ARAG Experten informieren über Risiken durch gefährliche Pflanzen

Giftige Gartenpflanzen erkennen und vermeiden

ARAG Experten informieren über Risiken durch gefährliche Pflanzen

Einige beliebte Zierpflanzen enthalten hochgiftige Stoffe. Wer weiß, welche Arten problematisch sind, kann gezielt vorbeugen und den Garten sicher gestalten, was besonders für Kinder und Haustiere wichtig ist. Die ARAG Experten mit einem Überblick über giftige Garten-Schönheiten.

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Warum Vorsicht im Garten wichtig ist
Gerade für Kinder kann der Garten schnell zur Gefahrenzone werden. Ihr Körper reagiert empfindlicher auf Giftstoffe und ihre natürliche Neugier führt dazu, dass sie Pflanzen anfassen oder sogar probieren. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) waren an rund 80 Prozent aller Vergiftungs- oder Vergiftungsverdachtsfälle Kinder in der Altersgruppe 0 bis neun Jahre betroffen. Die ARAG Experten warnen, dass schon kleine Mengen gesundheitliche Folgen haben können.

Diese Gartenpflanzen sind besonders giftig
Zu den gefährlichsten Arten zählt der Eisenhut. Seine intensiv blauen Blüten machen ihn zu einem Hingucker, doch bereits kleinste Mengen können für Erwachsene ebenso wie für Kinder lebensgefährlich sein.

Auch der Rizinus, oft wegen seiner dekorativen Blätter und auffälligen Fruchtstände gepflanzt, birgt erhebliche Risiken. Seine Samen enthalten das hochgiftige Eiweiß Ricin. Schon ein einziges Samenkorn kann eine tödliche Dosis von 0,25 Milligramm dieses Eiweißes enthalten. Besonders tückisch: Die Samen sind von attraktiven, scheinbar harmlosen Fruchtkapseln umgeben.

Die Tollkirsche wirkt mit ihren dunklen Beeren ebenfalls verlockend. Doch bereits wenige Früchte können bei Kindern schwere Vergiftungen auslösen.

Nicht minder riskant ist laut ARAG Experten der Goldregen, der mit seinen gelben Blütentrauben viele Gärten schmückt. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Alkaloide. Vor allem die Samen stellen eine Gefahr dar, da sie leicht mit essbaren Hülsenfrüchten wie Erbsen oder Bohnen verwechselt werden können. Schon zehn bis fünfzehn Samen können für Kinder tödlich sein.

Auch vor der Herbstzeitlose warnen die ARAG Experten. Sie blüht zwar erst von August bis Oktober in verführerischem Rosa oder Lila, doch ihre Blätter erscheinen bereits im Frühjahr und ähneln stark dem beliebten Bärlauch. Eine gefährliche Verwechslung. Denn ihr Gift, das Colchicin, ähnelt Arsen und wirkt bereits in kleinen Mengen von fünf Gramm tödlich. Eine Pflanzen-Liste nach Giftigkeit bietet das Universitätsklinikum Freiburg auf seiner Internetseite.

Auch Hecken können riskant sein
Nicht nur Blütenpflanzen, auch Hecken können problematisch sein. Die ARAG Experten nennen die Eibe als klassisches Beispiel: Sie ist pflegeleicht und gut formbar, enthält jedoch giftige Substanzen, vor allem in den Nadeln. Während Menschen seltener betroffen sind, stellt sie insbesondere für Haustiere eine ernsthafte Gefahr dar.

Weitere giftige Pflanzen im Überblick
Neben den bekannten Arten gibt es zahlreiche weitere Pflanzen, die in heimischen Gärten verbreitet sind und giftige Inhaltsstoffe besitzen. Dazu gehören unter anderem Bilsenkraut, Gefleckter Schierling, Stechapfel, Engelstrompete, Maiglöckchen und Fingerhut.

So machen Hobbygärtner ihren Garten sicherer
Wer unsicher ist, welche Pflanzen im eigenen Garten wachsen, sollte sich informieren. Pflanzenbestimmungs-Apps wie PlantNet, Flora Incognita oder PictureThis können dabei helfen, ebenso wie der Rat von Fachleuten. Besonders in Haushalten mit Kindern oder Tieren empfiehlt es sich, gefährliche Pflanzen zu entfernen oder zumindest unzugänglich zu machen.

