körperlich stark unter ihrer Gefangenschaft leiden und vorzeitig sterben. [1] Mehr als 40 Orcas starben bereits bei SeaWorld, viele von ihnen im Kindes- und Jugendalter. Im Loro Parque auf Teneriffa starben seit 2021 vier Orcas, darunter die zweijährige Ula.

PETA informiert auch den Reiseanbieter TUI seit Jahren über das Leid von Orcas und anderen Delfinen, die in Meereszoos eingesperrt sind, und appelliert an das Unternehmen, Delfinarien weltweit aus seinem Reiseangebot zu streichen. Die meisten Reiseveranstalter haben diesen Schritt bereits vollzogen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen  Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

[1] Marino, Lori; Rose, Naomi A.; Visser, Ingrid N.; Rally, Heather; Ferdowsian, Hope; Slootsky, Veronica (2020), „The Harmful Effects of Captivity and Chronic Stress on the Well-Being of Orcas (Orcinus orca)“. Journal of Veterinary Behavior 35: 69–82. Online abrufbar unter: https://doi.org/10.1016/j.jveb.2019.05.005 (28.10.2026).

Weitere Informationen:PETA.de/Themen/Delfinarien

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • delfinarium (Wikipedia)
    Als Delfinarium oder Delphinarium bezeichnet man eine Form der Tierhaltung, in der Delfine oder andere Wale in Gefangenschaft leben. Meist werden sie trainiert und führen Kunststücke vor. Von wissenschaftlich geführten Delfinarien, die Forschung betreiben und sich einem Bildungsauftrag verpflichtet sehen, kann man reine Show-Delfinarien unterscheiden, die ausschließlich der Unterhaltung der Zuschauer dienen. Die häufigste in Delfinarien vertretene Art ist der Große Tümmler; weitere häufiger gehaltene Arten sind Große Schwertwale und Weißstreifendelfine. Die Haltung von Walen und Delfinen in Delfinarien ist umstritten.
  • Gefangenschaft (Wikipedia)
    Der Ausdruck Gefangenschaft bezeichnet den längerfristigen und meist unfreiwilligen Entzug der Freiheit.
  • Orcas (Wikipedia)
    Der (Große) Schwertwal (Orcinus orca), auch Orca, Killerwal, Mörderwal oder veraltet Butzkopf genannt, ist die größte heute vorkommende Art der Delfine. Schwertwale leben in allen Ozeanen, hauptsächlich in den Polargebieten. Schwertwale sind soziale Tiere mit einer komplexen Populationsstruktur. Die kleinste Einheit ist die Mutterlinie, ein sehr enger Verband von mütterlicherseits verwandten Walen. Sowohl auf der Ebene der Mutterlinie als auch auf höheren Populationsebenen werden bestimmte Jagdtaktiken und Lautäußerungen an Jungtiere weitergegeben, was zuweilen als Kultur bewertet wird. Es gibt drei Unterarten: Residenter Schwertwal (Orcinus orca ater, Cope in Scammon, 1869). Gemeiner Schwertwal (Orcinus orca orca, Linnaeus, 1758). Bigg-Schwertwal (Orcinus orca rectipinnus, Cope in Scammon, 1869). Diese wurden lange als Ökotypen angesehen, im Juli 2024 jedoch offiziell als Unterarten anerkannt. Sie unterscheiden sich in ihrem Körperbau, ihren Lautäußerungen und in ihrem Verhalten. Der Schwertwal ist ein generalistischer Fleischfresser, der insbesondere Fische, Meeressäuger wie Robben und gelegentlich andere Wale erbeutet. In seltenen Fällen gehören auch ausgewachsene Bartenwale zu seiner Beute. Lokale Ökotypen spezialisieren sich meist auf bestimmte Beutetiere, für die sie besondere Jagdstrategien haben. Schwertwale sind Spitzenprädatoren der Meere, da sie keine Fressfeinde haben. Sie jagen koordiniert in Gruppen. Der Schwertwal als Art gilt als nicht gefährdet, vom Walfang blieb er weitgehend verschont. Einzelne Populationen sind jedoch durch Umweltverschmutzung bedroht. Die Bedeutung des Schwertwals für die Kultur von Menschen reicht von der traditionellen Verehrung durch nordamerikanische Ureinwohner bis hin zur heutigen, umstrittenen Haltung in Delfinarien.
  • PETA (Wikipedia)
