ARAG Experten informieren, wo Humor endet und das Arbeitsrecht beginnt
Die Tasten der Computertastatur umstecken, die Maus mit Klebeband blockieren oder den Kaffeebecher mit Plastikfolie abdichten – ein harmloser Streich zum 1. April kann das Betriebsklima durchaus auflockern. Aber er kann auch für Ärger sorgen. Denn was unter Freunden noch lustig wirkt, kann im Job schnell arbeitsrechtliche Folgen haben. Die ARAG Experten erklären, welche Aprilscherze erlaubt sind, wo Grenzen verlaufen und wann Beschäftigte mit einer Abmahnung oder Kündigung rechnen müssen.
Humor mit Augenmaß
Grundsätzlich gilt: Auch am 1. April sind Beschäftigte an ihre arbeitsvertraglichen Pflichten gebunden. Das bedeutet, dass Arbeitsleistung, Rücksichtnahme und der Schutz von Kollegen und Betriebsmitteln Vorrang haben. Die ARAG Experten warnen deshalb: Ein Aprilscherz darf weder die Arbeit erheblich beeinträchtigen noch Personen bloßstellen oder gefährden. Wer etwa harmlose Scherzartikel einsetzt, die niemanden stören oder erschrecken, bewegt sich meist im zulässigen Rahmen. Anders sieht es aus, wenn durch den vermeintlichen Spaß Arbeitsabläufe lahmgelegt oder Kollegen gezielt vorgeführt werden.
Persönlichkeitsrechte und Würde sind geschützt
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Scherz auf Kosten einzelner Personen geht. Dabei verweisen die ARAG Experten auf das Allgemeine Persönlichkeitsrecht, das Beschäftigte auch im Betrieb schützt. Wer Kollegen also bloßstellt, Gerüchte streut oder peinliche Situationen provoziert, riskiert arbeitsrechtliche Konsequenzen. Das gilt erst recht, wenn diskriminierende Inhalte im Spiel sind, beispielsweise wegen Herkunft, Geschlecht, Religion oder Alter. Hier kann neben einer Abmahnung sogar eine fristlose Kündigung drohen.
Sicherheit geht immer vor
Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Aprilscherze keine Gefahren schaffen dürfen. Wer beispielsweise Arbeitsmittel manipuliert, Stolperfallen baut oder sicherheitsrelevante Abläufe stört, überschreitet klar die Grenze. Kommt es zu einem Schaden oder gar zu einer Verletzung, können Beschäftigte nicht nur arbeitsrechtlich, sondern auch zivil- oder strafrechtlich haften. Gerade in sensiblen Bereichen wie der Produktion, im Labor oder im Gesundheitswesen ist Zurückhaltung geboten.
Arbeitszeit ist keine Spaßzeit
Auch die Arbeitszeit setzt Grenzen. Wenn ein Aprilscherz viel Zeit in Anspruch nimmt oder die Produktivität deutlich beeinträchtigt, kann das als Arbeitsverweigerung gewertet werden. Gleiches gilt, wenn IT-Systeme oder dienstliche Kommunikationskanäle zweckentfremdet werden, etwa durch fingierte E-Mails an die gesamte Belegschaft. Je nach Schweregrad kann das eine Abmahnung rechtfertigen. Bei erheblichen Störungen oder wirtschaftlichem Schaden ist laut ARAG Experten sogar eine verhaltensbedingte Kündigung denkbar.
Was Arbeitgeber beachten sollten
Aber nicht nur Beschäftigte, auch Unternehmen sollten umsichtig handeln. Ermuntert die Führungsebene zu Aprilscherzen oder beteiligt sich selbst daran, kann das Signalwirkung haben. Kommt es zu Konflikten, raten die ARAG Experten Arbeitgebern, den Einzelfall zu prüfen: War der Scherz wirklich beleidigend oder gefährlich? Gab es eine vorherige Abmahnung? Am Ende gilt: Ein gutes Betriebsklima entsteht durch gegenseitige Wertschätzung und nicht durch riskante Überraschungen.
