Nicola Büsse spricht bei Themen-Radio über klare Regeln, digitale Abrechnung und das Zusammenspiel von Fuhrparkmanagement, Personalbereich und Beschäftigten.
Weilburg, Oktober 2026. Den E-Dienstwagen zu Hause laden und die Stromkosten unkompliziert erstattet bekommen: Was für Beschäftigte komfortabel sein soll, erfordert im Unternehmen abgestimmte Abläufe. In der aktuellen Folge von Themen-Radio erläutert Nicola Büsse, Mitgründerin und CEO von MOBIKO, wie Unternehmen das Heimladen organisieren, welche Entscheidungen vor der Einführung getroffen werden sollten und wo digitale Prozesse die Verwaltung entlasten können.
Bevor Unternehmen eine Abrechnungslösung auswählen, sollten sie nach Büsses Einschätzung ihre grundsätzliche Ausrichtung klären: Wie soll sich die Flotte entwickeln? Welche Lademöglichkeiten werden am Unternehmensstandort, unterwegs und zu Hause angeboten? Und welche Kosten übernimmt der Arbeitgeber? Diese Entscheidungen bilden die Grundlage für die Car- oder Mobility-Policy. Darin sollten auch das Strompreismodell, die erforderlichen Nachweise und der Ablauf der Erstattung verständlich beschrieben sein.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist die Unterscheidung zwischen der früheren monatlichen Ladekostenpauschale und der Strompreispauschale. Büsse erläutert, warum Strompreis und nachgewiesene Lademenge bei der Abrechnung getrennt betrachtet werden müssen. Sie zeigt außerdem, welche Möglichkeiten Fahrzeug-Apps und die automatische Übertragung von Fahrzeugdaten bieten, um die geladenen Kilowattstunden dem Dienstwagen zuzuordnen. Für Fahrzeuge ohne geeignete Schnittstelle brauche es einen praktikablen alternativen Nachweisprozess.
Für die Einführung sollten Fuhrparkverantwortliche frühzeitig die Personalabteilung und die Lohnabrechnung einbinden. Außerdem sollten Experten für Datenschutz und gegebenenfalls auch der Betriebsrat mit ins Boot geholt werden. Ebenso wichtig sei eine verständliche Kommunikation mit den Beschäftigten: Sie müssen wissen, wie sie Nachweise einreichen oder ihr Fahrzeug verbinden und auf welchem Weg sie ihre Erstattung erhalten. „Wir wollen, dass die Mitarbeiter wirklich gut verstehen, wie das funktioniert“, betont Büsse im Interview. „Es muss einfach sein.“ Wenn die strategischen Entscheidungen bereits getroffen sind, lasse sich die Softwarelösung innerhalb weniger Wochen einführen.
Ob die Automatisierung tatsächlich entlastet, zeigt sich im laufenden Betrieb. Weniger manuelle Prüfungen, weniger Rückfragen und eine zuverlässige Übergabe an die Lohnabrechnung sind dabei wichtige Kriterien. Auch Rückmeldungen der Fahrer sollten Unternehmen berücksichtigen.
Schwerpunkte der Episode sind:
– Klare Regeln schaffen Akzeptanz. Kostenübernahme, Erstattungsmodell und Verantwortlichkeiten sollten vor dem ersten Abrechnungslauf verständlich vereinbart sein.
– Heimladen ist eine gemeinsame Aufgabe. Fuhrpark, HR und Lohnbuchhaltung müssen den Prozess zusammen gestalten; IT und Datenschutz gehören bei digitalen Lösungen früh dazu.
– Nachweise müssen zum Alltag passen. Unterschiedliche Fahrzeuge, Stromtarife und private Mitnutzung der Wallbox brauchen nachvollziehbare Abläufe.
– Automatisierung braucht einen messbaren Nutzen. Entscheidend sind Bearbeitungszeit, Rückfragen, Korrekturen und zuverlässige Auszahlungen – auch in Ausnahmefällen.
Zum Abschluss des Podcasts erzählt Büsse, wie aus ihrer Arbeit bei Audi Business Innovation die Idee für MOBIKO entstand und warum sie die dynamische Entwicklung der Mitarbeitermobilität besonders reizt. Das ganze Gespräch „E-Dienstwagen – Heimladen ohne Abrechnungschaos“ finden Sie auf Themen-Radio: www.themen-radio.de/2026/heimladen
Zudem weitere spannende Beiträge in den Kanälen Fuhrpark & Mobilität, Unternehmer & Management, Geld & Finanzen, Karriere & Erfolg, Autoren & Bücher sowie Ordnung & Selbstmanagement.
