Bernhard Schindler im Gespräch mit StartUps in Vienna

Warum der Elevator Pitch über Erfolg oder Stillstand entscheidet

Bernhard Schindler im Gespräch mit StartUps in Vienna

Wien, 23. April – Im Motto am Fluss traf Bernhard Schindler auf 20 ambitionierte StartUps. Ein Abend voller Energie, Ideen und Aufbruchsstimmung – und gleichzeitig eine klare Erkenntnis, die sich wie ein roter Faden durch alle Gespräche zog: Viele Gründer haben starke Ansätze, aber zu wenig Klarheit in ihrer Kommunikation. Genau hier setzt Schindler an – und wird im Gespräch deutlich.

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„Die meisten Gründer glauben, ihr Produkt entscheidet. Das ist ein Trugschluss“, sagt Schindler. „Was wirklich entscheidet, ist, ob du in wenigen Sekunden erklären kannst, warum das, was du tust, relevant ist. Und genau das ist der Elevator Pitch.“

Im Verlauf des Abends wurde sichtbar, wie groß die Diskrepanz ist: Während einige Teilnehmer direkt auf den Punkt kamen und sofort Interesse erzeugten, verloren sich andere in langen Erklärungen. Für Schindler ist das kein Detail, sondern ein strukturelles Problem. „Unklarheit kostet dich Deals. Unklarheit kostet dich Aufmerksamkeit. Und am Ende kostet dich Unklarheit Wachstum.“

Dabei geht es für ihn längst nicht nur um Kommunikation, sondern um ein tieferes Prinzip. „Ein sauberer Elevator Pitch zwingt dich, dein eigenes Geschäftsmodell wirklich zu verstehen. Wenn du es nicht in 20 bis 30 Sekunden erklären kannst, hast du es selbst noch nicht klar genug durchdrungen. Das ist die harte Wahrheit.“

Besonders eindrücklich beschreibt Schindler die mentale Komponente, die viele unterschätzen. „In diesen Momenten, wenn du vor Menschen stehst oder plötzlich Aufmerksamkeit bekommst, kommt die Nervosität. Der Kopf wird laut, die Gedanken springen. Genau dann zeigt sich, ob du vorbereitet bist.“ Der Elevator Pitch sei dabei mehr als nur ein Werkzeug – er sei ein Anker. „Er bringt dich durch die Angst durch. Er gibt dir Struktur, wenn du unter Druck bist. Und er sorgt dafür, dass du dich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lässt. Das ist das A und O.“

Für junge Unternehmer sei das entscheidend, gerade im Kontext von Netzwerken und Matchmaking. „Du kannst die besten Kontakte der Welt haben – wenn du in diesem einen Moment nicht lieferst, ist die Chance vorbei. Matchmaking funktioniert nur dann, wenn Klarheit auf Bedarf trifft. Und diese Klarheit beginnt immer mit deinem Pitch.“

Schindler beobachtet dabei einen klaren Unterschied zwischen denjenigen, die vorbereitet sind, und denen, die es nicht sind. „Die einen erklären. Die anderen wirken. Und Wirkung ist das, was verkauft.“ Ein starker Pitch schaffe es, nicht nur Inhalte zu transportieren, sondern Vertrauen und Interesse zu erzeugen. „Das Ziel ist nicht, alles zu sagen. Das Ziel ist, dass dein Gegenüber sagt: Erzähl mir mehr.“

Dass dieses Thema kein theoretisches ist, zeigt ein Blick auf die Praxis: In kurzer Zeit wurden in der von Schindler initiierten Pitch Factory über 100 Pitches entwickelt. Für ihn ein klares Signal. „Sobald Klarheit da ist, verändert sich alles – Auftreten, Wirkung, Abschlussstärke. Die Leute werden plötzlich wahrgenommen.“

Sein Fazit aus dem Abend in Wien fällt entsprechend deutlich aus: „Der Elevator Pitch ist kein Nice-to-have. Er ist dein Eintrittsticket. Er entscheidet, ob du gehört wirst oder untergehst.“ Und weiter: „Wer seinen Pitch nicht im Griff hat, hat sein Business nicht im Griff.“

Der Abend im Motto am Fluss hat damit nicht nur neue Kontakte geschaffen, sondern vor allem eines deutlich gemacht: In einer Welt voller Möglichkeiten gewinnt nicht die beste Idee – sondern die klarste Botschaft.