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- Abmahnung (Wikipedia)
Als Abmahnung bezeichnet man eine Aufforderung, ein bestimmtes Handeln bzw. Verhalten, das gegen ein Gesetz oder eine andere – etwa vertragliche – Rechtspflicht verstößt, künftig zu unterlassen. Das Instrument der Abmahnung findet in ganz verschiedenen Bereichen des Zivilrechts Verwendung. So kennt etwa das deutsche Recht Abmahnungen im Arbeitsrecht, bei den gewerblichen Schutzrechten und dem Urheberrecht, aber zum Beispiel auch im Miet- und Pachtrecht oder im Zusammenhang mit vertraglichen Unterlassungsansprüchen. Abmahnungen sind ein Mittel der außergerichtlichen Streitbeilegung. Auch im Verwaltungsrecht kommen vereinzelt Abmahnungen vor. Teilweise sind sie dort als gesetzliche Voraussetzung für weitergehendes Verwaltungshandeln ausgestaltet; teilweise dienen sie als informelles Instrument, um Personen die Gelegenheit zu geben, Beanstandungen abzustellen, ehe die Behörde einschneidendere Maßnahmen ergreift. - ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Arbeitsplatz (Wikipedia)
Als Arbeitsplatz (englisch work place) bezeichnet man in der Organisationslehre eine räumlich eingegrenzte, mit Arbeitsmitteln ausgestattete Stelle in einer Wirtschaftseinheit, an der eine Arbeitskraft ihre Arbeitsaufgaben verrichten kann. - Arbeitsrecht (Wikipedia)
Das Arbeitsrecht umfasst alle Gesetze, Verordnungen und sonstige verbindliche Bestimmungen zur unselbständigen, abhängigen Erwerbstätigkeit. Inhaltlich unterscheidet man das Individualarbeitsrecht (Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer) vom Kollektivarbeitsrecht (Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden auf überbetrieblicher Ebene und zwischen Betriebs- oder Personalräten bzw. Mitarbeitervertretungen oder der Arbeitsrechtlichen Kommission auf der einen Seite und den Arbeitgeberverbänden und Arbeitgebern auf der betrieblichen Ebene – siehe auch Koalition und Koalitionsrecht. Die Arbeitnehmermitwirkung im Aufsichtsrat ermöglicht eine Beteiligung der Arbeitnehmer auf Unternehmensebene.) Ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsrechts ist der Arbeitnehmerschutz. - Augenmaß (Wikipedia)
Augenmaß ist die Fähigkeit zum quantitativen Schätzen der Zielmenge einer Messgröße durch Augenscheinnahme des Objektes oder Vorgangs. Im übertragenen Sinne wird bei Ermessensentscheidungen von Augenmaß gesprochen, wenn es um die Beachtung der Verhältnismäßigkeit geht („Augenmaß beweisen“). - Betriebsklima (Wikipedia)
Betriebsklima ist die subjektiv erlebte und wahrgenommene längerfristige Qualität des Zusammenwirkens, der Zusammenarbeit der Beschäftigten eines Wirtschafts- oder Verwaltungsbetriebes. Das Betriebsklima hat für die Motivation der Beschäftigten starke Bedeutung; desgleichen für Arbeitgeber, da es den Unternehmenserfolg zu verbessern geeignet ist, vor allem in Krisen. Ein schlechtes Betriebsklima führt zu Arbeitsunlust, zerstört somit die Arbeitsfreude, es demotiviert, erhöht den Krankenstand und kann zu mehr Produktionsausschuss führen. Eine besondere Ausprägung eines schlechten Betriebsklimas stellt das Mobbing dar. Eine mögliche Maßnahme zur Verbesserung des Betriebsklimas ist, eine vertrauensvolle Unternehmenskultur mit mehr Raum für eigenverantwortliches Handeln, mit flachen Hierarchien und modernem mitarbeiterfreundlichem und kooperativem Führungsstil zu schaffen. - Computertastatur (Wikipedia)