Was im Notfall zu tun ist
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Vergiftung, ist schnelles Handeln entscheidend. Leichte Symptome können Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfälle sein. In einigen Fällen sind aber auch schwerwiegendere Symptome möglich, beispielsweise Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen oder Lähmungserscheinungen. Betroffene sollten umgehend eine Giftinformationszentrale oder einen Arzt kontaktieren. Kleine Schlucke Wasser oder Tee können helfen, die Situation zu stabilisieren, weil sie das aufgenommene Gift verdünnen. Milch hingegen ist keine gute Idee, da sie die Aufnahme von Giftstoffen im Körper beschleunigen kann. Die ARAG Experten empfehlen zudem die App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ des Bundesinstituts für Risikobewertung. Hier sind geeignete Erste-Hilfe-Maßnahmen genannt.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • ARAG (Wikipedia)
    ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent
  • Beeren (Wikipedia)
    Beeren steht für: Plural von Beere, Schließfrucht mit fleischigem Perikarp Beerenobst, Bezeichnung für kleine süße Früchte (nicht deckungsgleich mit obiger Verwendung) Beeren (Maierhöfen), Ortsteil der Gemeinde Maierhöfen, Landkreis Lindau (Bodensee), Bayern Beeren als Familienname: Beeren (Adelsgeschlecht), brandenburgisches Adelsgeschlecht Karl Friedrich Hermann von Beeren (1749–1817), preußischer Generalmajor Louis von Beeren (1811–1899), preußischer Generalleutnant Siehe auch: Prädikat Beerenauslese Behren Beren
  • Blüten (Wikipedia)
    Blüte steht für: Blüte, der Fortpflanzung dienende Teil des Sprosses von Pflanzen Blüte, Zeitraum und Zustand des Blühens, siehe Phänologie Blüte, Begriff der Graphentheorie, siehe Matching (Graphentheorie) #Algorithmus von Edmonds Blüte, umgangssprachlich für eine gefälschte Banknote, siehe Falschgeld #Blüten und erlaubte Reproduktion Siehe auch: Algenblüte (Algenpest) Stilblüte (Formulierung)
  • Eisenhut (Wikipedia)
    Die Pflanzengattung Eisenhut (Aconitum), auch Sturmhut, Akonit, früher auch Wolfswurz genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Der deutschsprachige Trivialname Eisenhut leitet sich von der helmartigen Blütenform ab. Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) wurde 2005 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
  • Fruchtstände (Wikipedia)
    Fruchtstand ist ein Begriff aus der Botanik. Alle Fruchtbildungen (Fruktifizierungen) von Pflanzen, die aus den Blüten eines Blütenstandes hervorgehen, werden hierunter zusammengefasst. Dabei handelt es sich meist um Fruchtstände aus Einzelfrüchten, die aus den einzelnen Blüten hervorgegangen sind. Seltener kommt es zur Bildung von Fruchtverbänden, bei denen die miteinander verwachsenen Früchte eine Scheinfrucht bilden und nur noch gemeinsam als Einheit verbreitet werden können.
  • Garten (Wikipedia)
    Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen oder Tiere in Kultur genommen und somit gepflegt (kultiviert) werden. Im Gegensatz zu Parks werden Gärten meist privat genutzt. Gärten werden nicht nur angelegt, um einen direkten Ertrag zu ernten (Nutzgarten), sondern auch um einem künstlerischen, spirituellen oder therapeutischen Zweck zu dienen, oder auch der Freizeitgestaltung und Erholung, wie Zier- und Kleingärten.
  • giftig (Wikipedia)
    Giftig steht für: eine Stoffeigenschaft in Abhängigkeit von der Dosis, siehe Gift eine deutsche Band, siehe Giftig (Band) Siehe auch:
  • Giftstoff (Wikipedia)
    Als Gift (mittelhochdeutsch für „Schadstoff“, althochdeutsch für „Gabe“) oder Giftstoff, fachsprachlich auch Toxikum, bezeichnet man einen Stoff, der Lebewesen über ihre Stoffwechselvorgänge, durch Eindringen in den Organismus ab einer bestimmten, geringen Dosis einen Schaden zufügen kann. Mit der Zunahme der Expositionsmenge eines Wirkstoffes steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Gesundheitsschädigungen durch eine Vergiftung auftreten. Ab einem bestimmten Dosisbereich ist somit nahezu jeder Stoff als giftig (toxisch) einzustufen. In jüngster Zeit wird allerdings die kontroverse wissenschaftliche Hypothese der Hormesis diskutiert – die Annahme, dass Gifte in sehr geringer Dosis auch eine positive Wirkung auf Organismen haben. Die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung von giftigen Substanzen, ihrer