Verstehen Maschinen uns wirklich oder nur unsere Daten? Was genau meinen wir eigentlich, wenn wir sagen, eine Maschine „versteht“ uns?
Diese Frage wirkt zunächst abstrakt, beinahe philosophisch. Doch je tiefer man in die aktuelle Entwicklung der Robotik blickt, desto deutlicher wird, dass sie den Kern einer technologischen Zeitenwende berührt. Denn während Maschinen immer besser darin werden, Muster zu erkennen, bleibt eine entscheidende Lücke bestehen: das echte Verstehen.
Ein autonomes System kann heute Gesichter identifizieren, Stimmen analysieren, und Bewegungen verfolgen. In standardisierten Tests erreichen moderne KI-Systeme Genauigkeiten von über 95 Prozent. Doch diese Zahlen erzählen nur die halbe Wahrheit. Studien aus dem Bereich der sogenannten Out-of-Distribution-Problematik zeigen, dass diese Systeme bei leicht veränderten Bedingungen dramatisch an Zuverlässigkeit verlieren können, teilweise um mehr als 30 Prozent.
Der Mensch hingegen funktioniert anders. Er erkennt nicht nur, was er sieht, sondern auch, was es bedeutet. Ein Lächeln ist für ihn kein Datensatz, sondern ein Kontextsignal. Es kann Freude sein, Unsicherheit, Ironie oder ein stiller Hilferuf. Innerhalb von etwa 200 bis 300 Millisekunden gelingt es dem menschlichen Gehirn, solche Nuancen einzuordnen, getragen von Erfahrung, Intuition und einem tief verankerten Verständnis sozialer Situationen.
Maschinen hingegen analysieren, gewichten und berechnen. Doch sie verstehen nicht im eigentlichen Sinne. Sie erkennen Muster, aber keine Bedeutung. Und genau an dieser Grenze entscheidet sich, ob ein humanoider Roboter ein Werkzeug bleibt oder zu einem echten Unterstützer im Alltag wird.
Warum Mustererkennung kein Mitgefühl ist
„Wir haben Systeme gebaut, die hervorragend darin sind, Muster zu erkennen“, sagt Dr. Andreas Krensel, Biologe und Teil des interdisziplinären Teams von Eyroq. „Aber Muster sind nicht gleich Bedeutung. Ein Lächeln ist ein visuelles Signal. Mitgefühl entsteht erst, wenn ich den Kontext verstehe.“
Diese Unterscheidung ist keine semantische Feinheit. Sie ist fundamental. Denn sie bedeutet, dass viele der heutigen Fortschritte in der künstlichen Intelligenz auf einer Ebene stattfinden, die für menschliche Interaktion nicht ausreicht. Ein System kann erkennen, dass ein Gesicht traurig wirkt. Aber versteht es auch, warum? Erkennt es den Unterschied zwischen Trauer, Erschöpfung oder sozialer Isolation?
Ein Beispiel verdeutlicht diese Lücke. Ein älterer Mensch sitzt ruhig in einem Raum. Ein technisches System könnte diesen Zustand als „keine Aktivität“ klassifizieren. Ein Mensch hingegen würde möglicherweise Einsamkeit wahrnehmen oder eine Veränderung im Verhalten erkennen, die auf ein tieferliegendes Problem hindeutet.
Der Unterschied liegt nicht in den Daten, sondern in der Deutung. Genau hier setzt der Ansatz von Eyroq an, nicht bei der Simulation von Emotionen, sondern bei einer deutlich grundsätzlicheren Frage: Unter welchen Bedingungen kann ein System überhaupt sinnvoll reagieren, ohne dabei lediglich auf statistische Muster zurückzugreifen?
