Faire Sprache statt Gendern in der Grundschule

Faire Sprache statt Gendern in der Grundschule

Wie kann geschlechtersensible Sprache im Grundschulkontext gelingen, ohne Kinder zu überfordern? In „Faire Sprache statt Gendern. Geschlechtersensible Sprache an Grundschulen“ analysiert Pauline Lehmann die gesellschaftliche Debatte um Gendern und entwickelt praxisnahe Perspektiven für die pädagogische Arbeit in der Primarstufe. Die Studie ist im April 2026 im GRIN‑Imprint Academic Plus erschienen und verbindet sprachwissenschaftliche Analyse mit konkreten didaktischen Ansätzen.

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Sprache prägt Denken, Wahrnehmung und gesellschaftliche Wirklichkeit – besonders im schulischen Kontext. In ihrer Publikation „Faire Sprache statt Gendern. Geschlechtersensible Sprache an Grundschulen“ geht Pauline Lehmann der Frage nach, wie Kinder früh für einen bewussten und diskriminierungsarmen Sprachgebrauch sensibilisiert werden können. Ausgehend von der aktuellen, teils emotional geführten Gender-Debatte analysiert die Autorin den Diskurs kritisch und richtet den Blick gezielt auf die Grundschule als zentralen Bildungsort.

Faire Sprache als pädagogische Chance

Auf Grundlage einer Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger untersucht die Autorin mediale, politische und gesellschaftliche Positionen zum Thema Gendern im schulischen Umfeld. Dabei zeigt sie, dass die Diskussion häufig von Ablehnung und Unsicherheit geprägt ist, während konkrete didaktische Konzepte fehlen. Die Arbeit leistet hier einen wichtigen Beitrag, indem sie den Fokus von ideologischen Auseinandersetzungen auf pädagogische Möglichkeiten verlagert.

Ergänzt wird die Analyse durch einen umfangreichen Maßnahmenkatalog für die Praxis. Dieser richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Studierende der Pädagogik sowie Akteur:innen der Bildungsarbeit. Vorgestellt werden unter anderem Ansätze für einen reflektierten Sprachgebrauch im Unterricht, die Zusammenarbeit mit Eltern sowie eine kommentierte Auswahl geeigneter Kinder- und Jugendliteratur. „Faire Sprache statt Gendern“ bietet damit fundierte Orientierung für alle, die geschlechtersensible Sprache im Grundschulalltag sachlich, kindgerecht und konstruktiv umsetzen möchten.

Das Buch ist im April 2026 im GRIN-Imprint Academic Plus erschienen (ISBN: 978-3-389-18556-8).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1710447

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

GRIN ist ein deutscher Selfpublishing Verlag mit Sitz in München, der seit 1998 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und Autor:innen bei der Verbreitung ihrer Manuskripte unterstützt. Das Verlagsprogramm umfasst akademische Arbeiten, Fachbücher und Forschungspublikationen aus zahlreichen Disziplinen, wodurch GRIN mit mehr als 260.000 veröffentlichten Titeln zu den führenden Anbietern für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen im deutschsprachigen Raum zählt.
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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • geschlechtersensible Sprache (Wikipedia)
    Geschlechtergerechte Sprache (oft auch kurz Gendersprache genannt) bezeichnet einen Sprachgebrauch, der in Bezug auf Personenbezeichnungen die Gleichbehandlung von Frauen und Männern und darüber hinaus aller Geschlechter zum Ziel hat und die Gleichstellung der Geschlechter in gesprochener und geschriebener Sprache zum Ausdruck bringen will. Als Personenbezeichnung werden dabei alle sprachlichen Mittel verstanden, die sich in ihrer inhaltlichen Bedeutung (Semantik) auf einzelne Personen, auf gemischtgeschlechtliche Gruppen oder auf Menschen im Allgemeinen beziehen (Referenz auf Außersprachliches). Um zu verdeutlichen, dass neben weiblichen und männlichen (siehe binäre Geschlechterordnung) auch nichtbinäre Personen einbezogen werden, setzt sich zunehmend die Bezeichnung gendergerechte Sprache durch, auch gendersensible, diskriminierungssensible, genderinklusive oder inklusive Sprache (vergleiche Soziale Inklusion und Diversity Management). Die Anwendung geschlechtergerechter Sprache wird auch kurz als „Gendern“ bezeichnet und nutzt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: einerseits die Sichtbarmachung der Geschlechter durch entsprechende Bezeichnungsformen (sexusbezogen: Lehrerinnen und Lehrer, Lehrer*innen), andererseits die Neutralisierung von Geschlechtlichem (sexusneutral: Lehrkräfte, Lehrende).
  • Grundschule (Wikipedia)
    Grundschule bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland die Schulen, die Kinder der Klassen 1 bis 4 (nur in den Ländern Berlin und Brandenburg Klassen 1 bis 6) besuchen. Sie sind in der Regel etwa sechs bis elf (bzw. sechs bis dreizehn) Jahre alt. Ab Ende der 1960er Jahre ging die Grundschule aus den unteren Klassen der Volksschule hervor, während die eigenständige Hauptschule mit den Klassen 5 bis 9 von ihr organisatorisch abgetrennt wurde. Anders als der nicht verpflichtende Besuch des Kindergartens oder einer Vorschule gilt für die Grundschule die allgemeine Schulpflicht. Im Schuljahr 2023/2024 gab es in Deutschland 15.531 Grundschulen. Grundschulen gehören zum Primarbereich (Grundstufe).
  • Pädagogik (Wikipedia)
    Pädagogik (Wortbildung aus altgriechisch παιδαγωγικὴ [τέχνη] paidagōgikḗ [téchnē], deutsch ‚[Kunst bzw. Handwerk betreffend die] Führung eines Knaben‘) und Erziehungswissenschaft (EZW) sind Bezeichnungen für eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erziehung und Bildung des Menschen auseinandersetzt. Die heutige Bevorzugung des Begriffs Erziehungswissenschaft spiegelt den historischen Wandel von einer geisteswissenschaftlichen Ausrichtung zu einer größeren Einbeziehung empirischer Verfahren wider. Der Oberbegriff der Bildungswissenschaften wiederum stellt eine begriffliche Klammer bereit, unter welcher sich die Pädagogik einfassen lässt. Anders gesagt: die Pädagogik wird heutzutage als eine Disziplin der Bildungswissenschaften aufgefasst. Nach heutigem Verständnis kommt der Disziplin die Doppelrolle zu, als Reflexionswissenschaft Bildungs- und Erziehungszusammenhänge zu erforschen, aber als Handlungswissenschaft auch Vorschläge zu machen, wie Bildungs- und Erziehungspraxis gestaltet und verbessert werden kann. Ihr Aufgabengebiet bleibt unscharf, da sie interdisziplinär mit zahlreichen Bezugswissenschaften kooperiert. Dazu gehören psychologische, soziologische, philosophische und kulturwissenschaftliche Theorien und Erkenntnisse. Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaft wird an Schulen auch als eigenständiges Fach unterrichtet, so in einigen deutschen Bundesländern an Gymnasien und Gesamtschulen als Fach des sozialwissenschaftlichen Bereichs der Gymnasialen Oberstufe und in anderer Form und Schwerpunktsetzung in der Erzieherausbildung.
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