Nach dem emotionalen Auftritt beim Deutschen Schulpreis: Rednerin und Ausbilderin erklärt, warum Azubis sehr genau hinschauen und was Betriebe daraus lernen können
Selten hat ein Bundeskanzler so deutlich für die Ausbildung junger Menschen geworben. Bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlinbezeichnete Friedrich Merz es in dieser Woche als eine der wichtigsten, wenn nicht als die wichtigste Aufgabe unserer Gesellschaft, dass Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung bekommen und auf ihren Lebensweg vorbereitet werden. Lehrerinnen und Lehrer nannte er „die wichtigste Berufsgruppe unseres Landes“. Ute Herzog, Rednerin, Trainerin und als „Die Menschenleserin aus Franken“ Expertin für Menschenkenntnis und Körpersprache, unterstreicht diese Botschaft ausdrücklich und ergänzt sie um den Blick aus der Praxis.
Große Worte zur richtigen Zeit
Das neue Ausbildungsjahr hat gerade begonnen, und die Lage ist angespannt. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 476.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen, deutlich weniger als zuvor, und nahezu jeder dritte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig gelöst. „Ich freue mich sehr, dass der Bundeskanzler das Thema so weit nach oben hängt“, sagt Ute Herzog. „Für Betriebe, die händeringend Nachwuchs suchen, ist das eine wichtige Bestätigung. Junge Menschen zu fördern, ist keine Sozialleistung, sondern die einzige Antwort auf den Fachkräftemangel, die langfristig trägt.“
Ein Moment mit Taschentuch
Für Gesprächsstoff sorgte vor allem ein anderer Augenblick. Als die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der ausgezeichneten Schule jubelnd auf die Bühne stürmten und den Kanzler umarmten, nahm Merz die Brille ab und tupfte sich mit dem Taschentuch die Tränen aus den Augen. Ute Herzog sieht das mit einem Augenzwinkern: „Als Menschenleserin schaue ich bei Emotionen immer darauf, ob Gesicht, Hände und Haltung dieselbe Geschichte erzählen. Sagen wir es so: Ganz restlos überzeugt hat mich der Taschentuch-Moment noch nicht.“ Viel wichtiger findet sie allerdings etwas anderes. „Ob Gefühle echt sind, zeigt sich bei Politikern genauso wie bei Ausbildern erst hinterher, nämlich daran, was nach dem großen Moment tatsächlich passiert.“
Azubis erkennen echte Wertschätzung
Genau hier sieht die Trainerin die eigentliche Lehre für Unternehmen. Junge Menschen der Generation Z spüren ihrer Erfahrung nach sehr schnell, ob Wertschätzung nur behauptet oder wirklich gelebt wird. „Azubis lesen ihre Ausbilder vom ersten Tag an. Sie merken, ob jemand zuhört oder nur auf die Uhr schaut, ob ein Fehler zum Donnerwetter führt oder zu einem Gespräch. Wer im Vorstellungsgespräch von Teamgeist schwärmt und im Alltag keine Zeit hat, verliert sein Gegenüber oft schon in der Probezeit.“
Ute Herzog spricht dabei aus eigener Erfahrung. Sie hat selbst mehrere Auszubildende betreut, die ihr nach einem Ausbildungsabbruch oder einer Unterbrechung von der IHK vermittelt wurden und als schwierige Fälle galten. Alle haben ihre Prüfung im ersten Anlauf bestanden. „Den Unterschied haben selten die Zeugnisnoten gemacht. Entscheidend war, dass ich hinter die Fassade geschaut habe und die jungen Leute gespürt haben, dass ihnen jemand etwas zutraut.“
Vortrag „Willkommen im Arbeitsleben!“
In ihrem Vortrag „Willkommen im Arbeitsleben! Gute Azubis finden und binden“ zeigt Ute Herzog Ausbilderinnen, Ausbildern, Führungskräften und Personalverantwortlichen, was die Generation Z von einer Ausbildung erwartet, wie eine Atmosphäre entsteht, in der Fehler erlaubt sind, und wie Betriebe ihre Azubis über die Ausbildung hinaus an sich binden. Mit Menschenkenntnis und dem Blick auf Körpersprache lernen die Teilnehmenden, Stärken zu erkennen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.
Über Ute Herzog
Ute Herzog ist seit 2014 als Trainerin mit dem Schwerpunkt Menschenkenntnis tätig und tritt als „Die Menschenleserin aus Franken“ als Rednerin, Trainerin und Business Coach (EMCC) auf. Sie verfügt über die Ausbildereignung nach AEVO, hat selbst Auszubildende zum Abschluss geführt und ist Autorin des Buchs „Schwierig sind immer die Anderen – Eine Einführung ins Menschenlesen“. Zu ihren Auftraggebern zählen Sparkassen, Bildungseinrichtungen, soziale Träger sowie Industrie- und IT-Unternehmen.
Nur wer Menschen versteht, kann sie begeistern.
Als erfahrene Keynote-Speakerin und Expertin für Menschenkennntis und Empathie bringt Ute Herzog ihre einzigartigen Einsichten und Strategien in Ihre Organisation.
