„Wir müssen den Nutzen von Vorräten außerhalb der Krise stärker betonen“

Die VERBRAUCHER INITIATIVE baut Angebot zur privaten Krisenvorsorge aus

Berlin, 30. September 2026. Extreme Hitze und Trockenheit, Starkregen und Stürme sowie Diskussionen über die Sicherheit kritischer Infrastruktur zeigen, wie schnell gewohnte Versorgungsstrukturen unter Druck geraten können. Die VERBRAUCHER INITIATIVE hat daher seit einiger Zeit die private Krisenvorsorge stärker im Blick und arbeitet an neuen Informationsangeboten und Materialien für Verbraucherinnen und Verbraucher.

Denn obwohl viele Menschen wissen, dass ein gewisser Vorrat an Lebensmitteln, Wasser und anderen Dingen des täglichen Bedarfs sinnvoll ist, bleibt es häufig beim guten Vorsatz. Warum Wissen allein nicht zum Handeln führt, erklärt der Ernährungspsychologe PD Dr. med. Thomas Ellrott im Interview für das Mitgliedermagazin „Verbraucher konkret“. Er spricht von einem typischen „Knowing-Doing Gap“: Vorsorge werde grundsätzlich als vernünftig angesehen, im Alltag jedoch immer wieder aufgeschoben.

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Eine Ursache liegt nach Ellrott darin, wie über das Thema gesprochen wird. Statt Krisenszenarien in den Mittelpunkt zu stellen, sollte der Nutzen eines gut organisierten Vorrats im normalen Alltag stärker sichtbar werden. Lebensmittel, die ohnehin regelmäßig gegessen und laufend ersetzt werden, können beispielsweise Flexibilität schaffen, wenn Einkaufen z. B. wegen Krankheit kurzfristig nicht möglich ist.
Genau hier setzt auch die VERBRAUCHER INITIATIVE an. Private Krisenvorsorge soll keine Ängste schüren, sondern für Verbraucherinnen und Verbraucher praktikabel sein und idealerweise ein Gefühl von Sicherheit erzeugen.

Wie psychologische und soziale Faktoren unsere Bereitschaft zur Vorsorge beeinflussen, warum das Thema häufig verdrängt wird und wie sich Krisenvorsorge positiver vermitteln lässt, erläutert Thomas Ellrott ausführlich im Interview. Es ist in „Verbraucher konkret“ 3/2026 erschienen und kann jetzt auch auf der Webseite der VERBRAUCHER INITIATIVE nachgelesen werden.

Zum vollständigen Interview

Falls Sie sich mit privater Krisenvorsorge, Verbraucherverhalten oder alltagstauglichen Vorsorgestrategien beschäftigen, freuen wir uns über Ihre Gesprächsanfragen unter: mail@verbraucher.org oder 030-53 60 733

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist die ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherarbeit.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • Beratung (Wikipedia)
    Unter einer Beratung (oder auch Konsultation, von lateinisch consultatio; zugehöriges Verb konsultieren) wird im Allgemeinen eine Form des Gesprächs bzw. der Kommunikation verstanden, also ein Beratungsgespräch (englisch consultation). Je nach Ziel, Format und Thema sind Beratungsgespräche unterschiedlich aufgebaut und strukturiert. Üblicherweise findet Beratung mündlich statt, auch telefonisch oder über Videokonferenzen (von zwei oder mehr Personen), seltener auch schriftlich etwa mit Hilfe von E-Mail, Chats oder Briefen. Ziel von Beratung kann darin bestehen, Informationen weiterzugeben, den Adressaten zu einer bestimmten Handlung oder einem Unterlassen zu bewegen oder ihn bei der Bearbeitung von Problemen, der Klärung von Themen oder der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Personen, die Beratung häufig anbieten, werden auch mit dem Nomen Agentis Berater sowie Konsultant oder auch (englisch ausgesprochen) Consultant (aus dem englischen consultant entlehnt) bezeichnet. In Österreich und in der Schweiz wird auch die Bezeichnung Konsulent verwendet.
  • mentale Gesundheit (Wikipedia)
    Psychische Gesundheit (auch seelische, geistige, oder mentale Gesundheit; englisch Mental Health) ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann. Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Lebensbewältigung und soziale Teilhabe. In angelsächsischen Ländern wird mental health auch damit assoziiert, dass sich ein Mensch produktiv in seine Gemeinschaft einbringen, also erfolgreich für sich und sein Gemeinwesen oder seine Gemeinschaft agieren kann. Umgekehrt wird dort auch betont (und ist empirisch belegt), wie wichtig die Gemeinschaft und das Gefühl von Dazugehörigkeit für die psychische Gesundheit sind. Dadurch wird die Bedeutung sozialer gemeindebasierter Interventionen zum Erhalt der psychischen Gesundheit im Vergleich zu rein psychiatrischen Interventionen deutlich.
  • Umwelt (Wikipedia)
    Umwelt bezeichnet etwas, mit dem ein Lebewesen (oder etwas, das in Analogie zu einem Lebewesen behandelt wird) in kausalen Beziehungen steht. Der Umweltbegriff ist zu unterscheiden vom Begriff der Umgebung, der räumlich (und nicht kausal) definiert ist.
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