Der SCHINDLER Circle ist die Heimat für Unternehmer:innen, die echten Fortschritt wollen. Mit Bernhard als persönlichem Sparringspartner entwickelst du monatlich live und persönlich neue Brands, gehst mutige Wege in deiner Positionierung, entfaltest klare Strategien, öffnest ungeahnte Türen und bringst sogar neue Produkte konsequent auf die Straße. Dazu kommen die starken Matches der legendären Powerdays und die Fähigkeit, deine unternehmerische Helikopterperspektive zu schärfen.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • mittelstand (Wikipedia)
    Als (gewerblicher) Mittelstand werden im deutschsprachigen Raum (mit Ausnahme der Schweiz, siehe Mittelschicht) je nach gewählter Definition die Gesamtheit aller Unternehmen bezeichnet, die als kleines oder mittleres Unternehmen gelten (nicht mehr als 500 Beschäftigte und nicht mehr als 50 Mio. € Jahresumsatz), oder bei denen noch mindestens ein wirtschaftlich unabhängiges Gründungsmitglied beteiligt ist. Eine allgemein gültige und akzeptierte Definition gibt es nicht. Der Ausdruck aus der Ständegesellschaft bekam diese Hauptbedeutung erst in jüngeren Jahren. Im Duden steht er noch im Jahre 2001 für die Mittelschicht. Besonders in der Schweiz wird er weiterhin so benutzt. Mangels äquivalenter Übersetzungen hat das Wort als Lehnwort mittelstand in die englische und spanische Sprache Eingang gefunden.
  • Unternehmer (Wikipedia)
    Unternehmer ist, wer als natürliche oder juristische Person allein oder gemeinsam mit anderen Mitunternehmern ein Unternehmen betreibt.
  • Unternehmertum (Wikipedia)
    Der Begriff Unternehmertum (englisch entrepreneurship, von französisch entreprendre ‚unternehmen‘), auch Unternehmergeist, Gründertum, Gründerszene oder Gründerkultur, beschäftigt sich als wirtschaftswissenschaftliche Teildisziplin mit dem Gründungsgeschehen oder der Gründung von neuen Organisationen als Reaktion auf identifizierte Möglichkeiten und als Ausdruck spezifischer Gründerpersönlichkeiten, die ein persönliches Kapitalrisiko tragen. Entrepreneur war im Französischen seit dem 16. Jahrhundert eigentlich ein Begriff für einen militärischen Anführer. So wurde im 18. Jahrhundert zuerst von B. F. de Belister eine Person genannt, die Waren zum kontrahierten Preis verkauft und versucht, sie möglichst billig einzukaufen (sog. Arbitrage, also im Unterschied zu späteren Definitionen ein risikoloses Geschäft). Die klassischen Definitionen des Entrepreneurs heben seine gesamtwirtschaftliche Erneuerungsfunktion hervor. In der modernen Entrepreneurship-Literatur finden sich zahlreiche, teils breitere Definitionsansätze. Entrepreneurship ist mehr als Unternehmensgründung und effiziente Nutzung von Ressourcen. Es schließt kreative Elemente wie die systematische Identifizierung von (Markt-)Chancen, das Finden von neuen (Geschäfts-)Ideen und deren Umsetzung in Form von neuen Geschäftsmodellen ein und ist nicht zwingend mit der Eigentümerfunktion verbunden. Das heißt, Unternehmertum kann auch innerhalb bestehender Unternehmen von Nicht-Eigentümern praktiziert werden (Intrapreneurship). Der deutsche Begriff „Unternehmertum“ bezeichnet außerdem die Gesamtheit der Unternehmer eines Landes bzw. die soziale Klasse der Unternehmer (z. B. das „österreichische Unternehmertum“), wobei die Abgrenzung zum Kleinunternehmertum unscharf verläuft. Zur Kennzeichnung der Charakteristika von innovativen, persönlich risikotragenden Gründern wird heute in der deutschen Sprache meist der Entrepreneurbegriff verwendet. Hingegen wird ein Gründer ohne innovative Geschäftsideen, ohne eigene Mitarbeiter und ohne Wachstumspotenzial im Unterschied zum Entrepreneur oft als Existenzgründer bezeichnet. Als Start-Up bezeichnet man eine frühe und zeitlich begrenzte Entwicklungsphase eines innovativen …
  • wirtschaft (Wikipedia)
    Wirtschaft oder Ökonomie ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen. Zu den wirtschaftlichen Einrichtungen gehören Unternehmen, private und öffentliche Haushalte, zu den Handlungen des Wirtschaftens Herstellung, Absatz, Tausch, Konsum, Umlauf, Verteilung und Recycling/Entsorgung von Gütern. Solche Zusammenhänge bestehen zum Beispiel auf welt-, volks-, stadt-, betriebs- und hauswirtschaftlicher Ebene.
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