„Ein Nest voller Wunder“ verbindet kindgerechtes Wissen mit Beobachten, Forschen und Entdecken – und lädt Kinder ein, die Natur vor ihrer Haustür selbst zu erleben.
„Schnee kenne ich“, sagte mein dreijähriger Enkel Damian an einem Wintermorgen zu mir. Als ich fragte, woher, kam die selbstverständliche Antwort: „Aus dem Video.“ Beide gingen wir hinaus auf die Terrasse.Nun war Schnee nicht mehr nur etwas, das Damian gesehen hatte. Er konnte hineingreifen, spüren, wie kalt er war, ihn zusammendrücken und beobachten, wie er sich in seinen Händen veränderte. Aus etwas Bekanntem wurde eine eigene Erfahrung.
Für Brigitta Multerer-von Mengden wurde dieser Moment zum entscheidenden Impuls, eine fast 18 Jahre alte Buchidee wieder aufzugreifen – und sie weiterzuentwickeln. Das geplante Kinderbuch sollte nicht nur eine Naturgeschichte erzählen und Wissen über Amseln vermitteln. Es sollte Kinder dazu anregen, selbst zu beobachten, auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu machen.
Eine Buchidee, die in einem Vogelnest begann
Die Geschichte hinter dem Buch hatte bereits 2008 begonnen. Damals lebte die Autorin mit ihrer Familie in der Hallertau. Unter dem Dach ihrer Terrasse hatte eine Amsel ihr Nest gebaut. Gemeinsam mit ihrem neunjährigen Sohn Alexander beobachtete sie über etwa zwei Wochen das Brüten, Schlüpfen und Heranwachsen der Küken. Alexander stellte Fragen, schaute immer genauer hin und wurde selbst zum kleinen Naturforscher.
Seine Mutter begleitete die Entwicklung mit ihrer Kamera. Die damals entstandenen Fotografien dokumentierten das Leben der Amselfamilie und dienten später weitgehend als Vorlagen für die kindgerechten Illustrationen des Buches. Schon damals entstand die Idee, aus diesen Erlebnissen ein Kinderbuch zu machen. Doch andere Aufgaben rückten in den Vordergrund und das Vorhaben blieb liegen.
Erst die Erfahrung mit ihrem Enkel Damian gab viele Jahre später den Impuls, die Idee wieder aufzugreifen – nun verbunden mit dem Gedanken, die jungen Leserinnen und Leser über die Buchseiten hinaus zum eigenen Entdecken anzuregen.
Wissen weckt Neugier – eigenes Entdecken macht Natur erfahrbar
„Ein Nest voller Wunder – Von einem Ei zum ersten Flug“ begleitet die real beobachtete Amselfamilie vom Nestbau und Brüten über das Schlüpfen und Heranwachsen der Küken bis zu ihrem ersten Flug. Kinder erfahren dabei, wie sich die Küken im Ei entwickeln, wie sie schlüpfen, warum sie zunächst fast nackt und hilflos sind, wie ihre Federn wachsen, womit die Eltern sie füttern und was geschieht, wenn die jungen Amseln schließlich das Nest verlassen.
Doch das Wissen soll nicht auf den Buchseiten bleiben. Naturbeobachtungen, kleine Experimente und Spielideen laden dazu ein, selbst genauer hinzusehen, zu lauschen, zu untersuchen und auszuprobieren. Kinder können Vögel bei der Futtersuche beobachten, eine Feder genauer betrachten, Vogelstimmen lauschen oder eigene Entdeckungen in einem Naturforscher-Tagebuch festhalten.
Dabei geht es nicht darum, vermitteltes Wissen und eigene Erfahrung gegeneinanderzustellen. Beides gehört zusammen. Wissen kann Zusammenhänge verständlich machen und Neugier wecken. Die eigene Beobachtung fügt etwas hinzu: Kinder erleben selbst, entdecken Veränderungen, entwickeln eigene Fragen und können diesen Fragen weiter nachgehen. Genau darin begegnen sich die beiden Erfahrungen, aus denen das heutige Buch hervorgegangen ist: Alexander begann 2008 durch die unmittelbare Beobachtung einer Amselfamilie immer genauer hinzuschauen und Fragen zu stellen. Damian kannte Schnee bereits aus einem Video – und machte anschließend seine eigene Erfahrung damit.
