Seit 1816 ein Gasthaus: Der Pfälzer Hof blickt auf 210 Jahre Walldorfer Geschichte

1816 als Gasthaus „Zur Sonne“ erbaut, seit 1850 Pfälzer Hof, heute griechisches Restaurant: Im Jahr des Stadtjubiläums blickt eines der traditionsreichsten Gasthäuser der Stadt auf über zwei Jahrhunderte Gastlichkeit zurück.

Seit 1816 ein Gasthaus: Der Pfälzer Hof blickt auf 210 Jahre Walldorfer Geschichte

Sommerfest 2026 vor dem Pfälzer Hof in Walldorf mit Live-Musik

Während Walldorf in diesem Jahr 125 Jahre Stadtrechte feiert, reicht die Geschichte eines Gasthauses an der Schwetzinger Straße noch deutlich weiter zurück: Der Pfälzer Hof wurde vor 210 Jahren erbaut. 1816 als Gasthaus „Zur Sonne“ errichtet und 1850 in Pfälzer Hof umbenannt, wird das denkmalgeschützte Gebäude bis heute gastronomisch genutzt. Heute verbindet Betreiber Kosta Xhafaj die Geschichte des Hauses mit griechischer Küche und Gastfreundschaft.

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Vom badischen Wirtshaus zum griechischen Restaurant

Als das Gasthaus „Zur Sonne“ seine Türen öffnete, war Walldorf noch ein badisches Dorf. Die Stadtrechte lagen noch 85 Jahre in der Zukunft. Seitdem hat das Haus Generationen von Wirten, Gästen und Festen erlebt. Heute befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude im Besitz der Stadt Walldorf. 1981 wurde es umfassend renoviert, 2024 folgten weitere Arbeiten an Brandschutz, Lüftung und historischer Bausubstanz.

Seiner ursprünglichen Bestimmung ist das Gebäude dabei treu geblieben. Heute verbindet der Pfälzer Hof die Tradition des alten Gasthauses mit griechischer Küche. „Ein Haus mit so viel Geschichte führt man nicht einfach, man führt es weiter“, sagt Betreiber Kosta Xhafaj. „Viele unserer Gäste kommen schon seit vielen Jahren in den Pfälzer Hof. Diese Verbundenheit ist das Wertvollste, was ein Gasthaus haben kann.“

Wie lebendig diese Verbundenheit ist, zeigen die Stammtische des Hauses, von denen einige dem Pfälzer Hof seit Jahrzehnten die Treue halten. Am offenen Holzkohlegrill, der direkt an den Gastraum grenzt, können Gäste bis heute zusehen, wie Souvlaki, Lammspezialitäten und Steaks zubereitet werden. Für viele Gäste gehören auch griechische Nachspeisen und ein Ouzo nach dem Essen zum Besuch dazu.

Gelebte Wirtshaustradition: das Sommerfest vor dem alten Gasthaus

Besonders sichtbar wird diese Wirtshaustradition beim jährlichen Sommerfest des Pfälzer Hofs. Dann verlagert sich das Geschehen aus dem historischen Gasthaus nach draußen und der Bereich vor dem Restaurant wird zum Treffpunkt für Gäste aus Walldorf und der Umgebung. In diesem Jahr fand das Open-Air-Fest am 11. Juli statt. Bei freiem Eintritt sorgten Miss Coco und ihr Richter mit Soul, Funk und Pop für musikalische Unterhaltung. Dazu servierte das Team des Pfälzer Hofs griechische Spezialitäten aus der eigenen Küche. So knüpft das Gasthaus an das an, wofür es 1816 gebaut wurde: ein Ort, an dem Walldorf zusammenkommt.

Auch abseits des Restaurantbetriebs wird der Pfälzer Hof für private und geschäftliche Anlässe genutzt. Neben geschlossenen Gesellschaften bietet das Team Catering für Hochzeiten, Geburtstage, Firmenfeiern und weitere Veranstaltungen in Walldorf und Umgebung an.

