Vom Filmset in die Führungsetagen: Karen Hempel verbindet Kognitive Neurowissenschaft und Schauspielkunst zu ihrem Leadership-Konzept Neuro-Charisma.

„Heimat 3“-Star – Warum innere Heimat Führung verändert

Foto: Frank Dunski – Porträt Karen Hempel

Köln/Mastershausen – Rückkehr an den Drehort:
Fast zwei Jahrzehnte nach den Dreharbeiten zu Edgar Reitz‘ preisgekröntem Filmepos „Heimat 3“ kehrte Karen Hempel an den Drehort Mastershausen im Hunsrück zurück; diesmal nicht als Schauspielerin, sondern als Kognitive Neurowissenschaftlerin, Unternehmerin, Autorin und internationale Keynote-Speakerin.

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Beim Internationalen Speaker Slam präsentierte sie ihr Leadership-Konzept „Neuro-Charisma“. Bereits zuvor gewann sie im Rahmen der Veranstaltung das Silent Speaker Battle, bei dem das Publikum per Knopfdruck den überzeugendsten Vortrag wählte.

„Warum vertrauen Menschen Führungspersönlichkeiten?“

Vor rund 150 Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften aus 21 Nationen sprach Hempel über eine zentrale Frage moderner Führung:
Warum vertrauen Menschen manchen Führungspersönlichkeiten – und anderen nicht?
Im Mittelpunkt ihres Vortrags stand die These, dass vertrauenswürdige Führung nicht allein durch Fachkompetenz, Hierarchien oder Managementmethoden entsteht. Entscheidend sei vielmehr die eigene innere Heimat als Zustand emotionaler Selbstverankerung, der Orientierung gibt und authentische Präsenz ermöglicht. Aus diesem persönlichen Fundament erwachsen verantwortungsvolle Entscheidungen und vertrauenswürdige Führung.

„Doch die Suche nach vertrauenswürdiger Führung ist momentan vergleichbar mit dem Perlentauchen im Ozean“, sagt Karen Hempel.

Warum ist das so?
Es gibt mehr Wissen, Trainingsformate und Führungsliteratur als je zuvor. Gleichzeitig nehmen Komplexität, Effizienzdruck, Geschwindigkeit und Überforderung zu. Für Reflexion bleibt vielen kaum noch Raum. So entsteht schnell ein „Business as usual“, ein „Rette sich, wer kann“ oder Burnout kündigt sich an. Hempel verweist darauf, dass neurowissenschaftliche Erkenntnisse Burnout nicht ausschließlich als Folge äußerer Belastungen betrachten. In Anlehnung an die Lehre eines ihrer ehemaligen Professoren könne Burnout auch als biochemischer Ausdruck einer inneren Heimatlosigkeit verstanden werden.
Fehlt dieses innere Fundament, leiden nicht nur die Selbstregulation, sondern langfristig auch die Qualität von Führung, Zusammenarbeit und Organisationskultur.

Für Hempel zeigt sich vertrauenswürdige Führung dort, wo Menschen ihr persönliches Fundament gefunden haben. Wirksame Führung entfalte sich durch die kontinuierliche und bewusste Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

„Neuro-Charisma – Wissenschaft trifft Schauspielkunst:“

Die wissenschaftliche Grundlage ihres modernen Leadership-Konzepts Neuro-Charisma entwickelte Karen Hempel im Masterstudium der Kognitiven Neurowissenschaft. Im Mittelpunkt ihrer Masterarbeit standen die Entwicklungsarchitektur des Kompetenz-Ichs sowie die Frage, warum innere Heimat Vertrauen entstehen lässt – die Basis vertrauenswürdiger Führung.
Daraus entstand Neuro-Charisma – ein fundiertes Leadership-Konzept, das sie gemeinsam mit Führungskräften, Unternehmen und Organisationen kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Weg dorthin war ungewöhnlich. Nach ihrer langjährigen Schauspielkarriere wollte Hempel verstehen, warum manche Menschen allein durch ihre Präsenz Vertrauen schaffen, während andere trotz hoher fachlicher Kompetenz oder trainierter Inszenierung kaum Wirkung entfalten.

