Die neue BBM-Erhebung Fuhrpark-Benchmark 2026 macht deutlich: Bei Kostenkontrolle, Datenintegration und Elektrifizierung bestehen signifikante Umsetzungslücken / Studie hilft eigene Organisation einzuordnen
Mannheim, September 2026. Die formalen Grundlagen sind in den meisten Unternehmensfuhrparks geschaffen. Doch bei Kostentransparenz, Datenintegration und systematischer Steuerung bestehen weiterhin deutliche Lücken. Das zeigt der neue „BBM Fuhrpark-Benchmark 2026“, für den der Bundesverband Betriebliche Mobilität e. V. (BBM) die Angaben von 142 Fuhrparkbetreibern aus zwölf Branchen ausgewertet hat.
93 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über eine schriftliche Car Policy. Ein solches Regelwerk gehört damit inzwischen zum Standard professioneller Fuhrparkverwaltung. Ob ein Fuhrpark tatsächlich professionell gesteuert wird, entscheidet sich jedoch zunehmend an anderer Stelle: bei der Erhebung und Verknüpfung von Daten, einer belastbaren Kostenrechnung und einem regelmäßigen Reporting.
Das wird besonders bei den Fahrzeuggesamtkosten deutlich. Lediglich 26 Prozent der befragten Fuhrparkbetreiber nutzen eine vollständige Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung, kurz TCO. 57 Prozent erfassen zwar ihre Gesamtkosten, nur 38 Prozent können ihre Kostenstruktur aber belastbar beziffern. Damit fehlt vielen Verantwortlichen eine wichtige Grundlage, um Fahrzeugwahl, Laufzeiten, Energieverbrauch und Investitionen fundiert zu bewerten.
„Viele Fuhrparks haben ihre Hausordnung geschrieben. Jetzt müssen sie den nächsten Schritt gehen und mit belastbaren Daten steuern“, sagt Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des BBM. „Wer seine Gesamtkosten nicht kennt und seine Systeme nicht miteinander verbindet, kann weder den Kostendruck noch die anstehende Transformation des Fuhrparks zuverlässig beherrschen.“
Digitale Werkzeuge allein schaffen noch keine Transparenz
Digitale Anwendungen sind im Fuhrparkalltag inzwischen weit verbreitet. Tankkartenportale, elektronische Führerscheinkontrollen und Fuhrparksoftware unterstützen zahlreiche Einzelprozesse. Dennoch nutzen 53 Prozent der befragten Unternehmen ein integriertes System.
Viele Anwendungen arbeiten somit weiterhin weitgehend getrennt voneinander. Daten müssen mehrfach erfasst, manuell übertragen oder für Auswertungen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse Machen klar: Die nächste Stufe der Digitalisierung besteht nicht aus dem nächsten zusätzlichen Einzeltool, sondern aus funktionierenden Schnittstellen, konsistenten Daten und einem Reporting, das Entscheidungen unterstützt.
Besonders deutlich wird die Bedeutung dieser Steuerungsfähigkeit bei der Elektrifizierung. 90 Prozent der Car Policies erlauben bereits batterieelektrische Fahrzeuge. Im tatsächlichen Fahrzeugbestand liegt deren Anteil jedoch erst bei einem Median von 20 Prozent.
„Die grundsätzliche Entscheidung für Elektromobilität ist in vielen Unternehmen gefallen. Zwischen der Freigabe in der Car Policy und der Umsetzung im Fuhrpark liegt aber noch eine erhebliche Lücke“, erklärt Prinzing. „Ladeinfrastruktur, Budget, Wirtschaftlichkeitsrechnung und Nutzerakzeptanz müssen zusammen gedacht werden. Elektromobilität ist deshalb längst nicht mehr nur eine Frage des passenden Fahrzeugs, sondern eine Managementaufgabe.“
Vergleichswerte für Fuhrparkleitung und Geschäftsführung
„Der BBM Fuhrpark-Benchmark liefert Fuhrparkverantwortlichen erstmals eine breite Vergleichsbasis für die eigene Arbeit. Er zeigt nicht nur, wo der Markt steht, sondern hilft dabei, Investitionen in Software, Ladeinfrastruktur oder personelle Kapazitäten gegenüber der Geschäftsführung sachlich zu begründen“, unterstreicht Axel Schäfer, Geschäftsführer des BBM.
Unternehmen können so die eigene Organisation anhand konkreter Marktdaten einordnen. Neben dem Reifegrad untersucht die Studie unter anderem Kostenstruktur und TCO, Personalausstattung, Compliance, Digitalisierung, Ladeinfrastruktur, Elektrifizierung sowie CO₂-Erfassung und -Steuerung.
Quartile, Größenklassen und der Vergleich mit besonders reifen Fuhrparks zeigen, wo ein Unternehmen im Marktvergleich steht und in welchen Bereichen der größte Handlungsbedarf besteht. Damit liefert der Benchmark Fuhrparkverantwortlichen zugleich eine Grundlage, um Investitionen in Software, Ladeinfrastruktur oder personelle Ressourcen gegenüber Geschäftsführung und Controlling nachvollziehbar zu begründen.
Über den BBM Fuhrpark-Benchmark 2026
Der BBM Fuhrpark-Benchmark 2026 basiert auf einer Onlinebefragung von 142 Fuhrparkbetreibern aus zwölf Branchen. Die Erhebung fand im Mai und Juni 2026 statt. Berücksichtigt wurden Unternehmen unterschiedlicher Größen sowie Fuhrparks vom Mittelstand bis zum Großkonzern.
