Cybersicherheit: Eine Priorität bei Großveranstaltungen

von Praveen Das, Technical Head bei ManageEngine

Cybersicherheit: Eine Priorität bei Großveranstaltungen

Die diesjährige Weltmeisterschaft zieht Millionen von Touristen an, generiert Milliarden an Einnahmen und erfordert eine komplexe digitale Infrastruktur für Ticketverkäufe, Hotelreservierungen, Zahlungsabwicklung, Live-Übertragungen und Services. Neben der zunehmenden Nutzung digitaler Plattformen durch Fans und Unternehmen hat generative KI die Entwicklung raffinierter Betrugsmaschen ermöglicht: Täuschend echte Websites für den Ticketverkauf, raubkopierte Live-Streams, betrügerische Werbeaktionen und personalisierte Nachrichten, die sich als Mitteilungen und Inhalte echter Marken, Sponsoren und Veranstalter ausgeben.

Stimmungsbarometer:unverb. KI-Analyse*

Die jüngsten Fortschritte in der KI haben Cyberangriffe effizienter, personalisierter und schwerer zu erkennen gemacht. Im Vergleich zu früher verfügen Cyberkriminelle heute über weitaus ausgefeiltere Werkzeuge, um im großen Maßstab Betrugsversuche zu automatisieren, überzeugende Phishing-Kampagnen zu erstellen und Schwachstellen auszunutzen. Cyberkriminelle nutzen gerne Momente, in denen die öffentliche Aufmerksamkeit besonders groß ist. Häufig sind im Kontext von Großveranstaltungen beispielsweise Betrug bei Ticketverkäufen, Reiseangeboten, Live-Streams und Treueprogrammen zu beobachten und oft besteht das Ziel darin, Zugangsdaten zu stehlen, auf Bankkonten zuzugreifen oder personenbezogene Daten für zukünftige Betrugsdelikte zu sammeln.

Auch Unternehmen im Visier

Neben den Risiken, denen Besucher der Weltmeisterschaft ausgesetzt sind, können Cyberbedrohungen während solcher Großveranstaltungen auch schwerwiegende finanzielle und rufschädigende Folgen haben – insbesondere für Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Unterhaltung, Einzelhandel, Medien und Finanzdienstleistungen. Das gilt vor allem für Anbieter digitaler Plattformen, die währenddessen ein hohes Volumen an Anfragen verzeichnen. Diese Unternehmen sollten Präventivmaßnahmen ergreifen:

– Vorfallsimulationen durchführen. Unternehmen und ihre IT-Sicherheitsteams sollten ihre Prozesse zur Reaktion auf cybersicherheitsrelevante Vorfälle im Voraus testen, um sicherzustellen, dass sie auf verschiedene Arten von Bedrohungen vorbereitet sind und schnell gegensteuern können, damit es zu Zeiten hoher Netzwerkauslastung nicht zu Ausfällen oder Datenlecks kommt.

– Eine Zero Trust-Strategie etablieren. Das Zero Trust-Modell basiert darauf, dass Nutzer, APIs und Geräte vor jedem Zugriff auf ein System authentifiziert werden müssen, ohne wenn und aber. Gerade während einer Großveranstaltung ist ein Zero Trust-Ansatz eine strategische Notwendigkeit, mit der sich das Risiko von Datenlecks, Hackerangriffen und Ransomware effektiv mindern lässt.

– In Lösungen zur Echtzeitüberwachung investieren. Die Überwachung von Netzwerken, Anwendungen und digitalen Umgebungen in Echtzeit ermöglicht es, Anomalien und potenziell schädliche Aktivitäten im Netzwerk zu erkennen, bevor sie Ausfälle verursachen oder kritische Prozesse gefährden.

