Die Welt verändert sich, doch viele Menschen bleiben stehen: Ernst Crameri fordert ein Umdenken

Die Welt verändert sich, doch viele Menschen bleiben stehen: Ernst Crameri fordert ein Umdenken

Die Welt verändert sich, doch viele Menschen bleiben stehen: Ernst Crameri fordert ein Umdenken

Ernst Crameri, Unternehmer, Coach und Autor des Podcasts „Ergebnisorientiert“

Die Welt befindet sich in einem ständigen Wandel. Landschaften verändern sich, Technologien entwickeln sich weiter, berufliche Anforderungen verschieben sich und persönliche Lebensumstände bleiben selten dauerhaft gleich. Dennoch wünschen sich viele Menschen, dass alles möglichst so bleibt, wie es einmal gewesen ist. Unternehmer, Coach und Autor Ernst Crameri beschäftigt sich in Folge 3302 seines Podcasts „Ergebnisorientiert“ mit diesem Widerspruch. Während einer Fahrt durch die beeindruckende Bergwelt rund um den Piz Bernina erklärt er, weshalb die Bereitschaft zur Veränderung aus seiner Sicht zu den wichtigsten Voraussetzungen für persönliche Entwicklung und ein selbstbestimmtes Leben gehört.

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Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist die eindrucksvolle Landschaft der Schweizer Alpen. Crameri beschreibt die gewaltigen Berge, die spektakuläre Streckenführung der Rhätischen Bahn und den Blick auf die Gletscher der Berninaregion. Besonders der Morteratschgletscher verdeutlicht für ihn, wie sichtbar Veränderungen im Laufe der Zeit werden können. Er erinnert sich daran, wie weit das Eis während seiner Kindheit noch ins Tal reichte. Heute ist der Gletscher deutlich zurückgegangen. Die Veränderungen der alpinen Landschaft stehen für ihn beispielhaft für eine grundlegende Erkenntnis: Nichts bleibt dauerhaft so, wie es einmal gewesen ist. Während sich natürliche und gesellschaftliche Bedingungen verändern, versuchen Menschen häufig, an vertrauten Vorstellungen und Lebensmodellen festzuhalten.

Besonders kritisch sieht Crameri die weitverbreitete Neigung, frühere Zeiten grundsätzlich als besser zu betrachten. Immer wieder begegne er Menschen, die davon erzählen, wie schön und unkompliziert das Leben früher gewesen sei. Dabei werde häufig übersehen, dass sich vergangene Lebensabschnitte nicht zurückholen lassen. Crameri plädiert deshalb dafür, die Vergangenheit bewusst anzuerkennen, dankbar auf schöne Erfahrungen zurückzublicken und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Wer ständig versucht, frühere Zustände wiederherzustellen, riskiere, die Möglichkeiten der Gegenwart zu übersehen. Nicht die Erinnerung an vergangene Zeiten sei problematisch, sondern die Weigerung, sich mit neuen Realitäten auseinanderzusetzen.

Für den Unternehmer ist die entscheidende Frage deshalb nicht, ob Veränderungen stattfinden, sondern wie Menschen darauf reagieren. Während einige neue Entwicklungen mit Neugier und Offenheit betrachten, begegnen andere ihnen mit Angst, Ablehnung oder grundsätzlichem Widerstand. Nach Crameris Erfahrung kann diese Haltung dazu führen, dass Chancen auf persönliche und berufliche Weiterentwicklung ungenutzt bleiben. Er empfiehlt, Veränderungen zunächst als Möglichkeit zu betrachten, neue Fähigkeiten zu erwerben, bisherige Überzeugungen zu überprüfen und die eigene Lebensgestaltung anzupassen. Dabei müsse nicht jede Veränderung automatisch positiv sein. Entscheidend sei vielmehr, handlungsfähig zu bleiben und bewusst zu prüfen, welche neuen Perspektiven sich daraus ergeben.

Ein weiteres Beispiel liefert die Infrastruktur in der Hochgebirgsregion. Crameri beobachtet, wie Straßen während der kurzen Sommermonate instand gesetzt werden. Im Winter erschweren Schnee, Sturm und extreme Wetterbedingungen viele Arbeiten erheblich. Für ihn verdeutlicht diese Situation, wie wichtig es ist, vorhandene Gelegenheiten rechtzeitig zu nutzen. Nicht jede Möglichkeit steht unbegrenzt zur Verfügung. Auch im persönlichen Leben können Entscheidungen, berufliche Chancen oder besondere Erlebnisse an bestimmte Zeitfenster gebunden sein. Wer dauerhaft auf einen idealen Zeitpunkt wartet, müsse damit rechnen, dass sich manche Möglichkeiten später nicht mehr in derselben Form bieten.

Crameri verbindet seine Beobachtungen mit einer grundsätzlichen Haltung zum Leben. Er beschreibt sich als jemanden, der Herausforderungen gerne annimmt und neue Erfahrungen als Bereicherung empfindet. Die Möglichkeit, dazuzulernen, sich neu zu positionieren und bislang unbekannte Wege einzuschlagen, gehört für ihn zu den größten Vorzügen eines selbstbestimmten Lebens. Gleichzeitig betont er die Bedeutung von Dankbarkeit. Jeder Tag sei eine Gelegenheit, das eigene Leben bewusst zu gestalten. Statt Veränderungen ausschließlich als Verlust zu betrachten, könnten Menschen lernen, auch die Möglichkeiten eines neuen Lebensabschnitts wahrzunehmen und aktiv zu nutzen.

