Apotheken vor Ort geben Tipps, wie Sie mentale Fitness fördern
Stuttgart – Dank guter medizinischer Versorgung werden Menschen immer älter. Damit wächst das Bedürfnis, auch geistig möglichst lange fit und selbstständig zu bleiben. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Bewegung, geistige Aktivität, soziale Kontakte und ein gesunder Lebensstil dazu beitragen können, die Gehirngesundheit bis ins hohe Alter zu fördern. „Unser Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Muskel. Wer es regelmäßig trainiert, stärkt seine Leistungsfähigkeit“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Vorstandsmitglied und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) im Vorfeld des Welttags des Gehirns am 22. Juli 2026. „Entscheidend ist, dem Gehirn immer wieder neue Reize zu bieten und gleichzeitig körperlich und sozial aktiv zu bleiben.“
Im Alter verändern sich die Nervenzellen und ihre Verbindungen im Gehirn. Informationen werden langsamer verarbeitet. Auch chronische Erkrankungen, zu wenig Bewegung, Flüssigkeitsmangel oder Durchblutungsstörungen können diese Entwicklung beschleunigen. Darum ist es für Betroffene wichtig, hier frühzeitig gegenzusteuern. Besonders gut geeignet sind Aktivitäten, die Körper und den Kopf gleichermaßen beanspruchen. Dazu gehören etwa Tanzen, Singen, das Erlernen einer Fremdsprache oder eines neuen Hobbys. Entscheidend ist dabei weniger die Art der Beschäftigung als die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren und geistig neugierig zu bleiben.
Auch soziale Kontakte spielen eine entscheidende Rolle, weiß Friederike Habighorst-Klemm: „Wer sich regelmäßig mit anderen Menschen austauscht oder gemeinsam aktiv ist, bleibt aufmerksam und trainiert so seine Sprache und das Gedächtnis. Wir zählen Einsamkeit heute eindeutig zu den Risikofaktoren für den geistigen Abbau.“ Oft unterschätzt werden außerdem Hör- und Sehvermögen. „Wer schlechter hört oder sieht, erhält weniger Impulse aus seiner Umwelt und zieht sich oftmals zurück“, erklärt die Apothekerin den Zusammenhang. Zu den wichtigen Bausteinen der Gehirngesundheit gehört auch eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Fetten, Eiweißlieferanten wie Fisch oder magerem Fleisch und Ballaststoffen. Besonders ältere Menschen sollten ihren Vitamin-B12-Spiegel überprüfen lassen. Ein Mangel kann Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen und neurologische Beschwerden verursachen und lässt sich häufig gut behandeln.
Doch nicht jede Vergesslichkeit ist harmlos. Wenn vertraute Tätigkeiten plötzlich nicht mehr gelingen, dieselben Fragen immer wieder gestellt werden oder Angehörige deutliche Veränderungen im Verhalten beobachten, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Je früher eine mögliche Demenzerkrankung erkannt wird, desto besser lassen sich ihre Ursachen einordnen und Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen. „Die Apotheke vor Ort ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle bei Fragen rund um Gedächtnisschwäche“, sagt Habighorst-Klemm. „Wir beraten niedrigschwellig, erkennen mögliche Risiken und helfen dabei einzuschätzen, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Etliche Apotheken in Baden-Württemberg haben sich außerdem als sogenannte Demenz Partner-Apotheken qualifiziert und helfen Betroffenen und deren Angehörigen individuell weiter.“
Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es gut 2.000 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.
Weitere Informationen unter www.apotheker.de
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Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
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70174 Stuttgart
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- alzheimer (Wikipedia)
Alzheimer steht für: Alzheimer-Krankheit, eine Form der Demenz Alzheimer ist der Familienname folgender Personen: Alfred Alzheimer (1875–1949), deutscher Landwirtschaftslehrer und Pflanzenzüchter Alois Alzheimer (1864–1915), deutscher Psychiater und Neuropathologe Alois Alzheimer (Manager) (1901–1987), deutscher Jurist und Versicherungsmanager Heidrun Alzheimer (* 1959), deutsche Volkskundlerin Karl Alzheimer (1862–1924), deutscher Jurist, Staatsanwalt und Ministerialrat Siehe auch: Alsheimer - Apotheke (Wikipedia)
Als Apotheke wird ein Ort bezeichnet, an dem Arzneimittel und Medizinprodukte abgegeben, geprüft und hergestellt werden. Zudem ist es eine Hauptaufgabe des Apothekers und des übrigen Apothekenpersonals, die Kunden zu beraten, sie über unerwünschte Wirkungen aufzuklären und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufzudecken. Zusätzlich zu der Abgabe von Medikamenten verkaufen Apotheken auch „apothekenübliche Artikel“ wie Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse und weitere Waren mit gesundheitsförderndem Bezug. - Arzneimittel (Wikipedia)