Über Nicola Büsse und MOBIKO
Nicola Büsse ist Mitgründerin und CEO von MOBIKO. Sie beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Mobilität, Digitalisierung und neuen Geschäftsmodellen. Die Idee für MOBIKO entstand während ihrer Tätigkeit bei Audi Business Innovation. Mit MOBIKO unterstützt sie Unternehmen bei der Verwaltung und Abrechnung von Mitarbeitermobilität – von Mobilitätsbudgets und Jobtickets bis zur Erstattung von Heimladekosten.
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- Fuhrpark (Wikipedia)
Fuhrpark (oder Wagenpark; umgangssprachlich auch Flotte; englisch fleet) ist die Sachgesamtheit der Fahrzeuge und Wagen von Organisationen wie Unternehmen, Behörden, Zirkussen oder militärischen Einheiten. - mobilität (Wikipedia)
Die räumliche Mobilität oder territoriale Mobilität beschreibt die Beweglichkeit von Personen und Gütern im geographischen Raum. Räumliche Mobilität ist somit Mobilität im engeren Wortsinne. Um die Bezeichnung von metaphorischen Bezeichnungen wie z. B. soziale Mobilität abzugrenzen, haben sich die Bezeichnungen räumliche oder territoriale Mobilität durchgesetzt. Zur Mobilität gehört die Möglichkeit und Bereitschaft zur Bewegung. Im engeren Sinne ist sie als Anzahl aller außerhäuslichen Aktivitäten im Personenverkehr oder Beförderungen von Gütern zwischen Marktteilnehmern zu verstehen. Im Verkehr zeigt sich die realisierte Mobilität. Beide Begriffe lassen sich nicht gleichsetzen, da Mobilität die individuellen Motive und Hintergründe stärker betont. Verkehrserziehung und Mobilitätserziehung behandeln entsprechend unterschiedliche Aspekte des Verkehrslebens. Den Zusammenhang zwischen der Möglichkeit zur Ortsveränderung (Mobilität) einerseits und der Verteilung von Gelegenheiten und Zielen im Raum andererseits beschreibt der Begriff der Erreichbarkeit (Verkehr). Bei gleicher individueller Mobilität sind z. B. in städtischem Kontext mehr Ziele in gegebener Zeit erreichbar als im ländlichen Raum. Räumliche Mobilität kann in eine residenzielle Mobilität und eine zirkuläre Mobilität unterteilt werden. Zirkuläre Mobilität beinhaltet die Rückkehr an den Ausgangspunkt, üblicherweise den Wohnstandort. Residenzielle Mobilität beschreibt hingegen die dauerhafte Veränderung des Wohnstandorts. Umzüge innerhalb eines Gebietes zählen ebenso zur residenziellen Mobilität wie multilokale Lebensweisen und die Migration zwischen Nationen. Zur zirkulären Mobilität gehören der Tourismus und die Alltagswege. - Podcast (Wikipedia)
Als Podcast wird ein Medienformat bezeichnet, bei dem es sich meist um eine Serie abonnierbarer Audiodateien, seltener Videodateien, im Internet handelt. Podcasts werden überwiegend mit Podcatcher-Apps abgerufen. Der Ausdruck Podcast ist ein Kofferwort, zusammengestellt aus pod von iPod und cast von broadcast (Ausstrahlung). Durch die Verbreitung von Smartphones und den Erfolg einzelner Formate sind Podcasts von Jahr zu Jahr populärer geworden. Ein einzelner Podcast besteht aus einer Serie (mit mehreren Episoden oder Folgen) von Medienbeiträgen (beispielsweise Interviews, News, Mitschnitte von Hörfunksendungen, Musiksendungen), die als Einzelsendung über eine Podcast-App (podcatcher) durch einen RSS-Feed automatisch bezogen und abgespielt werden können. Typischerweise merkt sich der Podcatcher, an welcher Stelle die Wiedergabe beendet oder abgebrochen wurde, so dass man beim Neustart der Folge unmittelbar weiterhören kann. - Unternehmen (Wikipedia)
Ein Unternehmen (oder eine Unternehmung), auch Firma genannt, ist eine wirtschaftlich selbständige Organisationseinheit, die mit Hilfe von Planungs- und Entscheidungsinstrumenten Markt- und Kapitalrisiken eingeht und sich zur Verfolgung des Unternehmenszweckes und der Unternehmensziele eines oder mehrerer Betriebe bedient. Privatrechtlich organisierte Unternehmen und Privathaushalte werden in ihrer Gesamtheit auch als Privatwirtschaft aggregiert. Dagegen gehören zum Aggregat des öffentlichen Sektors öffentliche Unternehmen, Staatsunternehmen, Körperschaften des Privatrechts und Anstalten des öffentlichen Rechts (Kommunalunternehmen); sie stellen eine Mischform dar und unterliegen – wie auch Vereine – meist dem Kostendeckungsprinzip. In Deutschland gibt es rund drei Millionen umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, etwa zwei Drittel davon sind Einzelunternehmen.