Naturbildung beginnt oft im Kleinen
Für solche Entdeckungen braucht es keinen außergewöhnlichen Ort und kein spektakuläres Naturerlebnis. Ein Vogel vor dem Fenster, eine Feder am Wegesrand, ein Regenwurm nach einem Regenschauer oder ein unbekannter Vogelruf aus einem Baum können genügen. Entscheidend ist die Gelegenheit, etwas wahrzunehmen, neugierig zu werden und einer Beobachtung weiter nachzugehen.
„Ein Nest voller Wunder“ möchte genau dazu ermutigen. Das Buch gibt Wissen weiter und öffnet gleichzeitig den Blick für das, was Kinder in ihrer eigenen Umgebung entdecken können. Das Buch wird damit nicht zum Endpunkt des Lernens, sondern zu seinem Ausgangspunkt.Vielleicht beginnt Naturverbundenheit genau dort: nicht mit dem Wissen um möglichst viele Tier- und Pflanzenarten, sondern mit einem Kind, das innehält, genauer hinsieht und wissen möchte, was da eigentlich gerade vor seinen Augen geschieht.
Die Welt entdecken und sich selbst
Immer wieder führen kleine Übungen zur Selbstwahrnehmung über die Buchseiten hinaus. Wenn ein Küken vor einer neuen Herausforderung steht, aufgeregt ist oder Mut braucht, geben die Wahrnehmungsübungen den Impuls, den Blick auch nach innen zu richten: Wie fühlt sich Aufregung bei dir an? Wo in deinem Körper spürst du Angst? Wie fühlt sich Mut an? Wann warst du selbst schon einmal mutig? Die Fragen laden es dazu ein, die Aufmerksamkeit auf die eigenen Gefühle und Körperempfindungen zu richten, diese bewusster wahrzunehmen und – wenn es möchte – davon zu erzählen.Wenn aus einer Frage ein Gespräch entsteht
Vielleicht erzählt ein Kind daraufhin von einer Situation, in der es selbst Angst hatte. Vielleicht erinnert es sich an einen Moment, in dem es besonders mutig war. Vielleicht möchte es auch gar nichts erzählen und denkt einfach für sich darüber nach. Beides darf sein.Wenn ein Kind jedoch erzählen möchte, kann daraus für Erwachsene etwas Besonderes entstehen. Sie erfahren möglicherweise, wie ihr Kind Situationen erlebt, was es beschäftigt, was ihm Sicherheit gibt, wovor es sich fürchtet oder worauf es stolz ist. Einander besser kennenzulernen geschieht dann nicht durch gezieltes Ausfragen, sondern ganz nebenbei – aus einer Geschichte und einem Wahrnehmungsimpuls heraus. Und daraus kann Nähe wachsen.
Gemeinsam entdecken und Freude teilen.
Dabei müssen Erwachsene nicht auf jede Frage eine Antwort wissen. Manches können Kinder allein entdecken, anderes lässt sich gemeinsam erforschen. Die Übungen und Experimente sind Einladungen. Sie lassen sich aufgreifen, verändern oder einfach zum Anlass nehmen, hinauszugehen und gemeinsam etwas zu entdecken.
So kann aus einer Buchseite ein Gespräch werden, aus einer Frage eine kleine Forschungsreise – und aus einer Naturbeobachtung ein gemeinsamer Moment, an den sich vielleicht beide erinnern.Für erste Leser – und für kleine Naturforscher.
»Ein Nest voller Wunder – Von einem Ei zum ersten Flug« richtet sich primär an Erstleserinnen und Erstleser der ersten und zweiten Klasse und eignet sich zugleich zum Vorlesen und gemeinsamen Entdecken mit Kindergartenkindern ab etwa vier Jahren.
Das Buch erscheint am 16. Oktober 2026 und ist erhältlich bei der Deutschen Literaturgesellschaft, https://deutsche-literaturgesellschaft.de/produkt/ein-nest-voller-wunder-multerer-von-mengden/ und im Buchhandel ISBN 978-3-03831-375-5, 18,80 €
Beruflich ist die Autorin Trainerin für Stressbewältigung und Resilienz. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die bewusste Wahrnehmung. Sie begleitet Menschen dabei, wieder in eine lebendige Verbindung mit sich selbst zu kommen. Sodass aus dieser Verbindung Vertrauen, Selbstwirksamkeit, mentale Gesundheit und die Fähigkeit, anderen Menschen in echter Beziehung zu begegnen, entstehen können.
Aus ihrer eigenen Lebensgeschichte heraus ist es ihr ein besonderes Anliegen, Kinder im Fühlen, im Vertrauen und in ihrer eigenen Kraft zu stärken. Mit »Ein Nest voller Wunder« möchte sie Kinder zum eigenen Wahrnehmen und Entdecken anregen – und Erwachsene dazu einladen, sich Zeit zu nehmen, diese Erfahrungen aufmerksam und präsent mit ihnen zu teilen.