Heute verbindet Hempel in ihrem Wirkungskonzept Neuro-Charisma Erkenntnisse der Kognitiven Neurowissenschaft, Psychologie und professioneller Performance zu einem Ansatz, der Führung als Ausdruck einer gefestigten Persönlichkeit versteht.
„Führungskompetenz braucht Kante. Führungskompetenz braucht Rückgrat. Führungskompetenz braucht Integrität.“

„Von der Bühne in die Führungsetagen:“

2024 kehrte Hempel auf die internationale Bühne zurück und wirkte in einer Produktion des Physical Theatre Lab am Stella Adler Studio of Acting in New York mit.

Für sie sind Schauspiel, Neurowissenschaft und ihr Leadership-Konzept Neuro-Charisma unterschiedliche Perspektiven auf dieselbe Frage:
„Wie entsteht eine wirkungsstarke Resonanz zwischen Menschen?“
Dass sie diese Gedanken ausgerechnet am Drehort von „Heimat 3“ präsentierte, hatte für Hempel besondere Bedeutung.
Dort, wo sie einst den Begriff „Heimat“ künstlerisch verkörperte, sprach sie heute über die innere Heimat als Fundament für Glaubwürdigkeit, Resonanz und vertrauenswürdige Führung.

„Ihr Appell an Führungskräfte und gesellschaftliche Gestalter:“

Wer vertrauenswürdige Führung entwickeln will, sollte zuerst die eigene innere Verankerung stärken.
Denn Führung beginnt nicht bei der Wirkung nach außen, sondern bei der Stabilität im Inneren.
Wer anderen Orientierung geben will, braucht zunächst eine innere Heimat.

An dieser Stelle setzt ihr zeitgemäßes Konzept des Neuro-Charisma an: Es verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit professioneller Schauspielkunst und den Prinzipien einer vertrauenswürdigen Führungskultur.

Kontakt
Hempel Businessacting
Karen Hempel
Chamissostr. 14
50825 Köln
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http://www.business-acting.com