Die Weltmeisterschaft bietet Unternehmen eine großartige Gelegenheit, um mit Millionen ihrer Kunden und Nutzer zu interagieren, aber sie erhöht auch deren Angriffsfläche. Unternehmen sollten ihre IT-Sicherheitsteams und ihren Schutz gegen Angriffe während dieser Zeit verstärken, um zu verhindern, dass gerade während einer Großveranstaltung finanzielle und Reputationsschäden entstehen. Vorbereitung, kontinuierliche Netzwerküberwachung und die Fähigkeit, auf cybersicherheitsrelevante Vorfälle schnell zu reagieren, sind entscheidend, um solche Schäden, Betriebsstörungen und Ausfälle zu vermeiden.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Cybersicherheit (Wikipedia)
    Informationssicherheit ist ein Zustand von technischen oder nicht-technischen Systemen zur Informationsverarbeitung und -speicherung, der die Schutzziele Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität sicherstellen soll. Informationssicherheit dient dem Schutz vor Gefahren bzw. Bedrohungen, der Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden und der Minimierung von Risiken. In der Praxis orientiert sich die Informationssicherheit im Rahmen des IT-Sicherheitsmanagements unter anderem an der internationalen ISO/IEC-27000-Reihe oder dem US-System der System and Organization Controls (SOC). Im deutschsprachigen Raum ist ein Vorgehen nach IT-Grundschutz verbreitet. Im Bereich der Evaluierung und Zertifizierung von IT-Produkten und -systemen findet die Norm ISO/IEC 15408 (Common Criteria) häufig Anwendung. Die Normenreihe IEC 62443 befasst sich mit der Informationssicherheit von „Industrial Automation and Control Systems“ (IACS) und verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz für Betreiber, Integratoren und Hersteller. Die Umsetzung aus der Cyberresilienz-Verordnung schafft dabei auch Sicherheit auf Hardwareebene und schützt dadurch auch die Betreiber von Anlagen und Maschinen, indirekt auch die Verbraucher.
  • IT (Wikipedia)
    It steht für: It (Wolga), linker Nebenfluss der Wolga It, Pseudonym von Tony Särkkä (1972–2017), schwedischer Musiker Spielfilme: It, deutscher Titel Es (Roman), US-amerikanischer Horrorroman von Stephen King (1986) It, deutscher Titel Es (2017), US-amerikanischer Spielfilm von Andrés Muschietti, Verfilmung des Stephen-King-Romans (2017) It, deutscher Titel Das gewisse Etwas, US-amerikanischer Stummfilm von Clarence G. Badger (1927) I.T, deutscher Titel Hacked – Kein Leben ist sicher, US-amerikanischer Thriller von John Moore (2016) it steht für: italienische Sprache, nach ISO 639-1 .it, Top-Level-Domain Italiens IT steht für: Informationstechnik, Bereich der Informations- und Datenverarbeitung Information und Telekommunikation, siehe Information und Kommunikation Inclusive Tours, Pauschalreisen samt Hotel, Transfer und Transport Intrakranielle Transluzenz, Pränataldiagnostik Impulse Tracker, Trackerformat Initiator Target, Modus bei Festplatten-Speichersystemen in der Computertechnik Instructor Trainer, Tauchlehrer-Ausbildung der National Association of Underwater Instructors Interline Transfer, Aufbauprinzip von CCD-Sensoren International Times, Londoner Untergrund-Zeitschrift ab 1966 Internationale Tonspur, Filmtechnik Investment Trust, Investmentgesellschaft ISO-Toleranz, System für Fertigungstoleranzen, siehe Toleranz (Technik) #Passungsangaben nach ISO Isomeric Transition, Strahlungsübergang bei Isomeren, siehe Isomerieübergang IT-System (Elektrotechnik), frz. Isolé Terre, Erdverbindung eines Verteilungssystems in der Elektrotechnik Italien (ISO-3166-Ländercode) Air Inter (IATA-Code), französische Fluggesellschaft Kingfisher Airlines (IATA-Code), indische Fluggesellschaft IT, Kfz-Kennzeichen in Griechenland: Athen (für Motorräder) Siehe auch: Interdisciplinary Transformation University Austria
  • KI (Wikipedia)
    KI steht für: sumerische Gottheit, siehe Uraš (Göttin) Adam Air, ehemalige indonesische Fluggesellschaft nach dem IATA-Code Canadian Regional Airlines (IATA-Code), kanadische Fluggesellschaft Kaliumiodid, chemische Verhältnisformel Kanzerogenitätsindex, Gefahreneinstufung von Mineralfasern Karolinska-Institut, medizinische Hochschule bei Stockholm Kategorischer Imperativ, grundlegendes ethisches Prinzip des Philosophen Immanuel Kant Kiribati, Ländercode nach ISO 3166 Knabeninstitut Wilhelmsdorf, heute Gymnasium Wilhelmsdorf in Wilhelmsdorf (Württemberg) Kombiinstrument, Instrumentenblock in Kraftfahrzeugen Kommunistische Internationale, auch Komintern Konfidenzintervall, statistischer Vertrauensbereich Konfigurationsidentifizierung, Teil des Konfigurationsmanagements Konstanzer Inventar, Sammlung kriminologischer und kriminalstatistischer Informationen Kontraindikation, in der Medizin ein Umstand, der gegen eine Maßnahme spricht Kreditinstitut Künstliche Insemination, künstliche Befruchtung bei Rindern und anderen Tieren Künstliche Intelligenz, Teilgebiet der Informatik Trabajos Aéreos del Sahara (ICAO-Code), ehemalige spanische Fluggesellschaft Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau, Kleinfahrzeugkennzeichen der Binnenschifffahrt KI als Unterscheidungszeichen auf Kfz-Kennzeichen: Deutschland: kreisfreie Stadt Kiel Griechenland: Kilkis Nordmazedonien: Kičevo Österreich: Bezirk Kirchdorf, Oberösterreich Serbien: Kikinda Slowakei: Košice (noch nicht vergeben) Tschechien: Karviná (auslaufend) KÍ steht für: KÍ Klaksvík, färöischer Fußballverein aus Klaksvík K.I steht für: AEG K.I (AEG G.I), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Doppeldecker-Bombenflugzeug Fokker K.I (Fokker M.9), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Zweirumpf-Experimentalflugzeug Ki steht für: Ki, Papuasprache, siehe Amto Ki (Papua), Distrikt (Distrik) in der indonesischen Provinz Papua Selatan Einheitenvorsilbe mit dem Zahlenwert 1024, siehe Binärpräfix Ki (Album) des kanadischen Musikers Devin Townsend Ki (Klan), alte Familie in Japan Begriff für Kraft bzw. Lebensenergie in der japanischen Philosophie, siehe Qi Kikuyu (Sprache) nach ISO 639-1 Ki ist …
  • Künstliche Intelligenz (Wikipedia)
    Künstliche Intelligenz (kurz KI, englisch artificial intelligence, kurz AI) ist ein Forschungs- und Anwendungsgebiet der Informatik. Es handelt sich dabei um verschiedene Klassen von Problemlösungsverfahren, die anhand von Eingaben aus ihrer Umgebung Handlungen ausführen.
  • Sport (Wikipedia)
    Sport (Veraltet auch Leibesübung) umfasst zielgerichtete körperliche oder geistige Aktivitäten, bei denen intensive körperliche Anstrengung oder den Körper fordernde Konzentration beziehungsweise mentale Anstrengung erforderlich ist. Zielgerichtet bedeutet hier, sich mit anderen allein oder als Mannschaft zu messen oder die eigene Leistung zu verbessern.
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