Kontakt
Brigitta Multerer – v. Mengden
Brigitta Multerer – v. Mengden
Weisslandstraße 4/4
88316 Isny
+49 172 8143548

https://www.lebenimgleichgewicht.com/
- Amsel (Wikipedia)
Die Amsel (Turdus merula) oder Schwarzdrossel, manchmal Kohlamsel oder Schwarzamsel, ist eine Vogelart aus der Familie der Drosseln (Turdidae). In Europa ist die Amsel der am weitesten verbreitete Vertreter dieser Familie und zugleich einer der bekanntesten Vögel überhaupt. Ihre Körperlänge liegt zwischen 24 und 27 Zentimetern. Die Männchen sind schwarz gefärbt und haben einen gelben Schnabel, das Gefieder der Weibchen ist größtenteils dunkelbraun. Der melodiöse und laut vorgetragene Reviergesang der Männchen ist in Mitteleuropa hauptsächlich zwischen Anfang März und Ende Juli zu hören und kann bereits vor der Morgendämmerung beginnen. Das Brutgebiet in Europa weist außer dem hohen Norden und dem äußersten Südosten keine größeren Verbreitungslücken auf. Darüber hinaus kommt die Amsel in Teilen Nordafrikas und Asiens vor. In Australien und Neuseeland wurde sie eingebürgert. In Mitteleuropa verlässt ein Teil der Vögel im Winter das Brutgebiet und zieht nach Südeuropa oder Nordafrika. Ursprünglich war die Amsel ein Vogel des Waldes, wo sie auch heute noch anzutreffen ist. Im 19. Jahrhundert begann sie über siedlungsnahe Parks und Gärten bis in die Stadtzentren vorzudringen und ist zum Kulturfolger geworden. Ihre Nahrung suchen Amseln vorwiegend am Boden. Sie ernähren sich überwiegend von tierischer Nahrung, meist Regenwürmer oder Käfer. Abhängig von der Verfügbarkeit steigt der Anteil gefressener Beeren und Früchte. Amseln sind Freibrüter und nisten vorwiegend in Bäumen und Sträuchern. - Kindergarten (Wikipedia)
Ein Kindergarten ist eine Einrichtung der Kindertagesbetreuung, die in öffentlicher oder privater Trägerschaft der Frühen Bildung zur Entwicklungsförderung von Kindern bis zu ihrem Schuleintritt dient. - Vögel (Wikipedia)
Die Vögel (Aves) sind eine Gruppe der Wirbeltiere. Nach traditioneller Taxonomie werden die Vögel als eigene Klasse der Landwirbeltiere angesehen (Fokus des nachfolgenden Artikels), deren Vertreter als gemeinsame Merkmale unter anderem Flügel, eine aus Federn bestehende Körperbedeckung und einen Schnabel aufweisen. Nach moderner kladistischer Systematik, die heute wissenschaftlicher Standard ist, sind die Vögel eine Klade innerhalb der Maniraptora, kleiner theropoder Dinosaurier, die ein hochbewegliches Handgelenk gemeinsam haben und in ihrer Entwicklungsgeschichte fortschrittliche Deckfedern und den Schlagflug hervorbrachten. Vögel leben auf allen Kontinenten. Mit Stand 2026 sind über 11.000 existente rezente Vogelarten bekannt, die 44 Ordnungen zugeordnet werden. Zusätzlich sind 164 Arten in historischer Zeit ausgestorben. Bei Anwendung des moderneren, phylogenetischen Artkonzepts kommt man auf etwa 18.000 (15.845 bis 20.470) Vogelarten, und auch genetische Daten deuten auf eine in etwa doppelt so hohe Anzahl von Vogelarten hin. Die Wissenschaft, die Vögel zum Gegenstand hat, ist die Vogelkunde (Ornithologie). - Vorlesen (Wikipedia)
Die Rezitation (lateinisch recitatio ‚das Vorlesen‘) oder die Lesung bezeichnet die Interpretation von Werken der Lyrik und Prosa mit Hilfe von Sprache und Darstellung. Ziel ist es, literarische Werke hörbar zu machen; dies kann mittels eines Solisten oder einer Gruppe von Vortragenden geschehen. Dabei sind Interpretationstechniken wie Atemtechnik, Stimmtechnik sowie Sprechtechnik von Bedeutung.