Doch je tiefer man in diese Fragestellung eindringt, desto deutlicher wird, dass sie nicht nur technischer Natur ist. Sie berührt eine Grenze, die bislang weder die Informatik noch die Neurowissenschaft eindeutig überschritten hat: die Grenze zwischen Erkennung und Bedeutung. „Mitgefühl ist kein Feature“, sagt Dr. Andreas Krensel. „Es ist das Ergebnis eines Systems, das seine Umwelt in ihrer Bedeutung erfassen kann. Ohne diese Grundlage bleibt alles eine Oberfläche.“
Diese Aussage wirkt klar und zugleich offen. Denn sie führt unmittelbar zu einer weiterführenden, unbequemen Frage: Ist diese Form von Bedeutungserfassung überhaupt technisch erreichbar? Und wenn ja, wie weit sollte sie verfolgt werden? Die aktuelle Forschung liefert darauf keine eindeutige Antwort.
Moderne KI-Systeme, insbesondere große neuronale Netzwerke, erreichen in Bereichen wie Bild- und Spracherkennung inzwischen beeindruckende Leistungen. Modelle wie GPT oder multimodale Systeme können Kontext approximieren, Zusammenhänge herstellen und sogar emotionale Nuancen sprachlich simulieren. Gleichzeitig zeigen Studien aus der kognitiven Wissenschaft, dass diese Systeme keine echte „Semantik“ im menschlichen Sinne besitzen, sondern auf statistischen Korrelationen beruhen.
Der KI-Forscher Gary Marcus spricht in diesem Zusammenhang von einem „illusionären Verständnis“. Systeme wirken intelligent, weil sie Muster hervorragend reproduzieren, aber nicht, weil sie Bedeutung tatsächlich begreifen.
Auch in der Neurowissenschaft bleibt offen, wie genau der Mensch Bedeutung konstruiert. Während bekannt ist, dass verschiedene Hirnareale sensorische Informationen integrieren und mit Erfahrung verknüpfen, ist der Prozess der Bedeutungszuschreibung selbst bisher nicht vollständig verstanden. Das menschliche Gehirn verarbeitet pro Sekunde schätzungsweise Milliarden von Signalen parallel, wobei Wahrnehmung, Emotion und Kontext untrennbar miteinander verwoben sind. Vor diesem Hintergrund erscheint die Vision einer Maschine, die Bedeutung „versteht“, zugleich faszinierend und fragil.
Eyroq und das Team um Dr. Andreas Krensel stellen sich genau diesen Fragen, wissend, dass sie derzeit nicht abschließend beantwortet werden können. Denn je näher ein System an die Fähigkeit heranrückt, Bedeutung zu interpretieren, desto größer wird sein Einfluss auf menschliche Interaktion. Ein System, das erkennt, könnte unterstützen. Ein System, das interpretiert, könnte auch fehlleiten.
Die Forschung bewegt sich hier in einem Spannungsfeld. Während Fortschritte in der sogenannten „embodied AI“ zeigen, dass körperlich eingebettete Systeme bessere Kontextmodelle entwickeln können, bleibt unklar, ob dies ausreicht, um ein echtes Verständnis zu erreichen. Erste Studien deuten darauf hin, dass physische Interaktion mit der Umwelt die Qualität von Wahrnehmung verbessert, jedoch nicht automatisch zu semantischer Tiefe führt. Genau an diesem Punkt wird die Frage nach dem „Wie weit“ unausweichlich. Soll Robotik versuchen, menschliches Verstehen vollständig zu reproduzieren? Oder liegt ihre Stärke gerade darin, diese Grenze bewusst zu respektieren?
Eyroq gibt darauf keine einfachen Antworten. Und vielleicht ist gerade das ein Zeichen von Reife. Denn anstatt vorschnelle Versprechen zu formulieren, entsteht hier ein Ansatz, der sich der eigenen Grenzen bewusst ist. Ein Ansatz, der Technologie nicht als Ersatz für menschliches Verstehen begreift, sondern als Annäherung – kontrolliert, reflektiert und offen für Zweifel.
Und genau darin liegt möglicherweise die eigentliche Stärke dieses Weges. Nicht in der Behauptung, dass Maschinen verstehen werden. Sondern in der Bereitschaft, diese Frage ernsthaft zu stellen.