Ein Arzneimittel (abgeleitet von „Arznei“, mittelhochdeutsch arzenīe, auch erzenīe, arzātīe und ertzney: „Heilkunde, Heilkunst, Medizin, Heilmittel, Arzneimittel, Pharmazie“; verwandt mit „Arzt“) oder gleichbedeutend Medikament (lateinisch, abgeleitet wie medicina von derselben Wurzel med-, medicamentum und medicamen sowie remedium: „Heilmittel“), genannt auch Pharmakon und Therapeutikum, ist ein Stoff (Arzneistoff) oder eine Zubereitung aus Stoffen, der bzw. die „zur Heilung oder zur Verhütung menschlicher Krankheiten“ bestimmt ist oder sich zur Beeinflussung physiologischer Funktionen eignet oder eine medizinische Diagnose ermöglicht. Diese Definition beruht auf der ausführlicheren Formulierung im grundlegenden gesetzlichen Regelwerk der Europäischen Union (EU), der Richtlinie 2001/83/EG (Gemeinschaftskodex für Humanarzneimittel). Die Definition aus den EU-Richtlinien ist mittlerweile in etliche nationale Arzneimittelgesetze eingeflossen, darunter auch in das deutsche Arzneimittelgesetz. Der gelegentlich synonym gebrauchte Begriff Heilmittel wurde bereits im 19. Jahrhundert auch als Überbegriff angesehen und wurde in der deutschen Gesetzgebung um 1981 bewusst (zur Aussonderung aus der Erstattungspflicht der Krankenkassen) vom „Arzneimittel“ unterschieden. Arzneimittel für Tiere (Tierarzneimittel) wurden in der EU mit Wirkung zum 28. Januar 2022 in ein eigenes Recht ausgegliedert. Die Bezeichnung Arznei aus der gehobenen Allgemeinsprache und frühere Bezeichnung von „zur Abgabe an den Verbraucher hergerichtete Arzneimittel“ um 1980 gebräuchlich gewesen, wird in der Fachsprache nicht mehr verwendet. Die Wortform Arzenei ist veraltet. Die Behandlung mit Arzneimitteln wird als Medikation, Arzneimitteltherapie, Arzneitherapie, Pharmakotherapie oder medikamentöse Therapie/Behandlung bezeichnet. - Demenz (Wikipedia)
Mit dem Begriff Demenz ([deˈmɛnʦ]), lateinisch Dementia (‚Wahnsinn, Torheit‘), wird ein Muster von Symptomen unterschiedlicher Erkrankungen bezeichnet, bei denen als Haupt- oder Nebenbefund die Verschlechterung mehrerer geistiger (kognitiver) Fähigkeiten im Vergleich zum früheren Zustand auftritt. Die Symptomatik kann durch zahlreiche extra-zerebrale Erkrankungen (sekundär) und durch degenerative Erkrankungen des Gehirns entstehen. Der Begriff leitet sich ab von lateinisch demens ‚unvernünftig‘ (ohne mens, das heißt‚ ohne ‚Verstand‘, ‚Denkkraft’ oder ‚Besonnenheit‘) und kann mit ‚Nachlassen der Verstandeskraft’ übersetzt werden. Demenz gilt wegen differentialdiagnostischer Unklarheiten inzwischen als überholter Begriff, der im deutschen Sprachraum jedoch immer noch als eine überwiegend im Alter auftretende progrediente Erkrankung beschrieben wird, die allerdings meistens durch weitere Erkrankungen begleitet bzw. verursacht sein kann. Diese Unklarheiten beeinträchtigen auch die Verwertbarkeit aller Statistiken und Schätzungen, denen der alten Demenzbegriff zugrunde liegt. Außerhalb der Fachpresse wird Demenz fälschlicherweise synonym mit Morbus Alzheimer verwendet. Letzterer ist nur eine von vielen Ursachen dementieller Symptome, jedoch nicht synonym mit dem veralteten Begriff Demenz. In der amerikanischen Klassifikation psychischer Erkrankungen DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen) wird der Begriff der Demenz als eigene Krankheitskategorie seit 2013 nicht mehr aufgeführt, sondern nur noch als untergeordnete Symptomatik bei Neurokognitiven Störungen (NCD). Auch in der ICD-11-Klassifikation, die im Jahre 2018 verabschiedet wurde und seit 2022 auch im deutschen Sprachraum die ICD-10 ersetzt, ist Demenz inzwischen der Kategorie Neurokognitive Störungen untergeordnet. - Gedächtnis (Wikipedia)
Gedächtnis (von mittelhochdeutsch gedaechtnisse, „Andenken, Erinnerung“) oder Mnestik bezeichnet die Fähigkeit der Nervensysteme von Lebewesen, aufgenommene Informationen umzuwandeln, zu speichern und wieder abzurufen. Beide Begriffe leiten sich ab von mnḗstis, ‚Gedächtnis‘ oder ‚Gedenken‘ (dies von altgriechisch μνήμη mnḗmē, deutsch ‚Gedächtnis, Erinnerung‘; vergleiche auch Amnesie und Amnestie). Im Gedächtnis gespeicherte Informationen sind das Ergebnis von bewussten oder unbewussten Lernprozessen. Die Gedächtnisbildung wird dabei durch die neuronale Plastizität ermöglicht. Im übertragenen Sinne wird das Wort „Gedächtnis“ auch allgemein für die Speicherung von Informationen in anderen biologischen und technischen Systemen benutzt. Auch primitive Nervensysteme (z. B. jene von Nesseltieren) sind zu einfachen Lernprozessen befähigt. Komplexität und Umfang von möglichen Gedächtnisleistungen haben im Laufe der Evolution zugenommen. Eine einzelne gespeicherte und abrufbare Information wird Engramm (Gedächtnisspur) genannt. Die Gesamtheit aller Engramme bildet das Gedächtnis. - vergesslichkeit (Wikipedia)
Das Vergessen ist der Verlust von Erinnerung (aus dem Gedächtnis). Der Mensch vergisst über die Zeit hinweg kontinuierlich, wobei Geschwindigkeit und Umfang des Vergessens von vielen Faktoren abhängig sind, u. a. vom Interesse, von der Emotionalität der Erinnerung und Wichtigkeit der Information. Forschungen zum Prozess des Vergessens sind ein wichtiger Bestandteil der Gedächtnisforschung. Die genaue Funktion des Vergessens ist größtenteils ungeklärt. Neben diesen psychologischen Theorien des Vergessens gibt es auch sozialwissenschaftliche.