Weitere Informationen zur Studie
„BBM Fuhrpark-Benchmark 2026“ und Bestellmöglichkeiten: https://mobilitaetsverband.de/beratung-und-services/bbm-fuhrpark-benchmark-2026
Der Bundesverband Betriebliche Mobilität (BBM) ist das größte Netzwerk für nachhaltige betriebliche Mitarbeitermobilität in Deutschland. Seit seiner Gründung im Oktober 2010 als Bundesverband Fuhrparkmanagement bündelt der BBM die Expertise für Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement. Er setzt sich aktiv für die Belange seiner rund 650 Mitglieder ein und gestaltet die Zukunft der betrieblichen Mobilität mit.
Als Mitbegründer und Mitglied der FMFE Fleet and Mobility Management Federation Europe ist er auch auf europäischer Ebene stark vernetzt.
Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Can Baltaci (stv. Vorsitzender, Fleet-Management Eppendorf Group SE & Co. KG), Heinrich Coenen (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter
Berliner Verkehrsbetriebe BVG), Dieter Grün (stv. Vorsitzender, Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze), Axel Schäfer
(Geschäftsführer und Vorstandsmitglied). Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.
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Am Oberen Luisenpark 22
68165 Mannheim
0621-76 21 63 53

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- BBM (Wikipedia)
BBM steht für: BBM (Band), kurzlebige britische Supergroup BBM (Künstlergruppe), Künstlergruppe (Beobachter der Bediener von Maschinen) Carrozzeria BBM, ein ehemaliger italienischer Hersteller von Automobilkarosserien (1963–1966) Bikini Bottom Mafia, Label und Modemarke des Deutschrappers Sun Diego Blackberry Messenger, ein früheres Instant-Messaging System für Blackberry Mobiltelefone BlackBerry Messenger Enterprise, ein 2019 eingeführter Instant Messenger von BlackBerry Bucket Brigade Memory, siehe Eimerkettenspeicher Battambang Airport (IATA-Code), Flughafen von Battambang, Kambodscha bbm steht für: Babango (ISO-639-3-Code), Bantusprache in der Demokratischen Republik Kongo Siehe auch: Kosak BBM Müller-BBM - benchmark (Wikipedia)
Ein/eine Benchmark (von englisch benchmark oder bench mark) ist ein Vergleichsmaßstab. Benchmarking (sinngemäß „Maßstäbe vergleichen“) bezeichnet die vergleichende Analyse von Ergebnissen oder Prozessen mit einem festgelegten Bezugswert oder Bezugsprozess. - Fuhrpark (Wikipedia)
Fuhrpark (oder Wagenpark; umgangssprachlich auch Flotte; englisch fleet) ist die Sachgesamtheit der Fahrzeuge und Wagen von Organisationen wie Unternehmen, Behörden, Zirkussen oder militärischen Einheiten. - mobilität (Wikipedia)
Die räumliche Mobilität oder territoriale Mobilität beschreibt die Beweglichkeit von Personen und Gütern im geographischen Raum. Räumliche Mobilität ist somit Mobilität im engeren Wortsinne. Um die Bezeichnung von metaphorischen Bezeichnungen wie z. B. soziale Mobilität abzugrenzen, haben sich die Bezeichnungen räumliche oder territoriale Mobilität durchgesetzt. Zur Mobilität gehört die Möglichkeit und Bereitschaft zur Bewegung. Im engeren Sinne ist sie als Anzahl aller außerhäuslichen Aktivitäten im Personenverkehr oder Beförderungen von Gütern zwischen Marktteilnehmern zu verstehen. Im Verkehr zeigt sich die realisierte Mobilität. Beide Begriffe lassen sich nicht gleichsetzen, da Mobilität die individuellen Motive und Hintergründe stärker betont. Verkehrserziehung und Mobilitätserziehung behandeln entsprechend unterschiedliche Aspekte des Verkehrslebens. Den Zusammenhang zwischen der Möglichkeit zur Ortsveränderung (Mobilität) einerseits und der Verteilung von Gelegenheiten und Zielen im Raum andererseits beschreibt der Begriff der Erreichbarkeit (Verkehr). Bei gleicher individueller Mobilität sind z. B. in städtischem Kontext mehr Ziele in gegebener Zeit erreichbar als im ländlichen Raum. Räumliche Mobilität kann in eine residenzielle Mobilität und eine zirkuläre Mobilität unterteilt werden. Zirkuläre Mobilität beinhaltet die Rückkehr an den Ausgangspunkt, üblicherweise den Wohnstandort. Residenzielle Mobilität beschreibt hingegen die dauerhafte Veränderung des Wohnstandorts. Umzüge innerhalb eines Gebietes zählen ebenso zur residenziellen Mobilität wie multilokale Lebensweisen und die Migration zwischen Nationen. Zur zirkulären Mobilität gehören der Tourismus und die Alltagswege. - Umfrage (Wikipedia)
Die Befragung ist eine Methode vieler Wissenschaften und deren Forschungsrichtungen. Sie dient dazu, systematisch Informationen über Einstellungen, Meinungen, Wissen und Verhaltensweisen von Menschen zu gewinnen. Sie kann mündlich oder schriftlich (z. B. mittels Fragebogen), standardisiert oder frei erfolgen. Vor allem im Journalismus sowie für mündliche Befragungsmethoden in der Wissenschaft ist die Bezeichnung Interview auch gebräuchlich. Die Begriffe Umfrage bzw. Meinungsumfrage sind vor allem in der Politik oder der Wirtschaft üblich, um repräsentative Aussagen bezogen auf Gruppen oder die Gesamtbevölkerung zu erhalten. Diese können ebenfalls mündlich (z. B. Telefonumfrage) oder schriftlich erfolgen. Eine immer häufiger eingesetzte Form ist die Online-Befragung über das Internet.