ARAG Experten informieren über Wildcampen, Umweltzonen und Mautregeln
Im ursprünglichen Sinne meint „Camping“, ein Lager auf einem Feld zu errichten. Und natürlich gibt es nach wie vor Menschen, die ihr Zelt für die Nacht am liebsten dort aufschlagen, wo sie gerade sind. Längst im Trend ist aber auch das sogenannte Glamping (glamouröses Camping), bei dem man zwar das Freiheitsgefühl mitnimmt, aber eben auch luxuriösere Bedingungen in voll ausgestatteten Wohnmobilen, Caravanen oder bereitgestellten Camping-Unterkünften nutzt. Doch unabhängig von der Urlaubsform sollten Camper sich vor der Reise gut informieren und einige Regeln kennen. Welche das sind, erklären die ARAG Experten.
Wo übernachten in der Natur erlaubt ist Eine Nacht unter freiem Himmel hat ihren besonderen Reiz. Allerdings ist das sogenannte Wildcampen in Deutschland grundsätzlich untersagt. Zwar ist das Übernachten ohne Zelt in Ausnahmefällen erlaubt, beispielsweise wenn Wanderer ungeplant im Freien bleiben müssen. Die ARAG Experten weisen jedoch darauf hin, dass diese Regelung nicht für bewusst geplante Übernachtungen gilt.
Zelte dürfen außerhalb von Campingplätzen oder privatem Gelände nicht aufgestellt werden, und auch das Übernachten im Wohnmobil in der freien Natur ist verboten. Je nach Bundesland drohen bei Verstößen Bußgelder, die insbesondere in Schutzgebieten hoch ausfallen können. Wer besonders naturnah übernachten möchte, kann auf Angebote wie Trekkingcamps oder ausgewiesene Naturlagerplätze ausweichen.
Vom Zelt bis zum Luxusmobil Im vergangenen Jahr wurden rund 44,7 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen gezählt. Dabei hat sich das Angebot rund ums Camping deutlich erweitert. Neben klassischen Zeltplätzen stehen heute zahlreiche alternative Unterkünfte zur Verfügung, die Naturerlebnis und Komfort verbinden. Dazu zählen etwa Tiny Houses, Baumhäuser oder Safarizelte. Auch Wohnmobile sind zunehmend hochwertig ausgestattet und bieten teilweise Komfort auf Hotelniveau. Übrigens: Funktionieren die normalen 12 Volt Steckdosen in einem gemieteten Wohnmobil nicht, ist der Gebrauch der mobilen Ferienunterkunft eingeschränkt und die Miete kann unter Umständen gemindert werden. Im konkreten Fall erhielten die Mieter eine Erstattung von zwanzig Prozent (Amtsgericht München, Az.: 233 C 16119/24).
Die steigenden Zulassungszahlen von Wohnmobilen zeigen, wie etabliert Camping inzwischen ist: Seit 2008 steigt die Anzahl kontinuierlich und kratzt in Deutschland seit 2025 an der Millionenmarke. Diese Entwicklung spricht eine breite Zielgruppe an, darunter auch viele ältere Reisende: Im Jahr 2025 waren knapp zwölf Prozent der Camping-Urlauber zwischen 60 und 69 Jahren alt, gut sechs Prozent waren sogar über 70.
Unabhängig von der gewählten Unterkunft raten die ARAG Experten Reisenden, vorab zu prüfen, welche Ausstattung vor Ort vorhanden ist und was selbst mitgebracht werden muss, etwa Stromadapter, Wasseranschlüsse oder Kochmöglichkeiten.
