In Podcastfolge 3225 von „Ergebnisorientiert“ spricht Ernst Crameri darüber, warum zu langes Zögern Chancen kosten kann, weshalb Schuldzuweisungen nicht weiterhelfen und warum Entscheidungen im Leben nicht endlos aufgeschoben werden sollten.
Viele Menschen warten zu lange.
Sie überlegen. Sie zweifeln. Sie fragen sich immer wieder: Soll ich? Soll ich nicht? Ist es sinnvoll? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?
Währenddessen kann die Chance längst vorbei sein.
Genau darum geht es in Folge 3225 des Podcasts „Ergebnisorientiert“ von Ernst Crameri.
Crameri beschreibt, wie schnell Menschen wichtige Entscheidungen aufschieben. Nicht, weil sie nichts wollen, sondern weil sie zu lange überlegen, zu viel abwägen und sich nicht klar festlegen.
Seine Botschaft: Leben duldet keinen Aufschub.
Natürlich gibt es Chancen, die tatsächlich vorbei sind. Doch Crameri hält wenig davon, sich darüber über Tage, Wochen oder Jahre zu ärgern.
Entscheidend sei vielmehr, eine verpasste Gelegenheit anzunehmen, daraus zu lernen und beim nächsten Mal schneller zu reagieren.
Jeder Tag bietet die Möglichkeit, neu zu entscheiden.
Dabei stellt Crameri zentrale Fragen: Warum bist du noch nicht dort, wo du sein möchtest? Was hat dich bisher gehindert? Was hält dich heute davon ab, endlich das zu tun, was du schon immer wolltest?
Gleichzeitig warnt er vor Schuldzuweisungen.
Weder die Umstände noch andere Menschen noch die eigene Vergangenheit bringen eine Veränderung hervor, wenn man lediglich Schuld verteilt.
Seine Haltung: Schuld verändert nichts. Entscheidungen verändern etwas.
Wer sein Leben aktiver gestalten möchte, müsse Verantwortung übernehmen, Chancen bewusster wahrnehmen und lernen, schneller ins Handeln zu kommen.
Crameris Botschaft ist klar: Nicht irgendwann. Nicht später. Sondern jetzt.
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- Aufschieben (Wikipedia)
Als Prokrastination (vom lateinischen Substantiv procrastinatio („Aufschub“, „Vertagung“), das zusammengesetzt ist aus dem Präfix pro- („vor-, vorwärts-“) und dem Substantiv crastinum,-i („morgiger Tag“; vgl. das Adverb cras = „morgen“)), auch „extremes Aufschieben“, wird das Leiden an einer Störung bezeichnet, die durch ein unnötiges Vertagen des Beginns oder durch Unterbrechen von Aufgaben gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen nicht oder nur unter Druck zustande kommt. Das Gegenteil der Prokrastination ist die Präkrastination, d. h., alles möglichst schnell erledigen zu wollen. - Entscheidungen (Wikipedia)
Entscheidungen ist ein deutscher Fernsehfilm von Franziska Hörisch aus dem Jahr 2019. Es handelt sich um den dritten Film der ARD-Reihe Der Ranger – Paradies Heimat. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 3. Januar 2020 auf dem ARD-Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“. - handeln (Wikipedia)
Handeln und Handlungen sind Sammelbegriffe für bestimmte Verhaltensweisen, die ein Mensch absichtlich unternimmt, tut bzw. macht. Verschiedene Geisteswissenschaften beschäftigen sich mit dem Handeln, darunter die Philosophie, die Psychologie, die Pädagogik, die Rechtswissenschaft und die Soziologie. - selbstbestimmung (Wikipedia)
Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία autonomía ‚Eigengesetzlichkeit‘, ‚Selbstständigkeit‘, aus αὐτός autós ‚selbst‘ und νόμος nómos ‚Gesetz‘) bezeichnet man den Zustand der Selbstbestimmung des freien Willens, deren der Mensch als vernünftiges Wesen fähig ist. Ihr Gegenteil ist die Heteronomie, die Fremdbestimmung. Sie ist in der idealistischen Philosophie die Fähigkeit, sich als Wesen der Freiheit zu begreifen und aus dieser Freiheit heraus zu handeln. Auch wird die Existenz von Autonomie in der Ethik als ein Kriterium herangezogen, nach dem Individuen ethische Rechte zugeordnet werden können. Ein zentrales Ziel jeder philosophischen Theorie der Autonomie ist, die Eigenschaft und Fähigkeit zu bestimmen, aufgrund derer Personen in der Lage sind, ihr Leben als eigenes autonom zu führen. Nach allgemein geteilter Ansicht muss eine autonome Person zumindest in der Lage sein, eine kritische Selbstbewertung der eigenen Werte und Normen durchzuführen, wenn sie aufgrund von Kritik oder neuen Problemkonstellationen dazu aufgefordert wird. - Verantwortung (Wikipedia)
Verantwortung ist vorrangig die Fähigkeit, das eigene Können und die möglichen Folgen von Entscheidungen einzuschätzen und so zu handeln, dass die erwarteten Ziele mit größter Wahrscheinlichkeit erreicht werden. Häufig ist damit das Bewusstsein verbunden, im Falle des Scheiterns Schuld und Scham zu tragen. In diesem Zusammenhang kann aus der Verantwortung die freiwillige (verantwortungsbewusste) oder (bei Unwissenheit oder Fremdbestimmung) unfreiwillige Übernahme einer Verpflichtung hervorgehen, für die möglichen Folgen einer Handlung oder einer getroffenen Entscheidung einzustehen und gegebenenfalls dafür Rechenschaft abzulegen oder Strafen zu akzeptieren. Verantwortungsgefühl setzt ein Gewissen, die Kenntnis der Wertvorstellungen sowie der rechtlichen Vorschriften und sozialen Normen voraus. Im Rechtswesen wird der Begriff verbreitet als die einer handelnden Person oder Personengruppe (Subjekt) gegenüber einer anderen Person oder Personengruppe (Objekt) zugeschriebene Pflicht definiert, die aufgrund eines normativen Anspruchs entsteht, der durch eine Instanz eingefordert werden kann. Handlungen und ihre Folgen können je nach gesellschaftlicher Praxis und Wertesystem für den Verantwortlichen zu Konsequenzen wie Lob und Tadel, Belohnung, Bestrafung oder Forderungen nach Ersatzleistungen führen. Die Beziehung (Relation) zwischen den beteiligten Akteuren knüpft am Ergebnis des Handelns an. Die der Verantwortung zugrunde liegenden gesellschaftlichen Normen können einen rechtlichen, weltanschaulichen oder moralischen Ursprung haben. Die Verantwortung kann aber auch auf einem selbst gewählten Ideal als einer nur individuell gültigen Norm beruhen. Allerdings ist auch in diesem Fall der Anspruch an Wirkungen gegenüber anderen Personen oder Institutionen gebunden. Denn nur unter Einbeziehung der Mitwelt ergibt der Begriff der Verantwortung einen Sinn. In jedem Fall setzt die Zuschreibung von Verantwortung die Annahme einer Handlungsfreiheit und eines wirksamen Einflusses des Handelnden auf das Handlungsergebnis voraus. Ob und in welchem Maß eine solche Selbstbestimmung gegeben ist, ist umstritten und wird in der Philosophie des Geistes kritisch diskutiert. Indem …