Die Galerie Tobien in Husum eröffnet am 15. März um 11 Uhr die Ausstellung „Ulrich Grimm – Geschichten eines Druckers“. Anlass ist der bundesweite Tag der Druckkunst.
Ausstellung vom 15. März 2026 bis 23. Mai 2026
Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken von der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis als immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Seitdem wird dieser Tag bundesweit mit über 300 Veranstaltungen gefeiert.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen außergewöhnliche Werke aus der Druckwerkstatt von Ulrich Grimm, entstanden in enger Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland. Seit Mitte der 1980er Jahre fertigt der Drucker, Verleger und später auch Galerist Originalgrafiken, Grafikmappen, Künstlerbücher und Kalender im Siebdruckverfahren an. Gezeigt werden Werke aus mehreren Jahrzehnten von prägenden Positionen der ostdeutschen Grafikszene und internationalen Künstlerpersönlichkeiten.
Ulrich Grimm gründete 1986 eine eigene Siebdruckwerkstatt, zu einer Zeit, in der künstlerisches Arbeiten in der DDR stark von staatlichen Strukturen bestimmt war. Die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR war Voraussetzung für eine künstlerische Tätigkeit, für einen Drucker jedoch keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Es gelang Ulrich Grimm sich als versierter Drucker zu etablieren. Seine Werkstatt entwickelte sich zu einem gefragten Partner für zahlreiche Kunstschaffende.
Private Druckwerkstätten boten damals Künstlerinnen und Künstlern Möglichkeiten zu unabhängigerem Arbeiten, insbesondere bei kleineren Auflagen, die von der Zensur meist verschont blieben. Damit wurden sie zu wichtigen Orten des kreativen Austausches und der künstlerischen Eigenständigkeit.
Mit dem politischen Umbruch erweiterte sich das künstlerische Netzwerk. Künstlerinnen und Künstler aus Westdeutschland, dem europäischen Ausland und den USA arbeiteten fortan mit der Magdeburger Werkstatt zusammen. Über Jahrzehnte hinweg entstand so eine bedeutende Sammlung, die eindrucksvoll die Entwicklung zeitgenössischer Druckgrafik dokumentiert.
In der Ausstellung sind Arbeiten von Marc Alsterlind, Falko Behrendt, Joachim Böttcher, Feliks Büttner, Yves Charney, Chu Teh-Chun, Tim Davis, Huong Dodinh, Andreas Dress, Jens Elgner, Max Grimm, Michael Heindorff, Veit Hofmann, Stefan Plenkers, Ren Rong, Arno Schmetjen, Frank Schult und Rainer Zille zu sehen.
Ulrich Grimm ist zur Ausstellungseröffnung persönlich anwesend. Im Rahmen der Vernissage wird Marid Taubert, die Inhaberin der Galerie Tobien, mit Ulrich Grimm ein Interview führen, in dem er über die Gründung seiner Werkstatt in der DDR, über künstlerische Freiräume, Herausforderungen und über vier Jahrzehnte Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern berichtet.
Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier:
Link zur Ausstellung:
https://galerie-tobien.de/ausstellungen/ulrich-grimm-geschichten-eines-druckers/
Link zum Tag der Druckkunst:
https://www.tag-der-druckkunst.de/
Öffnungszeiten
Montag – Freitag
10.00 bis 18.00 Uhr
Samstag
10:00 bis 15 Uhr
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Galerie Tobien GmbH
Frau Marid Taubert
Neustadt 8-10
25813 Husum
Deutschland
fon ..: 04841 64800
web ..: https://galerie-tobien.de/
email : info@galerie-tobien.de
Die Galerie Tobien: 1980 von Joachim Tobien gegründet trat 1990 seine Tochter, Marid Taubert, in das Unternehmen ein und übernahm 2010 die Geschäftsführung. 2018 eröffnete die Galerie Tobien in Sankt Peter-Ording eine zweite Galerie.
Zeitgenössische Kunst bestimmt das Programm der Galerie Tobien. Angeboten werden außerdem Norddeutsche Realisten, Werke der klassischen Moderne, grafische Werke sowie Bildhauerei. Die Galerie Tobien richtet in Husum circa 5 Ausstellungen im Jahr mit einer Laufzeit bis zu 2 Monaten aus.
Pressekontakt:
Galerie Tobien GmbH
Frau Marid Taubert
Neustadt 8-10
25813 Husum
fon ..: 04841 – 64800
email : marid.taubert@galerie-tobien.de
- Kunst, Kultur (Wikipedia)
Das Wort Kunst (lateinisch ars, griechisch téchne) bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit von Menschen, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Nach Tasos Zembylas unterliegt der Formationsprozess des Kunstbegriffs einem ständigen Wandel, der sich entlang von dynamischen Diskursen, Praktiken und institutionellen Instanzen entfalte. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber auch der Prozess bzw. das Verfahren selbst sein. So wie die Kunst im gesamten ist das Kunstwerk selbst gekennzeichnet durch das Zusammenwirken von Inhalt und Form. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt. Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs Kunst wurde auf alle Produkte menschlicher Arbeit angewandt (vgl. Kunstfertigkeit) als Gegensatz zur Natur, was beispielsweise bei Kunststoff, Künstliche Ernährung, Künstliches Aroma, Künstliche Intelligenz ersichtlich wird. Jedoch versteht man seit der Aufklärung unter Kunst vor allem die Ausdrucksformen der schönen Künste: bildende Kunst mit den klassischen Gattungen Malerei und Grafik, Bildhauerei, Architektur und etlichen Kleinformen sowie seit dem 19. Jahrhundert dem Kunstgewerbe, Gebrauchskunst oder angewandte Kunst genannten Grenzbereich zum Kunsthandwerk Musik mit den Hauptsparten Komposition und Interpretation in Vokal- und Instrumentalmusik, Gattungen der Musik (nach Funktion oder Besetzung) Literatur mit den Hauptgattungen Epik, Dramatik, Lyrik und Essayistik darstellende Kunst mit den Hauptsparten Theater, Tanz und Film Ausdrucksformen und Techniken der Kunst haben sich seit Beginn der Moderne stark erweitert, so mit der Fotografie in der bildenden Kunst oder mit der Etablierung des Comics als Verbindung bildender Kunst mit der Narrativität der Literatur. Bei den darstellenden Künsten, Musik und Literatur lassen sich heute auch Ausdrucksformen der Neuen Medien wie Hörfunk, Fernsehen, Werbung und …