ARAG Experten mit Urteilen aus der Tierwelt
Achtung: Fasan im Tiefflug
Damit hatte wohl keiner gerechnet: Doch es war ausgerechnet ein Fasan, der den Motorrad-Beifahrer am Helm traf, während sein Vordermann mit 130 Kilometern pro Stunde (km/h) durchs Emsland raste. Der Aufprall des Federviehs war so heftig, dass es den Vogel regelrecht zerriss und der Sozius vom Motorrad unsanft auf dem Asphalt landete. Die Folge: Mehrere Operationen und fünf Monate Pause. Daher verklagte er die Haftpflichtversicherung des Fahrers auf mindestens 25.000 Euro Schmerzensgeld. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass in diesem Fall entscheidend für die Frage der Haftung ist, ob der Schaden beim „Betrieb des Motorrads“ entstanden ist. Genau das verneinten die Richter in erster Instanz. Ursächlich für den Unfall war nicht die Fahrweise oder der Betrieb des Zweirads, sondern ein fliegender Fasan. Und zum anderen handele es sich dabei um höhere Gewalt, wodurch die Haftung ausgeschlossen ist. Doch in zweiter Instanz bekam der Sozius Recht. Das Argument „höhere Gewalt“ zog vor diesem Gericht nicht. Denn ein Fasan sei keine Naturkatastrophe, sondern Teil der Straßenrealität in Gestalt eines ganz normalen Wildunfalls. Zudem geschah der Unfall während der Fahrt. Das heißt: Auch wenn das Tier nicht die Maschine, sondern den Menschen traf – ohne die Bewegung des Motorrads wäre es gar nicht dazu gekommen. Die Haftpflichtversicherung musste 17.000 Euro Schmerzensgeld zahlen (Oberlandesgericht Oldenburg, Az.: 5 U 30/25).
Aufs falsche Pferd gesetzt
Nachdem die Besamung ihrer Stute mit dem Samen eines bekannten Zuchthengstes zweimal schiefgelaufen war, konsultierte die Pferdehalterin einen anderen Tierarzt. Dort war die Besamung zwar erfolgreich, doch der Mann hatte sich beim Samen vertan. Das Ergebnis war ein Fohlen eines anderen prachtvollen Dressurhengstes. Doch statt Mutterfreuden zu genießen, zog die Frau gegen den Mediziner vor Gericht und verlangte Schadensersatz: Für ein Sachverständigengutachten für 1.000 Euro, den hypothetischen Minderwert des Fohlens durch einen falschen Vater von 2.500 Euro sowie eine sogenannte Decktaxe von 1.200 Euro. Die muss nach Auskunft der ARAG Experten bei der Anmeldung eines Fohlens beim Zuchtverband an das Gestüt des Samengebers gezahlt werden. Doch die Richter waren sich einig, dass der Tierarzt nur die Decktaxe erstatten musste. Zwar habe der Arzt mit dem Vertauschen der Samen seine Pflicht verletzt, aber eine Wertermittlung zweier Fohlen, von denen nur eines tatsächlich existierte, sei unmöglich (Bundesgerichtshof, Az.: VI ZR 14/25).
Wenn die Radtour vor die Hunde geht
Teilen sich Radfahrer und Fußgänger einen Weg, geht das nicht immer gut. So auch in diesem Fall, in dem ein Radler durch einen Hund, der direkt vor ihm den Weg kreuzte, von seinem Drahtesel stürzte. Während er den Unfall gut überstanden hatte, war sein Fahrrad durch den Sturz beschädigt. Für die Fahrlässigkeit, den Hund an langer Leine geführt zu haben, verlangte er vom Führer des Hundes Schadensersatz. Doch die Richter waren anderer Ansicht. Zum einen sei der Hund nicht an einer langen Schleppleine unterwegs gewesen, sondern wurde an einer rund zwei Meter langen Standard-Leine geführt, wodurch keine Rede von einer schuldhaften Handlung sein konnte. Und zum anderen war diese Gassirunde eine Gefälligkeit für einen Nachbarn, der der eigentliche Hundehalter war. Auch wenn der Hundeführer die Hunderunden regelmäßig machte, sei er deshalb noch lange kein schadensersatzpflichtiger Tieraufseher (Landgericht Koblenz, Az.: 13 S 45/24).
