Von der Hüttengaudi bis zum Faschingsball – Ansteckungsgefahren mindern
Stuttgart, den 14. Januar 2026 – Ob Ski-Hütte, ausgelassener Faschingsball oder einfach nur in der vollen S-Bahn: Im Winter verbringen viele Menschen viel Zeit dicht gedrängt in geschlossenen Räumen. Das erhöht das Risiko für Atemwegsinfektionen deutlich. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) erklärt, worauf man jetzt achten sollte und wie man jetzt sein Immunsystem gezielt unterstützten kann.
„Viele wissen es noch von der Corona-Pandemie: Überall dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Viren und Bakterien leicht übertragen werden“, sagt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte und Mitglied im Vorstand des LAV. „Das gilt besonders bei der Hüttengaudi oder im Fasching, wenn ausgelassene Stimmung oft mit wenig Frischluft kombiniert ist.“ Bei größeren Veranstaltungen oder in engen Räumen verteilt sich die Atemluft schnell in der Örtlichkeit und damit auch die Krankheitserreger. Häufiges Anfassen von Tischflächen, Türklinken, Gläsern oder gemeinsam genutzten Gegenständen kann ebenfalls zur Übertragung beitragen.
Woran erkennt man ein geschwächtes Immunsystem?
Ein anfälliges Immunsystem kann sich durch verschiedene Warnsignale bemerkbar machen:
-häufige Erkältungen oder Infekte
-anhaltende Müdigkeit oder Erschöpfung
-langsame Genesung
-erhöhte Stressbelastung
-trockene Schleimhäute
-schlechte Schlafqualität
„Wenn man sich über Wochen nicht richtig fit fühlt oder Infekte ungewöhnlich lange brauchen, sollte man genauer hinschauen und sich beraten lassen“, betont Habighorst-Klemm.
Damit der Körper gut durch die Feier- und Wintersaison kommt, helfen Maßnahmen wie ausreichender Schlaf, ausgewogenen Ernährung mit frischem Obst und Gemüse sowie Bewegung an der frischen Luft. Besonders Paprika, Orangen oder auch Brokkoli sind gute Vitamin-C-Lieferanten. Das in Haselnüssen und Mandeln enthaltene Vitamin E fängt sogenannte freie Radikale ab und stärkt ebenso das Immunsystem. „Tägliche moderate Bewegung gerne auch an der frischen Luft aktiviert die Abwehrkräfte – und durch die kalte Winterluft bleiben die Schleimhäute besser durchfeuchtet“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm. Wer sich ohnehin schon schlapp fühlt, solle unbedingt auf das Rauchen verzichten und auch Alkohol auf Feiern nur in sehr begrenzten Maßen zu sich nehmen.
Apotheken beraten zu geeigneten Präparaten zur Stärkung des Immunsystems wie Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten und klären, was individuell sinnvoll ist. „Viele Kundinnen und Kunden profitieren von so einer gezielten, professionellen Beratung – denn nicht jedes Produkt ist für jede Person sinnvoll“, weiß Habighorst-Klemm. Auch probiotische Mittel für die Darmflora könnten in die Stärkung des Immunsystems eingebunden werden. Denn, so erläutert die Apothekerin: „Ein gesunder Darm ist enorm wichtig. Nur wo günstige Bakterien im Darm die Oberhand behalten, sind die Immunzellen stark und können schädliche Erreger bekämpfen.“
Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.100 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.
Weitere Informationen unter www.apotheker.de
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- Ansteckung (Wikipedia)
Eine Infektion (wohl neuzeitliche Sekundärbildung aus lateinisch inficere ‚anstecken‘, ‚vergiften‘; wörtlich ‚hineintun‘) oder Ansteckung ist das (passive) Eindringen von Krankheitserregern in einen Organismus, wo sie verbleiben und sich anschließend vermehren, bei Pflanzen spricht man dabei auch von einem Befall. Der rein mechanische Vorgang, bei dem Infektionserreger mit dem Wirt in Kontakt kommen, wird als Infizierung bezeichnet. Siedelt sich der Infektionserreger nach dem Kontakt nicht im Wirt an, kommt es also zu keiner Haftung des Erregers im Makroorganismus und das Infizierungsgeschehen ist beendet. Konkret handelt es sich bei den Krankheitserregern um pathogene Lebewesen (z. B. Bakterien, Pilze und Parasiten) oder um Moleküle (z. B. Viren, Transposons und Prionen), die zum Überleben einen Wirt benötigen. Krankheiten, die durch Ansteckung mit Krankheitserregern (Pathogenen) verursacht werden, nennt man Infektionskrankheiten. Das unbeabsichtigte Eindringen von Mikroorganismen, Viren, Viroiden und Prionen in ein Nährmedium wird als Kontamination bezeichnet, das absichtliche (aktive) Hineinbringen als Inokulation und das Vorhandensein und Wachstum ohne Virulenz als Besiedlung oder Kolonisation (Beispiel Darmbakterien). Infektionen werden grundlagenwissenschaftlich von der Infektionsbiologie erforscht und von der klinischen Infektiologie behandelt. Die statistische Erfassung von Infektionskrankheiten in einer Population ist ein Teilbereich der Epidemiologie. Als erster wissenschaftlich haltbarer Erklärungsversuch der Lehre von der Ansteckung bzw. mit einer Theorie der Infektion gilt die Schrift De Contagione et contagiosis morbis et eorum curatione libri tres von Girolamo Fracastoro aus dem Jahr 1546. Der Nachweis des Zusammenhangs zwischen einem Infektionserreger und einer Infektionskrankheit wird bis heute durch Überprüfung der Henle-Koch-Postulate erbracht. Wundinfektionen führte Robert Koch 1887 auf ganz bestimmte Bakterien zurück. Der Nachweis eines Erregers oder der Immunreaktion in einem Wirt erfolgt durch eine abgestufte Diagnostik. - Apotheke (Wikipedia)
Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über unerwünschte Wirkungen aufzuklären und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Waren mit gesundheitsförderndem Bezug. - Arzneimittel (Wikipedia)
Ein Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“, mittelhochdeutsch arzenīe, auch erzenīe und ertzney: „Heilkunde, Heilkunst, Heilmittel, Arzneimittel, Pharmazie“; verwandt mit „Arzt“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch, abgeleitet wie medicina von derselben Wurzel med-, medicamentum und medicamen sowie remedium: „Heilmittel“), genannt auch Pharmakon und Therapeutikum, ist ein Stoff (Arzneistoff) oder eine Zubereitung aus Stoffen, der bzw. die „zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten“ bestimmt ist oder sich zur Beeinflussung physiologischer Funktionen eignet oder eine medizinische Diagnose ermöglicht. Diese Definition beruht auf der ausführlicheren Formulierung im grundlegenden gesetzlichen Regelwerk der Europäischen Union (EU), der Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel). Die Definition aus den EU-Richtlinien ist mittlerweile in etliche nationale Arzneimittelgesetze eingeflossen, darunter auch in das deutsche Arzneimittelgesetz. Der gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Heilmittel wurde bereits im 19. Jahrhundert auch als Überbegriff angesehen und wurde in der deutschen Gesetzgebung um 1981 bewusst (zur Aussonderung aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen) vom „Arzneimittel“ unterschieden. Arzneimittel für Tiere (Tierarzneimittel) wurden in der EU mit Wirkung zum 28. Januar 2022 in ein eigenes Recht ausgegliedert. Die Bezeichnung Arznei aus der gehobenen Allgemeinsprache und frühere Bezeichnung von „zur Abgabe an den Verbraucher hergerichtete Arzneimittel“ um 1980 gebräuchlich gewesen, wird in der Fachsprache nicht mehr verwendet. Die Wortform Arzenei ist veraltet. Die Behandlung mit Arzneimitteln wird als Medikation, Arzneimitteltherapie, Arzneitherapie, Pharmakotherapie oder medikamentöse Therapie/Behandlung bezeichnet. - Erkältung (Wikipedia)
Erkältung (unter anderem österreichisch auch Verkühlung) und grippaler Infekt sind medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute virale Infektionskrankheit der oberen Atemwege, die vor allem die Schleimhäute der Nase (einschließlich Nebenhöhlen), des Rachens und des Kehlkopfs betrifft. Erste Symptome können weniger als zwei Tage nach dem Kontakt mit dem Virus auftreten. Zu den typischen Symptomen zählen Husten, Halsschmerzen, eine laufende Nase, Niesen, Kopfschmerzen und Fieber. Die Betroffenen erholen sich normalerweise in sieben bis zehn Tagen, einige Symptome können aber bis zu drei Wochen anhalten. Weit über 200 Virusstämme sind an der Verursachung von Erkältungen beteiligt. Rhinoviren, Coronaviren, Adenoviren und Enteroviren sind die häufigsten. Die Viren verbreiten sich bei nahem Zusammenstehen über die Luft, oder indirekt durch den Kontakt mit Gegenständen in der Umgebung mit nachfolgender Übertragung auf Mund oder Nase. Erkältungskrankheiten sind bei Kindern und Säuglingen sehr häufig, wobei die Häufigkeit mit dem Alter abnimmt. Erkrankt ein Säugling etwa sechs bis acht Mal pro Jahr, so tritt dies bei Neunjährigen drei bis fünf Mal und bei Erwachsenen ein bis zwei Mal auf. Die Häufigkeit kann durch eine besondere Exposition (Geschwister, Kindergarten u. a.) zusätzlich ansteigen. Damit ist die Erkältung die häufigste Infektionskrankheit des Menschen. Nicht zu verwechseln ist der grippale Infekt mit der „echten“ Grippe (Influenza), die bei etwa einem Drittel der Infizierten deutlich schwerer verläuft und besonders für immunschwache Personen, z. B. Säuglinge und alte Menschen, tödlich enden kann. - Immunsystem (Wikipedia)
Immunsystem (von lateinisch immunis ‚unberührt, frei, rein‘ und altgriechisch sýstēma) bezeichnet in der Immunologie alle Moleküle und Zellen, die in einem Lebewesen an der Abwehr potenziell schädlicher Moleküle und Zellen (Immunreaktion) beteiligt sind. Die Immunabwehr ist ein komplexes System bei höher entwickelten Lebewesen, in dem verschiedene Organe, Zelltypen und Moleküle interagieren. Es verhindert bei Tieren und Pflanzen Gewebeschädigungen durch Pathogene (Krankheitserreger) und entfernt diese und auch körperfremde Substanzen aus deren Organismus; außerdem kann das Immunsystem krankhafte oder entartete Zellen wie z. B. Krebszellen zerstören.