Eitorf, 27. August 2026. Wie lassen sich dringend benötigter Wohnraum, wirtschaftliche Entwicklung und Hochwasserschutz miteinander verbinden? Dieser Frage widmete sich der Workshop „Sicher bauen, sicher wohnen – Hochwasserschutz als Grundlage für Eitorf“, zu dem Retzer Industry Eitorf GmbH & Co. KG am 26. August 2026 rund 30 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft nach Eitorf eingeladen hatte.
Für Retzer Industry ging es dabei um mehr als den fachlichen Austausch. Das Unternehmen möchte zeigen, dass auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen Entwicklung möglich ist, wenn Herausforderungen frühzeitig aufgegriffen, unterschiedliche Kompetenzen zusammengebracht und tragfähige Lösungen erarbeitet werden.
Herausforderungen annehmen und Lösungen entwickeln
Idee, Konzeption und Organisation des Workshops lagen bei Retzer Industry. Ziel war es, die zentralen Fragestellungen rund um Hochwasserschutz, Wohnbebauung und Klimaresilienz gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen zu betrachten und konkrete Lösungsansätze für die weitere Entwicklung zu erarbeiten.
„Wir wollen nicht darauf warten, dass andere Lösungen entwickeln. Wer einen Standort langfristig entwickeln möchte, muss bereit sein, Herausforderungen anzunehmen und Verantwortung zu übernehmen“, sagt Prof. Dr. Oleg Retzer für Retzer Industry. „Mit unserem Engagement möchten wir zugleich ein Zeichen setzen und zeigen, dass Entwicklung und Schutz kein Widerspruch sein müssen.“
86 Wohneinheiten auf Gauhes Wiesen
Im Mittelpunkt des Workshops stand das geplante Wohnbauprojekt mit 86 Wohneinheiten auf der Fläche Gauhes Wiesen in Eitorf. Jo Rutzen, Architekt und Mitglieds des Vorstands bei Tinyways e.V., stellte Planung, Belegung und Wirtschaftlichkeit des Vorhabens vor. Das Konzept setzt auf eine zukunftsfähige Bauweise und berücksichtigt die besonderen Rahmenbedingungen der Fläche.
Ergänzend präsentierten Max Goretzko (VPI) und Dipl.-Ing. Burghard Schuldt die Planungen für das benachbarte Schoeller-Areal, auf dem Rechenzentrum, Batteriespeicher und Gaskraftwerk entstehen sollen. Auch hier spielt der Hochwasserschutz bei der weiteren Planung eine zentrale Rolle.
Wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage
Einen Schwerpunkt des Workshops bildete die wissenschaftliche Betrachtung der Hochwasser- und Niederschlagsrisiken. Dr. Kilian analysierte verschiedene Gefährdungs-szenarien für die Flächen Gauhes Wiesen und Schoeller und zeigte auf, mit welchen Maßnahmen ein wirksamer Schutz realisiert werden kann. Weitere Fachbeiträge von Herrn Rüsel sowie Frau Obholzer aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz ergänzten die Betrachtung.
Die vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass bestehende Risiken bei der Planung berücksichtigt und entsprechende Schutzmaßnahmen entwickelt werden können. Damit liefert der Workshop eine fachliche Grundlage für die nächsten Schritte.
Breites Interesse an der Entwicklung in Eitorf
Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung NRW, der Bezirksregierung, der Bauämter Siegburg und Eitorf sowie Investoren aus den Bereichen Energie und Infrastruktur folgten der Einladung.
Die Ergebnisse des Workshops werden an NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach weitergeleitet, die das Projekt begleitet. Für Retzer Industry ist der Austausch mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft ein wesentlicher Bestandteil einer langfristig angelegten Standortentwicklung.
Ein Zeichen für langfristiges Engagement in Eitorf
Mit dem Workshop verbindet Retzer Industry deshalb bewusst den Anspruch, nicht nur über Herausforderungen zu sprechen, sondern selbst aktiv an Lösungen zu arbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die weitere Planung für Gauhes Wiesen und das Schoeller-Areal einfließen.