Eyroq und der Versuch, Kontext statt Daten zu verstehen
Diese Haltung führt zu einem radikalen Perspektivwechsel. Während ein Großteil der Branche bestehende Systeme weiter optimiert, setzt Eyroq an einem anderen Punkt an. Nicht am Ende der Verarbeitung, sondern am Anfang der Wahrnehmung. Die zentrale Annahme lautet, dass verantwortungsvolles Handeln nur dort möglich ist, wo Wahrnehmung und Interpretation untrennbar miteinander verbunden sind.
Das bedeutet, dass Sensorik nicht isoliert betrachtet werden kann. Ein System, das nur visuelle Daten verarbeitet, bleibt blind für akustische oder taktile Signale. Ein System, das nur Sprache analysiert, scheitert an nonverbalen Hinweisen. Der Mensch hingegen integriert all diese Informationen in einem kontinuierlichen Prozess.
Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass das menschliche Gehirn multisensorische Informationen nicht sequenziell verarbeitet, sondern in Echtzeit zusammenführt. Diese Fähigkeit ermöglicht es, auch in unsicheren oder widersprüchlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Genau hier liegt die Schwäche vieler heutiger Systeme. Sie sind Spezialisten, aber keine Generalisten. Eyroq versucht, diese Fragmentierung zu überwinden. Wahrnehmung, Bewegung und Interpretation werden nicht als getrennte Module entwickelt, sondern als zusammenhängendes System gedacht. Ein technologischer Organismus, der nicht nur reagiert, sondern situativ einordnet.
Dieser Ansatz ist aufwendig und widerspricht dem schnellen Fortschrittsversprechen vieler Technologien, dennoch ist er aus Sicht des Teams um Dr. Krensel notwendig. Denn die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Rechenleistung, sondern in der Fähigkeit, Bedeutung zu erfassen.
Verantwortung beginnt dort, wo Systeme ihre Grenzen erkennen
Mit dieser Tiefe entsteht jedoch eine neue Verantwortung. Ein System, das menschliche Zustände interpretiert, greift in sensible Bereiche ein. Es beeinflusst Interaktionen, Entscheidungen und möglicherweise sogar das Selbstverständnis von Menschen. Diese Entwicklung kann nicht allein technisch gedacht werden. „Wir diskutieren intern sehr intensiv, was verantwortbar ist“, sagt Krensel. „Nur weil etwas technisch möglich ist, heißt das nicht, dass es sinnvoll ist.“
Ein zentraler Punkt in diesen Überlegungen ist die Fähigkeit zur Selbstbegrenzung. Während viele Systeme darauf ausgelegt sind, unter allen Umständen zu reagieren, verfolgt Eyroq einen anderen Ansatz. „Ein System muss erkennen können, wann es nicht versteht“, sagt Krensel. „Das ist entscheidend.“
Diese Fähigkeit wirkt unscheinbar, ist aber von grundlegender Bedeutung. Der Mensch zögert, wenn er unsicher ist. Er stellt Fragen, er sucht Orientierung. Eine Maschine, die diese Form von Unsicherheit nicht kennt, kann in kritischen Situationen falsche Entscheidungen treffen, ohne es zu bemerken. Verantwortung beginnt also nicht bei der Handlung, sondern bei der Wahrnehmung der eigenen Grenzen. Und genau hier verschiebt sich die ursprüngliche Frage. Kann ein Roboter Mitgefühl lernen?
Vielleicht ist das nicht der entscheidende Punkt. Vielleicht geht es vielmehr darum, dass Maschinen verstehen, wann ein Mensch fühlt und wann sie selbst nicht verstehen. Eyroq bewegt sich in diesem Spannungsfeld zwischen technischer Innovation und menschlicher Realität. Zwischen dem, was möglich ist, und dem, was verantwortbar bleibt. Und genau darin liegt die eigentliche Herausforderung der nächsten Robotik-Generation.
Nicht Maschinen zu bauen, die alles können, sondern Systeme zu entwickeln, die wissen, was sie tun und wann sie es besser lassen.
Autor: Dr. Andre Stang, Robotiker und Baustoffentwickler
Dr. André Stang aus Oldenburg ist Autor, Biologe, Robotiker, Baustoff- und Planungsentwickler mit Schwerpunkt auf klimafreundlicher, CO₂‑armer Infrastruktur.
