Die Energieversorgung ist zu einem der zentralen wirtschaftlichen Risikofaktoren für Unternehmen geworden.
Volatile Energiepreise, zunehmende Netzengpässe und eine steigende Abhängigkeit von externen Energiequellen stellen Betriebe aller Branchen vor neue Herausforderungen. Während kurzfristige Entlastungen durch staatliche Maßnahmen punktuell wirken, rückt die strategische Auseinandersetzung mit Energieeffizienz und Versorgungssicherheit immer stärker in den Fokus unternehmerischer Entscheidungen.
Volatile Energiepreise belasten Planungssicherheit
Nach Jahren vergleichsweise stabiler Energiepreise sind Unternehmen inzwischen mit starken Schwankungen konfrontiert. Strom- und Gaspreise reagieren sensibel auf geopolitische Entwicklungen, regulatorische Eingriffe und die zunehmende Volatilität an den Energiemärkten. Diese Unsicherheit erschwert die Kalkulation von Produktionskosten, Investitionen und langfristigen Verträgen erheblich.
Besonders energieintensive Branchen, aber auch Handwerksbetriebe und der Mittelstand spüren die Auswirkungen unmittelbar. Gleichzeitig geraten bestehende Liefer- und Bezugsverträge unter Druck, da kurzfristige Preisanpassungen und variable Tarifmodelle zunehmen. Die Fähigkeit, Energiekosten aktiv zu steuern und Preisschwankungen abzufedern, wird damit zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor.
Netz- und Kapazitätsengpässe nehmen zu
Neben der Preisentwicklung gewinnt die Frage der tatsächlichen Verfügbarkeit von Energie an Bedeutung. In vielen Regionen stoßen Stromnetze an ihre Kapazitätsgrenzen. Netzanschlüsse für neue Produktionsanlagen, Ladeinfrastruktur oder Photovoltaikanlagen verzögern sich teils erheblich. Gleichzeitig steigt der Strombedarf durch Digitalisierung, Elektromobilität und den Ausbau elektrischer Prozesse.
Für Unternehmen bedeutet dies: Versorgungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Produktionsunterbrechungen, Lastspitzen oder eingeschränkte Einspeisemöglichkeiten können reale wirtschaftliche Schäden verursachen. Eine frühzeitige Analyse der eigenen Anschluss- und Lastsituation wird daher immer wichtiger.
Energieeffizienz als strategischer Hebel
Angesichts dieser Entwicklungen rückt die Steigerung der Energieeffizienz verstärkt in den Fokus. Unternehmen, die ihren Energieverbrauch systematisch analysieren und optimieren, profitieren gleich mehrfach: Sie senken Kosten, reduzieren ihre Abhängigkeit von Preisschwankungen und verbessern gleichzeitig ihre Umweltbilanz.
Effizienzmaßnahmen reichen von der Modernisierung von Maschinen und Gebäudetechnik über intelligente Steuerungssysteme bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen. Auch organisatorische Maßnahmen, etwa Lastmanagement oder die Sensibilisierung von Mitarbeitenden, leisten einen wichtigen Beitrag. Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene können dabei helfen, Investitionen wirtschaftlich darzustellen.
Erneuerbare Energien gewinnen an Bedeutung
Parallel dazu investieren immer mehr Unternehmen in eigene Erzeugungskapazitäten. Photovoltaikanlagen auf Hallen- und Bürogebäuden gehören inzwischen vielerorts zur strategischen Grundausstattung. Sie ermöglichen eine teilweise Unabhängigkeit vom Strommarkt und schaffen langfristige Kostentransparenz.
Besonders in Kombination mit Speicherlösungen eröffnen sich neue Möglichkeiten. Batteriespeicher erlauben es, selbst erzeugten Strom zeitlich flexibel zu nutzen, Lastspitzen zu glätten und Netzentgelte zu reduzieren. Gleichzeitig erhöhen sie die Versorgungssicherheit bei kurzfristigen Netzstörungen. Für viele Unternehmen wird die Eigenstromversorgung damit zu einem integralen Bestandteil der Energie- und Risikostrategie.
Versorgungssicherheit als Teil der Unternehmensstrategie
Energie ist längst kein reines Betriebsmittel mehr, sondern ein strategischer Produktionsfaktor. Unternehmen, die sich frühzeitig mit ihrer Energieversorgung auseinandersetzen, verschaffen sich klare Vorteile. Dazu gehört nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die vertragliche und organisatorische Gestaltung von Energiebezug, Eigenerzeugung und Speicherung.
