Kamedi kehrt auf das Hoepfner-Areal zurück

Kamedi kehrt auf das Hoepfner-Areal zurück

Karlsruhe, Mai 2026. Mit den ersten warmen Tagen wird auch ein Produkt aus Karlsruhe wieder besonders gefragt: der Stichheiler heat it. Entwickelt wurde er von der Kamedi GmbH, die nun zehn Jahre nach ihrer Gründung dorthin zurückkehrt, wo ihre Geschichte begann: auf das Hoepfner-Areal.

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Nach Stationen im CyberLab und einem Büro in der Technologiefabrik direkt gegenüber zieht Kamedi jetzt in den ehemaligen Malzturm der Hoepfner Bräu ein. Gemeinsam mit Gästen aus Netzwerk, Architektur und Wirtschaft wurde der Einzug nun gefeiert und damit ein weiterer wichtiger Schritt in der Umnutzung des historischen Gebäudes sichtbar.

Vom Crowdfunding-Projekt zum internationalen Medizinprodukt

„Für uns schließt sich hier ein Kreis. Wir kommen zurück an den Ort, an dem wir als Startup erste Schritte gemacht haben und bringen heute ein Produkt mit, das weltweit genutzt wird“, sagt Gründer Lukas Liedtke. „Dass wir heat it jetzt genau hier produzieren und vertreiben, ist für uns auch ein klares Bekenntnis zum Standort.“

Der Stichheiler heat it hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen: vom Crowdfunding-Projekt zum zertifizierten Medizinprodukt, Testsieger bei der Stiftung Warentest, millionenfach verkauft und inzwischen in Europa, Asien und den USA im Einsatz. Das kleine Gerät für den Schlüsselbund lindert Juckreiz durch gezielte Wärmebehandlung und steht beispielhaft für die Entwicklung technologiegetriebener Startups aus Karlsruhe.

Industriegeschichte bleibt sichtbar

Mit dem Einzug von Kamedi bekommt auch der Malzturm selbst eine neue Rolle. Der ehemalige Teil der Malzproduktion der Brauerei Hoepfner wurde als Projekt der Hoepfner Bräu umfassend umgebaut – mit Fokus auf Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und den Erhalt der industriellen Substanz.

Was auf den ersten Blick roh und unfertig wirkt, ist bewusst Teil des Konzepts: Stahlträger, Gebrauchsspuren und die markante Architektur mit Buckelquadern bleiben sichtbar. Materialien wurden weitgehend wiederverwendet oder aus nachwachsenden Rohstoffen umgesetzt. Selbst die heute verbauten Fenster stammen aus einem Industriegebäude in Düsseldorf.

„Wir haben konsequent darauf geachtet, Materialien wiederzuverwenden oder auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen“, sagt Architektin Maria Schiller. „Nur dort, wo es sicherheitsrelevant ist, etwa bei Geländern, wurden neue Elemente verbaut.“
Auf rund 1.100 Quadratmetern Nutzfläche entsteht so ein Arbeitsort, der Industriegeschichte und neue Nutzung verbindet. Die Übergabe ist für Ende Mai geplant.

„Der Malzturm zeigt, was möglich ist, wenn man Bestehendes nicht ersetzt, sondern weiterdenkt“, sagt Dr. Friedrich Georg Hoepfner. „Dass mit Kamedi ein Unternehmen einzieht, das wir seit den Anfängen in der Burg begleitet haben und das heute international erfolgreich arbeitet, passt sehr gut zu diesem Ort.“

Für Kamedi beginnt damit ein neues Kapitel. Wieder am Ursprung, aber mit einer völlig neuen Größenordnung.