Wirkung in verschiedenen Dosisbereichen sowie mit der Behandlung von Vergiftungen beschäftigt, ist die Toxikologie. Sie befasst sich mit Stoffen, Stoffgemischen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen und mit den biochemischen Mechanismen der Giftwirkung in Bezug auf quantitative Aspekte. Der durch ein Gift angerichtete Schaden kann in vorübergehender Beeinträchtigung, dauerhafter Schädigung oder Tod bestehen. Bei anhaltender schädigender Gifteinwirkung spricht man von chronischer Vergiftung, bei einer Gifteinwirkung, die umgehend zu einer Schädigung führt, von einer akuten Vergiftung. Als Gefahrstoffe werden Gifte in Abhängigkeit von der Wirkmenge in sehr giftig und giftig sowie gesundheitsschädlich (früher mindergiftig) eingeteilt.
  • Goldregen (Wikipedia)
    Goldregen bezeichnet: Goldregen (Pflanze) Goldregen (Film), einen skandinavischen Kinderfilm Goldregen (Fernsehserie) aus Dänemark Goldregen (Feuerwerk) Feuerwerk-Effekte und auch bestimmte Feuerwerkskörper (siehe auch Knallkörper) Musikalischer Künstlername von Sarah Knappik
  • lebensgefährlich (Wikipedia)
    Lebensgefährlich ist der Titel folgender Filme: Lebensgefährlich (1950), britischer Spionagefilm von Roy Ward Baker Lebensgefährlich (1985), sowjetische Filmkomödie von Leonid Gaidai
  • Pflanze (Wikipedia)
    Als Pflanzen (lateinisch Plantae) werden Lebewesen bezeichnet, die sich nicht fortbewegen können und Photosynthese betreiben. Pilze und Bakterien, die früher auch als zum Pflanzenreich gehörig betrachtet wurden, sind heute ausgeschlossen. Derzeit sind verschiedene Definitionen der Pflanzen gebräuchlich, die sich darin unterscheiden, ob bzw. welche Gruppen von Algen neben den Landpflanzen (Embryophyta) aufgenommen werden. Im weitesten Sinn umfasst der Begriff Pflanze alle Grünalgen, inklusive der Landpflanzen (Chloroplastida bzw. Viridiplantae), die Rotalgen (Rhodophyceae) und die Glaucophyten und ist damit synonym mit den Archaeplastiden. Viele andere Algen, wie die Braunalgen, werden in der modernen Taxonomie nicht mehr zu den Pflanzen gezählt. 2016 waren 374.000 Pflanzenarten bekannt. Das Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Erforschung der Pflanzen einschließlich aller Algen (und früher auch der Pilze) befasst, ist die Botanik. Mit Pilzen beschäftigt sich heute die Mykologie. Der konkrete Lebensraum einer Pflanze heißt Standort. In der Regel teilen sich verschiedene Pflanzenarten einen Standort. Nach der Zusammensetzung aller dort vorkommenden Arten werden standorttypische Pflanzengesellschaften beschrieben. Werden vorrangig die artübergreifenden Eigentümlichkeiten betrachtet (gleichartige Verteilungsmuster, Gestalt- und Wuchsformen sowie Strategien gegen vorherrschende extreme Umweltbedingungen wie Trockenheit, Kälte, Feuer etc.), spricht man von Pflanzenformationen. In Bezug auf größere geographische Räume wird die Gesamtheit aller dort lebenden Pflanzengesellschaften mit Blick auf ihre Stellung innerhalb der biologischen Systematik (Arten, Gattungen, Familien usw.) als Flora bezeichnet, während die Gesamtheit aller Pflanzenformationen Vegetation genannt wird.
  • Rizinus (Wikipedia)
    Ricinus communis ist die einzige Pflanzenart aus der monotypischen Gattung Ricinus innerhalb der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).
  • Tollkirsche (Wikipedia)
    Die Tollkirschen (Atropa) sind eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die Schwarze Tollkirsche (Atropa bella-donna), deren Früchte giftig sind.
  • Zierpflanze (Wikipedia)
    Zierpflanzen sind Kulturpflanzen, die vom Menschen zur Erbauung, Erfreuung der Sinne (unter anderem des Geruchssinnes) beziehungsweise für zweckgebundene Anpflanzungen kultiviert werden. Zierpflanzenkulturen werden von Gärtnern der Fachrichtung Zierpflanzenbau (blühende Topfpflanzen, Blatt- und Grünpflanzen, Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen), Baumschule (Zierbäume, -sträucher, Stauden) sowie Staudenbau (Zierstauden) kultiviert. Zierpflanzen sind ein Hobby sehr vieler Menschen. Oft beschäftigen sie sich mit einzelnen Gruppen von Pflanzen. Beispiele sind Kakteen, Orchideen, Zwiebelblumen oder Fuchsien. Zu den jeweiligen Gruppen gibt es Vereine (Pflanzengesellschaften), in denen Interessierte Informationen und Pflanzenmaterial austauschen können.
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