Gasbetriebene Kühlschränke während der Fahrt erlaubt? Viele Wohnmobile verfügen über einen sogenannten Absorber-Kühlschrank, der mit Gas, Strom oder über die Fahrzeugbatterie betrieben werden kann. Die ARAG Experten raten, vor Fahrtantritt einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen. Denn ob der Kühlschrank während der Fahrt mit Gas betrieben werden darf, hängt unter anderem vom Fahrzeug und der Gasanlage ab. Bei älteren Wohnmobilen sollte das Gas während der Fahrt grundsätzlich abgeschaltet bleiben. Neuere Fahrzeuge sind häufig mit einer sogenannten Crash-Sensor-Anlage oder einer Schlauchbruchsicherung ausgestattet. Diese Sicherheitseinrichtungen unterbrechen die Gaszufuhr bei einem Unfall und erlauben den Gasbetrieb während der Fahrt. Unabhängig davon gilt: In Tunneln, auf Autofähren sowie an Tankstellen muss die Gasversorgung grundsätzlich ausgeschaltet sein. Wer unsicher ist, ob das eigene Wohnmobil die technischen Voraussetzungen erfüllt, sollte den Kühlschrank während der Fahrt besser über die 12-Volt-Versorgung oder, sofern vorhanden, den Batteriebetrieb nutzen.
Umweltzonen im Blick behalten Mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, bedeutet Unabhängigkeit, bringt aber auch Verpflichtungen mit sich. Viele Fahrzeuge sind dieselbetrieben und unterliegen daher Umweltauflagen. In Deutschland ist in Umweltzonen in der Regel eine grüne Plakette erforderlich, meist auf Grundlage der Euro-4-Norm.
Allerdings verschärfen einige Städte ihre Vorgaben und beschränken auch Fahrzeuge mit besseren Abgasstandards. So gibt es laut ARAG Experten zum Beispiel in Stuttgart und Hamburg sogar für Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro-5 Einschränkungen im Stadtverkehr. Deutlich genauer muss man auch im europäischen Ausland hinschauen: So dürfen beispielsweise in Paris, Amsterdam, Kopenhagen oder Antwerpen keine dieselbetriebenen Wohnmobile bis einschließlich Euro 4 mehr fahren. In Norditalien gelten für die Lombardei oder den Piemont sogar Euro 5-Verbote. Mit der geplanten Einführung der Euro 7-Abgasnorm ab Ende 2026 ist zudem absehbar, dass Umweltstandards weiter angehoben werden.
Mautregelungen vor der Reise prüfen Auch die Nutzung von Straßen ist in vielen Ländern gebührenpflichtig. Häufig erfolgt der Nachweis über Vignetten oder digitale Systeme. Da sich die Regelungen regelmäßig ändern, raten die ARAG Experten, sich direkt vor Reiseantritt über aktuelle Änderungen zu informieren. So endet beispielsweise in Österreich die Zeit der Klebevignette Ende 2026. Ab dann wird es nur noch die digitale Variante geben. Bulgarien führte bereits im Februar eine Tagesvignette ein, von der insbesondere Kurzurlauber und Transitreisende profitieren. Ungarn bietet nun auch regionale Jahresvignetten an, die sich insbesondere für Vielfahrer lohnen. Und Slowenien setzt die Maut für bestimmte Schnellstraßen vorübergehend aus.
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Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 18 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.500 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 3,2 Milliarden Euro.