Eine Tastatur ist ein peripheres Eingabegerät nach dem Vorbild der Schreibmaschinentastatur, das als Bedien- und Steuerelement eine Anzahl von mit den Fingern zu drückenden Knöpfen oder Tasten verwendet, die als mechanische Hebel oder elektronische Schalter fungieren. Anstelle der frühen Lochkarten- und Lochstreifentechnologie ist seit den 1970er Jahren die Interaktion über Fernschreibertastaturen die wichtigste Eingabemethode für Computer, seit den 1980er Jahren ergänzt durch die Computermaus. Auf den Tasten einer Tastatur ist in der Regel eine Reihe von Zeichen eingraviert oder aufgedruckt, und jeder Tastendruck entspricht in der Regel einem einzelnen Zeichen. Für einige Symbole müssen jedoch mehrere Tasten gleichzeitig oder nacheinander gedrückt werden, und während die meisten Tasten Zeichen (Buchstaben, Zahlen oder Symbole) erzeugen, können andere Tasten (z. B. die Escape-Taste) den Computer auffordern, Systembefehle auszuführen. Bei modernen Computern wird die Interpretation der Tastendrücke in der Regel der Software überlassen: Die an den Computer gesendete Information, der Scancode, teilt ihm lediglich mit, welche physische(n) Taste(n) gedrückt oder losgelassen wurde(n). Heute sind die meisten Tastaturen elektronisch. Es gibt jedoch auch andere Funktionsprinzipien, wie z. B. mechanische oder pneumatische Tastaturen. Tastaturen gibt es für eine Vielzahl von technischen Geräten, darunter Computer, Fernbedienungen, Telefone und Mobiltelefone. In der Regel wird die Tastatur als Texteingabeschnittstelle für die Eingabe von Text, Zahlen und Symbolen in eine Anwendungssoftware wie ein Textverarbeitungsprogramm, einen Webbrowser oder eine Social-Media-Anwendung verwendet. Eine Computertastatur hat im Vergleich zu einer Schreibmaschinentastatur mehr Tasten, die zur Bedienung des Computers und ggf. dessen Peripherie dienen. Sie hat teilweise eine andere Tastaturbelegung und auch -beschriftung. Eine feststehende Anordnung gibt es nicht. Jede Systemarchitektur hat gewisse Besonderheiten, insbesondere sorgt der begrenzte Raum bei Notebooks für weitere Eigenheiten. Wesentliche Unterschiede zur Schreibmaschinentastatur sind der geringere Hubweg (Distanz von der … - Humor (Wikipedia)
Humor ist die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. Diese engere Auffassung ist in der sprichwörtlichen Wendung „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ ausgedrückt, die dem Schriftsteller Otto Julius Bierbaum (1865–1910) zugeschrieben wird. In einer weiteren Auffassung werden auch jene Personen als humorvoll bezeichnet, die andere Menschen zum Lachen bringen oder selbst auffällig häufig lustige Aspekte einer Situation zum Ausdruck bringen. - Klebeband (Wikipedia)
Klebeband ist eine Sammelbezeichnung für ein- oder beidseitig mit Haftklebstoffen beschichtete streifenförmige Trägermaterialien wie Folien, Schaumstoffe oder Textilgewebe. Klebebänder werden zum Befestigen und Verbinden unterschiedlicher Materialien verwendet und können durch Bedrucken und Stanzen auch zu selbstklebenden Etiketten verarbeitet werden. - Kollege (Wikipedia)
