Aktuelle Studie zeigt Rekordwerte für Mitglieder und Umsatz
Die deutsche Fitness- und Gesundheitsbranche setzt ihren Wachstumskurs fort und erreicht neue Bestwerte. Dies zeigt die aktuelle Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“, die der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) veröffentlicht hat.
Mit 12,36 Millionen Mitgliedern, einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro und 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen präsentiert sich die Branche wirtschaftlich stark und gesellschaftlich relevanter denn je.
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
-Mitglieder: 12,36 Mio. (+5,6 % ggü. 2024)
-Umsatz: 6,25 Mrd. EUR netto (+7,4 % ggü. 2024)
-Anlagen: 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen (+5,7 % ggü. 2024)
-Mitarbeitende: rund 167.100 Beschäftigte (+6,0 % ggü. 2024)
-Marktdurchdringung: 14,8 Prozent der Gesamtbevölkerung trainieren in Fitness- und Gesundheitsanlagen (+1,0 Prozentpunkte ggü. 2024)
-Aggregatoren: 1,47 Mio. Mitglieder-Äquivalente durch Aggregatoren (+21,5 % ggü. 2024)
Damit erreicht die Branche erneut ein Rekordniveau – sowohl bei der Nachfrage nach Fitness- und Gesundheitsangeboten als auch bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Fitness- und Gesundheitstraining gewinnt weiter an gesellschaftlicher Bedeutung
Der anhaltende Mitgliederzuwachs verdeutlicht, dass Fitness- und Gesundheitstraining für immer mehr Menschen ein fester Bestandteil ihres Lebensstils geworden ist.
Ralf Capelan, Mitglied des Vorstands und Schatzmeister des DSSV, ordnet die Entwicklung ein: „Die aktuellen Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Fitness- und Gesundheitstraining für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden ist. Unsere Branche leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland.“
Die steigende Nachfrage unterstreicht zugleich die Rolle der Betreiber von Fitness- und Gesundheitsanlagen als zentrale Akteure im Präventions- und Gesundheitsmarkt.
Wirtschaftliche Stärke trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
Auch wirtschaftlich zeigt sich die Branche weiterhin stabil. Mit einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro erreicht der Markt einen neuen Höchstwert.
Der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag liegt branchenweit bei 48,55 Euro (brutto). Dabei zahlen Mitglieder in Kettenanlagen durchschnittlich 40,54 Euro, in Einzelanlagen 59,24 Euro, während Special-Interest-Studios im Schnitt 80,02 Euro pro Monat verlangen.
Karsten Hollasch, Partner bei Deloitte und Co-Autor der Studie, erklärt: „Die Fitnessbranche zeigt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität. Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Bereitschaft der Menschen hoch, in ihre Gesundheit zu investieren. Das unterstreicht die langfristige Wachstumsdynamik und die zunehmende Bedeutung der Branche.“
Aggregatoren treiben Marktdurchdringung weiter voran
Auch Aggregatoren gewinnen in der deutschen Fitnesswirtschaft weiter an Bedeutung und leisten einen wesentlichen Beitrag zur erweiterten Marktdurchdringung. Im Jahr 2025 trainieren zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über Aggregatorenmodelle in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Werden diese Mitglieder berücksichtigt, steigt die Gesamtzahl der Trainierenden auf 13,83 Millionen. Dies entspricht einer Reaktionsquote von rund 16,5 Prozent. Aggregatoren sind im Markt fest etabliert: 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland sind bereits an mindestens ein entsprechendes Netzwerk angebunden. Die Entwicklung zeigt, dass Aggregatoren neue Zielgruppen erschließen und den adressierbaren Markt vergrößern, ohne klassische Mitgliedschaften primär zu substituieren.
Qualifiziertes Personal als zentraler Erfolgsfaktor
Mit rund 167.100 Beschäftigten zählt die Fitness- und Gesundheitsbranche zu einem bedeutenden Arbeitgeber im Dienstleistungssektor. Besonders hervorzuheben ist die hohe Investitionsbereitschaft in die Personalentwicklung: 95,3 Prozent der Anlagenbetreiber investieren in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden.
Für Janosch Marx, 2. Vorsitzender des DSSV, ist dies entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche: „Gut qualifizierte Trainerinnen und Trainer sind die Kompetenzträger der Fitness- und Gesundheitsanlagen. Die hohe Weiterbildungsquote zeigt, dass die Branche konsequent in ihr Personal investiert und damit die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Betreuung und nachhaltigen Erfolg schafft.“
Hohe Investitionsbereitschaft und moderne Anlagen
Neben der Ausbildung ihres Personals investieren Betreiber weiterhin stark in ihre Anlagen und Infrastruktur. Im Jahr 2025 belief sich das Investitionsvolumen der Branche auf rund 798 Millionen Euro (netto), was über alle Anlagen hinweg durchschnittlich Investitionen in Höhe von 83 Tausend Euro (netto) pro Anlage entspricht.
