Neuer BTB-Fernlehrgang „Traumafachberater/in“ vermittelt praxisnahe Kompetenzen im Umgang mit traumatisierten Menschen

Fundierte Weiterbildung für die stabilisierende Begleitung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen

· Traumatische Erfahrungen verstehen – Menschen stabil begleiten
· Sicherheit geben, Orientierung schaffen, Handlungskompetenz stärken
· Neuer Lehrgang qualifiziert für traumasensible Beratung im beruflichen Alltag

Remscheid: Traumatische Erfahrungen sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet – und doch oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Die Bandbreite potenziell traumatisierender Ereignisse ist vielfältig. Sie reicht von Schocktraumata durch Unfälle oder Naturkatastrophen über körperliche und sexualisierte Gewalt bis hin zu emotionaler und physischer Vernachlässigung in der Kindheit. Die Folgen eines Traumas treten häufig nicht unmittelbar auf, sondern entwickeln sich verzögert. Viele Betroffene suchen zunächst Unterstützung bei Fachkräften in ihrem direkten Umfeld: in der Pädagogik, Pflege, Beratung oder sozialen Arbeit. Umso wichtiger ist es, belastende Reaktionen einordnen und angemessen begleiten zu können.

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Mit dem neuen Fernlehrgang „Traumafachberater/in“ bietet das BTB-Bildungswerk für therapeutische Berufe eine fundierte Weiterbildung für Fachkräfte, die ihre Kompetenzen im traumasensiblen Umgang erweitern möchten. Ziel ist es, Menschen mit belastenden Erfahrungen stabilisierend zu begleiten, ihre Reaktionen zu verstehen und sie bei Bedarf sicher in weiterführende Hilfesysteme zu vermitteln.

Praxisnahes Wissen für eine verantwortungsvolle Begleitung

Der Lehrgang vermittelt in acht aufeinander aufbauenden Studienbriefen grundlegendes Wissen über Entstehung, Formen und Folgen von Traumata sowie über neurobiologische Zusammenhänge und traumasensible Beratung. Darauf aufbauend lernen die Teilnehmenden, stabilisierende Gesprächsführung anzuwenden, Ressourcen zu aktivieren und Betroffene in belastenden Situationen professionell zu unterstützen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung einer traumasensiblen Grundhaltung: Verhalten wird nicht vorschnell bewertet, sondern im Kontext möglicher belastender Erfahrungen verstanden. Ziel ist es, Sicherheit zu vermitteln, Selbstregulation zu fördern und Menschen in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken.

Ergänzt wird das Selbststudium durch Online-Praxisseminare, in denen die Teilnehmenden ihre Kompetenzen anhand konkreter Fallbeispiele vertiefen sowie Peergroup-Arbeit, in der eine systematische Fallanalyse anhand eines durchgängigen Praxisfalls durchgeführt wird. Der Transfer in den beruflichen Alltag steht dabei im Mittelpunkt.

Gefragte Kompetenz in vielen Berufsfeldern

Traumasensible Kompetenzen werden heute in nahezu allen Arbeitsfeldern mit Menschen benötigt. Der Lehrgang richtet sich daher insbesondere an Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen, psychosozialen und medizinisch-pflegerischen Berufen sowie an Berater, Coaches und Seelsorger.

Auch Mitarbeitende in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit, der Jugendhilfe oder der Krisenberatung profitieren von der Weiterbildung, da sie häufig mit Menschen in belastenden Lebenssituationen arbeiten. Der Lehrgang qualifiziert dabei bewusst nicht zur Therapie, sondern zur stabilisierenden Begleitung und zur professionellen Einordnung von Belastungsreaktionen.

Brückenfunktion im Hilfesystem

Traumafachberaterinnen und -berater übernehmen eine wichtige Rolle im Unterstützungssystem: Sie sind häufig erste Ansprechpersonen für Betroffene und schlagen die Brücke zwischen alltagsnaher Unterstützung und spezialisierter Traumatherapie. Ihre Aufgabe besteht darin, Sicherheit zu vermitteln, Orientierung zu geben und den Zugang zu weiterführenden Hilfen zu erleichtern. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur frühzeitigen Unterstützung und zur Entlastung bestehender Versorgungssysteme.