Mit Podcastfolge 3302 von „Ergebnisorientiert“ fordert Ernst Crameri seine Zuhörer dazu auf, ihre persönliche Einstellung gegenüber Veränderungen zu hinterfragen. Halten sie an Gewohnheiten fest, obwohl diese längst nicht mehr zu ihrem Leben passen? Verhindert die Angst vor dem Unbekannten wichtige Entscheidungen? Welche Möglichkeiten würden entstehen, wenn sie neuen Entwicklungen offener begegneten? Seine Botschaft lautet, dass die Vergangenheit zwar ein wertvoller Teil der eigenen Lebensgeschichte bleibt, die Zukunft jedoch aktiv gestaltet werden muss. Wer bereit ist, dazuzulernen, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen anzunehmen, kann neue Perspektiven für sein Leben entwickeln.

Weitere Informationen sowie Podcastfolge 3302 von „Ergebnisorientiert“ finden Interessierte unter Podcast ergebnisorientiert.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Eigenverantwortung (Wikipedia)
    Als Eigenverantwortung oder Selbstverantwortung (auch Eigenverantwortlichkeit) bezeichnet man die Bereitschaft und die Pflicht einer Person, für das eigene Handeln und Unterlassen Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet, dass man für das eigene Tun und Unterlassen einsteht und die Konsequenzen, etwa in Form von Sanktionen, dafür trägt. Das Konzept ist sowohl in der Organisationslehre als auch von juristischer und sozioökonomischer Bedeutung. Es stellt eine Grundlage der Ideologie des Liberalismus dar. In dessen Ausprägung des Neoliberalismus bedeutet dies eine Pflicht des Einzelnen, sich aus eigener Kraft an äußere Umstände anpassen zu können.
  • Morteratschgletscher (Wikipedia)
    Der Morteratschgletscher (rätoromanisch oder ) ist ein Alpen-Gletscher in der Berninagruppe im Kanton Graubünden in der Schweiz. Wie nahezu alle Alpengletscher ist auch der Morteratschgletscher im Rahmen der globalen Erwärmung von umfassendem Schwund betroffen; so verkürzte er sich zwischen 1900 und 2017 um etwa 2500 Meter. Ausserdem verlor er 2015 seine Verbindung zum Persgletscher.
  • Piz Bernina (Wikipedia)
    Der Piz Bernina ist der einzige Viertausender der Ostalpen und der höchste Berg des Kantons Graubünden in der Schweiz. Die Landeskarte der Schweiz gibt seine Höhe mit 4048 m ü. M. an. Der Piz Bernina gehört wie seine Nachbarn Piz Palü, Piz Roseg und Bellavista zur Berninagruppe oder einfach der Bernina. Knapp 200 Meter südlich des Gipfels verläuft die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Durch seine Dominanz bietet der Piz Bernina in allen Richtungen eine aussergewöhnliche Fernsicht und ist selbst von unzähligen Gipfeln sichtbar. Wegen des auffälligen Biancograts ist er zudem leicht zu identifizieren. Der am weitesten entfernte sichtbare Punkt () vom Piz Bernina befindet sich auf einem Grat zwischen den italienischen Regionen Emilia-Romagna und Toskana, 41 km südwestlich von Rimini und ist 349 km entfernt.
  • Rhätische Bahn (Wikipedia)
    Die Rhätische Bahn (italienisch Ferrovia retica, rätoromanisch ) ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen und eine Infrastrukturbetreiberin in der Schweiz. Die Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Chur. Das Streckennetz liegt überwiegend im Kanton Graubünden, ein kleiner Teil auch in Italien. Vom Misox aus bestand früher auch eine Strecke ins Tessin. Der Name geht auf die frühere römische Provinz Raetia zurück. Der 1806 gebildete Kanton Graubünden, 1799 als Kanton Rätien entstanden, befindet sich auf einem Teilgebiet dieser Provinz. Die Abkürzung der Gesellschaft lautet heute üblicherweise RhB. In früheren Jahren waren auch die Abkürzungen Rh.B. und Rh B üblich, insbesondere zur deutlicheren Abgrenzung zur älteren und mittlerweile aufgelösten Rorschach-Heiden-Bergbahngesellschaft, kurz RHB. Die Rhätische Bahn verfügt über ein meterspuriges Schmalspurnetz mit einer Länge von 384 Kilometern, das in Disentis/Mustér an das ebenfalls meterspurige Netz der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) anschliesst. Bekannteste RhB-Strecken sind die Berninabahn und die Albulabahn, die zusammen seit Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe zählen. Ihr Wahrzeichen ist das Landwasserviadukt, das direkt in den Landwassertunnel übergeht.
  • selbstbestimmung (Wikipedia)
    Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία autonomía ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘, aus αὐτός autós ‚selbst‘ und νόμος nómos ‚Gesetz‘) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung des freien Willens, deren der Mensch als vernünftiges Wesen fähig ist. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, die Fremdbestimmung. Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird die Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können. Ein zentrales Ziel jeder philosophischen Theorie der Autonomie ist, die Eigenschaft und Fähigkeit zu bestimmen, aufgrund derer Personen in der Lage sind, ihr Leben als eigenes autonom zu führen. Nach allgemein geteilter Ansicht muss eine autonome Person zumindest in der Lage sein, eine kritische Selbstbewertung der eigenen Werte und Normen durchzuführen, wenn sie aufgrund von Kritik oder neuen Problemkonstellationen dazu aufgefordert wird.
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