In fünf Schritten zum nachhaltigen Wissenstransfer

So bleibt relevantes Wissen im Unternehmen

Elisabeth Schulze Jägle, Beraterin für Wissenstransfer bei Infoport

Berlin, 10. März 2026 – Nachhaltiger Wissenstransfer ist eine Aufgabe für alle Mitarbeitenden im Unternehmen. Davon ist Elisabeth Schulze Jägle überzeugt. Die Beraterin für Wissenstransfer betont: Der Aufbau funktionierender Strukturen zur Weitergabe von Wissen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Fünf zentrale Schritte bilden die Grundlage für eine zukunftsfähige Wissenstransfer-Kultur.

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„Im Idealfall wird das gesamte vorhandene Wissen zum Betriebshandbuch eines Unternehmens – sowohl das interne Wissen als auch jenes, das externe Partner in Projekte einbringen“, sagt Elisabeth Schulze Jägle von Infoport in Berlin. Damit bringt sie den Wert der Kenntnisse aller Beteiligten auf den Punkt.

Die Expertin für relevanten Wissenstransfer berät Unternehmen und Organisationen, wie sie skalierbare und praxistaugliche Lerntechnologien sowie passende Governance-Strukturen aufbauen können. Ziel ist ein Wissenstransfer, der im Arbeitsalltag tatsächlich funktioniert. Dabei berücksichtigt sie stets die spezifischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Organisation – insbesondere interne und externe Compliance-Vorgaben.

Hindernisse beim Wissenstransfer

Nicht jedes Wissen darf frei geteilt werden. In vielen Unternehmen ist Expertenwissen vertraulich und darf nur an klar definierte Personenkreise weitergegeben werden. Aus diesem Grund hat sich Elisabeth Schulze Jägle besonders auf Unternehmen in KRITIS-Bereichen spezialisiert, die strenge Anforderungen an den Umgang mit sensiblen Informationen und deren Weitergabe erfüllen müssen.

„Das Weitergeben von Wissen und somit die Gewähr für reibungslose Prozesse ist vielerorts in der Hand weniger Wissensträger“, definiert Schulze Jägle einen Hauptfehler in der Unternehmensführung. Das Übertragen der Kenntnisse von Wissensgebern auf möglichst viele Wissensempfänger werde oft nicht in die Unternehmensstrategie eingebunden. Weitere Hindernisse für eine nachhaltige Weitergabe von unternehmerisch relevanten Kenntnissen seien aus ihrer Sicht mangelnder Umsetzungswille und fehlende Wertschätzung für die Wissensträger, die im Alltag von sich aus aktiv ihr Wissen in vielen Formen bereits Tag für Tag weitergeben.

Unternehmerisch relevantes Wissen zielgerichtet vermitteln statt nebenher

„Der Transfer relevanten Wissens sollte fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sein und als Aufgabe jedes einzelnen verstanden werden: von der Geschäftsführung über die Personalentwicklung und fachlichen Führungskräfte bis hin zu jedem einzelnen Mitarbeiter, Denn jeder ist in irgendeiner Form Wissensträger und Wissensempfänger zugleich“, betont Schulze Jägle Die Geschäftsführung müsse sich klar zu dieser Aufgabe bekennen und Mittel für den Aufbau und das Management eines Rahmens bereitstellen, in dem ein nachhaltig relevanter Wissenstransfer dauerhaft stattfinden kann.

Während der Arbeit nebenbei Kenntnisse zu vermitteln ist gut, bleibt jedoch häufig eher dem Zufall überlassen. Schulze Jägle: „Wer Wissen unternehmerisch nachhaltig weitergeben möchte, braucht Zeit, Raum, Unterstützung – und vor allem Anerkennung für diese Aufgabe.“ Erfahrene Kollegen sollten gezielt darin gestärkt werden, ihr Wissen so weiterzugeben und zu sichern, dass andere davon profitieren können. Sei es in Dokumenten, in Workshops, „Learn&Share Sessions“ oder direkt mit den Kollegen vor Ort an den Maschinen bzw. beim Kunden. Der Transfer relevanten Wissens finde vorrangig zwischen Menschen statt. Künstliche Intelligenz gerate hier schnell an Grenzen, insbesondere wenn es um Wissen geht, das durch Erfahrung im Umgang mit Maschinen oder vor Ort in ganz spezifischen Situationen geht.

„Wichtige Informationen rund um das vorhandene unternehmensrelevante Wissen sollten idealerweise für alle Mitarbeiter jederzeit von einem zentralen Punkt aus abrufbar sein – egal, ob im Büro in der Produktion, im Vertrieb oder an den Anlagen“, empfiehlt die Beraterin von Infoport. Dabei müsse festgelegt werden, welches Wissen, auf welche Art verfügbar ist. Nachhaltiger Wissenstransfer sei jedoch kein IT-Projekt, sondern erfordere ein spezifisch auf den Kontext zugeschnittenes Zusammenspiel von Technologien, Prozessen und vor allem von Menschen.