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- ARAG (Wikipedia)
ARAG bezeichnet die ARAG SE, ein Versicherungskonzern die ARAG (Range), bestehend aus den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent - Fasan (Wikipedia)
Der Fasan (Phasianus colchicus; Plural Fasane oder Fasanen) ist eine Vogelart aus der Ordnung der Hühnervögel. Wie bei anderen Fasanenartigen fällt der Hahn durch sein farbenprächtiges Gefieder und seine deutlich längeren Schwanzfedern auf. Hennen zeigen eine bräunliche Tarnfärbung. Der Ruf des Hahns ist ein lautes, charakteristisches und oft gereihtes gö-göck (). Das natürliche Verbreitungsgebiet des Fasans reicht vom Schwarzen Meer über die Trockengebiete Mittelasiens bis in den Osten Asiens. Darauf weist auch das Artepitheton colchicus hin, das sich auf die Landschaft Kolchis bezieht. Während die zahlreichen zentralasiatischen Verbreitungsinseln größtenteils voneinander isoliert sind, besiedeln die ostasiatischen Populationen in China, Korea und Sibirien ein großes zusammenhängendes Areal, wo zahlreiche weitere Unterarten leben, die sich teils an den Grenzen ihrer Verbreitungsgebiete untereinander mischen. Von einigen Autoren wird auch der japanische Buntfasan dieser Art zugeordnet. Vor allem zu Jagdzwecken wurde der Fasan in Europa, den USA und anderen Teilen der Welt eingebürgert, ein stabiler Bestand kann sich aber auf Dauer meist nur durch Hegemaßnahmen und Aussetzungen halten. In Südeuropa wurde die Art vermutlich schon während der Antike als Ziervogel und wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches eingeführt und sowohl wild als auch in Gefangenschaft gehalten. Die Römer sorgten wahrscheinlich für eine Verbreitung in Mittel- und Westeuropa. Seit dem frühen Mittelalter ist die Fasanenhaltung vereinzelt an Fürstenhöfen und Klöstern belegt, und seit dem ausgehenden Mittelalter oder der frühen Neuzeit ist ein freilebender Bestand oder ein solcher in großen Fasanerien bekannt. Viele Teile Europas – wie beispielsweise Nordeuropa – wurden aber auch erst im 19. Jahrhundert besiedelt. Heute ist der Großteil des europäischen Bestands in den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Ungarn und Rumänien zu finden. Die hier lebenden Vögel sind meist Mischformen verschiedener Unterarten, hauptsächlich des torquatus-Typs, dessen Hähne einen weißen Halsring und einen grauen Bürzel zeigen, und des colchicus-Typs, dem der Halsring fehlt und der rotbraunes … - Gerichtsurteil (Wikipedia)
Ein Urteil ist eine gerichtliche Entscheidung, die das Prozessrecht ausdrücklich unter dieser Bezeichnung vorsieht (Beispiel: § 300 Abs. 1 ZPO). - Haftpflichtversicherung (Wikipedia)
Eine Haftpflichtversicherung in Deutschland, zu deren Einführung maßgeblich der Versicherungsunternehmer Carl Gottlob Molt beigetragen hat, ist eine Schadenversicherung, über die zwischen dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer ein Versicherungsvertrag abgeschlossen wird. Die Hauptpflichten des Versicherers aus dem Vertrag bestehen in erster Linie in der Abwehr von unberechtigten Schadensersatzansprüchen Dritter gegen den Versicherungsnehmer (§ 101 VVG) und in zweiter Linie in der Freistellung des Versicherungsnehmers bei berechtigten Schadensersatzansprüchen des Geschädigten (§ 100 VVG). Die Hauptpflicht des Versicherungsnehmers besteht in der Zahlung der Versicherungsprämie. - Hund (Wikipedia)