Kollege (von lateinisch collega „Amtsgenosse“, „Standesgenosse“; daher veraltet auch „Kollega“) ist im deutschen Sprachgebrauch die Bezeichnung, die sich Personen untereinander geben, die im selben Unternehmen, derselben Institution oder im selben Beruf tätig sind. Im schweizerischen Deutsch sowie teilweise im süddeutschen Raum und im Ruhrgebiet wird das Wort Kollege auch im Sinne von Freund verwendet (so auch im Portugiesischen, Italienischen und Polnischen und in einigen spanischsprachigen Ländern). Der Arbeitskollege oder Berufsgenosse sind im Deutschen die sonst typischen Komposita, die sich auf Kollege/Kollegin beziehen. - Persönlichkeitsrecht (Wikipedia)
Als Persönlichkeitsrecht werden Rechte bezeichnet, die dem Schutz der Persönlichkeit vor Eingriffen in deren Lebens- und Freiheitsbereich dienen. Sie können als sogenanntes postmortales Persönlichkeitsrecht auch über den Tod der Person hinaus wirken. - Pflicht (Wikipedia)
Eine Pflicht, alternativ auch ein Sollen oder Müssen genannt, ist eine Aufgabe, Forderung oder Anforderung, die jemandem aus prinzipiellen, persönlichen, situativen oder sozialen Gründen erwächst und deren Erfüllung er sich nicht entziehen kann. Als Pflicht wird insbesondere auch das bezeichnet, was von einer Autorität oder durch ein Gesetz von jemandem gefordert wird und Verbindlichkeit beansprucht. Die Pflicht ist einer der Grundbegriffe der Ethik, in der die Achtung von Pflichten im Allgemeinen als tugendhaft gilt. Bestimmte Pflichten sind auch im Recht, durch eine politische Verfassung oder allgemein durch eine Satzung im soziologischen Sinne vorgegeben. Ebenso können Pflichten in religiösen Vorschriften kodifiziert sein. Andere rechtlich unverbindliche Pflichten sind durch die gesellschaftliche Moral vorgegeben. - Scherzartikel (Wikipedia)
Scherzartikel dienen dazu, Personen zu erschrecken und sich an deren Reaktion zu erfreuen. Anwendung finden Scherzartikel vor allem bei Feiern und Veranstaltungen wie zum Beispiel Karneval, Halloween, Aprilscherzen, Geburtstagen und anderen weniger formellen Zusammentreffen. Aber auch im Alltag kommen Scherzartikel zum Einsatz, vor allem bei Schulkindern oder unter Arbeitskollegen. Scherzartikel haben ihren Ursprung oft in Kostüm-, Horror- (z. B. Dracula) oder Slapstick-Filmen. Daneben können aber auch Alltagsgegenstände durch Zweckentfremdung oder Manipulation als Scherzartikel verwendet werden. - spaß (Wikipedia)
Spaß ist eine im Deutschen seit dem 16./17. Jahrhundert belegte Substantivbildung aus dem italienischen spasso „Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen“. Das Wort wurde, angelehnt an das italienische Original, zunächst auch als Spasso geschrieben. Heute wird mit etwas macht Spaß eine Tätigkeit beschrieben, die gerne gemacht wird, die Freude bereitet, wobei diese meist nachhaltiger ist als bloßer Zeitvertreib. Gemäß Duden ist Spaß das Vergnügen, welches bei einem bestimmten Tun aufkommt. Mit jemandem einen Spaß treiben bezeichnet, dass dieser Person ein Streich gespielt wird. Der Spaß ist eine Äußerung, über die gelacht werden kann und gilt als Bestandteil des Humors. Das Wort wird auch synonym zu Jux, Scherz und Witz verwendet. Zugehörige Adjektive sind spaßig und spaßhaft. Als Gegenbegriff gilt der Ernst. - Streich (Wikipedia)
Der Streich (auch Schabernack, Jokus und Ulk sowie als Anglizismus Prank) ist eine mutwillige, listige oder hinterlistige Handlung gegen andere, die keine schwerwiegenden rechtlichen Folgen hat. Es handelt sich dabei oft um ideenreiche Einfälle, um andere zu ärgern, zu provozieren oder zu erschrecken.