Die aktuelle Entwicklung zeigt: Kurzfristige Lösungen reichen nicht aus. Gefragt sind langfristige Konzepte, die Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Unternehmen, die heute investieren, schaffen Stabilität für morgen – und stärken ihre Resilienz in einem zunehmend unsicheren Umfeld.
Fazit
Volatile Energiepreise und wachsende Versorgungsrisiken werden die unternehmerische Agenda auch in den kommenden Jahren prägen. Wer Energieeffizienz steigert, erneuerbare Energien nutzt und seine Abhängigkeiten reduziert, gewinnt nicht nur Kostensicherheit, sondern auch strategische Handlungsfreiheit. Energie wird damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor moderner Unternehmensführung.
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- Energieeffizienz (Wikipedia)
Die Energieeffizienz ist das Verhältnis von Dienstleistungs-, Waren- oder Energieertrag (Output) zur zugeführten Energie (Input) (vgl. Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU). Unter Energieeffizienz wird somit also die rationelle Verwendung von Energie verstanden. Durch optimierte Prozesse sollen „die quantitativen und qualitativen Verluste, die im Einzelnen bei der Wandlung, dem Transport und der Speicherung von Energie“ entstehen, minimiert werden, „um einen vorgegebenen (energetischen) Nutzen bei sinkendem Primär- bzw. Endenergieeinsatz zu erreichen“. Die Steigerung der Energieeffizienz ist, so wie die Energieeinsparung, ein wesentliches Element der Energiewende. - Erneuerbare Energien (Wikipedia)
Als erneuerbare Energien (EE) oder regenerative Energien, auch alternative Energien, werden Energiequellen bezeichnet, die im menschlichen Zeithorizont für nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich erst über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Erneuerbare Energiequellen gelten, neben der effizienten Nutzung von Energie, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik (englisch sustainable energy policy) und der Energiewende. Zu ihnen zählen Bioenergie (Biomassepotenzial), Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Ihre Energie beziehen sie von der Kernfusion der Sonne, die bei weitem die wichtigste Energiequelle ist, aus der kinetischen Energie der Erddrehung und der Planetenbewegung sowie aus der erdinneren Wärme. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird in vielen Staaten weltweit vorangetrieben. 2018 deckten erneuerbare Energien 17,9 % des weltweiten Endenergieverbrauchs. Daran hatte traditionelle Biomasse, in Entwicklungsländern zum Kochen und Heizen genutzt, mit 6,9 % den größten Anteil, gefolgt von moderner Biomasse und Solar- und Geothermie (4,3 %), Wasserkraft (3,6 %), anderen modernen erneuerbaren Energien wie vor allem Windkraft und Photovoltaik (zusammen 2,1 %) und Biokraftstoffe (1 %). Der Anteil am weltweiten Endenergieverbrauch stieg nur langsam um durchschnittlich 0,8 % pro Jahr zwischen 2006 und 2016. Höher ist der Anteil der erneuerbaren Energien am globalen Stromverbrauch. 2024 wurden etwa 32 % des Stroms mittels Wasser-, Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugt, wobei Wasserkraftwerke 14 %, Windkraftwerke 8 %, Photovoltaik 7 % und Bioenergie und Abfall 3 % lieferten. 2024 erzeugte Kernenergie 9 % des weltweit erhaltenen elektrischen Stroms, so dass rund 40 % aus nuklearen und erneuerbaren Quellen erhalten wurden. Im ersten Halbjahr 2025 lieferten erneuerbarer Energien weltweit mit 5027 TWh bzw. 34,3 % am globalen Strommix erstmals mehr Strom als Kohle (4896 TWh bzw. 33,1 %). - nachhaltige Energieversorgung (Wikipedia)
