Ein Roman über das Leben, die Erinnerung und die Stimme in uns
Zug, August 2026 – Nach vierundzwanzig Stunden im Koma erwacht Lukas Wondraschitz auf der Intensivstation. Er hat einen Herzinfarkt und Herzstillstand überlebt. Doch mit seinem Erwachen beginnt etwas, das weit über die medizinische Grenzerfahrung hinausführt: Lukas vernimmt eine Stimme. Ein unbekannter Begleiter tritt in einen Dialog mit ihm, gibt Denkanstöße, hinterfragt Gewissheiten und eröffnet neue Perspektiven auf ein gelebtes Leben.
Dieser „Andere“ wird zum Registrator, Reflexionspartner und schließlich zum Alter Ego. Gemeinsam durchstreifen Lukas und sein Begleiter Erinnerungen, Beziehungen und Lebensentscheidungen. Dabei entsteht ein vielschichtiges Spiel der Perspektiven: Wer erzählt hier eigentlich wen? Und wie verändert sich ein Leben, wenn nicht die Ereignisse selbst, wohl aber ihre Bedeutung neu betrachtet werden?
Vier Generationen – eine Suche nach dem eigenen Ich
„Der erste Gedanke“ spannt den Bogen über vier Generationen einer Familie. Persönliche Erinnerungen verbinden sich mit historischen Spuren, philosophischen Überlegungen und fiktionalen Elementen. Kindheit und Elternhaus, Liebe und Begehren, Familie und Schuld, künstlerische Arbeit und Musik werden zu Stationen einer weitreichenden Selbstbefragung.
Worsch erzählt dabei nicht einfach eine Lebensgeschichte. Sein Roman untersucht, wie Menschen ihre eigene Biografie erschaffen, indem sie sich erinnern und erzählen. Was davon ist unverrückbare Tatsache? Was Interpretation? Welche Stimmen der Eltern und früherer Generationen wirken in uns fort? Und lässt sich die Bedeutung des Vergangenen verändern, obwohl das Geschehene selbst nicht mehr verändert werden kann?
Die besondere Erzählkonstellation macht den inneren Dialog zur literarischen Form. Lukas erzählt von sich, zugleich erzählt sein Begleiter ihn – die Grenzen zwischen Beobachter und Beobachtetem beginnen sich aufzulösen.
Ein Autor, der den inneren Dialog aus professioneller Perspektive kennt
Michael Worsch, Jahrgang 1959, ist promovierter Psychologe und Gesprächspsychotherapeut sowie Dozent für Kunsttherapie an der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien. Im Mittelpunkt seines fachlichen Ansatzes steht die narrative psychosoziale Prozessarbeit mit der Methode des inneren Dialogs.
Diese Erfahrung findet in „Der erste Gedanke“ eine literarische Form. Psychologische Selbstbetrachtung und erzählerisches Experiment greifen ineinander und eröffnen einen vielschichtigen Reflexionsraum über Identität, Erinnerung und Veränderung.
Dabei verliert der Roman auch die sinnlichen und emotionalen Kräfte des Lebens nicht aus dem Blick: die Liebe und ihre Verheißungen, die Musik und ihre Fähigkeit, das Unsagbare auszudrücken, die Kunst als Möglichkeit der Selbstüberschreitung – und die Frage, ob es hinter dem rational Erklärbaren etwas gibt, das sich nur erahnen lässt.
Am Ende führt die Reise zu jener Frage zurück, die dem Roman seinen Titel gibt: Was könnte uns der erste Gedanke vor dem Leben und nach dem Tod mitteilen?