Flexibel berufsbegleitend zum Zertifikat

Besonders sinnvoll ist die Weiterbildung als Ergänzung zu Qualifizierungen im Bereich der psychologischen und systemischen Beratung, der Erziehungsberatung sowie zur Ausbildung als Heilpraktiker/in für Psychotherapie. Die vermittelten traumasensiblen Kompetenzen erweitern und vertiefen diese Beratungs- und Unterstützungsangebote um einen wichtigen fachlichen Baustein.

Der Fernlehrgang ist berufsbegleitend konzipiert und ermöglicht ein orts- und zeitunabhängiges Lernen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat „Traumafachberater/in“.

Weitere Infos zum neuen Lehrgang erhalten Sie unter https://www.btb.info/ausbildung-traumafachberater.html

Das Bildungswerk für therapeutische Berufe (BTB) ist seit 40 Jahren auf Aus- und Weiterbildungen im Gesundheitswesen spezialisiert. Alle Lehrgänge in den Bereichen Gesundheitsvorsorge und Prävention, Beratung und Therapie, Sport und Fitness sowie Pflege und Betreuung zeichnen sich durch Praxisnähe und hohe fachliche Qualität aus. Das BTB ist Kooperationspartner wichtiger Berufsverbände. Damit gehört das BTB zu den führenden Anbietern im Weiterbildungssektor.

Die Ausbildungen des BTB sind nach dem Leitsatz ‚Aus der Praxis – für die Praxis‘ konzipiert. Durch die Möglichkeit, bestimmte Studiengänge von Anfang an mit unterschiedlichen Fachrichtungen zu kombinieren, erhalten Absolventinnen und Absolventen einen fachlich umfassenden Einstieg in die Praxis. Das pädagogische Konzept des BTB verknüpft Fernlehrgänge mit Präsenzseminaren, so dass die Studierenden von den Vorteilen beider Unterrichtsmethoden profitieren.

Alle Fernlehrgänge sind durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen. Über 40 erfahrene Dozenten und Tutoren leiten die Ausbildungen sowie Seminare und betreuen die Studierenden bis zu zwei Jahre nach Ende der Studienzeit. Diejenigen, die sich für eine berufliche Selbstständigkeit entscheiden, haben Anspruch auf eine kostenlose Beratung zu sämtlichen Fragen der Existenzgründung und des Marketings. Absolventinnen und Absolventen einer berufsbegleitenden Ausbildung erhalten einen Zuschuss zur Mitgliedschaft in einem Berufsverband.

Kontakt
BTB – Bildungswerk für therapeutische Berufe
Stefan Waloschek
Reinshagener Straße 32
42857 Remscheid
02191/4 64 31 – 15
02191/4 64 31 – 50
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https://www.btb.info

Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • BtB (Wikipedia)
    Business-to-Business (deutsch „Unternehmen zu Unternehmen“, B2B) ist in der Betriebswirtschaftslehre, im E-Business und allgemein im Marketing der Anglizismus für eine Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen.
  • Fernlehrgang (Wikipedia)
    Fernunterricht (englisch distance learning) ist ein in Deutschland verbraucherschutzrechtlich definierter Begriff: Laut Fernunterrichtsschutzgesetz von 1977 handelt es sich beim „Fernunterricht“ um die „Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind, und der Lehrende oder sein Beauftragter den Lernerfolg überwachen“ (FernUSG § 1 Abs. 1). Fernlehrgänge können also durchaus Präsenzseminare umfassen, doch der überwiegende Teil des Lernstoffs wird laut Definition – und im Gegensatz zum Direktunterricht – räumlich getrennt vom Lehrer, also individuell und unter freier Zeiteinteilung, bearbeitet, die entsprechende Bildungseinrichtung wird auch Fernunterricht genannt. Die pädagogische Begleitung und Lernerfolgskontrolle unterscheidet den Fernunterricht wiederum vom Selbststudium.
  • Pädagogik (Wikipedia)
    Pädagogik (Wortbildung aus altgriechisch παιδαγωγικὴ [τέχνη] paidagōgikḗ [téchnē], deutsch ‚[Kunst bzw. Handwerk betreffend die] Führung eines Knaben‘) und Erziehungswissenschaft (EZW) sind Bezeichnungen für eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erziehung und Bildung des Menschen auseinandersetzt. Die heutige Bevorzugung des Begriffs Erziehungswissenschaft spiegelt den historischen Wandel von einer geisteswissenschaftlichen Ausrichtung zu einer größeren Einbeziehung empirischer Verfahren wider. Der Oberbegriff der Bildungswissenschaften wiederum stellt eine begriffliche Klammer bereit, unter welcher sich die Pädagogik einfassen lässt. Anders gesagt: die Pädagogik wird heutzutage als eine Disziplin der Bildungswissenschaften aufgefasst. Nach heutigem Verständnis kommt der Disziplin die Doppelrolle zu, als Reflexionswissenschaft Bildungs- und Erziehungszusammenhänge zu erforschen, aber als Handlungswissenschaft auch Vorschläge zu machen, wie Bildungs- und Erziehungspraxis gestaltet und verbessert werden kann. Ihr Aufgabengebiet bleibt unscharf, da sie interdisziplinär mit zahlreichen Bezugswissenschaften kooperiert. Dazu gehören psychologische, soziologische, philosophische und kulturwissenschaftliche Theorien und Erkenntnisse. Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaft wird an Schulen auch als eigenständiges Fach unterrichtet, so in einigen deutschen Bundesländern an Gymnasien und Gesamtschulen als Fach des sozialwissenschaftlichen Bereichs der Gymnasialen Oberstufe und in anderer Form und Schwerpunktsetzung in der Erzieherausbildung.
  • psychische Gesundheit (Wikipedia)
    Psychische Gesundheit (auch seelische, geistige, oder mentale Gesundheit; englisch Mental Health) ist ein Zustand des Wohlbefindens, in dem eine Person ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft leisten kann. Psychische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Lebensbewältigung und soziale Teilhabe. In angelsächsischen Ländern wird mental health auch damit assoziiert, dass sich ein Mensch produktiv in seine Gemeinschaft einbringen, also erfolgreich für sich und sein Gemeinwesen oder seine Gemeinschaft agieren kann. Umgekehrt wird dort auch betont (und ist empirisch belegt), wie wichtig die Gemeinschaft und das Gefühl von Dazugehörigkeit für die psychische Gesundheit sind. Dadurch wird die Bedeutung sozialer gemeindebasierter Interventionen zum Erhalt der psychischen Gesundheit im Vergleich zu rein psychiatrischen Interventionen deutlich.
  • Soziale Arbeit (Wikipedia)
    Soziale Arbeit bezeichnet sowohl eine wissenschaftliche Disziplin als auch die Tätigkeit der als Sozialarbeiter und Sozialpädagogen bezeichneten Berufsgruppe. Als einer der Ersten verwendete Nando Belardi diesen Begriff in einem vierbändigen Lehrbuch aus dem Jahr 1980. Er war sowohl Herausgeber als auch Hauptautor und befürwortete die Verbindung beider ehemals getrennter Fachgebiete durch die gemeinsame berufliche Praxis, die zugrunde liegenden Wissenschaftsdisziplinen (Soziologie, Psychologie, Sozialpolitik, Medizin usw.) sowie die damals neu eingeführten integrierten Studiengänge, für die er den Oberbegriff Sozialwesen vorschlug. Mit dem Begriff Soziale Arbeit wollte er außerdem, aufgrund seiner leichten Übersetzbarkeit, den Anschluss an die international gebräuchliche Bezeichnung Social Work fördern.