Der Haushund (Canis lupus familiaris) ist ein Haustier und wird als Heim- und Nutztier gehalten. Seine wilde Stammform ist der Wolf, dem er als Unterart zugeordnet wird. Wann die Domestizierung stattfand, ist umstritten; wissenschaftliche Schätzungen variieren zwischen etwa 15.000 v. Chr. und vor 100.000 Jahren. Hund und Wolf (Canis lupus lupus) sind nicht durch eine Artenschranke getrennt und können daher miteinander fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen. Im engeren Sinn bezeichnet man als Haushund die Hunde, die überwiegend im Wohnbereich des Menschen gehalten werden, und kennzeichnet damit also eine Haltungsform. Historisch wurde ein Hund, der zur Bewachung des Hauses gehalten wird, als Haushund bezeichnet. Eine weitere Verwendung des Begriffs ist die Einschränkung auf sozialisierte (Haus-)Hunde, also Hunde, die an das Zusammenleben mit Menschen in der menschlichen Gesellschaft gewöhnt und an dieses angepasst sind. Damit wird der Haushund abgegrenzt gegen wild lebende, verwilderte oder streunende Hunde, die zwar auch domestiziert, aber nicht sozialisiert sind. Der Dingo ist ebenfalls ein Haushund, wird jedoch provisorisch als eigenständige Unterart des Wolfes geführt. - Hundehalter (Wikipedia)
Tierhaltung bezeichnet die eigenverantwortliche Sorge des Menschen für ein Tier, über das er die tatsächliche oder rechtliche Verfügungsgewalt hat. Kernaspekte der Tierhaltung sind die Ernährung, Pflege und Unterbringung des Tieres. Man unterscheidet im Wesentlichen die Haltung von Nutztieren, Heimtieren und Wildtieren. - Leine (Wikipedia)
Leine ist der Familienname folgender Personen: Kim Leine (* 1961), dänisch-norwegischer Schriftsteller Kristine Bjørdal Leine (* 1996), norwegische Fußballspielerin Linda Leine, lettische Pianistin Geographie: Leine (Aller), linker Nebenfluss der Aller in Thüringen und Niedersachsen; fließt durch Hannover Leine (Eine), linker Nebenfluss der Eine in Sachsen-Anhalt Leine (Helme), linker Nebenfluss der Helme in Sachsen-Anhalt Leine (Mulde), ehemaliger linker Nebenfluss der Mulde in Sachsen Departement der Leine, Verwaltungseinheit des Königreichs Westphalen 1807/13 mit Hauptstadt Göttingen Leine-Formation, geologische Formation des Zechsteins in Norddeutschland Leine, ehemals im Kreis Pyritz, Dorf in der Woiwodschaft Westpommern in Polen; siehe: Linie (Bielice) Tauwerk: Leine (Seemannschaft), Tauwerk mittlerer Stärke Leinen (Fahrsport), einen Verbund aus Lederriemen zum Steuern eines Pferdegespanns Hundeleine Klingelleine Kommunikationsleine Reißleine Tori-Leine, Angelschnur in der Hochseefischerei Wäscheleine Festmacherleine in der Seemannssprache Siehe auch: Groß Leine Klein Leine Laine (Begriffsklärung) Layne (Begriffsklärung) Lein (Begriffsklärung) Leinen (Begriffsklärung) Faden Schnur Strick - Pferd (Wikipedia)
Pferd steht für: die Familie der Pferde, siehe Equidae die Gattung der Pferde innerhalb dieser Familie Hauspferd, ein weit verbreitetes Haustier Wildpferd, verschiedene Arten wildlebender Pferde, teilweise auch verwilderte Hauspferde Ferner: ein chinesisches Tierzeichen, siehe Erdzweige Pferd (Wappentier), das Pferd als häufig auftretendes Wappentier Pauschenpferd, ein Turngerät eine Figur beim Schachspiel, siehe Springer (Schach) Markenname des Werkzeugherstellers August Rüggeberg Siehe auch: - Radtour (Wikipedia)