Rund 80 % der Betriebe planen im Jahr 2026 Investitionen zu tätigen. Diese Entwicklung zeigt, dass Betreiber kontinuierlich daran arbeiten, Trainingsbedingungen, Servicequalität und Kundenerlebnis weiter zu verbessern.
Fitness als wichtiger Baustein der Prävention
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen außerdem den hohen gesundheitlichen Mehrwert regelmäßigen Kraft- und Ausdauertrainings. Fitness- und Gesundheitstraining trägt maßgeblich zur Prävention zahlreicher Zivilisationskrankheiten bei und gewinnt daher auch gesundheitspolitisch zunehmend an Bedeutung.
Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin Wissenschaft und Forschung an der DHfPG, betont: „Regelmäßiges Training in Fitness- und Gesundheitsanlagen kann einen wesentlichen Beitrag zur Prävention leisten. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Gesundheit ist für Einige dabei nur der „positive Nebeneffekt“, für viele aber zentrales Trainingsmotiv.
Positive Perspektiven für die kommenden Jahre
Die Studie macht deutlich: Die Fitness- und Gesundheitsbranche befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Steigende Mitgliederzahlen, hohe Investitionsbereitschaft und eine zunehmende gesellschaftliche Bedeutung bilden eine stabile Grundlage für die zukünftige Entwicklung des Marktes.
Die vollständige Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026“ ist beim DSSV e. V. erhältlich.
Qualifikationen im Zukunftsmarkt Prävention, Gesundheit, Fitness, Sport und Informatik
Die staatlich anerkannte private Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) qualifiziert mittlerweile rund 8.000 Studierende zum Bachelor of Arts in den Studiengängen Fitnessökonomie, Gesundheitsmanagement, Sportökonomie, Sport- und Bewegungstherapie, Fitnesstraining, Ernährungsberatung sowie Sport-/Gesundheitsinformatik.
Zudem zum Master of Arts in den Studiengängen Sport- und Bewegungstherapie, Prävention und Gesundheitsmanagement, Sportökonomie oder Fitnessökonomie als auch zum Master of Business Administration Sport-/Gesundheitsmanagement. Ein Graduiertenprogramm zur Vorbereitung auf eine Promotion zum Dr. rer. med. und mehr als 100 Hochschulweiterbildungen runden das Angebot ab.
Mehr als 4.300 Unternehmen setzen auf die Studiengänge beim Testsieger „Beste private Hochschule im Bereich Gesundheit“. Alle Bachelor- und Master-Studiengänge der DHfPG sind akkreditiert und staatlich anerkannt sowie durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.
Das duale Bachelor-Studiensystem der DHfPG verbindet eine betriebliche Tätigkeit und ein Fernstudium mit kompakten Lehrveranstaltungen. Die Studierenden werden durch Fernlehrer, Tutoren und den E-Campus der Hochschule unterstützt. Insbesondere Unternehmen des Zukunftsmarkts profitieren von den dualen Bachelor-Studiengängen, weil die Studierenden ihre erworbenen Kompetenzen unmittelbar in die betriebliche Praxis mit einbringen und mit zunehmender Studiendauer mehr Verantwortung übernehmen können.
Die BSA-Akademie ist mit mehr als 275.000 Teilnehmern seit 1983 einer der führenden Bildungsanbieter im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness und Gesundheit. Teilnehmer profitieren vom kombinierten Fernunterricht bestehend aus Fernlernphasen und kompakten Präsenzphasen (vor Ort oder digital). Mit Hilfe der über 90 staatlich geprüften und zugelassenen Lehrgänge in den Fachbereichen Fitness/Individualtraining, Management, Ernährung, Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Mentale Fitness/Entspannung, Fitness/Gruppentraining, Sun, Beauty & Care und Bäderbetriebe gelingt die nebenberufliche Qualifikation für eine Tätigkeit im Zukunftsmarkt. Der Einstieg in einen Fachbereich erfolgt mit einer Basisqualifikation, die modular mit Aufbaulehrgängen über Profiabschlüsse bis hin zu Fachwirtqualifikationen, wie „Fitnessfachwirt/in“ oder „Fachwirt/in für Prävention und Gesundheitsförderung“, erweitert werden kann. Diese Abschlüsse bereiten optimal auf die öffentlich-rechtlichen Fachwirtprüfungen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) vor, die zu Berufsabschlüssen auf Meister-Niveau führen.