„Wir wissen, dass solche Entwicklungen nicht einfach sind und Zeit brauchen“, betont Oleg Retzer. „Aber gerade dann ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, dranzubleiben und zu investieren. Wir sind langfristig in Eitorf engagiert und wollen den Standort gemeinsam mit den Beteiligten weiterentwickeln.“
Retzer Industry wird hierzu den Dialog mit Politik und Verwaltung fortsetzen und die nächsten Planungsschritte vorbereiten. Das Unternehmen versteht sein Engagement zugleich als Impuls über die eigenen Projekte hinaus. Herausforderungen bei Hochwasserschutz, Klimaresilienz und Flächenentwicklung betreffen viele Standorte. Eitorf kann zeigen, wie solche Aufgaben aktiv angegangen und unterschiedliche Interessen miteinander verbunden werden können.
Retzer Industry ist ein familiengeführtes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Revitalisierung von Industrie- und Gewerbestandorten spezialisiert hat. Geschäftsführende Gesellschafter sind Elke Retzer und Prof. Dr. Oleg Retzer. Gemeinsam mit ihren Söhnen Christian und Martin Retzer, die als Prokuristen eingebunden sind, wird das Unternehmen in zweiter Generation geführt.
Die Grundlage bildet ein über mehr als 35 Jahre aufgebautes Immobilienportfolio. Prof. Dr. Oleg Retzer bringt seine langjährige Erfahrung als Immobiliengutachter und Sachverständiger ein. Christian und Martin Retzer sind Master of Science im Bereich Immobilienbewertung, Ingenieure und als Senior-Immobiliengutachter (MRICS) tätig.
Im Fokus steht die langfristige Weiterentwicklung bestehender Standorte, darunter das ehemalige Schoeller-Gelände in Eitorf, mit dem Ziel einer nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Nutzung.
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- Eitorf (Wikipedia)
Eitorf ist eine Gemeinde und ein Mittelzentrum des östlichen (rechtsrheinischen) Rhein-Sieg-Kreises im Süden Nordrhein-Westfalens. - Hochwasserschutz (Wikipedia)
Hochwasserschutz (auch Hochwasservorsorge, selten: Flutschutz) ist die Summe aller präventiven Maßnahmen zum Schutz sowohl der Bevölkerung als auch von Sachgütern vor Hochwasser. Es kann sich hierbei um technische Maßnahmen, natürlichen Rückhalt der Wassermengen und Maßnahmen der weitergehenden Vorsorge handeln („Drei-Säulen-Strategie“). Mit „Hochwassermanagement“ wird der Begriff des Hochwasserschutzes wesentlich erweitert. - Klimaresilienz (Wikipedia)
Klimaresilienz beschreibt die Widerstandsfähigkeit sozial-ökologischer Systeme gegenüber den Folgen des Klimawandels. Angesichts der Langfristigkeit der Veränderungen erfordert dies eine Anpassung, um Strukturen und Funktionen sowie die biologische Vielfalt zu erhalten. Dabei ist nicht nur der Erhalt des gegenwärtigen Status quo eingeschlossen, sondern auch die Fähigkeit zur langfristigen Transformation durch Anpassung und Lernprozesse. - stadtentwicklung (Wikipedia)
Als Stadtentwicklung bezeichnet man die räumliche und strukturelle Gesamtentwicklung einer Stadt im Laufe der Zeit. Der Begriff Stadtentwicklung kann einerseits als passiv verlaufender, selbststeuernder Prozess, andererseits als aktiver Planungs- und Veränderungsprozess (siehe auch Stadtplanung) entweder der gesamten Stadt oder einzelner Stadtquartiere bzw. Stadtentwicklungsgebiete verstanden werden. - Standortentwicklung (Wikipedia)
