VERBRAUCHER INITIATIVE über Verschwendung bei Heimtextilien
Berlin, 15. Juli 2026. Ob Bettwäsche, Handtücher oder Tischdecken, viele Haushalte besitzen solche Textilien in Hülle und Fülle. Trotzdem kaufen sie neue Stücke dazu, nutzen aber tatsächlich nur einen Bruchteil. Dieser Konsumkostet Ressourcen und belastet die Umwelt. Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Anregungen für einen nachhaltigeren Umgang.
„Überlegen Sie genau, was Sie benötigen, bevor Sie neue Wohntextilien kaufen. Machen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Stücke“, empfiehlt Alexandra Borchard-Becker, Fachreferentin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Dazu werden am besten die Teile beiseite gelegt, die tatsächlich regelmäßig in Gebrauch sind. Auf einen zweiten Stapel kommt, was eher ungenutzt im Schrank liegt. Die Fachreferentin rät: „Prüfen Sie, was Sie wirklich für Besuch, Feste oder Unvorhergesehenes benötigen oder ob Sie nicht mit weniger auskommen, zumal Sie Ihre Lieblingsstücke sicher ohnehin regelmäßig waschen.“
Anstatt etwas Neues zu kaufen, kann Vorhandenes umgestaltet und so länger genutzt werden. „Verpassen Sie gut erhaltenen Teilen einen neuen Look. Färben Sie helle Tischdecken oder Servietten und bemalen Sie sie mit selbst hergestellten Pappschablonen und Textilstiften oder Stoffmalfarbe“, so Borchard-Becker. Die individuellen Stücke bringen Farbe in den Alltag, eignen sich als Dekoration für Feste oder als Ersatz für Geschenkpapier. So lässt sich die Tischwäsche oder die Verpackung an das Motto der Feier oder den jahreszeitlichen Anlass wie Ostern, Weihnachten, Frühling oder Herbst anpassen. „Setzen Sie die gleichen Stücke für unterschiedliche Zwecke ein, beispielsweise dekorative Geschirrtücher oder Servietten als Tischdecken und Waschlappen als kleine Handtücher“, ergänzt die Fachreferentin.
Gebrauchsfähige Wohntextilien, die nicht mehr benötigt werden, können an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Auch lokale Umsonst-Läden nehmen solche Stücke an. „Erkundigen Sie sich jeweils nach dem tatsächlichen Bedarf, bevor Sie Ihre Spenden abgeben“, sagt Borchard-Becker.
Nachhaltiger zu handeln, bedeutet Textilien richtig zu pflegen, Kaputtes auszubessern und Ausrangiertes kreativ umzugestalten. Informationen zur Umsetzung hat die VERBRAUCHER INITIATIVE in der Broschüre „Nachhaltige Wohntextilien? Finden und nutzen!“ zusammengestellt. Das 16-seitige Themenheft kann für 2,00 Euro (zzgl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt oder heruntergeladen.
Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist die ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherarbeit.
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- Broschüre (Wikipedia)
Eine Broschüre (im 18. Jahrhundert aus gleichbedeutend französisch brochure entlehnt) ist ein Schriftwerk von geringem Umfang ohne Einband, das buchbinderisch als Broschur hergestellt wird. Broschüren sind meist von nur aktuellem Interesse wie z. B. religiöse oder politische Kampfschriften, heute auch Gebrauchsanweisungen oder werbliche Produktinformationen. Die UNESCO-Statistik erfasst als Broschüren unabhängig von ihrer Verarbeitung Druckwerke von mehr als 4 bis max. 48 Seiten (drei Oktav-Bögen). Kleinere solche Schriftwerke (1–2 Seiten) werden als Flyer bezeichnet. Der Begriff überschneidet sich teilweise mit Heft. - Gesundheit (Wikipedia)
Gesundheit ist ein körperlicher und geistiger Zustand eines Menschen oder der Zustand einer Gruppe (bspw. Familiengesundheit, Bevölkerungsgesundheit). Dazu gibt es verschiedene Definitionen. Das Wiedererlangen von Gesundheit wird als Gesunden, Gesundwerden oder Genesen bezeichnet. Der gesunde körperliche Zustand wird als Salubrität bezeichnet. - Kleidung (Wikipedia)