Kontakt
Die Menschenleserin aus Franken
Ute Herzog
Georg-Strobel-Str. 81
90489 Nürnberg
+491778647545

https://redner-menschenkenntnis-empathie-kommunikation.de/
- Auszubildende (Wikipedia)
Ein Auszubildender (kurz Azubi) oder Lehrling ist in den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Luxemburg und der Schweiz) eine Person, die sich in einer Ausbildung befindet. Die Ausbildung (früher Lehre) schließt mit einer Prüfung zum Gesellen, Facharbeiter oder mit einer Abschlussprüfung ab. - Azubi (Wikipedia)
Azubi bezeichnet: Kurzbezeichnung für Auszubildende Azubi (Sara), Ortschaft in der Provinz Sara, Bolivien - Körpersprache (Wikipedia)
Körpersprache ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, die sich in Form von Gestik, Mimik, Körperhaltung, Habitus und anderen bewussten oder unbewussten Äußerungen des menschlichen Körpers ausdrückt. Die Körpersprache hat einen entscheidenden Einfluss auf die Rezeption (Verständlichkeit) der eigentlichen, gesprochenen Worte/Botschaft sowie die Wirkung der Person auf ihren Gesprächspartner. - Menschenkenntnis (Wikipedia)
Menschenkenntnis ist die Fähigkeit, das Verhalten oder den Charakter von Menschen richtig einzuschätzen, zu erkennen und zu beurteilen, und vorherzusagen, wie sie denken und wie sie handeln werden. Entscheidende Faktoren für diese Fähigkeit sind Lebenserfahrung, Intuition, Intelligenz und Weisheit. Menschenkenntnis ist nicht angeboren, sondern man erwirbt sie durch den häufigen Umgang mit Menschen und durch Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Menschen. Menschenkenntnis kann genutzt werden, um Menschen richtig zu beurteilen, sie zu motivieren, um anderen Menschen einen guten Rat zu geben, tiefere Beziehungen einzugehen usw. Sie kann aber auch zum eigenen Vorteil ausgenutzt werden, zum Beispiel, wenn man Menschen überzeugen, sie verführen oder ihnen etwas verkaufen will. - Motivation (Wikipedia)
Motivation bezeichnet die Bereitschaft von Menschen und Tieren „zu einem bestimmten Verhalten. Sie wird von einer Vielzahl von inneren, äußeren und hormonellen Faktoren bestimmt“ und umfasst beim Menschen die Gesamtheit aller Motive und Beweggründe, die zum Handeln führen, und das auf emotionale und neuronale Aktivitäten zurückzuführende Streben nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Motivationszustände werden allgemein als Kräfte verstanden, die im Handelnden wirken und eine Disposition zu zielgerichtetem Verhalten erzeugen. Es wird oft angenommen, dass verschiedene mentale Zustände miteinander konkurrieren und dass nur der stärkste Zustand das Verhalten bestimmt. Das bedeutet, dass man motiviert sein kann, etwas zu tun, ohne es tatsächlich zu tun. Der paradigmatische Geisteszustand, der Motivation bewirkt, ist die Begierde. Aber auch verschiedene andere Zustände, wie Glaubenshaltungen darüber, was man tun sollte, oder Absichten, können motivieren. Die Umsetzung von Motiven in Handlungen nennt man Volition. Es wurden verschiedene konkurrierende Theorien über den Inhalt von Motivationszuständen aufgestellt. Sie werden als Inhaltstheorien bezeichnet und versuchen zu beschreiben, welche Ziele Menschen normalerweise oder immer motivieren. Die Bedürfnishierarchie von Abraham Maslow und die ERG-Theorie zum Beispiel gehen davon aus, dass Menschen bestimmte Bedürfnisse haben, die für die Motivation verantwortlich sind. Einige dieser Bedürfnisse, wie solche nach Nahrungsmitteln und Wasser, sind grundlegender als andere Bedürfnisse, etwa dasjenige nach dem Respekt von anderen. Nach dieser Auffassung können die höheren Bedürfnisse erst dann Motivation hervorrufen, wenn die niederen Bedürfnisse befriedigt sind. Behavioristische Theorien versuchen, Verhalten ausschließlich durch die Beziehung zwischen der Situation und dem äußeren, beobachtbaren Verhalten zu erklären, ohne explizit auf bewusste mentale Zustände Bezug zu nehmen. Motivation kann entweder intrinsisch oder extrinsisch sein. Ersteres ist der Fall, wenn die Aktivität vom Handelnden deshalb angestrebt wird, weil sie ihm als an sich selbst interessant oder angenehm erscheint, letzteres, wenn das Ziel des … - Schulpreis (Wikipedia)
Schulpreis bezeichnet: Deutscher Schulpreis Österreichischer Schulpreis Schweizer Schulpreis - vortrag (Wikipedia)
Der Ausdruck Vortrag bezeichnet eine Rede vor einem Publikum einen Fachvortrag bei Tagungen oder in Schulen, siehe Referat (Vortrag) die Darbietungsweise eines Musikstückes, siehe Vortrag (Musik) die Darbietung oder Präsentation von Lyrik oder Prosa, siehe Rezitation im Rechnungswesen den Endbestand eines Kontos, das nach Abschluss einer Rechnungsperiode in die nächste Rechnungsperiode übernommen wird, z. B. der Rechnungsvortrag oder der Gewinn- bzw. Verlustvortrag, siehe Vortrag (Rechnungswesen) im Rechtswesen das prozessuale Vorbringen einer Partei, siehe Vorbringen Im Staatsrecht des Schweizer Kantons Bern bezeichnet man mit Vortrag die Begründung und Erläuterung einer Vorlage, die der Regierungsrat (Exekutive) dem Grossen Rat (Legislative) unterbreitet. Siehe auch: Vorlesung, Presented Paper