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- DHfPG (Wikipedia)
Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) ist eine staatlich anerkannte Fachhochschule in privater Trägerschaft mit Sitz in Saarbrücken und Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist ein Schwesterunternehmen der BSA-Akademie, eines Erwachsenenbildungsinstituts für die Fachbereiche Prävention, Gesundheit, Fitness, Sport und Informatik. - Gesundheit (Wikipedia)
Gesundheit ist ein körperlicher und geistiger Zustand eines Menschen oder der Zustand einer Gruppe (bspw. Familiengesundheit, Bevölkerungsgesundheit). Dazu gibt es verschiedene Definitionen. Das Wiedererlangen von Gesundheit wird als Gesunden, Gesundwerden oder Genesen bezeichnet. Der gesunde körperliche Zustand wird als Salubrität bezeichnet. - gesundheitsmanagement (Wikipedia)
Gesundheitsmanagement ist die planvolle Gestaltung von mehr oder weniger komplexen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Maßnahmen und Institutionen mit dem Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten und zu fördern. - Prävention (Wikipedia)
Prävention (lateinisch praevenire „zuvorkommen“, „verhüten“) bezeichnet Maßnahmen, die darauf abzielen, Risiken zu verringern oder die schädlichen Folgen von Krankheiten, Katastrophen oder anderen unerwünschten Situationen abzuschwächen. Der Begriff der Vorbeugung wird synonym verwendet und kommt in Christoph Wilhelm Hufelands berühmten Ausspruch "Vorbeugen ist besser als Heilen" zum Ausdruck. Vorsorge bezeichnet das Maß an Bereitschaft und an Fähigkeit personeller und materieller Mittel sowie von Strukturen, Gemeinschaften und Organisationen zu einer wirksamen und raschen Katastrophenbewältigung, erzielt durch vorab durchgeführte Maßnahmen. Vorsicht hingegen "ist die Mutter der Porzellankiste". Vorbeugende Maßnahmen trifft man z. B. in folgenden Bereichen: bei der Drogenprävention (z. B. Nichtraucherschutz), Radikalisierungsprävention, Gewaltprävention und Kriminalprävention, als Unfallverhütung unter anderem in den Bereichen der Arbeits- und der Verkehrssicherheit, im Kinderschutz (z. B. Prävention von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch an Kindern in Familien), im Bereich der Pädagogik (siehe Prävention in der Pädagogik), als vorbeugender Brandschutz und als Krisenprävention in der Politik und Wissenschaft (z. B. Pandemieprävention). Die Prävention ist in den letzten Jahrzehnten immer mehr in den Mittelpunkt von Gesundheits- und Sozialpolitik gerückt und in verschiedenen Bereichen der Medizin (siehe Krankheitsprävention) und der Zahnmedizin (siehe Prophylaxe in der Zahnmedizin) zu einem zentralen Handlungsfeld geworden. - Training (Wikipedia)
Training (englisch to train, „auf einen Wettkampf vorbereiten“; deutsch „gezielte Übung“) ist der Anglizismus für eine systematisch aufgebaute und organisierte Tätigkeit, die bei Personen auf eine Verbesserung der körperlichen und/oder geistigen Fähigkeiten abzielt. Das Training von Tieren heißt Dressur. - Zukunftsmarkt (Wikipedia)
Als Zukunftsmarkt wird in der Marktforschung und Wirtschaft ein Markt verstanden, dessen Marktpotenzial ein mittelfristig andauerndes Marktwachstum erwarten lässt. Eine Untersuchung ergab, dass Begrifflichkeiten wie „Wachstumsmarkt“, „Boommarkt“ und „Zukunftsmarkt“ in 365 Beiträgen zum Thema „Neue Märkte“ 98 Treffer aus 80 Dokumenten erbrachte, so dass mindestens einer der Begriffe in mehr als 20 % der Beiträge zu finden war. Diese Begriffe werden in den Massenmedien häufig verwendet, ohne dass ihr Begriffsinhalt dabei genauer hinterfragt wird. Das Kompositum „Zukunftsmarkt“ enthält als Grundwort den „Markt“, der einen Teilmarkt (wie die Börse als Teil des Kapitalmarkts), einen Gesamtmarkt (wie den Gütermarkt) oder auch Staaten und ganze Wirtschaftsräume umfassen kann (Weltmarkt).