Studie: Zielgerichtete KI-Angriffe auf Mobilgeräte steigen rasant

„Global Mobile Threat Report 2026“ von Zimperium: Anstieg von 380 Prozent bei KI-gesteuerten Phishing-Angriffen auf mobile Endgeräte

Studie: Zielgerichtete KI-Angriffe auf Mobilgeräte steigen rasant

Der „Global Mobile Threat Report 2026“ wertet aktuelle Trends bei mobilen Bedrohungen aus. (Bildquelle: Zimperium)

Zimperium, Sicherheitsexperte für Echtzeitschutz auf Mobilgeräten, hat den „ Global Mobile Threat Report 2026“ veröffentlicht, der aktuelle Trends bei mobilen Bedrohungen auswertet. Dafür haben Forscher von zLabs gesammelte Bedrohungsdaten analysiert, um neue und dominant auftretende Angriffe und Schwachstellen aufzudecken, die sowohl auf mobilen Geräten als auch in mobilen Apps gefunden werden. Der Security-Report ermittelt, dass mobile KI-Attacken die Bedrohungslage im Unternehmen grundsätzlich verändern.

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Wichtige Erkenntnisse zur mobilen Sicherheitslage im Überblick:

· KI-Technologien beschleunigen Phishing-Angriffe: Anstieg KI-gesteuerter Phishing-Attacken auf Mobilgeräte um 380 Prozent im Jahresvergleich

· Schatten-KI in Mobil-Apps nimmt stark zu: KI-Einsatz ist bei Android-Geräten um das vierzehnfache und bei iOS-Endgeräten um das siebenfache erhöht, was Sicherheits- und Compliance-Teams vor Herausforderungen durch technologische blinde Flecken stellt

· KI-gestützte Malware führt zu mehr Betrug: Bedrohungsakteure setzen KI bei durchschnittlich 15 MITRE-Angriffstechniken ein

· Vibe-Coding verschärft App-Risiken: Bis 2027 werden 25 Prozent der Softwarelücken auf KI-generierten Code zurückzuführen sein, gegenüber einem Prozent im Jahr 2023

Die mobile Angriffsfläche wächst

In den vergangenen Jahren haben Organisationen stark in den Schutz klassischer Endpunkte, Cloud-Infrastrukturen und Netzwerke investiert. Mobile Sicherheitsmaßnahmen wurden allerdings häufig vernachlässigt. Nicht zuletzt durch den steigenden Einsatz von KI-Technologien sind mobile Endgeräte mittlerweile zur bevorzugten Angriffsfläche geworden.

Aktuelle Untersuchungen von Zimperium zeigen, dass auf mobilen Mitarbeitergeräten entdeckte Phishing-Versuche seit Januar 2025 um 380 Prozent zugenommen haben. Dabei hat sich auch die Zahl der Sicherheitsvorfälle durch Mitarbeiter, die bösartige Links auf ihren mobilen Endgeräten anklickten, um 110 Prozent erhöht. Der Report dokumentiert außerdem, dass der Einsatz von KI zur Generierung schädlicher Inhalte um den Faktor vier bis fünf erfolgreicher ist als menschliche Betrugsversuche. Inzwischen basieren 86 Prozent der Phishing-Angriffe auf KI-generierten Elementen. Generative KI ermöglicht es Angreifern, stärker personalisierte und skalierbare Phishing-Kampagnen zu starten.

Cyberangriffe und Spionageprogramme

Die steigende Verbreitung von Spyware bleibt eine der größten Sicherheitsgefahren für alle Mobilgeräte im Unternehmen. Über die Spionageprogramme können Cyberkriminelle sensible Daten wie Anmeldeinformationen und Unternehmensdaten stehlen oder die Kommunikation insgesamt überwachen. Den neuesten Zimperium-Daten zufolge ist Spyware aktuell auf fast jedem zehnten Mobilgerät nachweisbar — ein mehr als vierfacher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Zu den wachsenden Risiken zählt der Einsatz von KI-Technologien auf mobilen Endgeräten. Die KI-Nutzungsrate liegt bei Android-Geräten vierzehnfach und bei iOS-Endgeräten siebenfach höher als im Vorjahreszeitraum. Mit Blick auf strenge Datenschutz- und IT-Compliance-Vorschriften sowie geistige Eigentumsrechte sind IT-Sicherheits-Teams besonders herausgefordert.

Der „Global Mobile Threat Report 2026“ untersucht auch, wie sich die Entwicklung von KI-gestützten Anwendungen auf die mobile Sicherheit eines Unternehmens auswirkt. Zwar beschleunigen KI-Technologien die Softwareentwicklung, aber zugleich steigt die Gefahr, dass KI-generierter Code über den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung hinweg nicht ordnungsgemäß abgesichert wird. Im Entwicklungsprozess müssen höchste Sicherheitsvorgaben durchgehend eingehalten werden, um Risiken vor der Bereitstellung minimieren zu können.