Unter Gemeindeplanung in der Schweiz Ortsplanung versteht man die vorausschauende Gestaltung und Entwicklung des Gebietes einer Gemeinde. Sie stellt üblicherweise die unterste Ebene innerhalb des Stufenbaus der Raumplanung dar, welche von öffentlichen Stellen (Europäische Union, Bund, Länder, Körperschaften auf regionaler Ebene wie Regionalverbände, Kreise oder Bezirke, Gemeinden) durchgeführt wird. Auf Ebene der Ortschaften spricht man von „Ortplanung“ oder auch von „Ortsentwicklung“. Die beiden Sonderformen der Gemeindeplanung sind die Stadtplanung für die Stadt- und die Dorferneuerung für die ländlichen Gemeinden (Landentwicklung). Im Rahmen der Gemeindeplanung sollen Ziele für die räumliche Entwicklung z. B. betreffend Bebauung, Landschaft oder Verkehr definiert werden, die durch entsprechende Maßnahmen umzusetzen sind. Hierfür stehen u. a. die Instrumente der Bauleitplanung zur Verfügung, in denen z. B. die Nutzung von Flächen (Flächennutzungsplan, Flächenwidmungsplan) innerhalb des Gemeindegebietes festgelegt wird oder das Maß und die Gestalt der zukünftigen Bebauung (Bebauungsplan). Dabei sind die überörtlichen Planungsvorgaben zu berücksichtigen. Die Gemeindeplanung kann in ländlichen Gemeinden durch Dorferneuerungspläne, allgemein durch Ortsentwicklungskonzepte oder Lokale Nachhaltigkeitsstrategien ergänzt werden. Neben diesen Instrumenten sind einzelne Entwicklungsinstrumente wie z. B. Förderungen bestimmter Nutzungen (Nahversorgung), Investitionen usw. als Maßnahmen der Gemeindeplanung einsetzbar. - Starkregen (Wikipedia)
Als Starkregen werden Extremniederschlagsereignisse bezeichnet, bei denen im Verhältnis zur Dauer des Ereignisses große Regenmengen fallen. Als Folge kann es zu Sturzfluten kommen. Das Gefährdungspotential besteht an jedem Ort und wird häufig unterschätzt. - Wohnraum (Wikipedia)
Wohnraum ist ein in vielen Fachgebieten verwendeter Begriff, unter dem man allgemein einen Raum versteht, der als Wohnung genutzt wird. Gegensatz ist der Geschäftsraum. - Wohnungsbau (Wikipedia)
Der Begriff Wohnungsbau (nahezu synonym: Wohnungsproduktion) bezeichnet den Bau von Gebäuden oder ganzen Siedlungen, die vornehmlich dem Wohnen dienen. Wohnungsbau beeinflusst das Stadtbild, die Siedlungsdichte, die Stadtentwicklung, Verkehrsströme und den Wohnungsmarkt. Wohnungsbau kann privat oder von der öffentlichen Hand initiiert sein. In vielen Staaten dominieren bis heute Bauten, in denen unter einem Dach gewohnt und gearbeitet wird. Im Zuge der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung – insbesondere in den Städten – stark an. Vielerorts wurden neue Häuser oder ganze Straßenzüge mit Häusern neu gebaut. Miethäuser gelten teilweise als lukrative Geldanlage; sie können auch Objekt von Spekulation sein. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Wohnungsbau als soziale Aufgabe des Staates entdeckt. Es ging darum, Wohnungsnot zu beseitigen oder zu mildern und Mieten erschwinglich zu halten. Heute geht es darum, diese Bauten, die mit einfachsten oder den gerade zur Verfügung stehenden Mitteln errichtet wurden, zu sanieren. Immer wieder gibt es unterschiedlich geartete staatliche Wohnungsbauprogramme. Als eine Form ist der soziale Wohnungsbau zu nennen. In Kriegszeiten kommt der Wohnungsbau oft völlig zum Erliegen. Die Ressourcen gehen dabei im Rahmen einer Kriegsökonomie in militärische Anlagen. Nach dem Ende eines Krieges besteht entsprechender Nachholbedarf, nicht zuletzt auch durch die entstandenen Zerstörungen. - Workshop (Wikipedia)
Ein Workshop (zu Deutsch Arbeitstagung, Arbeitssitzung, Arbeitskreis, Arbeitsgruppe, Kurs, Lehrgang, Seminar oder Denkwerkstatt) ist im Bildungswesen eine Veranstaltung, in der eine kleinere Gruppe mit begrenzter, kompakter Zeitdauer intensiv an einem meist praxisorientierten Thema arbeitet. Ein Kennzeichen ist dabei die kooperative und moderierte Arbeitsweise an einem gemeinsamen Ziel. In der Wissenschaft sind Workshops ein kleineres Gegenstück zu Konferenzen. Sie unterscheiden sich durch die engere Fokussierung auf ein Thema, eine kleinere Anzahl von Beiträgen und teilweise durch eine längere Diskussionsrunde nach den Präsentationen der Beiträge. In der Musik-, Kunst- oder Literaturnachwuchsförderung sowie verwandten Praxisfeldern versteht man unter Workshop das Zusammentreffen von arrivierten Anfängern mit namhaften Fachvertretern in meist ein- oder zweitägigen praxisorientierten Veranstaltungen.