Handlungsstrategien gegen männliche Jugendgewalt

Handlungsstrategien gegen männliche Jugendgewalt

Wie können Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wirksam auf männliche Jugendgewalt reagieren? Die Publikation „Handlungsstrategien von Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Umgang mit männlicher Jugendgewalt“ analysiert Ursachen, Dynamiken und professionelle Handlungsmöglichkeiten. Erschienen im GRIN-Imprint Academic Plus im Mai 2026 verbindet das Buch theoretische Perspektiven mit praxisnahen Empfehlungen für die Soziale Arbeit.

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Männliche Jugendgewalt stellt Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit vor komplexe Herausforderungen. Die Publikation „Handlungsstrategien von Fachkräften der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Umgang mit männlicher Jugendgewalt“ beleuchtet das Phänomen aus sozialwissenschaftlicher und sozialpädagogischer Perspektive und fragt danach, wie Gewalt als Ausdruck von Bewältigungsstrategien, Männlichkeitsanforderungen und sozialer Ungleichheit verstanden werden kann. Auf Grundlage qualitativer Interviews mit Fachkräften wird deutlich, dass Gewalt weniger als individuelles Fehlverhalten, sondern als Ergebnis biografischer, sozialer und struktureller Bedingungen zu begreifen ist.

Theorie trifft Praxis der Sozialen Arbeit

In der Publikation werden zentrale theoretische Ansätze – unter anderem zur männlichen Sozialisation, Lebensbewältigung und hegemonialen Männlichkeit – mit empirischen Erkenntnissen aus der Praxis der Offenen Kinder- und Jugendarbeit verknüpft. Dabei wird deutlich, welche Rolle Anerkennungsdefizite, Gruppendynamiken und gesellschaftliche Ausgrenzung für gewaltförmiges Verhalten spielen und wie Fachkräfte diese Prozesse professionell einordnen können.

Darauf aufbauend entwickelt die Arbeit konkrete Handlungsstrategien für die pädagogische Praxis, etwa Beziehungsarbeit, Partizipation, sozialraumorientierte Ansätze sowie Jungenpädagogik. Sport- und theaterpädagogische Zugänge werden als ressourcenorientierte Möglichkeiten vorgestellt, um alternative Formen von Männlichkeit, Selbstwirksamkeit und Konfliktbearbeitung erfahrbar zu machen. Die Publikation richtet sich an Studierende, Lehrende und Fachkräfte der Sozialen Arbeit sowie an alle, die sich wissenschaftlich oder praktisch mit Jugendgewalt, Prävention und Offener Kinder- und Jugendarbeit befassen.

Das Buch ist im Mai 2026 im GRIN-Imprint Academic Plus erschienen (ISBN: 978-3-389-19145-3).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1723937

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Jugendgewalt (Wikipedia)
    Polizeilich unter dem Begriff Jugendkriminalität werden in Deutschland alle Straftaten von registrierten Tatverdächtigen im Altersbereich von 14 bis einschließlich 20 Jahren subsumiert. Ausgenommen hiervon sind Übertretungen im Bereich der Ordnungswidrigkeiten.
  • Jungenpädagogik (Wikipedia)
    Die Jungenarbeit – in Österreich, der Schweiz und Süddeutschland Bubenarbeit oder Burschenarbeit – ist Teil der Schulpädagogik, der Jugendarbeit bzw. der Kinder- und Jugendhilfe, die speziell auf die Arbeit mit Jungen, ihre Themen, Lebenslagen, Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche zugeschnitten ist.
  • Männlichkeit (Wikipedia)
    Männlichkeit beschreibt die Summe der Eigenschaften, die für den Mann als charakteristisch gelten. In der Wissenschaft wird Männlichkeit vor allem aus der Perspektive der Soziologie, der Sozialpsychologie und der Klinischen Psychologie sowie in den interdisziplinären Gender Studies systematisch erforscht. In diesen Disziplinen wird Männlichkeit primär als soziales Konstrukt gesehen, das sich historisch wandelt und kulturell variiert. Auch die Evolutionspsychologie liefert Erklärungsansätze. Deren Prämissen spielen eine untergeordnete Rolle und werden in der konstruktivistisch geprägten Männlichkeitsforschung oft als „biologischer Essentialismus“ kritisiert. In der Biologie und Andrologie wird die Ausbildung männlicher Geschlechtsmerkmale auf komplexe Zusammenhänge von Genetik und den Einfluss von Hormonen, insbesondere Testosteron, zurückgeführt. Die moderne Medizin unterscheidet hierbei zwischen der rein biologischen Differenzierung und den gesellschaftlichen Konstrukten von Männlichkeit. Was jeweils unter „Männlichkeit“ verstanden wird, hängt stark vom Kontext und der Perspektive derjenigen ab, die den Begriff gebrauchen. Die althergebrachte umgangssprachliche Bedeutung des Begriffs geht zumeist in Richtung Virilität (lateinisch virilis „männlich“) im Sinne von männlicher Stärke, männlich-erotischer Ausstrahlung, oder auch Zeugungsfähigkeit („Manneskraft“). Der verwandte und kaum noch gebrauchte Begriff Mannbarkeit aus der gehobenen Umgangssprache bezeichnet die Geschlechtsreife eines jungen Mannes, während Mannhaftigkeit synonym für Tapferkeit verwendet wurde. Im entsprechenden Kontext werden oft bestimmte Eigenschaften des männlichen Körpers als Sinnbild von Männlichkeit interpretiert. So gelten körperliche Größe, eine ausgeprägte Muskulatur, eine tiefe Stimme, breite Schultern, markante Gesichtszüge (insbesondere das Kinn) und eine starke Körperbehaarung (insbesondere der Brust) als typisch männliche Merkmale.
  • Soziale Arbeit (Wikipedia)
    Soziale Arbeit bezeichnet sowohl eine wissenschaftliche Disziplin als auch die Tätigkeit der als Sozialarbeiter und Sozialpädagogen bezeichneten Berufsgruppe.
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