Energiewende, auch Energietransition, bezeichnet im Deutschen den Übergang von einer fossilen Energieversorgung zu einem nachhaltigen Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien. In einigen Ländern – etwa Deutschland – umfasst dieser Prozess auch den Ausstieg aus der Kernenergie. International ist überwiegend der englische Begriff energy transition gebräuchlich, während Energiewende im engeren Sinne meist die deutsche Ausprägung dieses Transformationsprozesses bezeichnet. Der Begriff wurde nach dem 1980 erschienenen Buch Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran des Öko-Instituts kulturell rezipiert und teilweise als Lehnwort in andere Sprachen übernommen (beispielsweise „The German Energiewende“ oder „A Energiewende alemã“). Ziel der Energiewende ist, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Angesichts der maßgeblich vom Menschen verursachten Globalen Erwärmung ist heutzutage besonders die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft durch Beendigung der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas von Bedeutung. Ebenso stellen die Endlichkeit fossiler Energieträger sowie die Gefahren der Kernenergie wichtige Gründe für die Energiewende dar. Die Lösung des globalen Energieproblems gilt als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die Energiewende umfasst die drei Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, ferner auch die perspektivische Abkehr von fossilen Rohstoffen etwa zur Herstellung von Kunststoff oder zur Stickstoffdünger-Synthese (Haber-Bosch-Verfahren). Ein mit der Energiewende verbundener Kohle- und Ölausstieg bedeutet auch, dass wesentliche Mengen dieser vorhandenen Energieträger nicht gefördert werden dürfen. Wesentliche Elemente der Wende sind der Ausbau der erneuerbaren Energien, verbunden mit dem Aufbau von Energiespeichern, die Steigerung der Energieeffizienz sowie Energieeinsparung. Zu den erneuerbaren Energien zählen Bioenergie, Erdwärme, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie (Solarthermie, … - photovoltaik (Wikipedia)
Unter Photovoltaik bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist aus Sonnenlicht, mittels Solarzellen in elektrische Energie. Seit 1958 wird sie in der Raumfahrt genutzt, später diente sie auch zur Energieversorgung einzelner elektrischer Geräte wie Taschenrechnern oder Parkscheinautomaten. Heute ist mit großem Abstand die netzgebundene Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen auf Dachflächen und mit Freiflächenanlagen das wichtigste Anwendungsgebiet. Ende 2024 waren weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von ca. 2,2 Terawatt (TW, 1 TW = 1000 GW) installiert. Zwischen 1998 und 2015 stieg die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 38 % pro Jahr. Nach einer 2019 erschienenen Arbeit in Science wird erwartet, dass die installierte Leistung bis 2030 ca. 10 TW erreicht haben und 2050 bei 30 bis 70 TW liegen könnte. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik lag 2024 bei 2.131 TWh; das waren 6,9 % der weltweiten Stromerzeugung. Damit stieg die PV-Stromerzeugung binnen eines Jahres um 474 TWh bzw. 29 % an. Mit Stand April 2025 verdoppelt sich die Solarstromerzeugung alle drei Jahre. In 42 Staaten lieferte die Photovoltaik mindestens 10 % der Stromerzeugung; den größten Anteil hatte sie in Ungarn mit 25 %. Die Internationale Energieagentur hielt 2020 fest, dass Photovoltaikanlagen, die auf guten Standorten und mit günstigen institutionellen Bedingungen errichtet werden, inzwischen die günstigste Form der Stromerzeugung der Geschichte seien. Dank der durch Massenproduktion stark gefallenen Preise der Anlagenkomponenten war damit die lange Zeit akzeptierte Einschätzung überholt, dass die Photovoltaik die teuerste Form der Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien sei. Bereits 2014 lagen die Stromgestehungskosten der Photovoltaik in bestimmten Regionen der Erde auf gleichem Niveau oder sogar niedriger als bei fossilen Konkurrenten. Unter Berücksichtigung externer Kosten der fossilen Stromerzeugung (d. h. Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden) war Solarstrom schon davor bereits konkurrenzfähig; tatsächlich waren diese Kosten jedoch nur zum Teil internalisiert. Von 2011 bis 2017 fielen … - Versorgungssicherheit (Wikipedia)
Versorgungssicherheit ist die langfristige, stetige Sicherung der Grundbedürfnisse der Menschen. Hierzu zählen unter anderem: Energiesicherheit, die kurz- wie langfristige Versorgungssicherheit mit Energie Versorgungssicherheit (Wasser), die Versorgungssicherheit mit genügend und sauberem Trinkwasser bzw. Wasser auch für andere Einsatzzwecke Versorgungssicherheit (Nahrung), die Versorgungssicherheit mit ausreichend und qualitativ brauchbarer Nahrung Siehe auch Selbstversorgungsgrad Versorgungsgrad