Kauen ist der Schlüssel für gesundes Altern

Die Fähigkeit zu kauen beeinflusst Gesundheit, Fitness und Selbstständigkeit positiv bis ins hohe Alter. „Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit! “ So lautet das Motto des Tags der Zahngesundheit am 25. September 2026. Wer bewusst und gut kaut, isst

Ältere Menschen behalten immer mehr eigene Zähne. Und jeder Zahn zählt. Denn die Fähigkeit zu kauen beeinflusst Gesundheit, Fitness und Selbstständigkeit positiv bis ins hohe Alter.

„Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit! “ So lautet das Motto des Tags der Zahngesundheit am 25. September 2026. Warum? Kauen ist für viele eine zumeist unbeachtete Funktion. Doch wer bewusst und gut kaut, isst ausgewogener, bleibt leistungsfähig und erhält länger seine Selbstständigkeit. „Wir reden viel über Muskeltraining im Alter, vergessen dabei aber einen der stärksten Muskelapparate unseres Körpers: das Kausystem“, erklärt Prof. Anne Wolowski, Expertin für Prothetik und Funktion an der Universität Münster. „Wer seine Kaufähigkeit verliert, büßt Lebensqualität und Teilhabe ein.“

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Gut kauen. Länger fit bleiben.

Studien belegen: Eine eingeschränkte Kaufunktion erhöht das Risiko für Mangelernährung, Gebrechlichkeit und Pflegebedürftigkeit. Wer nicht mehr richtig kauen kann, meidet oft frisches Obst, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte – Lebensmittel, die für Gesundheit und Fitness essenziell sind. Kaufähigkeit ist daher ein Schlüssel für gesundes Altern.

Ein Workout für Muskeln und Gehirn

Jeder Bissen aktiviert ein komplexes System. Der Kaumuskel gehört zu den stärksten Muskeln des Körpers. Gleichzeitig verbindet der Trigeminusnerv das Kausystem direkt mit dem Gehirn. Wissenschaftlich belegt: Kauen regt bestimmte Hirnregionen an und stärkt neuronale Netzwerke. „Kauen hält das Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Gehirn in Schwung“, betont Prof. Wolowski.
Zähne sind Lebensqualität
Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) zeigt: Die Zahnlosigkeit ist bei 65- bis 74-Jährigen auf fünf Prozent gesunken. Ein großer Fortschritt. Denn jeder erhaltene Zahn verbessert die Kaufunktion und schafft die Basis für stabile Zahnersatzlösungen, falls nötig.

Jeder Zahn zählt

Unser Gebiss ist nicht für 80 oder 90 Jahre Dauerbelastung gemacht. Verschleiß, Lebensgewohnheiten, Krankheiten oder Unfälle hinterlassen Spuren. Umso wichtiger ist es, natürliche Zähne zu schützen und fehlende Zähne funktionell zu ersetzen. Jeder Zahn trägt dazu bei, Kaukraft, Ernährung und Lebensqualität zu sichern.

Wenn Zahnersatz Lebensqualität zurückgibt

Hochwertiger Zahnersatz aus dem zahntechnischen Labor erhält Kaufunktion und Lebensqualität. Er sorgt für sicheren Halt, verteilt Kaukräfte gleichmäßig und hält die Kaumuskulatur aktiv. Schlechter Zahnersatz hingegen führt oft dazu, dass harte Lebensmittel gemieden werden. Die Folge: weniger Kauaktivität, weniger Reize für Muskeln und Nervensystem. „Ein verlorener Zahn ist mehr als eine Lücke im Gebiss“, warnt Prof. Wolowski. „Er kann der Anfang einer Abwärtsspirale sein. Umgekehrt stärkt jeder erhaltene oder gut ersetzte Zahn Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität.“

Die unterschätzte Kraft des Kauens

Die Botschaft des Tags der Zahngesundheit 2026 ist klar: Kauen hält fit. Es fördert eine ausgewogene Ernährung, trainiert Muskeln, aktiviert das Nervensystem und hilft, bis ins hohe Alter aktiv am Leben teilzunehmen.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Alter (Wikipedia)
    Unter dem Alter versteht man den Lebensabschnitt rund um die mittlere Lebenserwartung des Menschen, also das Lebensalter zwischen dem mittleren Erwachsenenalter und dem Tod. Das Altern in diesem Lebensabschnitt ist meist mit einem Nachlassen der Aktivität und einem allgemeinen körperlichen Niedergang (Seneszenz) verbunden. Von diesen – in allen Gesellschaften anerkannten – Grundtatsachen abgesehen, ist das Altersbild kulturell geprägt. Eine zentrale Rolle spielen dabei religiöse Traditionen, und zwar selbst in säkularen Gesellschaften, deren Mitglieder sich dieser Traditionen oft kaum noch bewusst sind. Uneinheitlich ist auch das Ansehen des Alters. In vielen Kulturen wird es besonders respektiert und geehrt; in manchen, wie dem Judentum, gilt das Altsein sogar als ein fast idealer Lebensumstand. In anderen dagegen, z. B. im antiken Athen, wurden alte Menschen systematisch ausgegrenzt. In Japan ist der Tag der Ehrung der Alten (敬老の日) seit 1966 ein amtlicher jährlicher Feiertag. Solchen kulturellen Gegensätzen entsprechen auf philosophischer und psychologischer Ebene Aktivitäts-, Kompetenz- und Chancenmodelle des Alters einerseits und Defizitmodelle andererseits. Das Alter ist Gegenstand biologischer, medizinischer, juristischer, entwicklungspsychologischer, philosophischer, kulturanthropologischer, sozialgeschichtlicher, sozial-, wirtschafts-, politik- und kulturwissenschaftlicher Betrachtung. Um eine interdisziplinäre Beschreibung des Alters bemüht sich die Gerontologie.
  • senioren (Wikipedia)
    Senior bezeichnet einen älteren Menschen, beispielsweise im Rentenalter oder Ruheständler. Ferner wird ein Ältester in einem Kreis, Kollegium oder Ähnlichem als Senior bezeichnet. Als gesellschaftliche Gruppe sind Senioren unter anderem als Zielgruppe des Marketings relevant, die mit Schlagworten wie Best Ager belegt werden. Auf kommunaler Ebene werden Senioren von Seniorenvertretungen, einem Oberbegriff für Seniorenräte, Seniorenbeiräte und Seniorenbeauftragte, vertreten. Als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und älteren Menschen ermöglichen und sichern sie die Teilhabe älterer Menschen an gesellschaftlichen Aktivitäten.
  • Tag der Zahngesundheit (Wikipedia)
    Der Tag der Zahngesundheit stellt in Deutschland seit 1991 jährlich am 25. September die Vorsorge, die Verhütung von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen und die Aufklärung und Förderung von Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Der Tag der Zahngesundheit 2014 beispielsweise stand unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund - ein Herz für Zähne!“. Zum Tag der Zahngesundheit am 25. September 2025 hat die Bundeszahnärztekammer den Speichel zum Schwerpunktthema hervorgehoben.
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