Kleidung, auch Bekleidung (in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz auch Gewand), ist die Gesamtheit aller Textilien und Gegenstände, die der Mensch auf dem Körper als Hülle trägt. Kleidung lässt sich in Unterwäsche und Oberbekleidung unterteilen, auch Schuhe und Kopfbedeckungen werden zur Kleidung gezählt. Kleinteiligere Gegenstände wie Schmuck und Accessoires, die rein darstellenden Zwecken dienen, werden nicht zur Kleidung gezählt. Modische Bekleidung ist in ihrer jeweiligen Gestaltung ein Ausdrucksmittel der nonverbalen Kommunikation. Arbeitskleidung dient dem Schutz vor belastenden Umwelteinflüssen, vor Verletzungen und/oder Gefahren in der Arbeitsumgebung. In Theater und Film unterstreicht sie als Kostüm die Bühnen- bzw. die Filmrollen der jeweils Agierenden. Entsprechend den klimatischen, individuellen und modisch-ästhetischen Bedürfnissen des Menschen hat sie sich kultur- und zeitabhängig unterschiedlich entwickelt. Kleidung hat zudem eine sozio-ökonomische Funktion der Distinktion. - nachhaltigkeit (Wikipedia)
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen. Das Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit ist ein Zielkonflikt, ein veränderlicher bestmöglicher Zustand, in dem es nicht möglich ist, die Ziel-Eigenschaft Ressourcennutzung zu verbessern, ohne zugleich die andere Eigenschaft des Ressourcen-Erhalts verschlechtern zu müssen. Im Allgemeinen wird Nachhaltigkeit heute als Form der Ressourcennutzung verstanden, die nach dem Drei-Säulen-Modell auf dem gleichzeitigen und gleichberechtigten Umsetzen von Umweltschutz, langfristigem Wirtschaften und einem fairen Miteinander beruht, damit auch zukünftige Generationen gut leben können. Im entsprechenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain im Sinne von „aufrechterhalten“ bzw. „erhalten“. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung „dauerhaft aufrechterhalten“, ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst. Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt wurde, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf der Welt auszugehen drohen, ging sein Gebrauch auf den Umgang mit allen Ressourcen über. In seiner ersten und älteren Bedeutung weist „nachhaltig“ als Adjektiv oder bei adverbialem Gebrauch darauf hin, dass eine Handlung längere Zeit anhaltend wirkt. Beispiel: Die (ungeregelte) Ressourcennutzung führt über längere Zeit zum Verlust der Ressourcen. Da das oben genannte Handlungsprinzip das Gegenteil, nämlich die Ressourcenerhaltung trotz Nutzung zum Ziel hat, ist darauf zu achten, dass die erste und die hinzugekommene Bedeutung zueinander nicht widerspruchsfrei sind. - Verbraucher (Wikipedia)
Als Verbraucher oder Konsument wird eine natürliche Person bezeichnet, die eine oder mehrere Waren oder Dienstleistungen zur eigenen privaten Bedürfnisbefriedigung käuflich erwirbt. Ihnen widmet sich die Verbraucherforschung und die Konsumsoziologie. - wohnen (Wikipedia)
Die Geschichte des Wohnens beginnt mit der Sesshaftwerdung des Menschen seit der neolithischen Revolution. Seither bildeten sich unterschiedliche Wohnformen und -kulturen heraus, die für jede historische Epoche prägend waren und die Kultur- und Sozialgeschichte von Gesellschaften maßgeblich beeinflussten. Weltweit weisen Wohnformen in historischer Perspektive sehr vielschichtige und disparate Entwicklungen auf, weshalb hier der Fokus exemplarisch auf die vielfältigen Forschungen und Veröffentlichungen zur Entwicklung im heute deutschsprachigen Raum gelegt wird, die im Zusammenhang der Alltagsgeschichtsschreibung in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft von den 1970er bis 1990er Jahren entstanden sind. Forschungen zur Geschichte des Wohnens erweisen sich aufgrund mangelnder Überlieferung oft als schwierig. Archäologische Funde oder Bild- und Textquellen geben weit häufiger Auskunft über die Wohnverhältnisse privilegierter Bevölkerungsschichten, während das Wohnen oder Hausen der nichtprivilegierten Menschen oft gar nicht zu rekonstruieren ist.