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- ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Camper (Wikipedia)
Camper steht für: Camper, Person beim Camping Camper (Computerspiele), Spieler in schwer einsehbarem Bereich der Spielumgebung Camper (Schuhhersteller), spanischer Schuhhersteller Die Camper, deutsche Fernsehserie (1997–2006) Camper Van Beethoven, US-amerikanische Band Reisemobil, siehe Wohnmobil Camper ist der Familienname folgender Personen: Adriaan Gilles Camper (1759–1820), niederländischer Politiker und Naturforscher Frederica Theodora Ernestine Camper (17959–1834), niederländische Naturforscherin Carter Camper (* 1988), US-amerikanischer Eishockeyspieler Loes Camper (* 1958), niederländische Fußballspielerin Petrus Camper (1722–1789), niederländischer Mediziner Siehe auch: Kamper Gamper Kämper Kemper - Camping (Wikipedia)
Camping (auch Kampieren, von lat. campus „Feld“) bezeichnet eine Form des Tourismus. Die Urlauber übernachten in diesem Fall in Zelten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans. Wird in Zelten gecampt, so spricht man auch von Zelten. Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform. Inzwischen finden sich weltweit Möglichkeiten, auf Campingplätzen, oft in landschaftlich reizvollen Lagen (zum Beispiel auch in Natur- und Nationalparks) zu übernachten. Campingplätze stellen – wie auch manche Reisemobil-Stellplätze – sanitäre und elektrische Versorgungseinrichtungen zur Verfügung. Es gibt in Deutschland mehr als 3.100 Campingplätze, vor allem in Bayern, gefolgt von Niedersachsen und Baden-Württemberg. In Frankreich ist die Auswahl noch größer mit ungefähr 11.000 Campingplätzen. Campingplätze gibt es für jeden Geschmack von der einfachen Wiese mit Waschhaus bis zu hoch komfortablen Einrichtungen mit Supermärkten, Restaurants, eigenem Schwimmbecken sowie Fernsehanschluss und Internetangebot (meist WLAN). Übernachtungen auf Campingplätzen sind in der Regel preiswerter als in Hotels; die Preise haben sich allerdings in den begehrten Urlaubsregionen und bei komfortablen Angeboten in der Hauptsaison angenähert. In den meisten Ländern Europas ist Kampieren außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (Wildes Campen) nicht erlaubt oder unter strengen Auflagen gestattet. - Campingplatz (Wikipedia)
Ein Campingplatz (meist privat, gelegentlich auch durch die öffentliche Hand betrieben) ist ein abgegrenztes (häufig umzäuntes) Gelände, auf dem Camping möglich ist, d. h. also der Aufenthalt mit Zelten, Wohnwagen oder Wohnmobilen. Dies geschieht meist im Rahmen der Freizeitgestaltung (z. B. Urlaub, Wochenende); gelegentlich wohnen Menschen auch mehr oder weniger dauerhaft auf Campingplätzen, z. B. Monteure oder Pendler (als Wohnsitz oder Zweitwohnsitz, oder gar in Form einer Wohnwagensiedlung). - Caravan (Wikipedia)
Caravan steht für: Cessna 208, einmotoriges Flugzeug Curtiss-Wright C-76 Caravan, zweimotoriges Transportflugzeug Fahrzeuge: Wohnwagen Caravan, Kombis von Opel, siehe Kombinationskraftwagen #Andere Bezeichnungen für Kombi Dodge Caravan, Pkw-Modell von Dodge Musikkultur: Caravan (Band), britische Rockband Caravan (Jazzstandard), Musikstück bzw. Song aus dem Jahr 1936 Siehe auch: Karawane Karavan Karawan - Glamping (Wikipedia)
Glamping (Kofferwort für Glamourous Camping) ist eine Art von Camping, wobei man zwar in der Natur übernachtet, jedoch nicht in einem gewöhnlichen Zelt, sondern in luxuriösen und komfortablen sowie gut ausgestatteten Unterkünften. Glampen beschreibt außerdem einen Modetrend der Reisebranche, der vor allem seit Beginn des 21. Jahrhunderts einen Beliebtheits-Anflug erfuhr. Das Glamping-Spektrum umfasst mittlerweile alle Kontinente, alle Klimazonen und verschiedene Erlebniskonzepte. Viele europäische Campingplätze weisen zumindest einen Teil ihres Angebotes als Glamping aus. - Wildcampen (Wikipedia)