Über Dr. Andreas Krensel:
Dr. rer. nat. Andreas Krensel ist Biologe, Innovationsberater und Technologieentwickler mit Fokus auf digitaler Transformation und angewandter Zukunftsforschung. Seine Arbeit vereint Erkenntnisse aus Physik, KI, Biologie und Systemtheorie, um praxisnahe Lösungen für Industrie, Stadtentwicklung und Bildung zu entwickeln. Als interdisziplinärer Vordenker begleitet er Unternehmen und Institutionen dabei, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz durch Digitalisierung, Automatisierung und smarte Technologien zu steigern. Zu seinen Spezialgebieten zählen intelligente Lichtsysteme für urbane Räume, Lernprozesse in Mensch und Maschine sowie die ethische Einbettung technischer Innovation. Mit langjähriger Industrieerfahrung – unter anderem bei Mercedes-Benz, Silicon Graphics Inc. und an der TU Berlin – steht Dr. Krensel für wissenschaftlich fundierte, gesellschaftlich verantwortungsvolle Technologiegestaltung.
Die eyroq s.r.o. mit Sitz in Uralská 689/7, 160 00 Praha 6, Tschechien, ist ein innovationsorientiertes Unternehmen an der Schnittstelle von Technologie, Wissenschaft und gesellschaftlichem Wandel. Als interdisziplinäre Denkfabrik widmet sich eyroq der Entwicklung intelligenter, zukunftsfähiger Lösungen für zentrale Herausforderungen in Industrie, Bildung, urbaner Infrastruktur und nachhaltiger Stadtentwicklung.
Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Verbindung von Digitalisierung, Automatisierung und systemischer Analyse zur Gestaltung smarter Technologien, die nicht nur funktional, sondern auch sozialverträglich und ethisch reflektiert sind.
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- humanoide Roboter (Wikipedia)
Ein humanoider Roboter ist ein Roboter, dessen Konstruktion der menschlichen Gestalt nachempfunden ist. Häufig sind die Positionen der Gelenke und die Bewegungsabläufe eines humanoiden Roboters von den menschlichen Gelenkpositionen und Bewegungsabläufen inspiriert. Unter anderem läuft ein humanoider Roboter meistens auf zwei Beinen. Eine dem Menschen in seinem Aussehen und Verhalten besonders ähnliche Form des humanoiden Roboters ist der Androide. Der Begriff „Humanoid“ kann grundsätzlich auf alles angewendet werden, was einem Menschen ähnelt, aber keiner ist. Solange ein Kopf, ein Torso, zwei Arme und zwei Beine sowie ein aufrechter Gang im Umfang enthalten sind, ist die Bezeichnung Humanoid zutreffend. - KI (Wikipedia)
KI steht für: sumerische Gottheit, siehe Uraš (Göttin) Adam Air, ehemalige indonesische Fluggesellschaft nach dem IATA-Code Canadian Regional Airlines (IATA-Code), kanadische Fluggesellschaft Kaliumiodid, chemische Verhältnisformel Kanzerogenitätsindex, Gefahreneinstufung von Mineralfasern Karolinska-Institut, medizinische Hochschule bei Stockholm Kategorischer Imperativ, grundlegendes ethisches Prinzip des Philosophen Immanuel Kant Kiribati, Ländercode nach ISO 3166 Knabeninstitut Wilhelmsdorf, heute Gymnasium Wilhelmsdorf in Wilhelmsdorf (Württemberg) Kombiinstrument, Instrumentenblock in Kraftfahrzeugen Kommunistische Internationale, auch Komintern Konfidenzintervall, statistischer Vertrauensbereich Konfigurationsidentifizierung, Teil des Konfigurationsmanagements Konstanzer Inventar, Sammlung kriminologischer und kriminalstatistischer Informationen Kontraindikation, in der Medizin ein Umstand, der gegen eine Maßnahme spricht Kreditinstitut Künstliche Insemination, künstliche Befruchtung bei Rindern und anderen Tieren