Ernst Crameri spricht in Folge 3218 seines Podcasts „Ergebnisorientiert“ über Freiheit, persönliche Werte und die Frage, wie viel Selbstbestimmung Menschen in ihrem Alltag tatsächlich leben.
Wer bestimmt eigentlich über dein Leben?
Diese Frage stellt Ernst Crameri in Folge 3218 seines Podcasts „Ergebnisorientiert“ mit großer Konsequenz.
Im Mittelpunkt stehen Freiheit, persönliche Werte und die tägliche Entscheidung, das eigene Leben tatsächlich selbst zu gestalten. Viele Menschen, so Crameri, funktionieren über Jahre hinweg. Sie erfüllen Erwartungen, passen sich an, bleiben in Situationen, die ihnen nicht guttun, und verlieren dabei zunehmend den Kontakt zu dem, was ihnen selbst wirklich wichtig ist.
Ausgangspunkt der Folge ist eine persönliche Erfahrung. Crameri hatte ursprünglich geplant, seinen Aufenthalt zu beenden und nach Deutschland zurückzufahren. Doch das Gefühl von Glück, Dankbarkeit und Freiheit an seinem Aufenthaltsort führte zu einer anderen Entscheidung: Er blieb weitere fünf Tage.
Für ihn ist genau das gelebte Freiheit. Nicht permanent andere fragen zu müssen. Nicht automatisch einem Plan zu folgen, nur weil er einmal festgelegt wurde. Sondern bewusst zu prüfen: Was passt jetzt wirklich zu mir?
Crameri macht deutlich, dass Freiheit nicht nur bedeutet, frei entscheiden zu können. Sie bedeutet auch, Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen.
Besonders zentral sind dabei die eigenen Werte. Wer dauerhaft gegen das lebt, was ihm persönlich wichtig ist, zahlt dafür einen hohen Preis. Das kann die Arbeit betreffen, Beziehungen, den Wohnort, Lebensentscheidungen oder den ständigen Versuch, Erwartungen anderer zu erfüllen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Lebe ich wirklich mein eigenes Leben oder überwiegend das Leben, das andere von mir erwarten?
Crameri verweist dabei auch auf die Endlichkeit des Lebens. Zeit sei nicht unbegrenzt verfügbar. Irgendwann komme der Moment, an dem jeder Mensch zurückblicke und sich fragen müsse, ob er wirklich gelebt oder überwiegend funktioniert habe.
Sein Appell ist klar: Wer merkt, dass etwas dauerhaft gegen die eigenen Werte läuft, sollte nicht wegsehen. Er sollte hinschauen, Entscheidungen treffen und nach Lösungen suchen.
Vertiefende Impulse zu Freiheit, Selbstbestimmung, persönlicher Entwicklung und einem werteorientierten Leben vermittelt Ernst Crameri in der Crameri Academy.
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- Dankbarkeit (Wikipedia)
Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird. Man kann dem Göttlichen, den Menschen oder sogar dem Sein gegenüber dankbar sein, oder allen zugleich. Geschichtlich gesehen stand und steht die Erfahrung der Dankbarkeit im Blickpunkt einiger Weltreligionen. Sie wurde intensiv diskutiert von Moralphilosophen wie etwa Adam Smith in seiner Theorie der ethischen Gefühle (1759). Das systematische Studium der Dankbarkeit begann innerhalb der Psychologie um das Jahr 2000, ausgehend von der Positiven Psychologie. - freiheit (Wikipedia)
Freiheit (lateinisch libertas) wird in einem weiten Sinn als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Optionen auszuwählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt in Philosophie, Politikwissenschaft, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts. Freiheitsbegriffe befinden sich ständig in Diskussion und damit in einem permanenten Wandel und umfassen jeweils gleichzeitig psychologische, soziale, kulturelle, religiöse, politische und rechtliche Dimensionen. Freiheit gehört zu den zentralen Begriffen der Ideengeschichte. - Persönlichkeitsentwicklung (Wikipedia)
Der Begriff Persönlichkeit (abgeleitet von Person) hat die Individualität jedes einzelnen Menschen oder Tiers zum Gegenstand und bezeichnet meist einen lebenserfahrenen, reifen Menschen mit ausgeprägten Charaktereigenschaften. Dabei geht es um die Frage, hinsichtlich welcher psychischen Eigenschaften sich Menschen als Individuen oder in Gruppen voneinander unterscheiden. „Temperament“ und „Charakter“ sind ältere Fachbezeichnungen und nicht als Synonym zu verwenden, da sie zum Teil eine andere Bedeutung haben. Es werden zahlreiche Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Die normale menschliche Variation von Persönlichkeitsmerkmalen steht dabei ebenso im Interesse der Forschung wie die Identifikation von Persönlichkeitsstörungen. Kernfragen sind beispielsweise die Stabilität oder Veränderung von Persönlichkeitsmerkmalen, ihre dispositionelle Funktion (Bedeutung für zukünftiges Verhalten) oder die Art ihrer Repräsentation und Manifestation (Konstrukte oder Rekonstrukte). In der Philosophie werden eher die Begriffe Personalität und Person verwendet (vgl. Philosophische Anthropologie). - selbstbestimmung (Wikipedia)
Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία autonomía ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘, aus αὐτός autós ‚selbst‘ und νόμος nómos ‚Gesetz‘) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung des freien Willens, deren der Mensch als vernünftiges Wesen fähig ist. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, die Fremdbestimmung. Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird die Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können. Ein zentrales Ziel jeder philosophischen Theorie der Autonomie ist, die Eigenschaft und Fähigkeit zu bestimmen, aufgrund derer Personen in der Lage sind, ihr Leben als eigenes autonom zu führen. Nach allgemein geteilter Ansicht muss eine autonome Person zumindest in der Lage sein, eine kritische Selbstbewertung der eigenen Werte und Normen durchzuführen, wenn sie aufgrund von Kritik oder neuen Problemkonstellationen dazu aufgefordert wird.