Wenn’s sticht, brennt oder beißt: Die richtige Hilfe zur richtigen Zeit

Wärme, Kälte, Quark – oder doch lieber zum Arzt? So handeln Sie richtig bei Stichen und Bissen

Wenn’s sticht, brennt oder beißt: Die richtige Hilfe zur richtigen Zeit

Insektenstiche: Apotheken beraten, was gegen Juckreiz und Schwellungen hilft (Bildquelle: © LAV/canva)

Mainz – Im Sommer ist es schnell passiert: Die Bremse beißt, die Sonne brennt oder das Petermännchen sticht. So unterschiedlich die Ursachen sind, so unterschiedlich sind auch die richtigen Maßnahmen. Was beim Wespenstich hilft, kann die Begleiterscheinungen bei einem Bremsenbiss schlimmer werden lassen. Die Apotheken vor Ort haben nützliche Tipps, welche Hausmittel die Beschwerden lindern und welche Arzneimittel die Heilung unter-stützen.

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„Viele Menschen kühlen instinktiv einen Bremsenbiss, wie man es bei Insektenstichen eben auch tun würde. Da die Bremse aber ein Gift in die Haut abgibt, sollte die betroffene Stelle mit Wärme behandelt werden, um das Gift unschädlich zu machen. Das gilt auch beim Stich eines Petermännchens. Je wärmer, umso besser! – Aber Vorsicht: nicht verbrennen!“ gibt Apothekerin Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV zu bedenken. „In der Apotheke gibt es kleine Geräte, die die richtige Menge an Wärme auf die Hautstelle leiten. Sie sind nicht viel größer als ein Kugelschreiber und passen in jede Tasche.“ Auch bei Stichen von bestimmten Quallen-Arten kann Wärme gut helfen. „Die Profis in den Apotheken vor Ort wissen, was man als Erste-Hilfe-Maßnahmen tun kann. Zum Beispiel sollte auf keinen Fall mit Süßwasser gespült werden. Das aktiviert die giftigen Tentakel erst so richtig! Meerwasser ist da eine tolle Lösung und gleich verfügbar!“

Wann kommt Kälte und Quark zum Einsatz?

Die Stiche von Wespen, Bienen und Mücken werden gekühlt – ebenso ein Sonnenbrand. „Der Tipp, Quark auf einen Sonnenbrand aufzutragen, kursiert schon lange und hartnäckig. Es ist richtig, dass dieser die Haut kühlt. Aber viele Sonnenanbeter vergessen, ihn rechtzeitig zu entfernen. Die Hitze staut sich dann unter der Quarkschicht, was die Beschwerden eher verschlimmert. Außerdem kann es zusätzliche Schmerzen verursachen, den ausgetrockneten Quark zu entfernen,“ erklärt Engel-Djabarian. „Da sind kühlende Gele aus der Apotheke sicher sinnvoller und hilfreicher.“

Und wann zum Arzt?

Sie gehen am besten zum Arzt, wenn:

• sich Brandblasen beim Sonnenbrand gebildet haben,

• die Einstichstelle stark anschwillt (Gelenke sind nicht mehr sichtbar)

• Sie allergisch reagieren,

• eine Biene oder Wespe in den Mund oder die Nase gestochen hat oder

• sich der Stich stark entzündet und eitert.

Wichtig: Bei Atemnot rufen Sie bitte sofort die 112!

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den rund 800 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Kontakt
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV
Petra Engel-Djabarian
Terrassenstr. 18
55116 Mainz
06131 20491-0
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http://www.lav-rp.de