Künstliche Intelligenz, Teilgebiet der Informatik Trabajos Aéreos del Sahara (ICAO-Code), ehemalige spanische Fluggesellschaft Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau, Kleinfahrzeugkennzeichen der Binnenschifffahrt KI als Unterscheidungszeichen auf Kfz-Kennzeichen: Deutschland: kreisfreie Stadt Kiel Griechenland: Kilkis Nordmazedonien: Kičevo Österreich: Bezirk Kirchdorf, Oberösterreich Serbien: Kikinda Slowakei: Košice (noch nicht vergeben) Tschechien: Karviná (auslaufend) KÍ steht für: KÍ Klaksvík, färöischer Fußballverein aus Klaksvík K.I steht für: AEG K.I (AEG G.I), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Doppeldecker-Bombenflugzeug Fokker K.I (Fokker M.9), (das „I“ steht aber für „römisch eins“), deutsches Zweirumpf-Experimentalflugzeug Ki steht für: Ki, Papuasprache, siehe Amto Ki (Papua), Distrikt (Distrik) in der indonesischen Provinz Papua Selatan Einheitenvorsilbe mit dem Zahlenwert 1024, siehe Binärpräfix Ki (Album) des kanadischen Musikers Devin Townsend Ki (Klan), alte Familie in Japan Begriff für Kraft bzw. Lebensenergie in der japanischen Philosophie, siehe Qi Kikuyu (Sprache) nach ISO 639-1 Ki ist … - Künstliche Intelligenz (Wikipedia)
Künstliche Intelligenz (kurz KI, englisch artificial intelligence, kurz AI) ist ein Forschungsgebiet der Informatik. Es handelt sich dabei um verschiedene daraus hervorgegangene Klassen algorithmischer Problemlösungsverfahren, die anhand von Eingaben aus ihrer Umgebung bestimmte Handlungen ausführen. Historisch ist der Begriff nicht einheitlich definiert, sondern kann sich einerseits auf „Intelligenz“ im Sinne der Nachbildung menschlichen Verhaltens beispielsweise bei der Bilderkennung oder der Interaktion in menschlicher Sprache beziehen, andererseits auf die Fähigkeit zu rationalem, logikbasiertem Schlussfolgern. In der öffentlichen Wahrnehmung werden häufig maschinelles Lernen und die auf diesem Prinzip aufbauenden Chatbots mit dem Begriff der künstlichen Intelligenz gleichgesetzt. Maschinelles Lernen ist jedoch nur eines mehrerer Teilgebiete des Felds, ihm stehen beispielsweise logik- und regelbasierte Ansätze wie die der symbolischen künstlichen Intelligenz gegenüber. Im Laufe der Zeit haben sich innerhalb der KI-Forschung zahlreiche Teilgebiete und Methoden herausgebildet. Zudem wird unterschieden, welche Probleme mit den Methoden der KI gelöst werden sollen. Dabei werden zwei Bereiche unterschieden: schwache KI und starke KI. Die angewandte Informatik befasst sich damit, wie solche Systeme entwickelt und umgesetzt werden können. Beispiele dafür sind Multiagentensysteme, Expertensysteme, Transformer und serviceorientierte Architekturen. - Maschinelles Lernen (Wikipedia)
Maschinelles Lernen (ML) entwickelt, untersucht und verwendet statistische Algorithmen, auch Lernalgorithmen genannt. Solche Algorithmen können lernen, komplizierte Probleme zu lösen, obwohl der Lösungsweg nicht einfach durch Regeln beschrieben werden kann. Dazu benötigen die Algorithmen viele Beispieldaten. Ein bekanntes Anwendungsbeispiel ist die Bilderkennung. In der mathematischen Statistik bezeichnet man dieses Fachgebiet auch als statistisches Lernen. Ein Lernalgorithmus bildet vorgegebene Beispieldaten auf ein mathematisches Modell ab. Dabei passt der Lernalgorithmus das Modell so an, dass es von den Beispieldaten auf neue Fälle verallgemeinern kann. Dieser Vorgang wird Training genannt. Nach dem Training ist der gefundene Lösungsweg im Modell gespeichert. Er