Ende des Ehegattensplittings? Was Ehepaare jetzt wissen müssen

Ende des Ehegattensplittings? Was Ehepaare jetzt wissen müssen

Die Debatte um das Ehegattensplitting erreicht einen neuen Höhepunkt. Während die Politik über die Mobilisierung von Arbeitskräften streitet, herrscht bei vielen Ehepaaren Verunsicherung. Eine Abschaffung oder tiefgreifende Reform hätte massive Auswirkungen auf die Haushaltskassen von Millionen Bürgern.

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Das Privileg auf dem Prüfstand
Bisher gilt: Je größer die Einkommensdifferenz zwischen den Partnern, desto höher der Splittingvorteil. Bei einem Alleinverdiener-Haushalt (80.000 EUR Brutto) liegt der Steuervorteil aktuell bei ca. 7.500 EUR pro Jahr. Doch dieser finanzielle Bonus hat oft einen hohen Preis.

Die „Zweitverdiener-Falle“ in der anwaltlichen Praxis
„In der täglichen Beratung erleben wir oft, dass das Splitting zwar kurzfristig die Haushaltskasse schont, aber langfristig in eine gefährliche Schieflage führt“, erklärt Rechtsanwalt Reinhard Scholz, Anwalt für Scheidungsrecht in Münster. Besonders Mandantinnen in Teilzeit realisieren oft erst spät, dass ihre Rentenanwartschaften durch die geringere Erwerbstätigkeit massiv gelitten haben. Das Steuersystem verschleiere hier oft eine ökonomische Abhängigkeit innerhalb der Ehe.

Verfassungsrechtliche Hürden für eine Reform
Einfach „abschaffen“ lässt sich das Splitting nicht. Das Bundesverfassungsgericht schützt das Prinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Ehe. Experten rechnen daher eher mit Modellen wie der Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag oder einem Familiensplitting, das Kinder stärker berücksichtigt. Für bestehende Ehen ist zudem ein umfassender Vertrauensschutz zu erwarten.

Weitere Informationen und Experten-Ratgeber:
Detaillierte Fallbeispiele zu den finanziellen Folgen und rechtliche Hintergründe finden Sie in unserem aktuellen Fachartikel unter: www.ihre-scheidung.info/aktuelles/

Umfassende Beratung und Unterstützung im Bereich bundesweite Online-Scheidung finden Sie auf unserer Startseite Rechtsanwalt Reinhard Scholz, Anwalt für Scheidungsrecht www.ihre-scheidung.info

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Ehegattensplitting (Wikipedia)
    Das Ehegattensplitting (von englisch to split ‚aufteilen‘) ist das in der Bundesrepublik Deutschland zur Berechnung der Einkommensteuer von zusammenveranlagten Ehegatten und Lebenspartnern angewendete Splittingverfahren.
  • Familienrecht (Wikipedia)
    Das Familienrecht ist das Teilgebiet des Zivilrechts, das die Rechtsverhältnisse der durch Ehe, Lebenspartnerschaft, Familie und Verwandtschaft miteinander verbundenen Personen regelt. Daneben regelt es die außerhalb der Verwandtschaft bestehenden gesetzlichen Vertretungsfunktionen: Vormundschaft, Pflegschaft und rechtliche Betreuung. Ein kontrovers diskutiertes Thema im Familienrecht ist die Absicherung von Kindern in Regenbogenfamilien beziehungsweise die rechtliche Gleichstellung dieser in jeglicher Hinsicht.
  • Rentenlücke (Wikipedia)
    Mit Rentenlücke (auch Versorgungs- oder Vorsorgelücke) wird in der Regel derjenige Prozentanteil bezeichnet, um den das letzte monatliche Netto-Einkommen vor Renteneintritt die gesetzliche Altersversorgung übersteigt. Neuere Untersuchungen haben dieses Prinzip erweitert und berücksichtigen neben der gesetzlichen Altersversorgung auch betriebliche und private Vorsorgemaßnahmen bei der Berechnung dieser fiktiven Rentenlücke. Da die Höhe des Einkommens zur Deckung der eigenen Versorgung keine absolute und stetig gleichbleibende Größe darstellt, suggeriert der Begriff einen Finanzmangel, der nicht bei allen Personen mit dem niedrigeren Einkommen ab Rentenbeginn als solcher empfunden wird. In der politischen Diskussion wird damit die Zielgröße des anzustrebenden Standardrentenniveaus der Gesetzlichen Rentenversicherung benannt. So wird in den jährlichen Renteninformationen in Deutschland explizit auf eine mögliche Versorgungslücke hingewiesen. Der Begriff wird in der Finanzplanung der Versicherungswirtschaft dazu verwendet, eventuellen langfristigen Sparbedarf zu identifizieren, um die Rentenlücke zu schließen. Finanzdienstleister nutzen den Begriff der Rentenlücke, um potentielle Kunden auf die Möglichkeit einer zusätzlichen privaten Vorsorge hinzuweisen.
  • Steuergerechtigkeit (Wikipedia)
    Die Steuergerechtigkeit ist ein wesentlicher Grundsatz des Steuerrechts und spezieller Ausdruck des grundrechtlich zugesicherten Gleichheitssatzes gemäß Art. 3 Abs. 1 GG.
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