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Burnout (Wikipedia)
    Burnout bzw. Burn-out steht für: Burn-out, ein Erschöpfungszustand Burn-out, Durchdrehenlassen der Reifen eines Fahrzeugs; siehe Fahrtechnik #Burn-out Burnout (Computerspielreihe), eine Rennspiel-Reihe von Criterion Games Burnout – der Film, österreichischer Spielfilm, 2016 Siehe auch:
  • Edgar Reitz (Wikipedia)
    Edgar Reitz (* 1. November 1932 in Morbach) ist ein deutscher Autor und Filmregisseur und ehemaliger Professor für Film an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Größere Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Heimat-Filmreihe.
  • Führungskompetenz (Wikipedia)
    Führungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Ziele festzulegen und das Verhalten anderer Menschen so zu beeinflussen und zu führen, dass diese Ziele in Resultate umgesetzt werden. Der Prozess von der Zielsetzung bis zur Ergebniskontrolle und die persönliche Beziehung zwischen Führenden und Geführten können unterschiedlich gestaltet sein. Das beschreiben verschiedene Führungsstile. Führung ist ein Teilbereich des Managements (neben Planung, Organisation und Kontrolle). Sind Führungskräfte auch für Managementaufgaben verantwortlich, fallen Management und Führung zusammen (siehe Managementkompetenz).
  • Heimat 3 (Wikipedia)
    Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende ist der dritte Teil der Heimat-Trilogie des Regisseurs Edgar Reitz. Der Film wurde 2002/2003 gedreht und besteht aus sechs Teilen mit jeweils 100 bis 133 Minuten Lauflänge.
  • Karen Hempel (Wikipedia)
    Karen Hempel (* 1971 auf Rügen) ist eine deutsche Schauspielerin.
  • Kognitive Neurowissenschaft (Wikipedia)
    Die kognitive Neurowissenschaft (englisch cognitive neuroscience) beschäftigt sich mit den neuronalen Mechanismen, die mit kognitiven Fähigkeiten im Zusammenhang stehen. Das Feld der kognitiven Neurowissenschaft weist Überschneidungen mit der Kognitionswissenschaft und der kognitiven Psychologie auf. Die Kognitionswissenschaft beschäftigt sich mit bewussten und unbewussten psychischen Vorgängen. Dazu gehören die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Exekutive Funktionen, Urteilen, Entscheiden, bewusstes und unbewusstes Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Lernen, Emotion, Motivation, Hemisphärenasymmetrie, Hirnplastizität, Sprache, Lesen, Schreiben, Psychomotorik und die Einflüsse des Alterns auf das Gehirn und Verhalten. Während die kognitive Psychologie versucht den (menschlichen) Geist zu verstehen (z. B. die Entstehung von Erinnerungen, Gedanken etc.), beschäftigt sich die kognitive Neurowissenschaft zusätzlich noch mit den zugrundeliegenden neurobiologischen Prozessen. Insofern ist diese Disziplin eine Kombination zwischen moderner kognitiver Psychologie und allem, was die Neurowissenschaft und Neurobiologie zu bieten hat. Es geht also um den Zusammenhang zwischen Hirnfunktionen und Verhalten. Beide Bereiche beeinflussen sich gegenseitig, da ein genaueres Verständnis der mentalen Prozesse hilfreich für das Verständnis der zugrundeliegenden Hirnstrukturen ist und umgekehrt. Die kognitive Neurowissenschaft ist eine recht junge Forschungsrichtung, deren Etablierung zu zahlreichen neuen Erkenntnissen und somit zu einem großen Sprung in der Untersuchung des menschlichen Gehirns führte.
  • Leadership (Wikipedia)
    Der Ausdruck Führung bzw. dessen Verb führen trägt im Neuhochdeutschen die Bedeutung „leiten“, „die Richtung bestimmen“, „in Bewegung setzen“ und kommt in zahlreichen Wissenschaften vor. Speziell in den Sozialwissenschaften bezeichnet der Begriff planende, koordinierende und kontrollierende Tätigkeiten in Gruppen und Organisationen (engl. leadership).
  • Persönlichkeitsentwicklung (Wikipedia)
    Der Begriff Persönlichkeit (abgeleitet von Person) hat die Individualität jedes einzelnen Menschen oder Tiers zum Gegenstand und bezeichnet meist einen lebenserfahrenen, reifen Menschen mit ausgeprägten Charaktereigenschaften. Dabei geht es um die Frage, hinsichtlich welcher psychischen Eigenschaften sich Menschen als Individuen oder in Gruppen voneinander unterscheiden. „Temperament“ und „Charakter“ sind ältere Fachbezeichnungen und nicht als Synonym zu verwenden, da sie zum Teil eine andere Bedeutung haben. Es werden zahlreiche Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Die normale menschliche Variation von Persönlichkeitsmerkmalen steht dabei ebenso im Interesse der Forschung wie die Identifikation von Persönlichkeitsstörungen. Kernfragen sind beispielsweise die Stabilität oder Veränderung von Persönlichkeitsmerkmalen, ihre dispositionelle Funktion (Bedeutung für zukünftiges Verhalten) oder die Art ihrer Repräsentation und Manifestation (Konstrukte oder Rekonstrukte). In der Philosophie werden eher die Begriffe Personalität und Person verwendet (vgl. Philosophische Anthropologie).