„Die Absicherung von Mobilgeräten hat sich durch KI grundsätzlich verändert, weil komplexe Angriffe einfacher durchführbar sind und sich zudem skalieren lassen. Unternehmen müssen ihre Strategien gegen Betrugsversuche entsprechend anpassen, um mobile Endgeräte und Apps ihrer Mitarbeiter wirksam schützen zu können“, bemerkte Shridhar Mittal, CEO bei Zimperium. „Im privatwirtschaftlichen und behördlichen Umfeld gleichermaßen sind häufig unzureichend geschützte Mobilgeräte und Apps zentrale Bestandteile geschäftskritischer Abläufe. Durch KI-gestützte Angriffe steigen die Herausforderungen bei der Abwehr rasant ansteigender Mobilbedrohungen und Cybersicherheitsrisiken.“

Methodik

Zur Auswertung der mobilen Sicherheitslage fließen in den Zimperium-Bericht anonymisierte Daten von mobilen Geräten und Anwendungen ein. Die Erkenntnisse basieren auf Bedrohungs- und Risikotelemetriedaten, die im vergangenen Jahr weltweit auf iOS- und Android-Geräten gesammelt wurden. Die Daten im „Global Mobile Threat Report 2026“ dokumentieren, dass KI die mobile Enterprise-Bedrohungslandschaft grundlegend verändert. Unternehmen müssen überdenken, wie sie mobile Endgeräte und Applikationen sowie sensible Daten zugriffssicher schützen. Im Rahmen einer robusten Mobile-Security-Strategie können Organisationen sich auch gegen innovative KI-Attacken schützen und einer sich immer schneller weiterentwickelnden Bedrohungslage gerecht werden.

Die Zimperium-Studie „Global Mobile Threat Report 2026“ ist kostenlos unter https://lp.zimperium.com/hubfs/MAPS_MTD/REPORT/GEN/Global%20Mobile%20Threat%20Report%202026.pdf verfügbar.

Das US-Sicherheitsunternehmen Zimperium ermöglicht es Organisationen, das volle Potenzial ihres Mobilgeschäfts im Rahmen einer Mobile-First-Sicherheitsstrategie auszuschöpfen. Die Sicherheitsplattform von Zimperium ist speziell auf die Anforderungen mobiler Geschäftsprozesse ausgerichtet und bietet höchsten Schutz für Anwendungen und Endgeräte. Mit Zimperium erreichen Unternehmen autonome Mobilsicherheit, die sich dynamisch an unterschiedliche Anforderungen und Umgebungen der neuen Mobilwelt anpasst. Zimperium hat seinen Hauptsitz in Dallas, Texas, und wird von den Tech-Investoren Liberty Strategic Capital und SoftBank unterstützt.

Kontakt
Zimperium
Jaime Le
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  • Mobilgerät (Wikipedia)
    Mobilgeräte beziehungsweise mobile Endgeräte sind Endgeräte, die aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts ohne größere körperliche Anstrengung tragbar und somit mobil einsetzbar sind. Es sind elektronische Endgeräte für mobile, netzunabhängige Daten-, Sprach- und Bildkommunikation sowie Navigation. Endgeräte sind hier ausschließlich in ihrer informationstechnischen und kommunikationstechnischen Definition zu verstehen. Internetfähige Mobilgeräte lösen zunehmend den Einsatz von herkömmlichen, stationären Endgeräten ab. Die laufenden Datenverkehrs-Analysen durch StatCounter ergaben im Oktober 2016 weltweit erstmals einen Vorsprung von mobilen gegenüber stationären Endgeräten. „StatCounter“ verglich in diesem Fall die Nutzung von Handhelds wie Smartphones und Tablets mit einem Datenverkehrs-Volumen von 51,3 Prozent gegenüber Desktop-Geräten und Laptops mit einem Anteil von 48,7 Prozent.
  • Schadsoftware (Wikipedia)
    Als Schadprogramm, Schadsoftware oder zunehmend als Malware [ˈmalwɛːɐ̯] – englisch , evilware, junkware oder malware [ˈmælˌwɛə] (Kofferwort aus malicious ‚bösartig‘ und software) – bezeichnet man Computerprogramme, die entwickelt wurden, um, aus Sicht des Opfers, unerwünschte und gegebenenfalls schädliche Funktionen auszuführen. Der Begriff des Virus ist häufig nicht klar abgegrenzt. So ist die Rede von Virenschutz, womit viel allgemeiner der Schutz vor Schadsoftware jeglicher Art gemeint ist. Von Malware abzugrenzen ist fehlerhafte Software, obwohl auch diese selbst Schaden anrichten kann oder durch Sicherheitslücken beziehungsweise mangelnde Informationssicherheit zum Angriff auf Computersysteme ausgenutzt werden kann. Die Schadfunktionen sind gewöhnlich getarnt, oder die Software läuft gänzlich unbemerkt im Hintergrund (Typisierung siehe unten). Schadfunktionen können zum Beispiel die Manipulation oder das Löschen von Dateien oder die technische Kompromittierung der Sicherheitssoftware und anderer Sicherheitseinrichtungen (wie z. B. Firewalls und Antivirenprogramme) eines Computers sein, aber auch das ungefragte Sammeln von Daten zu Marketing-Zwecken. Es ist bei mancher Malware auch üblich, dass eine ordnungsgemäße Deinstallation mit den generell gebräuchlichen Mitteln fehlschlägt, so dass zumindest Software-Fragmente im System verbleiben. Diese können möglicherweise auch nach der Deinstallation weiterhin unerwünschte Funktionen ausführen. Die bisher bekannte Malware kann man grundsätzlich in drei verschiedene Klassen einteilen: Die Computerviren, die Computerwürmer und die Trojanischen Pferde. Ein Computervirus ist per Definition ein Programmcode, der sich selbstständig oder automatisiert weiterverbreiten kann, indem er Dateien infiziert. Der Begriff „computer virus“ wurde im Jahr 1981 durch den Informatiker Leonard M. Adleman etabliert, der die Bezeichnung erstmals öffentlich verwendete. Vergleiche von Programmcodes mit biologischen Viren gab es aber schon in den Jahren zuvor. Das erste bekannte Computervirus soll den meisten Quellen nach Elk Cloner für den Apple II im Jahr 1982 gewesen sein. Ein Computerwurm ist per Definition ein eigenständiges …
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