Als Wildcamping (auch Wildes Campen) wird das Übernachten von Personen in mobilen Unterkünften wie Zelten, Wohnwagen, Wohnmobilen oder Auto abseits von ausgewiesenen Campinganlagen und Stellplätzen bezeichnet. Wird in Zelten übernachtet, spricht man häufig auch von wildem Zelten. - Wohnmobil (Wikipedia)
Ein Wohnmobil, in der Schweiz amtlich Wohnmotorwagen, ist ein Kraftfahrzeug mit einer zum Wohnen geeigneten Inneneinrichtung. Diese ähnelt häufig der eines Wohnwagens. Die Fahrzeugbasis ist in der Regel ein Kleintransporter. Überwiegend werden Wohnmobile als Freizeitfahrzeuge zum Camping und für Urlaube mit wechselnden Stand- und Erlebnisorten verwendet. Wohnmobile werden auch gern von Geschäftsreisenden wie Handelsvertretern, Montagearbeitern oder Schaustellern zum Übernachten oder als mobiles Büro an wechselnden Arbeitsorten genutzt. Mit Reisemobil wurde ein bewohnbares Fahrzeug (Essen zubereiten, Schlafen) bezeichnet, dessen Schwerpunkt jedoch auf dem Reisen, also dem Fahren, lag. In aller Regel waren es ausgebaute Kleinbusse und Kastenwagen, weshalb diese Fahrzeuge damals wie heute auch oft als Campingbus oder übergreifend als Camper bezeichnet werden. Heutzutage werden in Deutschland die Begriffe Reisemobil und Wohnmobil jedoch synonym verwendet, wobei in Herstellerkatalogen und Fachzeitschriften meist von Reisemobil, umgangssprachlich jedoch überwiegend von Wohnmobil gesprochen wird. Reisemobile im ursprünglichen Sinne werden unter Kastenwagen behandelt. Zulassungstechnisch ist diese Gruppe von Fahrzeugen eine eigene Fahrzeugart und wird in den Zulassungsbescheinigungen, sofern eine neue EU-Typgenehmigung vorliegt, einheitlich als Wohnmobil bezeichnet; frühere Bezeichnungen wie So.-Kfz für sonstiges Kfz fallen damit weg. - Wohnwagen (Wikipedia)
Ein Wohnwagen (Synonyme: Caravan, Campingwagen) ist ein Anhänger (fast immer ein Starrdeichselanhänger) für Kraftfahrzeuge, in dem sich eine Wohnungseinrichtung befindet. Wesentlicher Unterschied zu den Wohnmobilen (Reisemobilen) ist das Fehlen eines eigenen Antriebs. Anhängergespanne unterliegen in den meisten Ländern Geschwindigkeitsbeschränkungen (typischerweise 80 bis 100 km/h). - Zelt (Wikipedia)
Ein Zelt ist ein vergleichsweise kleines und leichtes transportables Gebäude aus wenigen, nicht fest miteinander verbundenen Bauteilen, die ein einfaches Abbauen und Wiederaufstellen ermöglichen. In der Regel besteht ein Zelt aus einer skelettartigen Tragkonstruktion (Gerüst), über die eine wind- und wasserdichte Plane gespannt wird. Das Gerüst wird aus Zeltstangen oder Stäben aus Holz, Bambus, glasfaserverstärktem Kunststoff oder Metall zusammengefügt. Die Zeltplane besteht v. a. aus Textilien, Folien, aber auch aus Leder oder anderen Naturmaterialien. Um die Plane am Erdboden zu halten, dienten Völkern, die nicht über Metalläxte verfügten, häufig Steine oder Erde, die auf das untere Ende der Plane gelegt wurden. Später wurden verschiedene Abspannvorrichtungen entwickelt: etwa simple Holzpflöcke, die direkt durch die Plane gesteckt wurden oder sogenannte Heringe aus Metall oder Kunststoff, an denen Leinen befestigt werden, die mit der Plane verbunden sind. Zelte mit textiler Membran sind eine Form textiler Architektur. Zelte dienen dem vorübergehenden Aufenthalt von Personen, dem Lagern von Gütern, als Unterkunft auf Reisen und Expeditionen, als Versammlungsstätte oder dem Wohnen von Nomaden. Bei Großveranstaltungen kommen Festzelte als Veranstaltungssäle zum Einsatz, das Zirkuszelt ist der traditionelle Veranstaltungsort eines Zirkus. Zelte werden von Unternehmen auch bei Messen und Ausstellungen oder bei Sonderverkäufen als Verkaufsfläche verwendet. Darüber hinaus finden Zeltkonstruktionen in der zeitgenössischen Architektur vermehrt auch als dauerhafte Konstruktionen Verwendung. Zelte sind neben Hütten die ältesten Gebäude der Menschheit, die Jahrhunderttausende lang als einzige Behausung dienten.