Sparreflex statt Strategiedenken: KMUs im Blindflug

Sparreflex statt Strategiedenken: KMUs im Blindflug

Wer Beratung im Krisenfall für Luxus hält, leistet sich teure Umwege. (Bildquelle: iStock / Liubomyr Vorona)

Oft holen kleine und mittlere Unternehmen erst externe Hilfe ein, wenn es bereits fast zu spät ist. Genau dann ist professionelle Unterstützung aber am teuersten und der Handlungsspielraum am kleinsten. Der Grund hierfür ist weniger fehlendes Vertrauen in die externe Hilfe als vielmehr die Angst vor der Rechnung. Da Beratung vor allem als Kostenblock statt als Investition betrachtet wird, fehlt der Weitblick dafür, welche Kosten teure Fehlentscheidungen, Umwege oder späte Notfalllösungen tatsächlich verursachen.

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Im Vergleich zu grossen Unternehmen und Konzernen sind sich KMUs seltener darüber im Klaren, welchen, konkreten Mehrwert ein unabhängiger Blick von aussen für die Strategie, die Organisation oder die Nachfolge bringen kann. In erster Linie werden die möglichen Kosten der Beratung gesehen – nicht der Nutzen, durch den sich Fehlentscheidungen, Umwege oder Krisen vermeiden liessen. Entsprechend suchen viele KMUs erst dann Unterstützung, wenn der Druck durch Umsatzrückgang, Fehlentscheidungen bei Investitionen oder interne Konflikte bereits hoch und der Handlungsspielraum deutlich kleiner geworden ist. „In vielen Fällen tragen der hohe operative Zeitdruck im Tagesgeschäft und die geringe Priorisierung strategischer Themen dazu bei, dass eine professionelle Begleitung oft erst sehr spät in Anspruch genommen wird. Die Arbeit eines Beraters gleicht dann eher einem Feuerwehreinsatz“, berichtet Dr. Heidi Z’graggen, Unternehmensberaterin und Expertin für Verhandlungen bei der Innerschweizer Agentur URimpuls, aus ihrem Alltag.

Krisensituationen, in denen Sofort-Hilfe unter Zeitdruck erforderlich ist, sind keine Seltenheit. So wollte ein kleines KMU eine für seine Verhältnisse bedeutende Investition in erneuerbare Energien tätigen. Die Installation einer Solaranlage mit Speicher war geplant, obwohl die finanziellen Mittel knapp waren. Die Suche nach Fördergeldern und Investoren zog sich hin. Dadurch wuchs nicht nur der finanzielle Druck im Betrieb, sondern auch die Unzufriedenheit der Mitarbeiter, Partner und Lieferanten, die sich unzureichend über die Situation informiert fühlten. Die Stimmung verschlechterte sich zusehends und die Kommunikation brach stellenweise ab. „Es bahnte sich eine ernsthafte Krise für das Unternehmen an. „Zunächst bestand unsere Aufgabe darin, systematisch alle Finanzierungsmöglichkeiten – von öffentlichen Zuschüssen über Förderprogramme bis hin zu Stiftungen – zu prüfen und die erforderlichen finanziellen Mittel zu sichern. Parallel dazu haben wir den Unternehmer in Gesprächen entlastet, sodass wieder eine Kommunikation mit allen Betroffenen möglich war“, schildert Bruno Dobler, ebenfalls Unternehmensberater bei URimpuls.

Als der strategische Handlungsspielraum wieder gegeben war, wurde ein runder Tisch organisiert, an dem alle Beteiligten ihre Sichtweise einbringen und gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten konnten. So liess sich die Investition geordnet realisieren, ohne dass die Konflikte weiter eskalierten oder Geschäftsbeziehungen dauerhaft Schaden nahmen. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig innezuhalten, um Klarheit über Ziele, Finanzierung und Kommunikationswege zu schaffen. „Die Investition in eine professionelle Begleitung zahlt sich daher immer aus, um komplexe Vorhaben strukturiert abzuwickeln, Missverständnisse zu vermeiden und selbst unter engen Ressourcenbedingungen Ruhe in anspruchsvolle Entscheidungsprozesse zu bringen“, sagt Verhandlungsexpertin Dr. Heidi Z’graggen.

URimpuls hat sich auf die Beratung von KMUs und Entscheidungsträgern in Sektoren wie Finanzen, Handel und öffentliche Verwaltung spezialisiert. Wir bieten durch Konfliktmanagement, Krisenkommunikation und strategische Beratung Unterstützung in kritischen Unternehmenssituationen. Unser Angebot umfasst auch Netzwerkbildung und Standortbestimmung, wobei URimpuls besonders in der Zentralschweiz aktiv ist. URimpuls setzt darauf, ihren Klienten durch praktische Lösungen und neue Perspektiven zur Seite zu stehen, um so optimale Ergebnisse zu erzielen.

Dr. Heidi Z’graggen, Geschäftsführerin von URimpuls AG, bringt aus ihrer politischen Karriere als Ständerätin und ehemalige Regierungsrätin des Kantons Uri umfangreiche Erfahrung in Verhandlungsführung und strategischer Leitung mit. Neben ihrer politischen Laufbahn verfügt sie über akademische Qualifikationen in Politikwissenschaften, Geschichte und Betriebswirtschaft und hat sich durch zahlreiche Weiterbildungen, darunter im Bereich General Management und globale Verhandlungen, weitergebildet. Ihre Kompetenzen in der Gestaltung von partizipativen Prozessen zeichnen sie als Expertin in der Unternehmensberatung aus.