Fahrradtourismus umfasst Radtouren ebenso wie Reisen, auf denen auch oder ausschließlich Fahrrad gefahren wird. Das touristische Fahrradfahren gewinnt in den Industrieländern seit den 1980er Jahren an Aufmerksamkeit. Zu unterscheiden sind mehrtägige Radtouren, die auch als Radreise oder als Radwandern bezeichnet werden, von Radausflügen, bei denen man wieder an den Ausgangspunkt zurückkehrt. Radausflüge werden entweder von zuhause aus durchgeführt oder als Teil einer Urlaubsreise, bei der das Fahrrad zusätzlich mitgeführt oder am Urlaubsort ausgeliehen wird. Auf längeren Touren werden häufig speziell ausgerüstete Reiseräder verwendet. Mit Mountainbikes lassen sich auch Bergtouren durchführen. - Schadensersatz (Wikipedia)
Unter Schadensersatz (oft SE abgekürzt) versteht man im deutschen Recht die Rechtspflicht zum Ausgleich eines Schadens. - Sturz (Wikipedia)
Sturz steht für: Sturz (Architektur), Träger, der eine Maueröffnung überspannt, z. B. Türsturz, Fenstersturz Sturz (Gefäß) Absturz (Unfall), das Herunterfallen aus erhöhter Position Radsturz, Neigung eines Fahrzeugrades Revolution, Umsturz, radikaler sozialer Wandel oder politischer Übergang, oft mit Gewalt verbunden Der Sturz, Erzählung von Friedrich Dürrenmatt aus dem Jahr 1971 Der Sturz (Roman), Roman von Martin Walser Der Sturz (Film), Spielfilm nach dem gleichnamigen Roman von Martin Walser Gestürzt: Kopfgestellter Wappenschnitt Sturz ist ein geographischer Name: Sturz (Laufen), Ortsteil der Stadt Laufen (Salzach), Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern Sturz, landschaftlich für einen steilen Bergabfall: Sturz (Eutendorf), Spornabfall der Limpurger Berge bei Eutendorf, Stadt Gaildorf, Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg Sturz (Münster), Spornabfall der Limpurger Berge bei Münster, Stadt Gaildorf, Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg Sturz ist ein Familienname: Dorothee Sturz (* 1983), deutsche Synchronsprecherin Friedrich Wilhelm Sturz (1762–1832), deutscher Pädagoge und Altphilologe Helfrich Peter Sturz (1736–1779), deutscher Schriftsteller der Aufklärung Johann Jakob Sturz (1800–1877), deutscher Kolonialpolitiker, Publizist Rudi Sturz (* 1952), deutscher Fußballspieler und -trainer Siehe auch: Sturz im Alter Stürtz Stürz - Stute (Wikipedia)
Eine Stute ist ein weibliches Tier der Familien Pferde (Equidae) und Kamele (Camelidae). Das männliche Pendant zur Stute ist der Hengst. Der Begriff kommt aus dem Althochdeutschen „stuot“, was ursprünglich „Herde von (Zucht-)Pferden“, weibliches Pferd heißt. - Tiefflug (Wikipedia)
Tiefflug wird der andauernde Flug eines Flugzeugs im Höhenbereich zwischen 10 m und 600 m Flughöhe genannt. In der Fliegersprache spricht man auch von „Tiefer Luft“. - Tierwelt (Wikipedia)
Fauna (auch Tierwelt) bezeichnet die Gesamtheit aller natürlich vorkommenden Tiere in einem Gebiet oder im engeren Sinne alle Tierarten in diesem Gebiet. Die Erforschung der Fauna ist die Aufgabe der Faunistik, die zugehörige Wissenschaft ist die Biogeographie. Wird der gesamte Planet Erde betrachtet, umfasst die Fauna sämtliche Tierarten, beispielsweise in der Paläontologie, wo man etwa von einer „Fauna der Kreidezeit“ spricht. Die Bezeichnung ist abgeleitet vom Namen der römischen Naturgöttin Fauna. Die Entsprechung der Fauna im Pflanzenreich ist die Flora. - Zuchthengst (Wikipedia)
Ein Hengst (von mittelhochdeutsch hẹng[e]st „Pferd“, seit dem 15. Jahrhundert „männliches Pferd“, von althochdeutsch hẹngist, wohl von germanisch hangista, „Ross“, „Pferd“, über indogermanisch kāk verwandt mit griechisch kēkío „entspringe“) ist ein männliches Tier der Familie Einhufer (Equidae) und Kamele (Camelidae). Das weibliche Pendant zum Hengst ist die Stute. Ein Hengst ist ein männliches, unkastriertes Tier, während ein kastrierter Hengst Wallach genannt wird.