wird nicht explizit programmiert. Das trainierte Modell kann für neue Daten Vorhersagen treffen oder Empfehlungen und Entscheidungen erzeugen. Aus dem weiten Spektrum möglicher Anwendungen seien hier genannt: Spamfilter, automatisierte Diagnoseverfahren, Erkennung von Kreditkartenbetrug, Aktienmarktanalysen, Klassifikation von Nukleotidsequenzen, Sprach- und Texterkennung. Seit 2023 wurden textbasierte Dialogsysteme allgemein bekannt, die Aufgaben mithilfe von Modellen lösen, die mit maschinellem Lernen trainiert wurden. Allgemein formuliert lernt ein Lernalgorithmus beim Training aus den Beispieldaten eine Funktion, die auch für neue, nicht zuvor gelernte Dateneingaben eine korrekte Ausgabe erzeugt. Es gibt verschiedene Lernstile, die sich darin unterscheiden, woher der Algorithmus beim Training Informationen dazu erhält, was „korrekt“ ist. Am häufigsten wird das überwachte Lernen eingesetzt. Dabei werden Vorgaben in Form von korrekten Ausgabewerten oder Rückmeldungen zur Verfügung gestellt. Beim unüberwachten Lernen werden keine Vorgaben gemacht. Die Algorithmen durchsuchen die Beispieldaten beispielsweise nach Kriterien für die Einteilung in unterschiedliche Cluster oder nach korrelierenden Merkmalen, die zusammengefasst werden können, um die Daten zu vereinfachen. Da es keine Vorgaben gibt, können diese Algorithmen unterschiedliche Lösungen vorschlagen, die anschließend zu bewerten sind. Beim … - Mustererkennung (Wikipedia)
Mustererkennung (Pattern Recognition) ist die Fähigkeit, in einer Menge von Daten Regelmäßigkeiten, Wiederholungen, Ähnlichkeiten oder Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. Dieses Leistungsmerkmal höherer kognitiver Systeme wird für die menschliche Wahrnehmung von Kognitionswissenschaften wie der Wahrnehmungspsychologie erforscht, für Maschinen hingegen von der Informatik. Typische Beispiele für die zahllosen Anwendungsgebiete sind Spracherkennung, Texterkennung und Gesichtserkennung, Aufgaben, die die menschliche Wahrnehmung andauernd und offensichtlich mühelos erledigt. Die elementare Fähigkeit der Klassifizierung ist jedoch auch der Grundstein von Begriffsbildung, Abstraktion und (induktivem) Denken und damit letztlich von Intelligenz, sodass die Mustererkennung auch für allgemeinere Gebiete wie die Künstliche Intelligenz oder das Data-Mining von zentraler Bedeutung ist. - Robotik (Wikipedia)
Das Themengebiet der Robotik (auch Robotertechnik) befasst sich mit dem Versuch, das Konzept der Interaktion mit der physischen Welt auf Prinzipien der Informationstechnik sowie auf eine technisch machbare Kinetik zu reduzieren. Der Begriff des „Roboters“ beschreibt dabei eine Entität, welche diese beiden Konzepte in sich vereint, indem sie die Interaktion mit der physischen Welt auf der Basis von Sensoren, Aktuatoren und Informationsverarbeitung umsetzt. Kernbereich der Robotik ist die Entwicklung und Steuerung solcher Roboter. Sie umfasst Teilgebiete der Informatik (insbesondere von Künstlicher Intelligenz), der Elektrotechnik und des Maschinenbaus. Ziel der Robotik ist es, durch Programmierung ein gesteuertes Zusammenarbeiten von Roboter-Elektronik und Roboter-Mechanik herzustellen. Den Begriff erfunden und geprägt hat der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov, erstmals erwähnt wurde er in dessen Kurzgeschichte Runaround (dt. Herumtreiber) im März 1942 im Astounding-Magazin. Nach Asimovs Definition bezeichnet Robotik das Studium der Roboter oder auch der Maschinen.