  • Resonanz (Wikipedia)
    Resonanz (von lateinisch resonare „widerhallen“) ist in Physik und Technik das verstärkte Mitschwingen eines schwingfähigen Systems, wenn es einer zeitlich veränderlichen Einwirkung unterliegt. Dabei kann das System um ein Vielfaches stärker ausschlagen als beim konstanten Einwirken der Anregung mit ihrer maximalen Stärke. Bei periodischer Anregung muss die Anregungsfrequenz oder ein ganzzahliges Vielfaches davon in der Nähe einer Resonanzfrequenz des Systems liegen. Das Phänomen kann bei allen schwingfähigen physikalischen und technischen Systemen auftreten und kommt auch im Alltag häufig vor. Resonanzen werden in der Technik oft ausgenutzt, um eine bestimmte Frequenz herauszufiltern oder zu verstärken. Wo eine Verstärkung nicht gewünscht ist, müssen unerwünschte Resonanzen jedoch vermieden werden. Die im Resonanzfall anwachsenden Ausschläge entstehen dadurch, dass das System bei jeder Schwingung erneut Energie aufnimmt und speichert. Um zu verhindern, dass das System durch zu große Ausschläge aus dem schwingfähigen Amplitudenbereich austritt (Resonanzkatastrophe) oder zerstört wird, kann seine Dämpfung erhöht, seine Eigenfrequenz oder die Anregungsfrequenz verändert, oder die Stärke der Anregung verringert werden. Das anfängliche Anwachsen der Ausschläge wird dadurch begrenzt, dass die zugeführte Energie zunehmend von der Dämpfung (z. B. Reibung) aufgezehrt wird, oder dadurch, dass sich bei zu großem Unterschied zwischen Resonanz- und Anregungsfrequenz der Energiefluss immer wieder umkehrt, weil Anregung und schwingendes System „aus dem Takt“ geraten. Als Folge stellt sich im Laufe der Zeit der Zustand der eingeschwungenen Schwingung her, bei dem die Amplitude konstant bleibt und die Schwingungsfrequenz mit der Anregungsfrequenz übereinstimmt. Die weiterhin in jeder Schwingung zugeführte Energie wird dann vollständig von der Dämpfung aufgezehrt. Nach Abschalten der Anregung kommt das System in Form einer gedämpften Schwingung mit seiner Eigenfrequenz allmählich zur Ruhe. Das Phänomen der Resonanz spielt in Physik und Technik auf vielen Gebieten eine wichtige Rolle, zum Beispiel in der Mechanik, Akustik, Baudynamik, Elektrizitätslehre, Geowissenschaft, …
  • Selbstführung (Wikipedia)
    Der Begriff Selbstmanagement bezeichnet die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Dazu gehören Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbständige Motivation, Zielsetzung, Planung, Zeitmanagement, Organisation, Lernfähigkeit und Erfolgs­kontrolle durch Feedback.
  • Vertrauen (Wikipedia)
    Vertrauen bezeichnet eine bestimmte Art von subjektiver, auch emotional gefärbter, Überzeugung, nach der man sein Verhalten einrichtet. Es kommt in verschiedenen Ausrichtungen vor, je nachdem, was der unmittelbare Gegenstand des Vertrauens ist. Das Vertrauen auf eine andere Person beinhaltet Überzeugungen über ihre Redlichkeit und ihre zukünftigen Handlungsweisen: Man erwartet, dass diese Person einem hilfreich sein oder jedenfalls nicht schaden werde. Vertrauen bringt daher Kooperation hervor. Hierbei macht der Vertrauende Aspekte seines eigenen Wohlergehens und seiner Sicherheit vom Verhalten des Kooperationspartners abhängig, geht mit seinem Vertrauen also auch ein Risiko ein. Das Gegenteil des Vertrauens ist das Misstrauen; es beinhaltet wesentlich, dass man gegenüber anderen Personen, weil man sie negativ bewertet, Vorsichtsmaßnahmen ergreift, um Schädigung durch sie auszuschließen. Mindestens trifft man eigene Vorkehrungen, um sich zu sichern, und lässt das eigene Wohlergehen nicht vom Verhalten des anderen abhängen. Misstrauen reduziert daher das Ausmaß von Kooperation. Vertrauen und Misstrauen haben gemeinsam, dass Erwartungen und Bewertungen in Bezug auf andere Menschen bestehen, nicht etwa Gleichgültigkeit. Entsprechend gibt es auch das Vertrauen auf eine Information, also etwa auf den Inhalt von Nachrichten, Lehren und Anleitungen: Es beinhaltet die Überzeugung, dass darin keine Täuschung oder Unwahrheit liegt und dass man sein Handeln schadlos danach ausrichten kann. Ein weiterer Sonderfall ist der Begriff des Selbstvertrauens: Hierbei erstreckt sich Vertrauen auch auf Überzeugungen über die eigenen Fähigkeiten, wünschenswerte Ziele zu verwirklichen (als ein Aspekt des Selbstwertgefühls). Neben einem psychologisch-persönlichkeitstheoretischen Ansatz, der die Quelle des Vertrauens in sozialisationsbedingten oder kulturell vermittelten Persönlichkeitsstrukturen sucht, gibt es ökonomische, soziologische, politologische und sozialpsychologische Theorien (transaktionsanalytische Modelle), die versuchen, die Entstehung von Vertrauen in institutionellen Zusammenhängen (z. B. in Organisationen) bzw. in interpersonalen Beziehungen zu erklären.
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