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Themenrelevante Wikipedia-Infos:
  • karlsruhe (Wikipedia)
    Karlsruhe (Aussprache [ˈkaɐ̯lsˌʁuːə], , lokal südfränkisch Kallsruh, ) ist mit 309.050 Einwohnern (31. Dezember 2024) die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg. Sie ist Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Karlsruhe und des Landkreises Karlsruhe und bildet selbst einen Stadtkreis (kreisfreie Stadt). Die Stadt ist Oberzentrum für den nach ihr benannten Regionalverband und länderübergreifend für Teile der Südpfalz und Gemeinden des nördlichen Elsass in Frankreich. Das 1715 vom heutigen Stadtteil Durlach aus als barocke Planstadt gegründete Karlsruhe war Haupt- und Residenzstadt des ehemaligen Landes Baden. Charakteristisch für den ursprünglichen Stadtplan sind die 32 ringsum vom Schloss in die Parkanlagen und den Hardtwald der Oberrheinebene ausstrahlenden Straßen. Nur das südliche Viertel wurde zentrumsnah bebaut; seinem fächerförmigen Grundriss verdankt Karlsruhe den Beinamen „Fächerstadt“. Friedrich Weinbrenners klassizistische Bauten prägen das Bild der Stadterweiterung aus dem frühen 19. Jahrhundert. Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die Stadt auch „Residenz des Rechts“ genannt wird. Zahlreiche Behörden und Forschungseinrichtungen mit überregionaler Bedeutung sind in Karlsruhe angesiedelt. Unter den neun Hochschulen der Stadt ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die älteste und größte, darüber hinaus seit 2019 erneut eine Exzellenzuniversität. Großen Infrastruktureinrichtungen wie den beiden Rheinhäfen und der größten Raffinerie Deutschlands sowie Großkonzernen wie dm und EnBW steht eine ansonsten vorwiegend mittelständisch geprägte Wirtschaft gegenüber. Karlsruhe ist einer der bedeutendsten europäischen Standorte der Informations- und Kommunikationstechnik. Daran knüpft mit dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) auch eine der wichtigsten Kulturinstitutionen in der Stadt an. Andere, wie das Badische Landesmuseum oder die Staatliche Kunsthalle, gehören zum Erbe der Residenzzeit. 2019 nahm die UNESCO Karlsruhe als „Stadt der Medienkunst“ in ihr Netzwerk der Kreativstädte auf.
  • Medizintechnik (Wikipedia)
    Medizintechnik, auch biomedizinische Technik oder Gesundheitstechnologie genannt, ist die Anwendung von ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien und Regeln auf dem Gebiet der Medizin und Gesundheitswissenschaften. Sie kombiniert Kenntnisse aus dem Bereich der Technik, besonders dem Lösen von Problemen und der Entwicklung, mit der medizinischen Sachkenntnis der Ärzte, der Pflegefachleute und anderer Berufe, um die Diagnostik, Therapie, Krankenpflege, Rehabilitation und Lebensqualität kranker oder auch gesunder Einzelpersonen zu verbessern. Im Englischen sind die Begriffe (bio-)medical engineering, (bio-)medical technology und health technology verbreitet.
  • startup (Wikipedia)
    Ein Start-up-Unternehmen (von englisch to start up ‚gründen, in Gang setzen‘), auch Startup-Unternehmen oder kurz Start-up, ist eine Unternehmensgründung mit einer Geschäftsidee und hohem Wachstumspotenzial. Oft operieren Start-ups in jungen oder noch nicht existierenden Märkten und müssen erst ein funktionierendes Geschäftsmodell finden. Haben sie dieses etabliert, gelten sie allgemein nicht mehr als Start-up. Ehemalige Startup-Unternehmen bewahren sich mitunter die erfolgreichen Ansätze ihrer Gründungszeiten (wie Innovationsfähigkeit, Flexibilität, Modernität, flache Hierarchien), fördern sie gezielt durch Inkubatoren, gründen bzw. gliedern eigene Sparten als Start-ups aus (sogenannte Spinoffs) oder übernehmen andere Start-ups durch Zukäufe. Die Finanzierung eines Start-ups erfolgt wegen der hohen Risiken meist nicht über klassische Finanzquellen, sondern beispielsweise durch Business Angels (Privatinvestoren), Wagniskapitalfinanzierer oder Crowdfunding.
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