Bibliografische Angaben
Michael Worsch, Der erste Gedanke – Roman
ISBN 978-3-99501-028-5, Klappenbroschur, 414 Seiten
Preis: 24,00 € (AT) / 23,20 € (D) / 25,00 CHF
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- Alter Ego (Wikipedia)
Alter Ego (lateinisch für ein zweites [anderes] Ich [von sehr vertrauten Freunden] ) ist ein geflügeltes Wort und wird als psychologisch orientierter Fachbegriff in verschiedenen Bereichen von Wissenschaft und Kultur verwendet. - biografie (Wikipedia)
Eine Biografie (auch Biographie; altgriechisch βιογραφία biographía, Kompositum aus βίος bíos „Leben“ und -graphie, sinngemäß „Aufschreiben des Lebens“) ist die Beschreibung des Lebens einer Person. Biografien können mündlich oder schriftlich die Lebensgeschichte eines Menschen nachzeichnen. Ein Sonderfall ist die vom Betreffenden selbst verfasste Autobiografie, eventuell mit Unterstützung eines Ghostwriters. Manchmal werden Autobiografien dem Testament beigefügt; es soll vom Leben eine Spur übrig bleiben – die Nachkommen sollen wissen, was war. Um eine Art autobiografischen Kurzberichts handelt es sich beim Rapiarium. Den Lebenslauf zu beschreiben, beinhaltet auch die Möglichkeit nachträglicher Konstruktion einer bestimmten Sinnhaftigkeit des beschriebenen Lebens. Dies führt zur Frage nach dem subjektiv verstandenen Leben. Jeder Mensch entwirft seine eigene Biografie in unterschiedlichen Lebenssituationen (beim Bewerbungsgespräch, bei der Aufnahme persönlicher Beziehungen oder allgemeiner bei der eigenen Lebensrückschau, z. B. beim Psychologen oder Psychiater). Biografien bilden auch ein wichtiges Instrument der Erinnerung an andere Personen. Sie sind daher Gegenstand der Literatur- und Geschichtswissenschaft, der Soziologie, der Pädagogik, der Psychologie, der Medizin und der Theologie. Die einzelnen Arbeitsfelder und Arbeitsgegenstände der Biografieforschung sind heterogen und haben eigene Forschungstraditionen entwickelt. - Erinnerung (Wikipedia)
Erinnerung steht für: Erinnerung (Psychologie), mentale Wiederbelebung früherer Erlebnisse und Erfahrungen Erinnerung (Recht), verschiedene Rechtsbehelfe im Gerichtsverfahren Erinnerung (Anderson), Memory, Science-Fiction-Erzählung von Poul Anderson (1957) Gedächtnis, Erinnerungsvermögen Reminiszenz, Bezeichnung für eine Erinnerung oder für einen Anklang an etwas Früheres Memorandum, in der Verwaltungssprache auch „Erinnerung “ Erinnerungen steht für: Erinnerungen (Albert Speer), Autobiografie (1969) Erinnern steht für: erinnern.at, Vermittlungsprojekt vom BMBWF zu „Nationalsozialismus und Holocaust“ Siehe auch: Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel mit Erinner beginnt Liste aller Wikipedia-Artikel, deren Titel Erinnerung enthält in memoriam (Begriffsklärung) - Familienroman (Wikipedia)
Der Generationenroman (auch Generationsroman) ist ein literarisches Genre, dessen Handlung durch Figuren aus mindestens drei Familiengenerationen bestimmt wird, während Familienromane oder Familiensagas Eltern-Kinder-Beziehungen behandeln. - identität (Wikipedia)
Identität (von mittellateinisch identitas ‚Wesenseinheit‘, Abstraktum zu lateinisch idem ‚derselbe‘) ist die Gesamtheit der Eigenschaften oder Eigentümlichkeiten, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnen und als Individuum von anderen unterscheiden. In ähnlichem Sinn wird der Begriff auch zur Charakterisierung von Personen verwendet. Dabei steht psychologisch und soziologisch im Vordergrund, welche Merkmale im Selbstverständnis von Individuen oder Gruppen als wesentlich erachtet werden. So folgt die rechtliche Identitätsfeststellung den für Inklusion und Exklusion relevanten Markern moderner bürgerlicher Gesellschaften. Als Relation zwischen zwei gegebenen Größen bedeutet Identität die völlige Übereinstimmung. Wenn sich zwei Gegenstände des Diskursuniversums in allen Eigenschaften gleichen und daher nicht unterscheidbar sind, spricht man von qualitativer Identität; wenn die in Rede stehenden Gegenstände in Wirklichkeit dasselbe Objekt sind, spricht man von numerischer Identität. Bei Ausdrücken und Begriffen, besonders in der Sprachphilosophie und in der Mathematik, steht Identität analog für die gleiche Intension oder Extension. In der Sprache der Logik wird Identität ausgedrückt durch a ≡ a {displaystyle aequiv a} . - innerer Dialog (Wikipedia)
Das Innere Team ist ein Persönlichkeitsmodell des Hamburger Psychologen Friedemann Schulz von Thun. Die Pluralität des menschlichen Innenlebens oder Teile der Persönlichkeit (Selbst) wird darin mit der Metapher eines Teams und seines Leiters dargestellt. Das soll die Problemlösung in schwierigen Situationen unterstützen und damit die Voraussetzung für eine klare und authentische Kommunikation nach außen bieten. - Lebensgeschichte (Wikipedia)