  • Trauma (Wikipedia)
    Trauma (von altgriechisch τραῦμα „Wunde, Verletzung“, Mehrzahl: Traumata, auch Traumen) steht für: Trauma (Medizin), Verletzung oder Schädigung lebenden Gewebes Trauma (Psychologie), seelische Verletzung Buch-Titel Trauma (Roman) (Originaltitel: Life Expectancy) des US-Amerikaners Dean Koontz von 2004 Film- und TV-Titel Trauma (Fernsehserie), US-amerikanische Fernsehserie Trauma (kanadische Fernsehserie), kanadische Fernsehserie Trauma (1983), deutsches Psychodrama von Gabi Kubach Trauma (1993), Originaltitel von Aura (Film), italienischer Horrorfilm (Giallo) von Dario Argento Trauma (1972), deutsch-italienisch-spanischer Thriller von Karl Heinz Zeitler Trauma (2004), Originaltitel von Traumata (Film), britischer Psychothriller von Marc Evans Trauma (2017) Rosa Roth – Trauma, deutscher Fernsehfilm von Carlo Rola (2012) Bandnamen Trauma (deutsche Band), deutsche Dark-Wave-Band Trauma (polnische Band), polnische Death-Metal-Band aus Elbląg, 1986 unter Thanatos gegründet Trauma (US-amerikanische Band), US-amerikanische Heavy-Metal-Band Gründungsname der italienischen Speed-Metal-Band Hammered (Band) TRAUMA steht für: TRAUMA, Computerspiel, siehe Humble Indie Bundle #Humble Frozen Synapse Bundle Siehe auch:
  • Traumapädagogik (Wikipedia)
    Traumapädagogik (Trauma von altgriech. τραῦμα „Wunde“, Pädagogik von griechisch παιδαγωγία „Erziehung, Unterweisung“) wird als Sammelbegriff für die pädagogischen Ansätze und Methoden bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, insbesondere in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, bezeichnet. Traumapädagogik entwickelte sich aus der Zusammenarbeit von Therapie und Pädagogik. Das Konzept versucht Wissen und Erkenntnissen der Erziehungswissenschaften, der Psychotraumatologie, der Bindungstheorie, der Resilienzforschung und der Traumatherapie orientiert und postuliert, dass das Wissen um Traumata ein sehr hilfreiches Element der Pädagogik ist, besonders mit herausfordernden Jugendlichen. Die Traumapädagogik transferiert psychologisches Wissen in das pädagogische Feld. Ziel der Traumapädagogik ist die emotionale und soziale Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen. Grundlage hierfür ist ein positives Verständnis der Person. Zentral ist die Annahme eines "guten Grundes" für das herausfordernde Verhalten. Angestrebt wird die Schaffung eines sicheren Ortes mit verlässlichen und vertrauensvollen Beziehungen. Dabei spielen die Erarbeitung eines Verständnis und der Aufbau von Vertrauen und die Unterstützung bei der Bewältigung von traumatischen Ereignissen eine wichtige Rolle.
  • Weiterbildung (Wikipedia)
    Erwachsenenbildung und Weiterbildung sind nach dem Deutschen Bildungsrat die „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“. Sie dienen der Vertiefung, Erweiterung, Aktualisierung oder dem Erwerb von Wissen, Fähigkeiten (Kompetenzen) sowie Fertigkeiten von Menschen, die eine erste Bildungsphase abgeschlossen haben und in der Regel erwerbstätig sind oder waren beziehungsweise in der Familie gearbeitet haben. Zur Erwachsenenbildung zählt auch der Erwerb von weiterführenden allgemeinen Schulabschlüssen auf dem Zweiten Bildungsweg, die berufliche Weiterbildung sowie die politische Bildung. Die Erwachsenen- und Weiterbildung ist durch eine Vielfalt von Trägern unterschiedlicher Wertorientierungen, Inhalten, Methoden und Arbeitsformen gekennzeichnet. Bildungsträger sind die öffentlichen Träger (staatliche und kommunale), freie Träger, Betriebe sowie privatgewerbliche Träger. Die in der Erwachsenenbildung beruflich tätigen Personen werden in der Regel als Erwachsenenbildner/-in, Dozent/-in oder Bildungsreferent/-in bezeichnet.
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