    People for the Ethical Treatment of Animals, abgekürzt PETA (englisch für „Menschen für die ethische Behandlung von Tieren“; Eigenschreibweise auch PeTA), ist mit nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Unterstützern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Sie wurde 1980 unter anderem von der Aktivistin und heutigen PETA-Chefin Ingrid Newkirk gegründet und hat heute ihren Sitz in Norfolk, Virginia in den Vereinigten Staaten. Die Organisation ist als gemeinnützig anerkannt und daher von Steuern befreit. Sie finanziert sich fast ausschließlich über Spenden. Die Organisation hatte im April 2006 insgesamt 187 Angestellte. Büros existieren in Städten weltweit. Die Organisation kämpft gegen Massentierhaltung, Pelztierhaltung, Tierversuche, Fleischindustrie, Haustierhaltung und Tiere in der Unterhaltungsindustrie sowie gegen Angeln, Trophäenjagd, Tötung von Tieren, die als Schädling betrachtet werden, Hunde- und Hahnenkämpfe. Die kontroversen Kampagnen, die dazu eingesetzt werden, rufen teilweise heftige Kritik hervor. PETA wurde für ihre Unterstützung von Aktivisten kritisiert, die in Zusammenhang mit umstrittenen Gruppen wie der radikalen Animal Liberation Front stehen. Die Organisation nimmt Tiere, die gefunden oder bei ihr abgegeben werden, auf und versucht, sie an ein neues Heim zu vermitteln. Darüber hinaus praktiziert sie aktiv die Sterilisation und Kastration und Einschläferung von Tieren.
  • Speziesismus (Wikipedia)
    Speziesismus (aus Spezies (=Art) und -ismus) bezeichnet die moralische Diskriminierung von Lebewesen ausschließlich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. Dies schließt ein, dass das Leben oder das Leid eines Individuums nicht oder weniger stark berücksichtigt wird, weil es nicht einer bestimmten Spezies, in der Regel der Spezies Mensch (Homo sapiens), angehört. Der Begriff umfasst aber auch die unterschiedliche Behandlung nichtmenschlicher Tierarten untereinander, wenn etwa Hunde in westlichen Gesellschaften als Familienmitglieder gelten, während Schweine in großer Zahl gemästet und geschlachtet werden, obwohl beiden Arten in der Forschung vergleichbare kognitive und emotionale Fähigkeiten zugeschrieben werden. Die Bezeichnung wurde erstmals 1970 von dem britischen Psychologen Richard Ryder in einem Flugblatt verwendet, um einen aus dem Anthropozentrismus abgeleiteten Art- oder Speziesegoismus oder -zentrismus auszudrücken und gegen Tierversuche zu argumentieren. Auch der umstrittene australische Philosoph Peter Singer hat in seinen Werken den Speziesismus kritisiert und plädiert dafür, tierische Wesen wie Mitmenschen zu behandeln. Speziesismus hat als theoretische Konzeption insbesondere in einen Teil der Tierrechtsbewegung und in die Tierethik Eingang gefunden. Auch im naturwissenschaftlichen Bereich findet der Begriff vereinzelt Verwendung. Beispielsweise beruft sich der Evolutionsbiologe Richard Dawkins auf das Konzept. Die ausgesprochenen Gegner des Speziesismus bezeichnen sich selbst als Antispeziesisten.
  • Tierschutz (Wikipedia)
    Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren (meist Wirbeltieren) ein artgerechtes Leben zu ermöglichen und Leiden, Schmerzen, Schäden sowie unnötige Beeinträchtigungen zu reduzieren beziehungsweise zu verhindern. Im Unterschied zu den Verfechtern von Tierrechten, die teilweise jegliche Nutzhaltung von Tieren durch den Menschen ablehnen, liegt im Tierschutzrecht und seinen zugehörigen Regelungen der Schwerpunkt auf der sach- und artgerechten Haltung, Umgang mit und Nutzung von Tieren durch den Menschen.
  • Wotan Wilke Möhring (Wikipedia)
    Wotan Wilke Möhring (* 23. Mai 1967 in Augustdorf) ist ein deutscher Schauspieler und Musiker. Einem breiten Publikum ist er aus Kinofilmen wie Otto – Der Katastrofenfilm, Das Experiment und Männerherzen sowie als Kriminalhauptkommissar Thorsten Falke im Tatort bekannt. Er hat bislang in über 120 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.
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