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Apotheke (Wikipedia)
    Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über unerwünschte Wirkungen aufzuklären und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Waren mit gesundheitsförderndem Bezug.
  • Arzneimittel (Wikipedia)
    Ein Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“, mittelhochdeutsch arzenīe, auch erzenīe, arzātīe und ertzney: „Heilkunde, Heilkunst, Medizin, Heilmittel, Arzneimittel, Pharmazie“; verwandt mit „Arzt“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch, abgeleitet wie medicina von derselben Wurzel med-, medicamentum und medicamen sowie remedium: „Heilmittel“), genannt auch Pharmakon und Therapeutikum, ist ein Stoff (Arzneistoff) oder eine Zubereitung aus Stoffen, der bzw. die „zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten“ bestimmt ist oder sich zur Beeinflussung physiologischer Funktionen eignet oder eine medizinische Diagnose ermöglicht. Diese Definition beruht auf der ausführlicheren Formulierung im grundlegenden gesetzlichen Regelwerk der Europäischen Union (EU), der Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel). Die Definition aus den EU-Richtlinien ist mittlerweile in etliche nationale Arzneimittelgesetze eingeflossen, darunter auch in das deutsche Arzneimittelgesetz. Der gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Heilmittel wurde bereits im 19. Jahrhundert auch als Überbegriff angesehen und wurde in der deutschen Gesetzgebung um 1981 bewusst (zur Aussonderung aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen) vom „Arzneimittel“ unterschieden. Arzneimittel für Tiere (Tierarzneimittel) wurden in der EU mit Wirkung zum 28. Januar 2022 in ein eigenes Recht ausgegliedert. Die Bezeichnung Arznei aus der gehobenen Allgemeinsprache und frühere Bezeichnung von „zur Abgabe an den Verbraucher hergerichtete Arzneimittel“ um 1980 gebräuchlich gewesen, wird in der Fachsprache nicht mehr verwendet. Die Wortform Arzenei ist veraltet. Die Behandlung mit Arzneimitteln wird als Medikation, Arzneimitteltherapie, Arzneitherapie, Pharmakotherapie oder medikamentöse Therapie/Behandlung bezeichnet.
  • Insekten (Wikipedia)
    Insekten, wissenschaftlich Insecta (von lateinisch insectum, „das Eingeschnittene“), auch Kerbtiere oder Kerfe genannt, sind die artenreichste Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) und zugleich die mit absoluter Mehrheit auch artenreichste Klasse der Tiere überhaupt. Über eine Million Insektenarten sind bereits vor 2017 wissenschaftlich beschrieben worden und jährlich kommen rund 7.000 weitere Arten hinzu. Entomologen gehen jedoch davon aus, dass der bereits entdeckte Anteil lediglich 10 bis 20 Prozent der Insekten erfasst, die tatsächlich auf der Erde leben, während 80 bis 90 Prozent noch nicht entdeckt und klassifiziert wurden. Damit sind mehr als die Hälfte der etwa 2,16 Millionen beschriebenen Tierarten Insekten. Alleine aus Deutschland sind 2022 etwa 34.000 Arten von Insekten bekannt. Fossil wurden Insekten, die Silberfischchen ähnelten, erstmals vor 385 Millionen Jahren im Devon nachgewiesen.
  • Petermännchen (Wikipedia)
    Die Petermännchen (Trachinidae) sind eine Familie von Fischen aus der Ordnung der Barschartigen (Perciformes), die überwiegend im östlichen Atlantik, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer verbreitet sind. Das Gewöhnliche Petermännchen (Trachinus draco) kommt auch in der Nordsee und der westlichen Ostsee vor. Weitere Arten leben im Atlantik und Pazifik.
  • Sommer (Wikipedia)
    Der Sommer ist die wärmste der vier Jahreszeiten in den subtropischen, gemäßigten, kalten und arktischen Klimazonen. Je nachdem, ob er gerade auf der Nord- oder Südhalbkugel herrscht, spricht man vom Nord- oder Südsommer. Der Nordsommer findet gleichzeitig mit dem Südwinter statt. Er folgt auf den Frühling und liegt zeitlich vor dem Herbst.
  • Stich (Wikipedia)
    Stich steht für: eine Abwehrhandlung von mit einem Giftstachel bewehrten Insekten, siehe Insektenstich eine Runde im Kartenspiel, siehe Stich (Kartenspiel) ein Längenmaß der Schuster, siehe Stich (Längenmaß) Pariser Stich, eine Maßeinheit in der Schuhfertigung Stich (Textiltechnik): ein Grundmuster der manuellen oder maschinellen Fadenführung beim Nähen, Sticken und Spitzenmachen (z. B. Blindstich, Hexenstich, Kettenstich, Kreuzstich, Schlingstich, Stielstich) einen Knoten als Kurzbezeichnung für durch bestimmte Drucktechniken geschaffene Grafiken Holzstich Kupferstich Stahlstich ein Druckverfahren in Kunst und Buchdruck, siehe Stich und Schnitt einen Durchlauf des Walzguts beim Walzen Sonnenstich, umgangssprachlich für eine Hirnfunktionsstörung, siehe Hitzeschaden#Sonnenstich ein Stechen bzw. einen einzelnen, stechenden Schmerz Seitenstich, stechenden Schmerz, siehe Seitenstechen Stichwunde oder Stichverletzung eine Atemi-Technik im Kampfsport die Höhe eines Bogens zwischen seinen Widerlagern, siehe Pfeilhöhe einen Abbildungsfehler in der Farblehre Farbstich in der Fotografie einen intensiven Fehlgeschmack bei Nahrungsmitteln Eierstich Bienenstich, ein Kuchen aus Hefeteig Schweinebrustspitze, Teilstück des Schweinefleischs eine Gruppe von drei Tauben im Flugtaubensport die Form eines Beitels in der Vorderansicht ein Schwert aus den Romanen von J. R. R. Tolkien, siehe Gegenstände in Tolkiens Welt#Stich Stich ist der Name folgender geografischer Örtlichkeiten: Orte: Stich (Eschweiler), Stadtteil von Eschweiler, Städteregion Aachen, Nordrhein-Westfalen Stich (Overath), Ortsteil der Stadt Overath, Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen Stich (Oy-Mittelberg), Ortsteil der Gemeinde Oy-Mittelberg, Landkreis Oberallgäu, Bayern Štichov (Stich), Gemeinde im Okres Domažlice, Tschechien Vstiš (Stich), Gemeinde im Okres Plzeň-jih, Tschechien Straßenstücke: Wambacher Stich, Steigung im Straßenverlauf der Bundesstraße 260 Stich (Landesstraße 360), Mittelgebirgspass auf der Schwäbischen Alb bei Albstadt Berg: Stich Peak, Berg im Marie-Byrd-Land, Antarktika Stich ist der Familienname folgender Personen: Andrea Stich (* 1969), deutsche …
  • Urlaub (Wikipedia)
    Urlaub ist die Zeit, in der eine arbeitsfähige Person von der Arbeit freigestellt ist. In Deutschland und Österreich wird unter Urlaub in der Regel der Erholungsurlaub verstanden (Schweiz: Ferien), in der Schweiz umgekehrt nur andere Urlaubsarten als Ferien.
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