„Solange die Walldorfer gerne zu uns kommen, wird in diesem Haus weiter gekocht, gefeiert und gelacht“, sagt Xhafaj. „Wir möchten die Geschichte des Pfälzer Hofs bewahren und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie weitergeht.“

Über den Pfälzer Hof

Der Pfälzer Hof in der Schwetzinger Straße 2 in Walldorf ist ein griechisches Restaurant in einem denkmalgeschützten Gasthaus aus dem Jahr 1816. Die Küche bietet griechische Fleisch- und Fischspezialitäten. Neben dem Restaurantbetrieb bietet der Pfälzer Hof Catering für Hochzeiten, private Feiern und geschäftliche Veranstaltungen an. Geöffnet ist Montag sowie Mittwoch bis Freitag 17 bis 23 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11.30 bis 14.30 Uhr sowie von 17 bis 22 Uhr; Dienstag Ruhetag.

Weitere Informationen unter: www.pfaelzer-hof-walldorf.de

Griechisches Restaurant im historischen Pfälzer Hof in Walldorf

Kontakt
Pfälzer Hof
Kosta Xhafaj
Schwetzinger Straße 2
69190 Walldorf
+49 176 79569400
45216d8684dac5cf3388a2b742ce94e2c25f9857
https://www.pfaelzer-hof-walldorf.de/