Wie der Aufbau von Strukturen für einen relevanten Wissenstransfer gelingt

In fünf entscheidenden Schritten können Unternehmen nach Erfahrung von Schulze Jägle Strukturen für einen relevanten Wissenstransfer aufbauen:

Der erste Schritt: das Wissen identifizieren und sichtbar machen, wo im Unternehmen relevantes Erfahrungswissen liegt: Wer weiß was? Und warum ist es heute und in der Zukunft für unser Unternehmen wichtig?

Im zweiten Schritt geht es um die Wissenssicherung. Wie lässt sich dieses Wissen festhalten, sodass es auch unabhängig von Wissensträgern nutzbar bleibt? Hier lassen sich geeignete Tools und Methoden definieren – von Interviews bis Video-Dokumentation.

Ungeprüft und unstrukturiert dokumentiertes Wissen ist allerdings noch kein nachhaltig im Unternehmen verwertbares Wissen. Deshalb beinhaltet der dritte Schritt die sinnvolle Wissensaufbereitung. Wie wird das gesicherte Know-how strukturiert, aktualisiert und verständlich aufbereitet?

Im vierten Schritt wird das Wissen für andere bereitgestellt. Bei der Wissensbereitstellung ergeben sich drei Fragen: Wo liegt das Wissen? Wie wird es gefunden? Und wie gelangt es zurück in den Arbeitsalltag?

Wissen ist lebendig – und wird deshalb regelmäßig überprüft, ergänzt oder gelöscht, wenn es richtig aktualisiert wird. Wer sorgt in diesem fünften Schritt für die Wissensaktualisierung, damit das Wissen nicht veraltet?

Schon 30- bis 45-minütige „Learn&Share-Sessions“ in regelmäßigen Abständen für Fachbereiche bzw. Fachexpertenteams analog oder digital durchgeführt, tragen dazu bei, das relevante Wissen im Unternehmen sichtbar zu machen und die Wahrscheinlichkeit zu steigern, es weiterzugeben und damit zu behalten.

Infoport unterstützt Unternehmen und Institutionen in allen Fragen rund um den relevanten Wissenstransfer. Jetzt kostenlosen Beratungstermin buchen.

Infoport trägt seit 24 Jahren zu nachhaltigen Bildungserfolgen in Unternehmen und Organisationen bei: Ein Team aus Bildungsexperten, kreativen Köpfen und technischen Spezialisten berät und unterstützt beim Aufbau einer zukunftsfähigen Lernkultur und eines funktionierenden Wissenstransfers. Vom Web-Based-Training über Erklärvideos und Tutorials bis hin zum Quiz gestaltet Infoport aus kundeneigenem E-Learning-Content motivierende interaktive Lernformate. Wer die eigene Lernplattform fürs Unternehmen wünscht, dem bietet Inforport überzeugende Lösungen, aber auch den Content für eine bestehende Moodle-Plattform.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Lernkultur (Wikipedia)
    Der Begriff Lernkultur stellt eine Verbindung zwischen den Begriffen Lernen und Kultur dar - und somit auch zwischen der im Individuum stattfindenden Tätigkeit und dem historisch gewachsenen und wandelbaren Setting, innerhalb dessen diese Tätigkeit stattfindet, und von dem sie inhaltlich beeinflusst wird.
  • wissenstransfer (Wikipedia)
    Wissenstransfer bezeichnet den Prozess des Austauschs von Wissen zwischen Individuen oder Gruppen. Er beschreibt den Ablauf der Übertragung von Daten von Sender zu Empfänger. Die bekanntesten Modelle des Wissenstransfer stammen aus den wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen und entstammen Untersuchungen und Beobachtungen der Unternehmenskulturen. Aus dieser Perspektiven werden die Daten zunächst vom inhärenten Wissensträger codiert und anschließend vom Empfänger decodiert und über die Zwischenstufe der Information zu tazitem Wissen weiterverarbeitet. Hierbei wird zwischen implizitem Wissen und explizitem Wissen unterschieden, welches übertragen werden kann. Der Prozess kann von vielfältigen Störungen begleitet sein, wie zum Beispiel intellektuelle Aufnahmebarrieren des Empfängers oder organisatorische Hindernisse. Der erfolgreiche Wissenstransfer ist somit der Prozess des Lernens. Während Wissenstransfer sich auf den spezifischen Prozess des Austauschs von Wissen bezieht, beschreibt Wissensmanagement die „systematische Erfassung, Organisation, Speicherung und Verteilung von Wissen innerhalb einer Organisation“. Wissenstransfer ist somit als Teilbereich des Wissensmanagements anzusehen.
  • Wissensweitergabe (Wikipedia)
    Lehren bezeichnet die Tätigkeit, bei der einem Lernenden ein Lerngegenstand, beispielsweise Kenntnisse oder Fertigkeiten, vermittelt werden sollen. Das Lehren wird von Lehrenden bzw. Ausbildern, professionell besonders von Lehrern in Schulen und von Dozenten, betrieben.
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