Bruno Dobler, ein erfahrener Unternehmensberater und Krisenmanager, hat eine beeindruckende Karriere. Er ist Unternehmensgründer, Chefpilot und CEO mehrerer Luftfahrtunternehmen. Neben seinen Aufgaben in der Luftfahrt hat Dobler als Mitglied des Bankpräsidiums der Zürcher Kantonalbank und als politischer Vertreter im Zürcher Kantonsrat strategische Führungsqualitäten bewiesen. Seine Expertise in Krisenmanagement, gepaart mit tiefgreifenden Kenntnissen in Finanzen, Handel und Dienstleistungen, macht ihn zu einem gefragten Berater und Redner in der Wirtschaft.

Kontakt
Urimpuls AG
Dr. Heidi Z’graggen, Bruno Dobler
Bahnhofplatz 1
6460 Altdorf
+41 (0)41 871 15 78
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https://www.urimpuls.ch

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Krisenkommunikation (Wikipedia)
    Krisenkommunikation steht für Öffentlichkeitsarbeit in Krisensituationen, siehe Krisenkommunikation (Öffentlichkeitsarbeit) Kommunikation mit Personen in Krisen, siehe Krisenkommunikation (Sozialpsychologie)
  • Soforthilfe (Wikipedia)
    Die Katastrophenhilfe, ein Sonderart der Außenhilfe, zielt darauf ab, den von Naturkatastrophen, Krieg, Epidemien oder anderen Großschadensereignissen betroffenen Menschen in anderen Staaten das kurz- und mittelfristige Überleben zu ermöglichen. Unterschieden wird hier in der Politik der Bundesrepublik Deutschland zwischen der humanitären Soforthilfe in Form von beispielsweise Nahrungsmittelhilfe, und der humanitären Nothilfe in Form von mittelfristigen Projekten mit einer Laufzeit zwischen sechs Monaten und drei Jahren, die die Basis für eine sich selbst tragende Entwicklung legen sollen. Längerfristige Hilfe wird als (Wiederaufbaus-) Entwicklungshilfe geleistet, die als Hilfe zur Selbsthilfe dienen soll. Die Übergänge zwischen den einzelnen Maßnahmen – Soforthilfe, Nothilfe und längerfristig angelegter Entwicklungshilfe – sind fließend und gehen im Idealfall ineinander über. Die größten international tätigen Organisation, die Katastrophenhilfe leisten, sind das IKRK und die UNO (insbesondere der UN-Nothilfekoordinator und das Welternährungsprogramm WEP). Nationale beziehungsweise internationale Koordination hinsichtlich militärischer und ziviler Strukturen bei Katastrophenhilfe betreibt außerdem das Internationale Komitee vom Blauen Schild (Association of the National Committees of the Blue Shield, ANCBS). In Deutschland haben sich verschiedene Hilfsorganisationen zu einem Bündnis zusammengeschlossen, dass im Katastrophenfall aktiv wird. So ist das Bündnis Aktion Deutschland Hilft durch die Präsenz seiner Mitgliedsorganisationen vor Ort in der Lage, schnell in Notfällen zu helfen. Eine international zertifizierte Fortbildung für Laienhelfer im Katastrophenfall ist der Mental Health Facilitator des National Board for Certified Counselors.
  • Unternehmensberatung (Wikipedia)
    Unternehmensberater bieten anderen Organisationen (z. B. Unternehmen, Verwaltungen, Vereinen, Kirchen) eine Beratung als Dienstleistung an. Oft ist das Management der Kunden (beziehungsweise Klienten) Gegenstand der Beratung, dann wird von Managementberatung gesprochen. Manchmal stehen auch fachliche Entscheidungen und Veränderungen im Mittelpunkt, wie zum Beispiel bei speziellen IT- oder Ingenieurleistungen sowie im Personalwesen.
  • Verhandlungen (Wikipedia)
    Verhandlungen bezeichnen laut der Zeitschriftendatenbank folgende Periodika: Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleisses in Berlin, 1822 bis 1920 bei Duncker und Humblot erschienene Zeitschrift Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern, seit 1846/47 mit Unterbrechung erscheinendes Fachblatt Verhandlungen (zur Philologenversammlung), 1838 bis 1929 erschienene Reihe zu den Versammlungen deutscher Philologen, Schulmänner und Orientalisten, siehe Verhandlungen der Versammlungen deutscher Philologen und Schulmänner Siehe auch: Verhandlung
  • Zentralschweiz (Wikipedia)
    Die Zentralschweiz oder Innerschweiz (französisch Suisse centrale, italienisch Svizzera centrale, rätoromanisch Svizra Centrala) ist eine der sieben Grossregionen der Schweiz gemäss Definition des Bundesamts für Statistik (BFS). Sie umfasst die Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug und liegt nördlich des Alpenhauptkamms. Das städtische Zentrum ist Luzern. Von der Zentralschweiz abzugrenzen ist das historische Gebiet der Urkantone, auch Urschweiz oder Waldstätte genannt. Dieses umfasst nur die Kantone Uri, Schwyz sowie Ob- und Nidwalden (landläufig Unterwalden). Per 30. September 2025 betrug die Einwohnerzahl 867'957. Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am Stichtag auf 23,0 Prozent.
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