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Catering (Wikipedia)
    Catering (englisch to cater ‚Lebensmittel liefern‘, ‚jemanden verpflegen‘) ist eine Bezeichnung für die professionelle Bereitstellung von Speisen und Getränken als Dienstleistung an einem beliebigen Ort. Der Leistungsumfang des Caterer genannten Dienstleisters kann sich dabei von der Anlieferung der vorproduzierten Speisen bis zum Aufbau eines temporären Gastronomiebetriebs erstrecken. Eine spezielle Form ist das Non-Food-Catering, mit dem die Vermietung von Ausstattungsgegenständen für ein Catering-Event beschrieben wird. Die Versorgung von Kantinen, Schulen und Mensen gehört ebenfalls zum Catering, wird aber auch als Gemeinschaftsverpflegung bezeichnet. Historisch begegnet man auch der Bezeichnung Stadtküche. zum Berufsbild siehe: Betriebswirt für Catering und Verpflegung
  • Gasthaus (Wikipedia)
    Gasthaus (von ahd. Gasthūs), auch Gaststätte, bezeichnet Gebäude, die im Unterschied zum Gasthof ursprünglich nur zur Bewirtung von Personen errichtet wurden. Dabei wird dieser Bautyp mit seiner einfacheren und geringeren Ausstattung vom Bautyp des Gasthofs und Hotels unterschieden, welch letztere sich ab dem Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte. Funktional sind manche der heutigen Gasthäuser aufgeteilt in einen öffentlich ausgerichteten Verpflegungsbereich und einen Beherbergungsbereich mit eher privatem Charakter. Dies lässt sich zumeist auch durch die Fassadengestaltung von außen ablesen. Nach Ernst Seidl sind sowohl die Fensteranordnung im Speisebereich und die Betonung des Eingangsbereiches als auch die Verwendung von Erkern oder Balkonen vor den Beherbergungsräumen charakteristisch. Der Duden definiert den Begriff als ein Haus mit Gaststätte und Zimmern zur Beherbergung von Gästen.
  • Gastronomie (Wikipedia)
    Die Gastronomie ist jener Teilbereich des Gastgewerbes, der sich mit der Bewirtung von Gästen befasst. Im Gegensatz zu den Gaststätten befriedigt Gastronomie nicht nur die Bedürfnisse Hunger und Durst, sondern auch den kulturellen Bedarf an Erlebnis und Kommunikation. Gastronomie ist eine Sonderform der Gemeinschaftsverpflegung.
  • Sommerfest (Wikipedia)
    Als Sommerfest werden Feste bezeichnet, die ohne besonderen Anlass in lockerem Rahmen veranstaltet werden. Es können Feste für geladene Gäste oder allgemein zugängliche Feste sein. Oft finden sie zu Sommerbeginn oder zum Ende des Sommers statt, also dann, wenn viele Menschen noch nicht in Sommerurlaub sind oder aus diesem zurückgekehrt sind. Öffentliche Sommerfeste werden unter anderem veranstaltet von Gemeinden (Orts- und Pfarrgemeinden), von Vereinen, von Personen oder von Unternehmen. Sie können den Charakter eines Volksfestes haben. Bei trockener Witterung finden sie meist im Freien statt. Manchmal gibt es Ausweichmöglichkeiten bei schlechtem Wetter (z. B. eine Scheune). Bei manchen Sommerfesten wird auch ein Festzelt aufgebaut. Manchmal gibt es Hintergrundmusik aus Lautsprechern; manchmal eine Musikkapelle oder eine Band. Manchmal gibt es auch Gelegenheit zum Tanz. Veranstaltende Vereine sind zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr, Seniorenklubs, Blasmusikvereine oder Gesangsvereine. Auch Sektionen politischer Parteien veranstalten Sommerfeste für ihre Mitglieder oder für die Öffentlichkeit.
  • Tradition (Wikipedia)
    Tradition (von lateinisch tradere „hinüber-geben“ oder traditio „Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“) bezeichnet die Weitergabe (das Tradere) von Handlungsmustern, Überzeugungen, Glaubensvorstellungen oder Anderem oder das Weitergegebene selbst (das Traditum, beispielsweise in Gepflogenheiten, Konventionen, Bräuche oder Sitten). Tradition geschieht innerhalb einer Gruppe oder zwischen Generationen und kann mündlich oder schriftlich über Erziehung, Vorbild oder spielerisches Nachahmen erfolgen. Die soziale Gruppe wird dadurch zur Kultur oder Subkultur. Weiterzugeben sind jene Verhaltens- und Handlungsmuster, die im Unterschied zu Instinkten nicht angeboren sind. Dazu gehören einfache Handlungsmuster wie der Gebrauch von Werkzeugen oder komplexe wie die Sprache. Die Fähigkeit zur Tradition und damit die Grundlage für Kulturbildung beginnt bei Tieren, wie beispielsweise Krähen oder Schimpansen, und kann im Bereich der menschlichen Kulturbildung umfangreiche religiös-sittliche, politische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Systeme erreichen, die durch ein kompliziertes Bildungssystem weitergegeben wurden. Tradition kann ein Kulturgut sein. Aus dem Wort Tradition werden zwei Adjektive abgeleitet: In der Gemeinsprache wird in der Regel nur der Ausdruck traditionell verwendet. Semantisch korrekt wird damit etwas bezeichnet, das auf einer älteren Geschichte aufbaut, das jedoch nicht unverändert weiterhin gültig ist. Soll diese auf die Zukunft projizierte Gültigkeit konkret enthalten sein, spricht man in der Bildungssprache von traditional. Der sichtbare Ausdruck der Traditionen einer Ethnie oder eines indigenen Volkes wird als Folklore bezeichnet (siehe auch Folklorismus).
  • Walldorf (Wikipedia)
    Walldorf () ist eine Stadt im Süden des Rhein-Neckar-Kreises in Baden-Württemberg. Mit der Nachbarstadt Wiesloch bildet sie ein Mittelzentrum in der Metropolregion Rhein-Neckar mit einem Einzugsbereich von etwa 60.000 Menschen. Überregional bekannt ist Walldorf durch den Hauptsitz des Softwareunternehmens SAP und das Autobahnkreuz Walldorf. Über den Walldorfer Auswanderer Johann Jakob Astor ist die Stadt indirekter Namensgeber der Waldorf-Astoria-Hotels und des Waldorfsalats sowie der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik und der Waldorfschulen.
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