Als Lebenslauf oder Lebensgeschichte wird in der Biografieforschung der Lebensverlauf von Individuen im Kontext zu sozialen oder historischen Rahmenbedingungen bezeichnet. Der Duden definiert allgemeinsprachlich Lebenslauf als „individuelle[r] Verlauf eines Lebens, Lebensgeschichte“. Dausien bezeichnete den Begriff Lebenslauf enger gefasst als den Begriff Biografie, da er häufiger mit der äußeren und objektiven Abfolge innerhalb des Individuums gefasst werde, während Lebensgeschichte vielmehr als eine Erzählung von inneren oder subjektiven Ereignisfolgen zu werten sei. In der Biologie bezeichnet Lebensgeschichte (im Sinne von Lebensablauf oder Lebenszyklus) auch Merkmale, die das Leben eines Organismus auszeichnen. - Philosophie (Wikipedia)
In der Philosophie (altgriechisch φιλοσοφία philosophía, latinisiert philosophia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“), älter Weltweisheit, wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen. Von anderen Wissenschaftsdisziplinen unterscheidet sich die Philosophie dadurch, dass sie sich oft nicht auf ein spezielles Gebiet oder eine bestimmte Methodologie begrenzt, sondern durch die Art ihrer Fragestellungen und ihre besondere Herangehensweise an ihre vielfältigen Gegenstandsbereiche charakterisiert ist. In diesem Artikel geht es um die westliche (auch: abendländische) Philosophie, die im 6. Jahrhundert v. Chr. im antiken Griechenland entstand. Nicht behandelt werden hier die mit der abendländischen Philosophie in einem mannigfaltigen Zusammenhang stehenden Traditionen der jüdischen und der islamischen Philosophie sowie die ursprünglich von ihr unabhängigen Traditionen der afrikanischen und der östlichen Philosophie. In der antiken Philosophie entfaltete sich das systematische und wissenschaftlich orientierte Denken. Im Laufe der Jahrhunderte differenzierten sich die unterschiedlichen Methoden und Disziplinen der Welterschließung und der Wissenschaften direkt oder mittelbar aus der Philosophie, zum Teil auch in Abgrenzung zu irrationalen oder religiösen Weltbildern oder Mythen. Kerngebiete der Philosophie sind die Logik (als die Wissenschaft des folgerichtigen Denkens), die Ethik (als die Wissenschaft des rechten Handelns) und die Metaphysik (als die Wissenschaft der ersten Gründe des Seins und der Wirklichkeit). Weitere Grunddisziplinen sind die Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie, die sich mit den Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns im Allgemeinen bzw. speziell mit den Erkenntnisweisen der unterschiedlichen Einzelwissenschaften beschäftigen. - Psychologie (Wikipedia)
Die Psychologie (von altgriechisch ψυχή psȳchḗ für „Seele, Gemüt“, und λόγιος lógios für „Kunde, Wissenschaft“), deutsch historisch auch Seelenkunde genannt, ist eine empirische Wissenschaft, deren Ziel es ist, menschliches Erleben und Verhalten, deren Entwicklung im Laufe des Lebens sowie alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Faktoren und Bedingungen sowie Verfahren zu ihrer Veränderung zu erforschen, zu beschreiben und zu erklären. Personen, deren Berufsbild durch die Anwendung psychologischen Wissens charakterisiert ist und deren Bezeichnung in Deutschland ein Hochschulstudium im Hauptfach Psychologie voraussetzt, sind Psychologen. - Psychotherapie (Wikipedia)
Psychotherapie (von altgriechisch ψυχή psyche „Seele“, und therapeia „Behandlung, Therapie“) als Behandlung seelischer Leiden bezeichnet die „gezielte professionelle Behandlung psychischer (seelischer) Störungen oder psychisch bedingter körperlicher Störungen mit psychologischen Mitteln“. Die dabei angewandten Verfahren, Methoden und Konzepte sind durch verschiedene Psychotherapieschulen geprägt. Die Psychotherapieforschung überprüft einige der Konzepte und Verfahren in Form von Prozessforschung und Wirksamkeitsprüfung nach dem Konzept der Evidenzbasiertheit. Damit wird auch versucht, die Kluft zwischen Wissenschaft und praktischer Anwendung durch ein besseres Verständnis der aktiven Wirkprinzipien und Veränderungsprozesse zu überbrücken. - Registrator (Wikipedia)
Der Registrator oder auch Kanzleiregistrator einer Hofkanzlei vom 15. Jahrhundert bis Ende des 19. Jahrhunderts war ein Kanzleibedienter in hervorgehobener Stellung, typischerweise vereidigt. Er war verantwortlich für die Aufbewahrung des gesamten Aktenmaterials einer Kanzlei und insbesondere auch für die Registrierung des aus- und eingehenden Schriftverkehrs in Registerbüchern. Ebenso war er zuständig für die Kollation der Kanzleiausfertigungen von Urkunden, oft auch für deren Siegelung. - Roman (Wikipedia)
Der Roman ist eine literarische Gattung, und zwar die Langform der schriftlichen Erzählung. Das Wort Roman ist ein Lehnwort aus dem Französischen und bedeutet „Erzählung in Versen oder Prosa“. Es löste im 17. Jahrhundert das Wort Historie ab, das bis dahin die unter diese Gattung fallenden Werke bezeichnet hatte. Auch verstand man ab dem 17. Jahrhundert nur noch in Prosa abgefasste Schriften als „Roman“. Der Plural „Romane“ wurde erst im 18. Jahrhundert gebräuchlich. - Selbstreflexion (Wikipedia)
Selbstreflexion bezeichnet die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden. Dabei können wir uns nicht nur selbst als individuelle Person hinterfragen, sondern auch als Teil eines Systems, zum Beispiel als Teil einer Familie oder eines Teams.